Dr. Hans-Peter Uhl (CSU)
Abgeordneter Bundestag

Grunddaten
Dr. Hans-Peter Uhl
© Bundestagsfraktion CDU/CSU
Geburtstag
05.08.1944
Berufliche Qualifikation
Kreisverwaltungsreferent a. D., Rechtsanwalt
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
München
Wahlkreis
München-West/Mitte
Ergebnis
36,7%
Landeslistenplatz
19, Bayern
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(...) Unter der Annahme, dass der Betrieb der Kernkraftwerke hinreichend sicher sei, war die Entscheidung somit ökonomisch richtig, die Laufzeiten zu verlängern. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Umwelt
17.01.2010
Von:

Guten Tag Herr Dr.Hans-Peter Uhl,

ich schreibe Ihnen als besorgter Bürger, der die deutsche Photovoltaik-Industrie durch die extrem starke Kürzung gefährdet sieht.
Hierzu habe ich 2 interessante Artikel gefunden.
Wie ist Ihre Meinung dazu und welche Möglichkeiten zur Einflussnahme gibt es hierzu?

www.sonnenseite.com

und

www.sonnenseite.com

:: Jetzt die Krise nutzen!

Energie-Expertin Claudia Kemfert fordert Politik zum Handeln gegen Klima- und Energiekrise auf.

Die aktuelle Neuerscheinung "JETZT DIE KRISE NUTZEN" der Berliner Wirtschaftsprofessorin definiert präzise Aufgaben an Wirtschaft und Politik. Claudia Kemfert fordert die deutschen Politiker auf:

1. Die Märkte regulieren und den Emissionshandel konsequent umsetzen.
2. Grüne Märkte unterstützen.
3. Für Energiesicherheit sorgen.
4. Die Energieeffizienz zu steigern.
5. Die Netz-Infrastrukturen ausbauen.
6. Forschung und Entwicklung stärken.


Claudia Kemfert ist Professorin für Energieökonomie und Nachhaltigkeit an der privaten Hertie School of Governance, in Berlin und leitet die Abteilung für Energie, Umwelt und Verkehr am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). Sie ist Wirtschaftsexpertin auf den Gebieten Energieforschung und Klimaschutz. Claudia Kemfert berät u.a. den EU- Kommissionspräsidenten Barroso, die Weltbank sowie die Vereinten Nationen und ist offizielle Gutachterin des Intergovernmental Panel of Climate Change (IPPC).

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Dr. Hans-Peter Uhl
1Empfehlung
08.02.2010
Dr. Hans-Peter Uhl
Sehr geehrter Herr ,

den von Ihnen zitierten Artikel des Kollegen Fell (Grüne) halte ich für irreführend. Schließlich ist es die bisherige Förderung der Solarenergie, die zu dem Anstieg der chinesischen Importe geführt hat. Beachten Sie dazu diesen Artikel (v.a. den Schluss): www.faz.net

Grundsätzlich muss bedacht werden, dass Photovoltaik zwar ein wichtiger Bestandteil der erneuerbaren Energien darstellt, aber gleichzeitig ein geographisch gezwungenermaßen beschränktes Potenzial in Deutschland besitzt. Die Stromerzeugung von Solarkraftwerken in Deutschland entspricht pro Jahr lediglich rund 900 Stunden Volllast, d.h. die Sonnenstrahlen in Deutschland sind schlichtweg zu selten "verfügbar". Nach wie vor steuert die Solarenergie weniger als 1 % an der Gesamtstromproduktion in Deutschland bei.

Zudem weisen PV-Anlagen unter allen erneuerbaren Energieträgern mit 600 bis 1.000 Euro je vermiedener Tonne CO2 derzeit die mit Abstand höchsten CO2 Verminderungs-Kosten aus. Zum Vergleich: Die Kosten für Windkraft liegen bei 60 bis 90 Euro je vermiedener Tonne CO2. Auch angesichts dieser Fakten müssen wir auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Förderung dieser erneuerbaren Energie und wirtschaftlichem Nutzen achten. Die Bedeutung der Photovoltaik für Deutschland in mehrfacher Hinsicht ist unbestritten.

