Dr. Gerhard Botz (SPD)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Grunddaten
Dr. Gerhard Botz
Jahrgang
1955
Berufliche Qualifikation
Agrarwissenschaftler, Diplom-Melorationsingenieur
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Sonneberg - Saalfeld-Rudolstadt - Saale-Orla-Kreis
Landeslistenplatz
5, Thüringen
weitere Profile
(...) Ich bin daher für eine Wahlfreiheit durch die "Ampelkennzeichnung" anstelle von Rätselraten auf Basis einer empfohlenen Tageszufuhr, um Verbraucherinnen und Verbraucher bei einer ausgewogenen Ernährung zu unterstützen. Gute Informationen sind keine Konsumentenbevormundung! Bedauerlicherweise nimmt die EU-Kommission bei der Reformierung der Nährwertkennzeichnung Bezug auf eine durchschnittliche Tageszufuhr von 2000 kcal und will portionsbezogene Angaben zulassen. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
03.07.2009
Bundestagswahlrecht
NEIN
02.07.2009
AWACS-Einsatz in Afghanistan
JA
18.06.2009
Internetsperren
JA
18.06.2009
Patientenverfügung (Stünker-Antrag)
JA
29.05.2009
Schuldenbremse
JA
28.05.2009
Abgabe von künstlichem Heroin an Schwerstabhängige
JA
28.05.2009
Verlängerung Kosovo-Einsatz
JA
13.05.2009
Anbauverbot von Genmais
NEIN
13.05.2009
Beratungspflicht bei Spätabtreibungen
NEIN
20.03.2009
Enteignung von Banken
JA
22.01.2009
Mindestarbeitsbedingungen
JA
22.01.2009
Mindestlohn für sechs weitere Branchen
JA
19.12.2008
Kampf gegen Piraten
JA
04.12.2008
Familienleistungsgesetz
NEIN
28.11.2008
Haushalt 2009
JA
26.11.2008
Erbschaftssteuerreform
JA
13.11.2008
Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes (OEF)
JA
12.11.2008
BKA-Gesetz
JA
17.10.2008
Banken-Rettungspaket
JA
16.10.2008
Verlängerung Afghanistan-Einsatz (ISAF)
JA
25.09.2008
Rückkehr zur alten Pendlerpauschale
NEIN
17.09.2008
Fortsetzung des Darfur-Einsatzes
JA
17.09.2008
Verlängerung Libanon-Einsatz
JA
05.06.2008
Verlängerung Kosovo-Einsatz
JA
30.05.2008
Bahnprivatisierung
JA
24.04.2008
EU-Vertrag von Lissabon
JA
06.02.2008
Änderung des Stammzellgesetzes
NEIN
14.12.2007
Postmindestlohn
JA
16.11.2007
Diätenerhöhung
JA
15.11.2007
Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes (OEF)
JA
09.11.2007
Vorratsdatenspeicherung
JA
12.10.2007
Verlängerung Afghanistan-Einsatz (ISAF, Tornado)
JA
12.09.2007
Verlängerung Libanon-Einsatz
JA
22.06.2007
Emissionshandel
JA
21.06.2007
Verlängerung Kosovo-Einsatz
JA
14.06.2007
Aufenthalts- und Asylrecht
JA
14.06.2007
Fortsetzung des Bundeswehreinsatzes in Darfur
JA
14.06.2007
Mindestlöhne (Antrag Die Linke.)
NEIN
25.05.2007
Unternehmenssteuerreform
JA
09.03.2007
Rente mit 67
JA
09.03.2007
Tornado-Einsatz
JA
02.02.2007
Gesundheitsreform
JA
10.11.2006
Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes (OEF)
JA
26.10.2006
EU-Beitritt Bulgariens und Rumäniens
JA
28.09.2006
Verlängerung des Afghanistan-Einsatzes (ISAF)
JA
30.06.2006
Föderalismusreform
NEIN
29.06.2006
Antidiskriminierungsgesetz
JA
01.06.2006
Anpassung u. Veränderung von Hartz IV
JA
01.06.2006
Bundeswehreinsatz im Kongo
JA
19.05.2006
Erhöhung der Mehrwertsteuer
JA
Fragen an Dr. Gerhard Botz
Auswahl der Fragen und Antworten
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
15.07.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Botz,

