Liebe Frau

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grundsätzlich müssen Politik und Glaube getrennt werden. Deswegen wird sich die SPD niemals zum Auftrag der Kirchen äußern - und das ist die Verkündigung des Wortes Gottes. Da wir uns kennen, weiß ich, dass diese Aufgabe eher in Ihren Bereich als Pfarrerin fällt.
Die Diakonie oder die Caritas als Einrichtungen der Kirchen sind aber auch und gerade für die SPD ein unverzichtbarer Teil unserer staatlichen Daseinsfürsorge. Wir auch die übrigen Wohlfahrtsverbände sind sie unverzichtbare Partner im Kampf um soziale Gerechtigkeit. Kirchliche Verbände und die SPD verfolgen demnach das gleiche Ziel: Eine sozial gerecht gestaltete Stadt. Deswegen kommen für mich Kürzungen bei Verbänden und Vereinen nicht in Betracht. So steht es auch in unserem Programm, so formulierte es übrigens auch schon der scheidende Oberbürgermeister Franz Haug.
Ich würde mir wünschen, dass die Kirchen alle Anstrengungen unternehmen, um präventive Arbeit zur Vermeidung sozialer Ungerechtigkeiten weiter zu unterstützen. Gemeinsam können wir meine formulierten Ziele tatkräftig umsetzen:
1. Verbesserung der Bildung ohne Ausgrenzung
2. Integrativer Unterricht in allen Schulformen
3. Beitragsfreies letztes Kindergartenjahr mit entsprechenden Förderungen
4. Teilnahme am gesellschaftlichen Leben durch Sicherung des Solingen Passes.
Privat darf ich anfügen, dass ich mich seit vielen Jahren in der Denkmalstiftung Walder Kirche enagiere. Gemeinde und Gebäude waren und sind für mich ein wichtiger Teil meines Lebens. Kirchenbauten geben einer Stadt Identität - und zwar für jeden Bürger, ob der nun gläubig ist oder nicht. Kirchengemeinden geben einer Stadt Kraft und ihren Mitgliedern Geborgenheit. Damit können sich Politik und Glaube gegenseitig befruchten.
Mit freundlichen Grüßen,
Ihr Hans-Joachim Müller-Stöver