Dr. Karl Addicks (FDP)
Kandidat Bundestagswahl 2005
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Grunddaten
Dr. Karl Addicks
Jahrgang
1950
Berufliche Qualifikation
Arzt (Allgemeinmedizin / Tropenmedizin / Betriebsmedizin)
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wohnort
-
Wahlkreis
Saarbrücken
Ergebnis
3,3%
Landeslistenplatz
1, Saarland
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Frage zum Thema Föderalismus
01.09.2005
Von:

Wieso verzichtet die FDP bei dieser Wahl erstmals auf die Erweiterung DPS?
Antwort von Dr. Karl Addicks
bisher keineEmpfehlungen
05.09.2005
Dr. Karl Addicks
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage. Im Saarland heißt die FDP weiterhin Freie Demokratische Partei / Demokratische Partei Saar. Wie keine andere Partei ist die DPS nach dem 2. Weltkrieg für die Eingliederung des Saarlandes in die Bundesrepublik Deutschland eingetreten, und darauf sind wir nach wie vor stolz. Mit der "kleinen Wiedervereinigung" konnte sich auch die DPS der FDP anschließen, und sich fortan FDP/DPS nennen. Bedauerlicherweise ist die Bedeutung der DPS im Laufe der Jahre etwas in Vergessenheit geraten. Jüngere Menschen kennen dieses Kürzel nicht mehr und Ende 2003 hat selbst der Saartext unseren stellvertretenden Landesvorsitzenden als Mitglied der FDP/PDS angekündigt.

Im Januar 2004 haben unsere Parteifreunde in Baden-Württemberg, wo die FDP den Zusatz Demokratische Volkspartei (DVP) trägt, beschlossen, den Namen FDP/DVP beizubehalten, aber bei Wahlen "nur" als FDP anzutreten. Eine entsprechende Satzungsänderung haben wir auch im Saarland beschlossen, und sind bei den Kommunalwahlen im Juni letzten Jahres erstmals landesweit als FDP und nicht mehr als FDP/DPS angetreten. Indem wir mit dem bundesweit bekannten, einheitlichen Namen werben, beugen wir Verwirrungen unter den Wählern und Medienvertretern vor und garantieren so, dass uns keine Stimmen verloren gehen.

Im Herbst d. J. werden wir eine große Jubiläumsveranstaltung durchführen, um an den Kampf der DPS gegen das Saarstatut und die erfolgreiche Volksabstimmung vor 50 Jahren zu erinnern. Den Termin werden wir rechtzeitig auf unserer Homepage www.fdp-saar.de ankündigen. Ich würde mich freuen, Sie zu dieser Veranstaltung begrüßen zu dürfen.

Herzliche Grüße,

Karl Addicks
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Frage zum Thema Bürgerrechte
11.09.2005
Von:
von

Lieber Herr Addicks,

Eine Frage zum Wahlsystem: Wenn ich das richtig beurteile, haben Sie eine gute Chance, über die Liste in den Bundestag zu kommen. Zudem gewinnen Kandidaten der kleinen Parteien sehr selten Direktmandate. Unterstütze ich Sie überhaupt, wenn ich Ihnen meine Erststimme gebe, und wenn ja, auf welche Weise? Wenn nicht, welcher Person sollte ich denn meine Erststimme geben, um Ihrer Position zum Nachdruck zu verhelfen (wobei ich mir zur Zeit noch im Unklaren bin, ob ich das gerne will, aber rein theoretisch gefragt)?

mit freundlichem Gruß,

Dr. von
Antwort von Dr. Karl Addicks
1Empfehlung
15.09.2005
Dr. Karl Addicks
Sehr geehrter Herr Dr. von ,

ich gebe Ihnen Recht, dass die Wahrscheinlichkeit, dass ich ein Direktmandat im Wahlkreis Saarbrücken gewinnen kann, sehr niedrig ist, jedoch nicht aussichtslos. Der Listenplatz Eins auf der Landesliste der FDP Saar räumt mir die größere Chance ein, auch in der kommende Wahlperiode in den Deutschen Bundestag einzuziehen.

Die FDP hat auf dem Bundesparteitag am vergangenen Sonntag eine klare und eindeutige Koalitionsaussage zugunsten der Union gemacht. Ebenso hat sich die Union eindeutig für ein Bündnis mit den Liberalen ausgesprochen. Wir fahren deshalb auch gezielt eine Zweitstimmenkampagne, die für alle unsere Kandidaten die größere Chance darstellt.

Wie Sie wissen gibt es eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass sich Oskar Lafontaine (Linkspartei) und Elke Ferner (SPD) die Stimmen aus dem linken Lager teilen und damit Anette Hübinger (CDU) gute Chancen hat, den Wahlkreis 296 zu gewinnen.

Experten halten es für realistisch, dass die Union auch die anderen Wahlkreise im Saarland gewinnt und es so zu einem Überhangmandat kommen könnte. In diesem Fall könnte Ihre Zweitstimme der Union nicht nützen, sondern schaden. Details zu dieser Paradoxie des Wahlsystems finden Sie unter

www.wahlrecht.de

Sie gehen also auf Nummer sicher, wenn Sie Ihre Zweitstimme der FDP geben.

Herzlichen Dank für Ihr Vertrauen!

Ihr
Dr. Karl Addicks
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Frage zum Thema Arbeit
16.09.2005
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Addicks,

Wie stehen Sie zum Thema Meisterzwang / Kammerzwang im Handwerk?

Könnten Sie dies bitte insbesondere mit Blick auf andere EU Staaten wie Irland, GB, Skandinavien, oder Frankreich (in denen es diese Dinge so nicht gibt) beantworten? Ist dort (wie oft in Argumenten gehört) die Ausbildungsleistung prozentual geringer oder die Qualität handwerklicher Arbeiten schlechter?

Vielen Dank im Voraus für Ihre Informationen.

MfG

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