Dr. Friedrich-Wilhelm Graefe zu Baringdorf (GRÜNE)
Abgeordneter EU-Parlament 2004-2009
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Grunddaten
Dr. Friedrich-Wilhelm Graefe zu Baringdorf
Jahrgang
1942
Berufliche Qualifikation
Landwirt
Ausgeübte Tätigkeit
MdEP
Wohnort
-
Bundesland
Nordrhein-Westfalen
Bundeslistenplatz
4, über Liste eingezogen
(...) PolitikerInnen unterliegen in einer Demokratie selbstredend der demokratischen Kontrolle, da sie sich den Bürgerinnen und Bürgern regelmässig zur Wahl stellen.
Das Forum Abgeordnetenwatch halte ich für ein geeignetes Mittel, um Transparenz herzustellen. (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Gesundheit
22.05.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Graefe zu Baringdorf,

mich interessiert seit einiger Zeit die derzeitige Drogenpolitik. Aus welchen Gründen wird die Pflanze Cannabis noch heute so "verteufelt"? Wo sie doch ein wertvoller Lieferant für Medizin (weibliche Pflanze) sowie die Wirtschaft (männliche Pfanze auch bekannt als Nutzhanf) ist.

Beruht die geschichtliche Entwicklung des Cannabisverbots in Deutschland nicht größtenteils auf dem Druck der USA? Sind es nicht großteils Industrielle die sich gegen eine Legalisierung wehren? In den USA werden heute schon Marihuana-Automaten für Cannabispatienten aufgestellt. In Deutschland hingegen wird mit einem künstlichen "Extrakt" gearbeitet, welches weitaus uneffektiver als das natürliche Marihuana ist und von den Krankenkassen nicht finanziert wird. Wie sollen Schmerzpatienten, welche nicht immer Wohlverdienend sind, ihre monatliche Ration mit den Kosten von ca 500 € finanzieren?

Ist es nicht an der Zeit auch diesen Aspekt in der globalen umweltbewussten Umstellung zu beachten. So kann aus dem Faserhanf unteranderem Papier, Diesel, Öle, Farben, Nahrung, Stoffe u.v.m. gewonnen werden. Cannabis ist zudem ein sehr Reproduktiver Stoff und sehr Kohlenstoffaufnahme fähig. Unter diesen Aspekten könnte man unteranderem die Abholzungen benötigter Wälder stoppen.

Werden nicht jährlich Millionen von Steuergeldern für die Strafverfolgung ausgegeben? Könnte man stattdessen nicht in einem staatlich geregelten System, Steuergelder einnehmen, Jugend- und Verbraucherschutz fördern, Arbeitsplätze schaffen und den Schwarzmarkt schwächen? Ist es nicht langsam an der Zeit einzusehen, das die derzeitige Drogenpolitik keinen erfolgreichen Kurs verzeichnet?

Man bedenke, das gefährlichste an einer Droge, ist ihre Illegalität. Denn schließlich war Kaffee auch einmal illegal.

Mit freundlichem Gruß,

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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
24.05.2008
Von:

Sehr geehrter Herr, Dr.Graefe zu Baringdorf!

Mich würde mal interessieren, warum es in Deutschland keinen Volksendscheid über die Eu-Verfassung gab?
Spielte da etwa die Angst eine Rolle, daß das deutsche Volk wohl dagegen gestimmt hätte, so wie es in Frankreich und Holland war?
Diese Hürde wurde aber gekonnt umgangen indem man der Verfassung einfach einen anderen Naman gab, als es in den genannten Ländern zu einem NEIN, kam. Ich finde durch solche geschickten Aktionen wird unser Volk nur an der Nase herum geführt. MfG der Verfasser.
Antwort von Dr. Friedrich-Wilhelm Graefe zu Baringdorf
1Empfehlung
17.06.2008
Dr. Friedrich-Wilhelm Graefe zu Baringdorf
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihr Interesse.

