Dr. Gregor Gysi (DIE LINKE)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Dr. Gregor Gysi
Jahrgang
1948
Berufliche Qualifikation
Rinderzüchter, Diplom-Jurist
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages, selbst. Rechtsanwalt und Publizist in Berlin
Wahlkreis
Berlin-Treptow-Köpenick
Landeslistenplatz
1, Berlin
weitere Profile
Ich denke, dass wir einiges zur Aufklärung schon geleistet haben. Unabhängig davon fand ich die Rede von Oskar Lafontaine am 15. Oktober im Bundestag diesbezüglich besonders aufklärerisch. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Internationales
12.10.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Gysi,

statt Kriegspropaganda brauchen wir den Dialog mit anderen Kulturen:

Wären Sie bereit, im arabischen Fernsehsender Al Dschasira mit Vertretern der Taliban zu diskutieren?

Nicht nur ein britischer General sondern auch der UN-Sonderbeauftragte für Afghanistan hat die Möglichkeit eines Sieges über die Taliban ausgeschlossen.
Andererseits müßte man wissen, ob es Versuche der Taliban gibt, sich von Al-Kaida zu distanzieren.
Nach meinem Eindruck ist als Folge der Finanzkrise zukünftig der Krieg nur noch durch eine unerträgliche finanzielle Belastung der Bevölkerung finanzierbar.
Von ernsthaften(!) Friedensbemühungen der von den Amerikanern abhängigen afghanischen Regierung kann nicht ausgegangen werden.
Die von den Amerikanern beherrschte Nato wird sich auch nicht um ein Ende des sinnlosen Blutvergießens bemühen.

Müssen vor diesem Hintergrund interessierte Abgeordnete aus dem Bundestag in Gesprächen mit Vertretern der Taliban erkunden, ob die Voraussetzungen für einen Waffenstillstand und Friedensverhandlungen geschaffen werden könnten?

Auf Berichte in Spiegel online vom 5.10.08, Deutsche Welle vom 7.10.08 und sueddeutsche.de vom 8.10.08(Überschrift: Mit den Taliban am Tisch) wird hingewiesen.

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Dr. Gregor Gysi
9Empfehlungen
14.10.2008
Dr. Gregor Gysi
Sehr geehrter Herr ,

selbstverständlich bin ich bereit, umfassend Gespräche zu führen. Die Taliban scheiden für mich aber aus. Sie haben eine derart menschenverachtende Einstellung, insbesondere gegenüber Frauen, dass ich gar nicht wüsste, worüber ich mit ihnen diesbezüglich diskutieren soll.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Gysi
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
12.10.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Gysi,

machen Sie weiter so, ich kann diese von der Wirtschaft gekauften Politiker nicht mehr sehen, und ich hoffe, dass auch wenn die Linke mal in der Regierung sitzt, sich nicht kaufen lässt und das endlich wieder der Mensch im Vordergrund steht,denn lässt man die weitermachen.........Leider kümmern sich die wenigsten Menschen um ihre politische identität, es ist ein Jammer, mögen Sie der Wegbereiter für eine neue Zukunft sein und der Mensch endlich die Chance bekommt zu dem zu werden was er wirklich ist.: ein göttliches Wesen und nicht eine versklavte produzierende Maschine, es ist halt immer das gleiche, der Krieg ist aus und es wird wieder aufgebaut, die gleichen Hierachien entstehen wieder und wieder, arbeit, familie und so weiter und so fort...
Nun zu meiner Frage: Was versteht die Linke unter Freiheit? Werden die Arbeiter endlich befreit oder nur wieder besser entlohnt?
Mit freundlichen grüssen
Antwort von Dr. Gregor Gysi
15Empfehlungen
14.10.2008
Dr. Gregor Gysi
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Nachricht vom 13. Oktober, die ich mit Interesse zur Kenntnis genommen habe.

Über Freiheit können wir jetzt lange philosophieren. Entscheidend ist für mich, dass man den Menschen sowohl als Individuum als auch als gesellschaftliches Wesen begreift. Und in beidem muss er frei werden.