seit 1992 wird in Lichte und den anderen Orten der VG Lichtetal wegen der Trinkwassertalsperre Lichte-Leibis gebaut. Hauptauftraggeber war und ist Rennsteigwasser. Zur Zeit ist man dabei, die B281 grundhaft auszubauen, im Auftrag des Staßenbauamtes, und zwar voraussichtlich bis 2013. Das heißt eine überdurchschnittliche, extreme nervliche und finanzielle Belastung aller Anwohner und Gewerbetreibenden. Firmen kämpfen um Ihre Existenz, weil diese durch Kunden und Lieferanten schlecht oder nur über weite Umleitungen erreicht werden können.
1. Warum ist man von seiten der Planstellen nicht in der Lage, solche Bauarbeiten besser zu organisieren?
So wurden zum Bsp. in der Sonneberger Straße auf einer Länge von ca. 1,5 km im letzten Jahr die Versorgungsleitungen neu verlegt und die Straße komplett geteert. Diese Jahr wird wieder alles aufgerissen.
In meinen Augen eine Verschwendung von Steuermitteln in höchstem Maße.
Warum werden die Finanziellen Mittel für derartige Baumaßnahmen immer erst so spät im Jahr vergeben das erst im Sommer mit Bauen angefangen werden kann ? Es sollte doch in Erfurt bekannt sein, das in unseren Höhenlagen nur eine begrenzte Zeit zum Bauen zur Verfügung steht.

2. Wenn Sie die Verordnung für die Trinkwasserschutzzone genauer Durchlesen, werden Sie feststellen, welche massiven Einschränkungen für die Anwohner und Firmen festgelegt werden. Einen Nutzen aus der Talsperre haben die Anwohner weder touristisch noch finanziell. Es dürfte Ihnen bekannt sein, das wir unter anderem bundesweit mit die höchsten Wasser- und Abwassergebühren haben.
Wie stellen Sie sich eine finanzielle Entlastung oder Unterstützung der Anwohner und Firmen im Einzugsgebiet der Trinkwassertalsperre vor ?
Wie wollen Sie Ihre Wähler in Ihrem Abgeordnetenkreis unterstützen ?
Antwort von Dr. Gerhard Botz
bisher keineEmpfehlungen
28.07.2009
Dr. Gerhard Botz
Sehr geehrter Herr ,

Vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Tat führen die von Ihnen aufgeführten Baumaßnahmen zu sehr langwierigen und erheblichen Belastungen der Anwohner und Gewerbetreibenden. In unserer Region scheint diese Art des Bau-Rhythmus in den letzten Jahren besonders stark ausgeprägt zu sein. Was Ihre Anfrage betrifft kann ich Ihnen diese als Bundestagsabgeordneter nicht konkret beantworten. Es handelt sich hier um Maßnahmen, die in ihrer technischen Umsetzung in Hoheit des Freistaates Thüringen und der betroffenen kommunalen Ebenen liegen. Die zuständigen Ämter auf Kreis- und Landesebene sind für die Details der Planung und Umsetzung der Baumaßnahmen zuständig.
Der Thüringische Landtag ist neben seiner gesetzgeberischen Tätigkeit auch Kontrollorgan gegenüber diesen Institutionen. Es empfiehlt sich deshalb an die aus Ihrem Wahlkreis 2004 in den Landtag gewählte Landtagsabgeordnete Frau Carola Stauche (CDU) heranzutreten und sie zu bitten, in dieser Angelegenheit tätig zu werden. Ich möchte Sie darüber hinaus darauf hinweisen, dass der "Zweckverband Rennsteigwasser" ein Verband der Kommunen ist. Die Kommunen haben ihn gegründet, um ihre Wasserversorgung und Abwasserentsorgung gemeinsam zu organisieren. Deshalb gehören alle Bürgermeister im Verbandsterritorium zum Verbandsrat und treffen dort alle grundlegenden Entscheidungen mit. Der Zweckverband, die Talsperrenverwaltung und der Freistaat Thüringen haben Anfang der neunziger jahre einen Vertrag bezüglich der Finanzierung, der im Zuge des Talsperrenbaus erforderlichen zusätzlichen Maßnahmen im Verbandsgebiet abgeschlossen. Darin ist festgelegt, in welcher Höhe es staatliche Zuschüsse für die vom Zweckverband durchzuführenden Baumaßnahmen gibt.


Mit freundlichen Grüßen
Gerhard Botz
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Wirtschaft
19.08.2009
Von:

Sehr geehrte Herr Dr. Botz,

welche Strategie verfolgen Sie und Ihre Partei um weitere Wirtschaftsskandale wie z.B. die Bankenpleiten zu vermeiden ohne dass unnötig weitere Steuergelder verschwendet werden und die Staatsverschuldung weiter voran gertrieben wird?

