Dr. Hans-Georg Faust (CDU)
Kandidat Bundestagswahl 2009
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Grunddaten
Dr. Hans-Georg Faust
Jahrgang
1948
Berufliche Qualifikation
Arzt
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
-
Wahlkreis
Goslar - Northeim - Osterode
Ergebnis
35,5%
Landeslistenplatz
-, Niedersachsen
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(...) Das Engagement der Bundeswehr ist aus diesem Grund für unsere Sicherheitspolitik von überragender Bedeutung. (...)
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Frage zum Thema Bürgerrechte, Daten und Verbraucherschutz
23.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Faust,
auch von der CDU wírd die Privatisierung bisher staatlicher Aufgaben unterstützt ("schlanker Staat"). Um meine Wahlentscheidung treffen zu können, bitte ich Sie um die Beantwortung folgender Fragen:
1. Welche Aufgaben des Staates halten Sie für unabdingbar und wie sollen sie finanziert werden?

Bitte, konkretisieren Sie Ihre Position an folgenden Beispielbereichen:
2. Wie beurteilen Sie das gegenwärtige Bildungssystem in der Bundesrepublik Deutschland vom Kindergarten bis zur Hochschule?
3. Wie wollen Sie den Forschungsstandort Deutschland fördern?
4. Welche Vorstellungen werden Sie unterstützen, um sicher zu stellen, dass in Deutschland eine optimale Gesundheitsvorsorge und Versorgung im Krankeits- oder Pflegefalle für alle Bürgerinnen und Bürger gewährleistet ist?

Mit Dank für eine baldige, präzise Antwort grüße ich Sie freundlich,
.
Antwort von Dr. Hans-Georg Faust
6Empfehlungen
26.08.2009
Sehr geehrter Herr ,

zu den Kernaufgaben des Staates zählen der Schutz unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung, die Gewährleistung der inneren und äußeren Sicherheit, die soziale Sicherung der Bürgerinnen und Bürger sowie die Bereitstellung sicherer und leistungsstarker Infrastrukturen. Dazu gehört im Rahmen der Subsidiarität auch die Daseinsvorsorge. Der Staat hat die Aufgabe, die ökonomischen Lebensgrundlagen der Bürgerinnen und Bürger zu sichern. Keine Marktwirtschaft, kein Markt, schafft von allein eine Marktordnung und soziale Gerechtigkeit für die ökonomisch Schwächeren. Deshalb muss der Staat die Rahmenbedingungen für eine effiziente Wettbewerbs- und eine sozialverträgliche Wirtschaftsordnung vorgeben und auf deren Einhaltung achten. Letztlich geht es um die Bereitstellung der institutionellen Voraussetzungen, die für jeden Einzelnen die Chance auf eine eigenverantwortliche Lebensführung bieten: Rechtsstaat, Demokratie, Erziehung, Bildung, Eigentumsgarantie, Arbeitsmarkt und die soziale Absicherung für die Wechselfälle des Lebens. Zur Umsetzung dieser politischen Entscheidungen sowie zur Gewährleistung der institutionellen Voraussetzungen der Daseinsvorsorge bedarf es eines verlässlichen Öffentlichen Dienstes.

Das Leitbild von CDU und CSU ist eine leistungsstarke, effiziente und bürgernahe Verwaltung, die die Herausforderungen des digitalisierten und global vernetzten Lebens zuverlässig, schnell und wirtschaftlich bewältigt. Im gemeinsamen Regierungsprogramm von CDU und CSU 2009 - 2013 "Wir haben die Kraft. Gemeinsam für unser Land." heben wir die Bedeutung der Aufgaben der Daseinsvorsorge und vor allem die Zuständigkeit der Städte und Gemeinden hierfür einmal mehr hervor.

Die deutschen Schulen werden nach einer Studie des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) kontinuierlich besser. Alle 16 Bundesländer haben laut "Bildungsmonitor 2009" in den letzten fünf Jahren ihre Bildungssysteme reformiert und dadurch leistungsfähiger gemacht. Die besten Bildungsstandorte sind demnach wie in den Vorjahren Sachsen, Thüringen und Baden-Württemberg, gefolgt von Bayern und Niedersachsen. Auf dem letzten Platz steht im Übrigen das rot-rot regierte Berlin.