Mit freundliche Grüßen
Dr. Gysi
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Frage zum Thema Finanzen
13.10.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Gysi,
angesichts der Finanzkrise habe ich mir die Frage gestellt, warum wir überhaupt eins Geldsystem haben, welches das Sammeln und Horten von Geld belohnt. Hätte das Geld die Funktion, die es ursprünglich hatte, nämlich eine Vereinbarung zwischen Menschen zu sein um den Tausch von Waren, Gütern und Dienstleistungen zu erleichtern, ohne selbst ein gut zu werden, dann hätten wir diese Krise nicht. Wie wäre es mit der Einführung eines Negativzinses für den Besitz von Geld, d.h. jeder, der sein Geld nicht ausgibt und im Umlauf bringt, zahlt an die Bank oder die Gemeinschaft einen bestimmten Betrag. Damit würden die belohnt, die die Wirtschaft durch das Ausgeben von Geld ankurbeln und die bestraft, die nur an ihr eigenes Wohl denken. Ich bitte Sie, dieses Thema im Bundestag einzubringen und gemeinsam mit allen Abgeordenten zu prüfen, ob es umsetzbar ist. mit freundlichem Gruß
Antwort von Dr. Gregor Gysi
7Empfehlungen
16.10.2008
Dr. Gregor Gysi
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Nachricht.
Selbstverständlich ist es ein Unding, dass versucht wird, aus Geld Geld zu machen. Auf der anderen Seite ist ein Strafzins auch problematisch, wenn Menschen versuchen, sich für ihr Alter, für ihre Kinder, für ihre Enkelkinder etwas zurückzulegen. Dass sie davon regelmäßig etwas abgeben müssten, wäre wenig verständlich. Über gerechte Steuern, einschließlich Vermögens- und Millionärssteuer, könnte dagegen mehr Gerechtigkeit hergestellt werden.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Gysi
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Frage zum Thema Finanzen
13.10.2008
Von:
-

Sehr geehrter Herr Dr. Gysi

Alle fraktionen des Bundestages haben grundsätzlich dem Bankenrettungspaket zugestimmt,hier nun meine frage dazu..

Sieht sich die Partei die "Linke" evtl. in der Lage wenigstens die Neuverschuldung in höhe von 100 Milliarden zu verhindern?? Bisher war nur von Bürgschaften die rede,die greifen wenn Banken geld benötigen.

Kann die Partei die "Linke" bei den anstehenden Beratungen im Bundestag zum Rettungspaket Gesetz,mal aufklärend wirken?? Sehen wir Bürger das falsch wenn wir die Staatsbürgschaft so verstanden haben,das aus der Bürgschaft nach Bedarf,Bargeld als Kredit für notleidende Banken gemacht wird.

Sieht es die Partei die "Linke" nicht auch so,das eine Staatsverschuldung etwas ganz anderes ist als eine Bürgschaft??


Mit freundlichen Grüßen..

-
Antwort von Dr. Gregor Gysi
6Empfehlungen
16.10.2008
Dr. Gregor Gysi
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Nachricht vom 14. Oktober. Wir werden diesem Gesetz auf keinen Fall zustimmen. Meines Erachtens hat Oskar Lafontaine in seiner Rede vom 15. Oktober 2008 deutlich gemacht, welche Kritik wir üben und wie wir die Zukunft gestalten wollen. Hoffentlich hatten Sie die Gelegenheit seine Rede zu hören oder können Sie sich noch einmal über das Internet anhören.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Gysi
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Frage zum Thema Soziales
14.10.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Gysi,

wie schätzen Sie die Chance ein, dass durch die Finanzkrise endlich etwas gegen die Deregulierung am Arbeitsmarkt getan wird. Bisher habe ich von der Bundesregierung noch nichts davon gehört. Es ist ja offensichtlich das es den Leuten wahrscheinlich demnächst noch schlimmer gehen wird. Sollen Zeitarbeiter und andere prekär Beschäftigte noch erpressbarer werden, weil die "Finanzkrise" die Wirtschaft beutelt. Glauben Sie dass bei den anderen Parteien durch die Finanzkrise endlich etwas Vernuft enstehen wird. Damit meine ich Vernunft in allen Bereichen, nicht nur in die oberflächliche Kontrolle der Banken.

Mit freundlichen Grüßen
Frau
Antwort von Dr. Gregor Gysi
6Empfehlungen
16.10.2008
Dr. Gregor Gysi
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Nachricht vom 15. Oktober. Ich denke, dass der Zeitgeist sich verändert. Dies gilt für Medien, Professoren aber auch Politikerinnen und Politiker. Allerdings ist meine Hoffnung gering, dass die Veränderungen ausreichend sind, um die Dinge zu bewerkstelligen, die wir regelmäßig fordern.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Gysi
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Ihre Frage an Dr. Gregor Gysi
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