Deshalb wird unser Gesetzentwurf die Interessen der Branche natürlich berücksichtigen. Derzeit befindet sich der Entwurf noch in der Abstimmung.

Einstweilen verweise ich zu Ihrer Information auf diesen Artikel:
www.faz.net

Mit freundlichen Grüßen
Uhl
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Frage zum Thema Internationales
17.01.2010
Von:

Sehr geehrter Hr. Dr. Uhl,

laut vielen Presseberichten hat Hr. Westerwelle der Türkei eine deutsche EU-Beitrittsunterstützung zugesagt.

Auf der Internetseite der FDP wird so getan, als ob alle diese Pressemeldungen Zeitungsenten wären.

Das Außenministerium und das Kanzleramt äußern sich überhaupt nicht dazu.

Mir ist bewusst, dass es eine europäische Beitrittsunterstützung gibt. Die Türkei erhält von der EU von 2007 bis 2012 circa 4 Milliarden Euro als Beitrittsunterstützung. Das ist wirklich keine Kleinigkeit. Da ist Deutschland als Nettozahler in der EU nicht unerheblich beteiligt.

Ich würde gerne wissen, ob Hr. Westerwelle - entgegen dem Koalitionsvertrag - der Türkei eine deutsche EU-Beitrittsunterstützung zugesagt hat mit dem Zusatz: Was ich sage, zählt.

Auf Grund des Aufbegehrens der CSU hat Hr. Westerwelle gesagt, dass gute Beziehungen zur Türkei für Deutschland wichtig seien. Da hat er recht. Aber gute deutsch-türkische Beziehungen und eine deutsche Unterstützung beim EU-Beitritt der Türkei sind nun wirklich verschiedene Dinge.

Könnten Sie bitte in Erfahrung bringen:
Hat Hr. Westerwelle der Türkei die deutsche Unterstützung beim EU-Beitritt zugesagt oder ist dies eine Zeitungsente?
Wenn Hr. Westerwelle die deutsche Unterstützung zugesagt hat, wie soll sie konkret aussehen? Davon hat man nie etwas gehört.

Ich würde mich freuen, wenn Sie etwas in Erfahrung bringen könnten. Leider schweigt die Regierung zu dem Thema.

Mit freundlichen Grüßen
Dr.
Antwort von Dr. Hans-Peter Uhl
2Empfehlungen
05.02.2010
Dr. Hans-Peter Uhl
Sehr geehrter Herr Dr. ,

die Haltung der CSU zur Frage eines EU-Beitritts der Türkei ist bekannt. Auch meinen persönlichen Standpunkt habe ich bereits mehrfach deutlich gemacht.

Von einer Zusage einer speziellen deutschen Unterstützung durch BM Westerwelle gegenüber der Türkei ist mir nichts bekannt. Jedenfalls gelten die Bestimmungen des Koalitionsvertrags, die einen Kompromiss darstellen, den ich hier nicht nochmals erklären muss.

Als Nicht-Mitglied des Auswärtigen Ausschusses will ich mich nicht an Spekulationen beteiligen und permanent an BM Westerwelle öffentlich herumkritisieren, dessen Arbeit ich als koalitionstreuer Abgeordneter grundsätzlich unterstütze.

Mit freundlichen Grüßen
Uhl
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
24.01.2010
Von:

Sehr geehrter Hr. Dr. Uhl,

Wie stehen Sie grundsätzlich zum Thema Volksentscheide auf Bundesebene? Und inwieweit ist Ihre persönliche Einstellung deckungsgleich mit Ihrer "Parteilinie"?

Mir ist durchaus klar, dass Volksentscheide kein Allheilmittel für die Demokratie sind und ja im konkreten Fall auch zu Problemen führen können. (Z.B. Minarette in der Schweiz)

Aber würde es in einer gefestigten Demokratie wie der unseren, aber mit sinkender Wahlbeteiligung und einer gewissen Politikverdrossenheit nicht dazu beitragen, dass sich die Bürger wieder etwas mehr für Demokratie und Politik interessieren und begeistern können?

