Dr. Florian Herrmann (CSU)
Abgeordneter Landtag Bayern

Grunddaten
Jahrgang
1971
Berufliche Qualifikation
Studium der Rechtswissenschaften
Ausgeübte Tätigkeit
Rechtsanwalt, MdL
Wohnort
Freising
Stimmkreis
Freising
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(...) Was ich sagen will: ich plädiere für eine zukunftsgerichtete, CO2-neutrale, erschwingliche Energieversorgung und für eine Energiepolitik mit Augenmaß. (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
07.02.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Herrmann,

Danke für Ihre Antwort vom 06.02.2012.
Sie schreiben "mir liegen keine näheren persönlichen Erkenntnisse über einzelne Abgeordnete vor, ......" und "der Verfassungsschutz, der ja offenbar ein Drittel der LINKE-Abgeordneten beobachtet,..." (siehe oben).

Meine Fragen:
  • Liegt Ihnen ein aktueller Bericht des Verfassungsschutzes mit einem konkreten Ergebnis seiner Beobachtungen vor, der Ihre These, die LINKE sei ein "Feind der Verfassung", untermauert ?
  • Falls ja: Sorgen (auch) Sie für die Veröffentlichung des Verfassungsschutz-Berichtes?
  • Falls nein: Hätten Sie Verständnis dafür, dass man Ihnen populistisches Geplapper über Dinge, die Sie nicht stichhaltig belegen können, vorwerfen könnte?
  • Teilen Sie meine Meinung, dass die Tatsache der Beobachtung durch den Verfassungsschutz noch kein hinreichender Beweis für ein (strafrechtlich zu ahndendes) Fehlverhalten einzelner Abgeordneter der Partei DIE LINKE ist? Sie als promovierter Jurist müssten doch den Grundsatz "in dubio pro reo" (im Zweifel für den Angeklagten) kennen.
  • Teilen Sie meine Einschätzung, dass, sollten Sie Ihre Behauptungen nicht belegen können, Ihre Glaubwürdigkeit (wie auch die von Alexander Dobrindt) darunter leidet?

  • Teilen Sie meine Meinung, dass der "Übervater" der CSU, Franz-Josef Strauß (Gott habe ihn selig) auch nicht immer verfassungskonform gehandelt hatte? Ich erinnere nur an das von ihm initiierte Verbot des "Spiegel" und die Umstände, wie er als damaliger Verteidigungsminister die "Starfighter" (F-104G) am Parlament vorbei beschafft hatte. Ausserdem war es doch Strauß, der durch die Gewährung von Millionen- (oder waren es sogar Milliarden?) Kredite an die DDR das System, welches die CSU (und Andere) heute zurecht verurteilen, gestützt und somit am Erhalt der Macht gefördert hatte.

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Dr. Florian Herrmann
bisher keineEmpfehlungen
07.02.2012
Dr. Florian Herrmann
Sehr geehrter Herr ,

Sie scheinen nicht ganz den Unterschied zu verstehen zwischen einer Beobachtung durch den Verfassungsschutz und einem strafrechtlichen Ermittlungsverfahren. Von letzterem ist doch überhaupt nicht die Rede. Von ersterem sehr wohl, da der Verfassungsschutz - wie ich schon geschrieben habe - öffentlich zugängliche Quellen liest, also Zeitungen, Parteiprogramme, Internetauftritte etc., und sich daraus ein Bild macht, ob hier verfassungsfeindliche Aktivitäten oder Ansichten zu erkennen sind. Das wird dann im Verfassungsschutzbericht veröffentlicht. Ich veröffentliche gar nichts, das macht der Verfassungsschutz.
Was dort veröffentlich wird, muss natürlich stichhaltig sein; das erwarte ich, weil sonst der Bericht und somit auch die Arbeit des Verfassungsschutzes absurd und übrigens auch rechtswidrig wäre.