Forschung und Innovation sind entscheidende Bausteine unseres Regierungsprogramms für Wachstum und Überwindung der Wirtschaftskrise. Die CDU wird die erfolgreiche Hightech-Initiative fortführen und sie gezielt auf die Zukunftsmärkte Gesundheit und Ernährung, Energie und Klima, Mobilität, Sicherheit sowie Information und Kommunikation ausrichten. Zur Intensivierung des Technologietransfers werden wir die Forschungsförderung für den Mittelstand weiter steigern und die Netzwerkbildung zwischen Wirtschaft, Forschungseinrichtungen und Hochschulen vorantreiben. Die Bemühungen der Wirtschaft um neue Produkte und Technologien flankieren wir mit einer steuerlichen Förderung. Wir bekennen uns auch zur besonderen Bedeutung der Grundlagenforschung und zur wissenschaftlichen Autonomie, zum "Pakt für Forschung und Innovation", zur Exzellenzinitiative und zum Hochschulpakt. Wo es sinnvoll ist, werden wir die Forschungspotentiale unter einem Dach bündeln.

CDU und CSU wollen auch in der Zukunft eine qualitativ hochwertige und wohnortnahe medizinische Versorgung für alle Bürgerinnen und Bürger, unabhängig von Alter, Einkommen, beruflichem Status, sozialer Herkunft oder gesundheitlichem Risiko. Alle sollen am medizinischen Fortschritt teilhaben können. Dazu haben wir mit den Reformen im Gesundheitswesen wichtige Weichenstellungen getroffen. Auch künftig gilt es, unser leistungsfähiges Gesundheitssystem unter den veränderten Bedingungen der demografischen Entwicklung und des medizinischen und medizinisch-technischen Fortschritts beizubehalten. Daher müssen Struktur, Organisation und Finanzierung sowohl der gesetzlichen als auch der privaten Krankenversicherung ständig weiterentwickelt werden. Wir Christdemokraten verstehen Pflege als einen wichtigen Dienst am Mitmenschen. Wir wissen, dass dafür Zeit für die persönliche Ansprache und Zuwendung notwendig sind. Die von uns 1995 eingeführte Pflegeversicherung hat sich bewährt. In dieser Legislaturperiode wurden zudem erstmals die Leistungen angehoben. Dadurch ist es gelungen, mehr Zuwendung für die Betroffenen, insbesondere für Demenzkranke, mehr Qualität und Transparenz und weniger Bürokratie durchzusetzen. Ziel ist es, ein hohes Niveau der Pflegeleistung sicherzustellen und einen steigenden Zuzahlungsbedarf zu Lasten der Pflegebedürftigen, ihrer Angehörigen und der Sozialhilfeträger zu verhindern.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Hans Georg Faust MdB
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Frage zum Thema Außenpolitik
31.08.2009
Von:

Welche Aufgaben sehen Sie für die Bundesrepublik Deutschland in der heutigen NATO?

Welche Aufgaben sehen Sie für die Bundeswehr in Afghanistan und am Horn von Afrika?

Welche Konsequenzen ziehen Sie aus der Ablehnung des Afghanistaneinsatzes durch den überwiegenden Teil der Bevölkerung?

Welche Rolle messen Sie der Wehrpflicht zu? Soll die Wehrpflicht abgeschafft werden?

Wie stehen Sie zur These einer zunehmenden Militarisierung deutscher (Außen-) Politik?

Welche Höhe/ welchen Ausgabenanteil im Staatshaushalt für das Militär halten Sie für sinnvoll und notwendig?

Welche Rolle kann und soll die Regierung der BRD in der Nahostpolitik spielen?

Sehen Sie das Primat der Menschenrechte in der deutschen Nahostpolitik verwirklicht?

Werden Sie die Bemühungen von NROs um friedlichen Ausgleich zwischen den Völkern des Nahen Ostens unterstützen?
Antwort von Dr. Hans-Georg Faust
4Empfehlungen
01.09.2009
Sehr geehrter Herr ,

gerne beantworte ich Ihre Fragen und freue mich über Ihr Interesse an der politischen Tätigkeit als Mitglied des Deutschen Bundestages. Vorausschicken möchte ich, dass Basis der zukünftigen parlamentarischen Arbeit eines Mitglieds der CDU/CSU-Bundestagsfraktion das gemeinsame Regierungsprogramm von CDU und CSU 2009 - 2013 "Wir haben die Kraft. Gemeinsam für unser Land." Ist www.regierungsprogramm.cdu.de ). Hier haben wir gegenüber der Öffentlichkeit dargelegt, welche Maßnahmen wir – sofern uns Christdemokraten der Regierungsauftrag übertragen wird – ergreifen wollen, um Deutschland weiter voran bringen zu können.