In diesem Zusammenhang möchte ich Herrn Eifler zitieren: "Das Vertrauen ins Volk ist einer der Eckpfeiler der Demokratie", sagt Michael Efler, Vorstandssprecher von Mehr Demokratie.

In Meinungsumfragen äußern konstant zwischen 70 und 85 Prozent der Bürgerinnen und Bürger, dass sie bei wichtigen Zukunftsfragen mitbestimmen wollen.

Wenn Sie grundsätzlich dagegen sind, hätte ich sehr gerne ein ausführliche Begründung von Ihnen für Ihre Haltung.

Wenn Sie grundsätzlich dafür sind, wann starten Sie eine entsprechende Gesetzesinitiative?"

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Dr. Hans-Peter Uhl
1Empfehlung
05.02.2010
Dr. Hans-Peter Uhl
Sehr geehrte Frau ,

es steht auf der Welt schon so viel geschrieben, dass wir nach Möglichkeit Buchstaben sparen sollten. Ich verweise zum Thema "direkte Demokratie" daher auf eine bereits verfügbare Erklärung von mir: www.uhl-csu.de

Ferner verweise ich auf folgende bedenkenswerte Erklärung des Bundestagspräsidenten: www.tagesspiegel.de

Mit freundlichen Grüßen
Uhl
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Frage zum Thema Sicherheit
25.01.2010
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Uhl,

ich habe Ihre schöne Stadt München schon einige Male besucht. Wie der Sender n-tv berichtet, hat es vor zwei Tagen schon wieder einen Gewaltakt in der Münchener S-Bahn gegeben. www.n-tv.de

Es ist für mich unfassbar das dort sogar Kinder-Gangs im Alter von 14-16 Jahren Erwachsene brutal niederschlagen.
Verfügt aus Ihrer Sicht der Staat in Bayern und München noch über das Gewaltmonopol?
Was hat die CSU bisher unternommen, nach dieser Anhäufung von Gewaltakten in München, diesem Irrsinn ein Ende zu bereiten?

Die Politik fordert vom Volk immer schnell die Zivilcourage, WO bitte schön ist denn eigentlich die Courage der Politiker mal die Augen zu öffnen und für einen Schutz der Menschen zu sorgen?

Freundliche Grüße
Antwort von Dr. Hans-Peter Uhl
bisher keineEmpfehlungen
08.02.2010
Dr. Hans-Peter Uhl
Sehr geehrter Herr ,

selbstverständlich gilt das Gewaltmonopol des Staates in Deutschland, nicht zuletzt in Bayern. Jedes einzelne Gewaltverbrechen ist eines zu viel. Aber im Weltmaßstab ist München eine einmalig sichere Großstadt. Die Kriminalitätsbelastung liegt in Bayern deutlich unter dem Bundesdurchschnitt, gleichzeitig erzielen bayerische Polizeibehörden die bundesweit höchste Aufklärungsquote bei Straftaten.
Dies ist das Ergebnis einer langfristig angelegten Sicherheitsstrategie der Bayerischen Staatsregierung, die alle Aspekte der Kriminalitätsbekämpfung umfasst. Kernpunkte der Sicherheitsstrategie sind Deeskalation durch Stärke (nicht: Beschwichtigung) und frühzeitiges Vorgehen gegen alle Verwahrlosungstendenzen in den Innenstädten.