Verstöße gegen die Verfassung kommen laufend vor, beispielsweise durch Gerichtsurteile, die dann vom Bundesverfassungsgericht aufgehoben werden oder durch sonstige staatliche Entscheidungen, sogar Gesetze, die nicht mit der Verfassung konform sind. Dafür haben wir ja das Bundesverfassungsgericht als "Hüter der Verfassung". Das heißt aber nicht, dass der Richter, der das Urteil gefällt hat oder der Bundestag, der das Gesetz beschlossen hat, verfassungsfeindliche Aktivitäten entfaltet. Hier müssen Sie schon differenzieren. Daher passt auch Ihr Strauss-Beispiel nicht.


Mit freundlichen Grüßen
Florian Herrmann
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Frage zum Thema Städtebau und Stadtentwicklung
05.03.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Herrmann,

in ihrer Antwort vom 23.11.2011 auf meine Frage vom 02.11.2011, weshalb Sie gegen einen Genehmigungsvorbehalt bei der Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen in Erhaltungssatzungsgebieten zum Schutz der Mieter vor Umwandlungsspekulation sind, vergaßen Sie meine Fragen zu beantworten, die ich daher gerne noch einmal stelle:

  • welche besseren Konzepte zum Schutz der Mieter vor Umwandlungsspekulation haben Sie?

  • sind Sie Meinung sind, dass § 172 Bundesbaugesetz dahingehend geändert werden sollte den Kommunen zu gestatten, von sich aus – ohne Landtag - das Bundesgesetz umzusetzen und einen Genehmigungsvorbehalt bei Bedarf einzuführen?

Stattdessen empfahlen Sie dem Münchner Stadtrat eine aktive Wohnraumpolitik zu betreiben sowie das Angebot an Wohnungen auszuweiten. Darüber hinaus vertraten Sie die Meinung, dass der Landtag nicht laufend Spezialgesetze für München erlassen kann. Aus aktuellem Anlass ergeben sich daraus auch Folgefragen:

  • da die noch verfügbare Flächen in München kaum ausreichen um den zu prognostizierten Zuzug von ca. 100.000 Einwohnern bis 2030 zu bewältigen: müsste nicht das Umland (auch Freising), insbesondere auch im geförderten Wohnungsbau, mehr tun?

  • wie stehen Sie zur Forderung des Finanzministers Söder, ein Spezialgesetz für München zu erlassen um München sämtlicher Gelder aus dem kommunalen Finanzausgleich streichen zu können?

  • soll die Stadt München die in der Fortschreibung des Wohnungsbauprogramms "Wohnen V" bereitgestellten Mittel bis 2016 in Höhe von 800 Mio über Schulden finanzieren?

  • aus Welchen Mitteln soll die Stadt München den Kaufpreis der GBW-Wohnungen, welche der Freistaat von der Landesbank nicht übernehmen will, finanzieren?

Mit freundlichen Grüßen


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Frage zum Thema Inneres und Justiz
13.04.2012
Von:

Bei der neuen GOZ ab 1.1.2012 (´Gebührenordnung für Zahnärzte) und dem Rechnungsmuster vom Bundesgesundheitsministeriumund der GOÄ für Ärzte sind mir gravierende Rechtsverletzungen aufgefallen. z.B. fehlt die Ermächtigung in § 15 ZHG (Zahnheilkundegesetz) außer über Gebühren auch noch über Fälligkeit der Rechnung zu befinden (§ 10 GOZ und § 12 GOÄ = Ärzte) Fälligkeiten werden im BGB abgehandelt, die Frist beginnt auch nicht mit Rechnungsdatum, wie Anwälte gerne behaupten, sondern mit Zugang, und bei Medizinern erst, wenn die Rechnung der jeweiligen Gebührenordnung entspricht. Leider ist das genau der ewige Streitpunkt, wo dann stets der ach so neutrale Gutachter vom Gericht eingesetzt wird, der dann auch noch - als Verstoß gegen das Rechtsberatungsgesetz - meist unerlaubte rechtliche Statements abgibt z.B. ... ist unstreitig usw. Außerdem ist die Anlage zur GOZ = Rechnungsmuster abgrundtief falsch und verstößt gleich gegen mehrere Gesetze (Steuer, usw.) Über welche politiische Gremien kriegt man das wieder ins richtige Lot gebracht? Können sie hier helfen (keine Rechtsberatung, aber ihre Kenntnisse als RA finde ich hilfreich)?