Die Aufgabenstellung der Bundeswehr hat sich stark verändert. Der Ansatz der Landesverteidigung steht heute nicht mehr im Vordergrund, da wir das Glück haben umgeben von befreundeten Staaten leben zu können. Wir können uns nicht gegen die terroristischen Bedrohungen abschotten, wir können aber den Terrorismus dort bekämpfen, wo er entsteht. Das Engagement der Bundeswehr ist aus diesem Grund für unsere Sicherheitspolitik von überragender Bedeutung.
Der Einsatz der Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr, unter anderem auch in Afghanistan, nützt den Menschen in diesen Ländern. So hat die Bundeswehr in Afghanistan bereits 630 Wiederaufbau-Projekte in Angriff genommen: Die Bandbreite reicht von Kindergärten und Schulen über Krankenhäuser bis hin zu Straßenbau und Wasserversorgung. Sieben Millionen Kinder gehen wieder zur Schule, rund 80 Prozent der Bevölkerung werden basismedizinisch versorgt, die Kindersterblichkeit ist massiv zurückgegangen und fünf Millionen Flüchtlinge sind nach Afghanistan zurückgekehrt – zu diesem Erfolg hat die Bundeswehr maßgeblich beigetragen. Die Konsequenz eines Rückzugs aus Afghanistan wäre ein Bürgerkrieg, in dem vor allem Frauen und Kinder Opfer werden würden.
Verantwortung zu übernehmen bedeutet für mich dazu beizutragen, die Freiheitsrechte der Menschen sicherzustellen. Daher ist eine Einstellung des sich "heraushaltens oder wegschauens" für mich weder nachvollziehbar noch akzeptabel.

Die CDU bekennt sich in ihrem gemeinsam mit der CSU verabschiedeten Regierungsprogramm 2009 – 2013 ausdrücklich zum Schutz von Menschenrechtsverteidigern: "Ein besonderes Anliegen ist uns die Unterstützung von Menschen, die sich weltweit in friedlicher Weise für den Schutz der Menschenrechte einsetzen." Dabei wissen wir, dass diejenigen, die die Rechte anderer verteidigen, oft selbst Opfer von Menschenrechtsverletzungen werden. Die CDU fordert von allen betroffenen Stellen, die Forderungen zum Schutz der Menschenrechte, wie sie z. B. in einer entsprechenden Erklärung der Generalversammlung der Vereinten Nationen von 1998 niedergelegt ist, zu respektieren und umzusetzen. Die CDU fordert weiterhin, Initiativen anderer Organisationen – zum Beispiel der Inter-parlamentarischen Union (IPU), des Europarates, der OSZE oder von amnesty international - zum Schutz von Menschenrechtsverteidigern zu unterstützen. Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union sollten, wann immer möglich, Maßnahmen zum Schutz von Menschenrechtsverteidigern abstimmen, um durch ein geschlossenes Auftreten eine höhere Wirksamkeit zu erreichen. Die CDU unterstützt darüber hinaus die Aufgabe der deutschen und europäischen Entwicklungszusammenarbeit und Außenpolitik, weltweit auf Demokratie und Rechtsstaatlichkeit und damit auf die Durchsetzung der Menschenrechte hinzuwirken.
Des Weiteren erachtet die CDU den Dialog mit den zivilgesellschaftlichen Akteuren, die sich für Menschenrechte einsetzen, als sehr wichtig und wird ihn deshalb auf jeden Fall fortsetzen. Diese Akteure können oftmals dort und dann tätig werden, wenn die Einwirkungsmöglichkeiten staatlicher Menschenrechtspolitik begrenzt sind.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Hans Georg Faust MdB
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Frage zum Thema Energieversorgung
03.09.2009
Von:

s.g. hr.dr.faust,
habe gehört, dass es bald einige monstertrassen (380kV-Freileitungen) mir riesenmasten (grössenordnung kölner dom) quer duch südniedersachsen geben soll, welche die alten kleineren leitungen ablösen sollen, welche nicht mehr ausreichen werden, den europäischen stromtransport zu gewährleisten. Sind sie für erdkabel (sparsame HGÜ-kabeltechnik) oder für freileitungen, welche landschaft und grundstücke entwerten ?
Antwort von Dr. Hans-Georg Faust
4Empfehlungen
03.09.2009
Sehr geehrter Herr ,

wie Ihnen sicherlich aus der lokalen Presse bekannt ist, habe ich mich intensiv mit der Bürgerinitiative "Südkreis gegen E.ON Megamasten" über die Folgen des geplanten Ausbau des Stromnetzes beraten und den Vertretern der Bürgerinitiative Expertengespräche ermöglicht. Zum einen am 17. März 2009 mit den seitens der CDU/CSU-Bundestagsfraktion federführend mit diesen Fragen beauftragten Mitgliedern des Deutschen Bundestags, Frau Maria Flachsbarth aus dem Umweltausschuss und Herrn Dr. Joachim Pfeiffer aus dem Wirtschaftsausschuss. Zum anderen habe ich der Bürgerinitiative auch die Möglichkeit eröffnet, ihre Sorgen, Anregungen und sehr konstruktiven Vorschläge dem für das Energieleitungsausbaugesetz (EnLAG) zuständigen Staatssekretär Jochen Homann, aus dem Bundeswirtschaftsministerium, am 28. April 2009 vorzutragen.

Mir ist klar, dass Sie und die Menschen in der Region in Sorge um Ihre Gesundheit und die Natur sowie um den zukünftigen Wert Ihrer Immobilien sind. Deshalb hatte ich auch seinerzeit die Initiative des niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff aktiv unterstützt und mich für die Erdverkabelung eingesetzt. Da mit dem vom Deutschen Bundestag beschlossenen EnLAG eine sichere Regelung für eine Erdverkabelung auf 380 kV-Ebene gegeben worden ist, bin ich zuversichtlich, dass die zuständigen Landesbehörden entsprechende Erdverkabelungen ermöglichen werden.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Hans Georg Faust, MdB
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Frage zum Thema Energieversorgung
06.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Faust,

in einem Kreis politisch interessierter Freunde diskutieren wir Kriterien, die uns helfen am 27.09.09 eine qualifizierte Wahlentscheidung zu treffen.
Deshalb bitte ich Sie um die Beantwortung folgender Fragen:

  • Energieversorgung

Welche zukünftige Rolle messen Sie der Kernkraft zu? Wie soll der Atommüll endgelagert werden und wer soll dafür die Kosten tragen?

Wie definieren Sie die zukünftige Rolle von Kohle, Öl und Erdgas für die Stromerzeugung?

Welche Rolle sprechen Sie der Energiegewinnung aus erneuerbaren Quellen zu? Welche staatliche Förderung dazu werden Sie fordern?


  • Umweltschutz

Für welche Maßnahmen zum Klimaschutz, zur Erhaltung der biologischen Vielfalt (Artenschutz) und im Umgang mit der Gentechnik bei Mensch, Tier und Pflanze werden Sie sich einsetzen?

Wie stehen Sie zur Patentierung von Leben?
Antwort von Dr. Hans-Georg Faust
2Empfehlungen
08.09.2009
Sehr geehrter Herr ,

ich freue mich über Ihr Interesse und antworte gerne auf Ihre Fragen.

Energieversorgung
Um sichere, saubere und vor allem bezahlbare Energie dauerhaft gewährleisten zu können, brauchen wir einen breiten Energiemix, der die fossilen Energieträger genauso mit einschließt wie erneuerbare Energien und Kernenergie. Die Union plädiert daher für eine Laufzeitverlängerung sicherer deutscher Anlagen und lehnt zugleich den Neubau von Kernkraftwerken ab. Eine verantwortungsvolle Nutzung der Kernenergie beinhaltet auch die sichere Endlagerung radioaktiver Abfälle. Die Union will eine Aufhebung des Moratoriums zur Erkundung des Standortes Gorleben, um so schnell wie möglich die Zwischenlager an den Kraftwerken auflösen zu können. Entsprechend der Endlagervorausleistungsverordnung (§§ 1 ff. EndlagerVlV) erhebt das Bundesamt für Strahlenschutz zur Tragung der Kosten der Endlagerung von radioaktiven Abfällen Gebühren, die vom Verursacher (z.B. Energiekonzerne) zu tragen sind.