Was die rechtlichen Fragen angeht, so bitte ich unsere Ankündigungen aus dem Wahlkampf zu vergleichen mit dem Koalitionsvertrag (Kompromiss mit FDP):

  • "Wir wollen, dass das Jugendstrafrecht differenziertere Sanktionen vorsieht, um noch besser auf den einzelnen Täter einwirken zu können. CDU und CSU setzen sich dafür ein, dass neben einer zur Bewährung ausgesetzten Jugendstrafe die Anordnung eines "Warnarrests" möglich ist. Jugendliche Straftäter müssen frühzeitig - nicht erst nach einer langen kriminellen "Karriere" - mit einem therapeutischen Gesamtkonzept ein Leben mit fester Struktur und Respekt vor Anderen lernen. Um die Verantwortung für das eigene Handeln bewusst zu machen, sind Jugendliche stärker zur Wiedergutmachung zu verpflichten. Für Täter ab einem Alter von 18 Jahren wollen wir bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres die Anwendung des Erwachsenenstrafrechts zum Regelfall, das Jugendstrafrecht zur Ausnahme machen. Wir treten dafür ein, das Fahrverbot oder die Verhinderung des Erwerbs eines Führerscheins als eigenständige Sanktion im Jugendstrafrecht zu verankern und den Anwendungsbereich auf alle Arten von Straftaten zu eröffnen." (CDU/CSU-Regierungsprogramm 2009, S. 55)

  • "Wir wollen Jugendkriminalität mit wirksamen Maßnahmen begegnen und alle Anstrengungen unternehmen, um ihren Ursachen entgegenzuwirken. Dazu wollen wir Präventionskonzepte stärken und ausbauen, unter Einbeziehung aller Verantwortlichen erzieherische Ansätze verbessern sowie Vollzugsdefizite bei der konsequenten Durchsetzung des geltenden Jugendstrafrechts abbauen. Wir erkennen den Erziehungsgedanken des Jugendstrafrechts als besonders wichtig an. Zur Erweiterung und Verbesserung der pädagogischen Reaktionsmöglichkeiten bei Straftaten Jugendlicher und Heranwachsender werden wir den Warnschussarrest neben der Aussetzung der Verhängung oder der Vollstreckung der Jugendstrafe zur Bewährung einführen. Junge Straftäter erhalten damit bereits zu Beginn der Bewährungszeit deutlich die Konsequenzen weiterer Gesetzesverstöße vor Augen geführt und zugleich eine nachdrücklichere erzieherische Einwirkung. Im Jugendstrafrecht erhöhen wir die Höchststrafe für Mord auf 15 Jahre Jugendstrafe." (CDU/CSU/FDP-Koalitionsvertrag, S. 72)

Wie Sie sehen, sind CDU und CSU diejenigen politischen Kräfte, die sich (oft gegen politischen Widerstand) für einen wirkungsvollen Schutz der Bürger vor Gewalt und jedweder Kriminalität einsetzen - bewährt und seit Jahrzehnten verlässlich.

Mit freundlichen Grüßen
Uhl
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Frage zum Thema Finanzen
05.02.2010
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Uhl,

wie stehen Sie zu der Verschwendung von Steuergeldern durch die bayrische Landesbank bei gleichzeitiger Kürzung dezentraler Energieversorgungssystemen wie zum Beispiel den geplanten Kürzungen der Fotovoltaik Einspeisevergütungen?

MfG

C.
Antwort von Dr. Hans-Peter Uhl
bisher keineEmpfehlungen
08.02.2010
Dr. Hans-Peter Uhl
Sehr geehrter Herr ,

die erschütternde Misswirtschaft, die es im Bereich der BayernLB teilweise gegeben hat, ist Gegenstand eines Untersuchungsausschusses im Bayerischen Landtag. Wenn Sie dazu (sachliche) Fragen haben, wenden Sie sich bitte an die zuständigen Landtagskollegen. Vgl. www.csu-landtag.de

Ein völlig anderes Thema ist die Förderung der Photovoltaik. Wenn Sie diesbezüglich eine (sachliche) Mitteilung machen wollen, bitte ich Sie höflichst, sich an Ihren Wahlkreisabgeordneten zu wenden. Ich habe zum Thema bereits eine Stellungnahme abgegeben: www.abgeordnetenwatch.de

Ferner verweise ich auf die Stellungnahme eines sachkundigen Kollegen: www.abgeordnetenwatch.de

Mit freundlichen Grüßen
Uhl
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