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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
29.04.2012
Von:
Tim

Lieber Herr Herrmann,

die Gegner der Dritten Startbahn fordern von der Pro-Bürgerinitiative immer wieder Transparenz was die Mittelherkunft anbelangt ( bit.ly ). U.a. kritisieren sie auch, dass die FMG für ihre Unternehmensziele wirbt ( bit.ly ).

Ich habe hierzu einige Fragen:

1. Bei dem Münchner Initiativteil wurde angegeben, dass 15.000 Euro von der Gregor-Louisoder-Umweltstiftung stammen ( www.keinestartbahn.de ). Schaut man auf die Homepage dieser Stiftung ( www.umweltstiftung.com -> "Wir über uns) und hier insbesondere den Stiftungszweck, findet man beim besten Willen keinen Punkt zur Unterstützung zur Förderung oder Verhinderung von Infrastrukturprojekten. Halten Sie daher die Finanzierung für illegitim oder illegal und müsste hier nicht wegen zweckwidriger Verwendung die Stiftungsaufsicht einschreiten?

2. Die Dagegen-Initiative in München wird von den Grünen getragen. Handelt es sich somit um eine Parteiveranstaltung und werden die Mittel im Rechenschaftsbericht der Grünen aufgeführt?

3. Bei dem Umlandteil der Dagegeninitiative www.keine-startbahn3.de habe ich lange gesucht, wo Informationen zur Herkunft der Mittel veröffentlicht sind. Bei einem Verein, der bereits seit Jahren besteht, sollte dies normaler Weise kein Problem sein. Weder hier noch bei den nachrangigen Initiativen fehlen solche Angaben wie auch Strukturangaben (Vorstand, Mitgliederversammlung) vollkommen. Wird Ihrer Ansicht nach hier dem Transparenzgebot gefolgt oder werden nicht eher die realen Geldgeber verschleiert? Sind Sie bereit, hier entsprechende Nachweise zu fordern?


Herzlichst
Ihr Tim
Antwort von Dr. Florian Herrmann
1Empfehlung
04.05.2012
Dr. Florian Herrmann
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Nachfrage. Aus meiner Sicht ist es sowohl (selbst-)verständlich als auch legitim, dass ein Unternehmen wie die FMG für ihre Unternehmensziele wirbt, ebenso wie Gegner bestimmter Projekte auch ihre Position verdeutlichen. Da es jeder Seite darum geht, die Bürgerinnen und Bürger, die in München beim Bürgerentscheid gefragt werden, auch sachlich zu informieren, ist eine entsprechende Öffentlichkeitsarbeit notwendig, die bekanntermaßen gerade in unserer Zeit mit einem erheblichen finanziellen Aufwand verbunden ist.
Ich halte es auch für richtig, wenn jeder, der öffentlich für eine Position wirbt, auch Ross und Reiter nennt, also sagt, woher das Geld ist und wer das jeweilige Anliegen durch Geld- und Sachmittel unterstützt. Das gilt natürlich für alle.
Wenn Privatleute oder Stiftungen oder Unternehmen Geld für Werbemaßnahmen in die Hand nehmen, so ist es aus meiner Sicht in erster Linie deren Sache, ob dies deren jeweiligem Unternehmenszweck entspricht, d.h. ob sie das Geld für solche Dinge verwenden dürfen. Ob es dem Stiftungszweck der von Ihnen angesprochenen Stiftungen entspricht, kann ich nicht beurteilen, weil ich die Interna der Stiftungen nicht kenne. Ich gehe aber davon aus, dass sich die Organe der Stiftung hierüber schon ihre Gedanken machen und die Freigabe der Mittel entsprechend ihren Bestimmungen verwenden.
Klar ist auch: Wer Transparenz einfordert, sollte auch selbst Transparenz leben. Mir ist aber bislang nicht bekannt, dass beispielsweise AufgeMUCkt nicht offen ist, für solche Nachfragen. Mein Rat wäre daher, dass Sie sich einfach mit den Verantwortlichen der Initiative in Verbindung setzen und ihnen Ihre Bedenken bzw. Fragen vortragen.


Mit freundlichen Grüßen
Florian Herrmann
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