Erneuerbare Energien bieten große Chancen im Hinblick auf umweltverträgliches und klimaschonendes Wachstum, innovative Geschäftsfelder, neue Arbeitsplätze und Wertschöpfung im ländlichen Raum. Wir haben uns ehrgeizige Ziele im Bereich des Ausbaus erneuerbarer Energien gesetzt. Bis zum Jahr 2020 will die CDU in Deutschland einen Anteil am Gesamtenergieverbrauch von mindestens 20 Prozent und bei der Stromerzeugung von mindestens 30 Prozent erreichen. Unser langfristiges Ziel ist, dass die erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2050 den Hauptanteil an der Energiebereitstellung in Deutschland tragen.

Umweltschutz
Ich möchte nicht, dass in der Krise Ökologie und Ökonomie gegeneinander ausgespielt werden. Denn auch jetzt müssen Wirtschaft und Umwelt zusammen gedacht werden. Wohlstand in einer zerstörten Umwelt ist kein Wohlstand. Wir Christdemokraten verbinden die wichtigen Ziele und richten unsere Politik daran aus. Wohlstand und Klimaschutz wie auch Frieden in Freiheit sind immer die beiden Seiten einer Medaille. Um diese Ziele zu fördern, sind zwei unserer sechs Zukunftsprojekte wesentliche Beiträge für ein umweltfreundliches und nachhaltiges Wachstum: das Zukunftsprojekt "Wachstumspotential Umwelttechnologie" und das Zukunftsprojekt "Modellregion für Elektroautos". Die Umwelttechnik ist einer der Wachstumsmärkte des 21. Jahrhunderts. Die effiziente Nutzung von Energie und Rohstoffen, erneuerbare Energien sowie eine nachhaltige Wasser- und Kreislaufwirtschaft vereinbaren Ökonomie mit Ökologie und bieten gewaltige Wachstumspotenziale. Umwelttechnologien können schon bald in ihrer wirtschaftlichen Bedeutung mit aktuell führenden Wirtschaftsbereichen wie der Automobilindustrie oder dem Maschinen- und Anlagebau gleichziehen. Diese Entwicklung wollen wir im Zukunftsprojekt "Wachstumspotential Umwelttechnologie" durch marktwirtschaftlich orientierte Instrumente und kluge Anreize weiter unterstützen und die notwendigen Rahmenbedingungen setzen. So sichern wir Wohlstand in Deutschland, schaffen neue Exportpotenziale und leisten unseren Beitrag zum Klimaschutz weltweit.

Für mich ist die biologische Vielfalt ein Kernelement der Schöpfung. Naturreichtum und eine hohe Artenvielfalt von Pflanzen, Tieren und Mikroorganismen sind Voraussetzungen für sauberes Wasser, reine Luft und fruchtbare Böden, auf denen gesunde Nahrungsmittel in ausreichendem Umfang erzeugt werden können. Eine intakte Natur ist auch ein zentraler Wirtschaftsfaktor. Sie sichert Wertschöpfung und Beschäftigung. Der Schutz der Umwelt in unserem Land war in den vergangenen Jahren eine Erfolgsgeschichte, zu der auch CDU und CSU tatkräftig beigetragen haben. Wir Christdemokraten wollen den Naturreichtum und die Artenvielfalt unserer Heimat weiter bewahren und auch unsere Verantwortung für den internationalen Umweltschutz engagiert wahrnehmen. Dabei stehen wir für eine Umweltpolitik mit Augenmaß. Wo Andere verbieten, setzen wir Rahmenbedingungen für einen kooperativen Umweltschutz, der die Eigenverantwortung der Beteiligten stärkt und ihr neuen Schwung verleiht. Nur so findet Umweltschutz Akzeptanz und Unterstützung. Für mich ist die Kooperation mit den Betroffenen vor Ort eine unabdingbare Voraussetzung für eine erfolgreiche Naturschutzpolitik. Dabei ist das ehrenamtliche Engagement, beispielsweise in den Naturschutzverbänden, unverzichtbar. Patentierung von Leben. Ich bin gegen Patente auf Tiere und Pflanzen. Die gegenwärtige europäische Gesetzgebung zum Patentrecht muss überprüft und gegebenenfalls angepasst werden.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Hans Georg Faust MdB
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