Finden Sie die Einführung eines Mindestlohn für sinnvoll? Wenn ja, wie sieht Ihre Strategie aus den wahrscheinlich daraus resultierenden Anstieg der Schwarzarbeit und den Anstieg der Verbraucherpreise entgegen zu wirken?

Welche Maßnahmen möchten Sie ergreifen um den Wirtschaftsstandort Thüringen zu sichern?

Wie stehen Sie zum Ausbau erneuerbarer Energien und deren Förderung für Wirtschaft und Privathaushalte?

Für die Beantwortung dieser Fragen bis zum 31.08.2009, möchte ich mich vorab bedanken.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Dr. Gerhard Botz
1Empfehlung
26.08.2009
Dr. Gerhard Botz
Sehr geehrter Herr ,

Vielen Dank für Ihre Anfragen über abgeordnetenwatch.

Zu Ihrer ersten Frage: Politik, von wem auch immer, kann nie mögliche Finanz- und Wirtschaftskrisen ganz verhindern. Sie kann aber Rahmenbedingungen so gestalten, dass die Akteure der Finanz- und Wirtschaftswelt sich weniger fahrlässig mit Blick auf kurzfristige Gewinne verhalten müssen. Zur Zeit werden insbesondere auf Druck der SPD durch die Bundesregierung auf europäischer und internationaler Ebene intensive Verhandlungen geführt, um derartige Rahmenbedingungen zu schaffen. Solange ein Bundesfinanzminister, wie der Sozialdemokrat Peer Steinbrück, hier das Heft des Handelns in der Hand hält, werden diese Verhandlungen auch zielorientiert zu Ende gebracht. Wer erwartet das ernsthaft von einem CDU-, CSU- oder FDP-Minister?

Mindestlöhne in Deutschland wurden, durch SPD-geführte Bundesministerien mit Hilfe EU-rechtlicher Regelungen in den letzten Jahren für rund 4 Millionen Arbeitsplätze, auf den Weg gebracht. Sie sind hier in Deutschland, einem wichtigen Teil des EU-Binnenmarktes, genau so nötig und möglich wie z.B. in Frankreich und Großbritannien. Weder dort noch hier, wurde und wird dadurch der Mittelstand zu Grunde gerichtet. Zu oft geht man bei dieser Debatte von einen hohen Lohnkostenanteil an den Gesamtproduktionskosten aus. Dieser ist aber in den letzten 15 Jahren anteilsmäßig sehr stark gesunken. Gegenwärtig gefährden die hohen Energiekosten in vielen Branchen die Unternehmen wesentlich stärker. Wer glaubt, Schwarzarbeit durch dauerhafte Niedriglohnverhältnisse, wie die CDU in Thüringen, zu verhindern, irrt gewaltig. Ein qualifizierter Handwerker der mit guter Arbeit im Betrieb nur auf 12 Euro, statt 18 Euro pro Stunde kommt, aber nicht abwandern kann und will, sucht und findet natürlich einen Weg unter Verzicht auf Freizeit steuerfrei dazu zu verdienen, was er für sich und seine Familie braucht. Wie soll das eine gute Lösung sein? Die Verbraucherpreise steigen nicht automatisch so hoch wie befürchtet, eben wegen des insgesamt sinkenden Lohnkostenanteils. Dagegen würde die Kaufkraft des Teils der Bevölkerung, der unter Billiglöhnen leiden muss, stark ansteigen. Ein Segen für die immer noch zu schwache Binnenkonjunktur in Deutschland.

Zu Ihrem dritten Fragekomplex: Einen Wirtschaftsstandort kann man nur nachhaltig sichern, wenn qualifizierte und motivierte Frauen und Männer in vertretbarer Entfernung Produkte und Dienstleistungen schaffen können, die sie sich selber auch leisten können. Dazu muss noch eine überschaubare, flexible und mitdenkende Verwaltung kommen, die sich in erster Linie als Gestalter für günstige Rahmenbedingungen für Wirtschaft und Gesellschaft versteht.

Die SPD hat seit 1998 in Regierungsverantwortung die energiepolitische Wende in Deutschland mit Augenmaß und Konsequenz eingeleitet und durchgesetzt. Gegen erhebliche Widerstände (siehe heute noch die Haltung der CDU zur Risikoenergiequelle Atomkraft) halten wir Kurs und werden die vernünftigen, zukunftsweisenden Entwicklungen die inzwischen sogar in den USA aufgegriffen werden, weiter vorantreiben.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Gerhard Botz
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Ihre Frage an Dr. Gerhard Botz
Die Fragefunktion wurde inzwischen geschlossen.