Die Grünen im Europäischen Parlament haben bereits 2004, als es noch um den Verfassungsvertrag ging, ein Europaweites Referendum gefordert.
Siehe zum Beispiel: www.cohn-bendit.de - www.heide-ruehle.de .Diesen Standpunkt vertreten wir auch bezüglich des Lissabon-Vertrages. Dass es in Deutschland kein Referendum gab, geht auf eine nationale Entscheidung zurück.

Mit freundlichen Grüssen
Büro Graefe zu Baringdorf
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
16.06.2008
Von:

Sehr geehrter Herr, Dr.Graefe zu Baringdorf!,

in der Bielefer Tageszeitung ´Neue Westfälische´ haben Sie das Ergebnis der Irischen Volksabstimmung zum Lissabon-Vertrag als ´skandalös´ bezeichnet, dem man jetzt ´mit Härte´ begegnen müsse.

Meine Frage an Sie:
Was ist daran skandalös, wenn ein Volk eine demokratische und von der Verfassung vorgeschriebene Volksabstimmung durchführt? Entspricht das denn nicht einem urdemokratischen Gedanken, die Menschen selbst über die Zukunft ihres Landes entscheiden zu lassen, gerade bei so wichtigen Themen wie eine künftige EU-Verfassung? Sollten Volksvertreter die demokratischen Entscheidungen des Souverän nicht eigentlich mit Respekt zu akzeptieren haben?

Ihre Äußerungen besorgen mich ernsthaft über eine fortschreitende Entdemokratisierung in den Köpfen unserer EU-Abgeordneten.

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Frage zum Thema Gesundheit
05.08.2008
Von:

Sehr geehrter Graefe zu Baringdorf,

Wie stehen Sie zu der Eilverordnung von Bundesminister Seehofer bezüglich der Zwangsimpfung bezüglich der Blauzungeninfektion, die OHNE Medikamentenzulassung nun im freien und zwangsverordneten Feldversuch in gesamt Deutschland durchgeführt wird?

Insbesondere interessiert mich die Haftungsfrage v.a. dann, wenn die 14 Tage Frist nach der Impfung, die durch die Tierseuchenkassen abgedeckt ist, abgelaufen ist?

Des weiteren wie Sie die Bedenklichkeit für die Verbraucher sehen, zumal ja das Label "Frei von Gentechnik", neu eingeführt werden soll?

Wieso wurden Ihrer Meinung nach die Zuchtbullen von Besamungsstationen, die u.a. auch anteilig im Besitz von Monsanto sind, ausgenommen?

Sehen Sie einen Zusammenhang mit der Greenpeace Studie "Das Tierzucht-Monopoly", der u.a. auch in folgendem link Rechnung getragen wird?

www.nbks.ch

Wie stehen Sie zu den Gefahren der Globalisierung, die u.a. von Vandana Shiva in folgender Mitteilung genannt werden? Mir geben v.a. neueste Berichte von Lobbycontrol, dass in allen deutschen Ministerien sog. externe Mitarbeiter von Konzernen (allen voran der Pharma-Bereich) auch an Gesetzestexten mitarbeiten sehr zu denken.

www.medico.de

Ich bedanke mich für Ihre zeitnahe Beantwortung meiner Fragen und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Antwort von Dr. Friedrich-Wilhelm Graefe zu Baringdorf
6Empfehlungen
22.01.2009
Dr. Friedrich-Wilhelm Graefe zu Baringdorf
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Anfrage.
Zur Impfung gegen die Blauzungenkrankheit:
Die vorläufige Zulassung der Impfung gegen die Blauzungenkrankheit (auch ohne ein vollständiges Zulassungsverfahren durchlaufen zu haben) wurde von zahlreichen Bäuerinnen und Bauern im Jahr 2007 gefordert, da einige Betriebe bereits damals schwer von den Auswirkungen der Blauzungenkrankheit betroffen waren. In betroffenen Gebieten müssen weiterhin Vorsichtmaßnahmen getroffen werden. Landwirtschafliche Betriebe müssen die Möglichkeit haben, ihre Tiere zu impfen, um unnötiges Tierleid und wirtschaftliche Verluste abzuwenden.

Ich spreche mich jedoch gegen die Pflicht zu impfen aus, da es nicht angehen kann, dass Bäuerinnen und Bauern dazu gezwungen werden, ihre gesunden Tiere mit Impfstoffen zu behandeln, deren Wirkung noch nicht hinreichend untersucht wurde.

Zum Thema Lobbyismus:
Lobbyarbeit an sich kann sehr konstruktiv sein (Umweltorganisationen und Kirchen bspw. betreiben ja auch Lobbyarbeit), so lange die PolitikerInnen sich alle Seiten anhören, um sich umfassend über ein Thema zu informieren. PolitikerInnen müssen jedoch ihre Entscheidungen eigenverantwortlich treffen. Denn sie sind ihrem Gewissen sowie ihrem Mandat verantwortlich, nicht aber den Lobbyisten. Wenn es tatsächlich Fälle gibt, in denen Gesetzestexte direkt von Konzernvertretern verfasst wurden, ist das skandalös. Im Rahmen der Trasnparenzinitiative wird die Rolle der Lobbyisten in der EU in Zukunft etwas besser beleuchtet - und die Annahme von Bestechungsgeldern von Lobbyisten ist strafbar. In diesem Bereich eine "amtliche" Kontrolle auszuüben ist jedoch leider nicht immer einfach. Hier sind auch die Wählerinnen und Wähler gefordert: Lassen Sie Sich nichts vormachen, schauen Sie Ihren PolitikerInnen auf die Finger, ob sie wirklich für das kämpfen und für das abstimmen, wofür sie gewählt wurden.

Zum Thema Globalisierung:
Die Macht über die Ernährung der Menschen darf nicht in der Hand weniger globaler Konzerne liegen. Lokale Gemeinschaften müssen das Recht haben, sich selbst zu ernähren. Dazu brauchen sie lokal angepasstes Saatgut und einen Schutz vor Billigimporten. Die Gentechnikkonzerne locken die Bauern mit großen Versprechungen zum Kauf ihres Saatguts, stürzen die Landwirtschaft jedoch in eine neue Abhängigkeit und scheren sich nicht um die Folgen für die Existenzfähigkeit der Kleinbäuerinnen und -bauern, für Gesundheit und Umwelt. Deshalb setze ich mich dafür ein, dass die gentechnikfreie Landwirtschaft auch morgen noch Normalität ist.

Mit freundlichen Grüssen
Friedrich Wilhelm Graefe zu Baringdorf
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Frage zum Thema Umwelt
23.10.2008
Von:

sehr geehrter herr Dr. Friedrich-Wilhelm Graefe zu Baringdorf
wir sind schülerinnen des gymnasiums in jüchen und müssen ein referat über die klimaschutzpolitik in deutschland halten und haben uns auf die grünen spezialisiert. Wir würden sie gerne fragen was die grünen für die wahl im nächsten jahr zum Thema Klimaschutz beitragen.
Wir möchten sie gerne um eine baldige antwort bitten ,da wir das Refarat bald fertig stellen müssen
vielen Dank
& luisa
Antwort von Dr. Friedrich-Wilhelm Graefe zu Baringdorf
2Empfehlungen
23.10.2008
Dr. Friedrich-Wilhelm Graefe zu Baringdorf
Sehr geehrte Frau Hieronymus,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Die Grüne Fraktion im Europäischen Parlament hat eine Website mit dem Titel "stop climate change", dort finden Sie unsere Positionen und Aktionen zum Thema: www.greens-efa.org . Auch die Partei Bündnis 90/Die Grünen unterhält eine Website speziell zum Thema Klimaschutz, unter gruenes-klima.de finden Sie Informationen über unsere Positionen zur Klimapolitik in Deutschland.

Mit freundlichen Grüssen

Büro Graefe zu Baringdorf
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Ihre Frage an Dr. Friedrich-Wilhelm Graefe zu Baringdorf
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