Dr. Daniel Volk (FDP)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich. Besuchen Sie das aktuelle Profil.

Grunddaten
Dr. Daniel Volk
Jahrgang
1970
Berufliche Qualifikation
Studium der Rechswissenschaften und Politikwissenschaften
Ausgeübte Tätigkeit
Rechtsanwalt, Mitglied des Bundestages
Wahlkreis
München-Nord
Landeslistenplatz
-, Bayern
weitere Profile
(...) Es wurde allerhöchste Zeit, dass im Nahen Osten die Waffen wieder schweigen und der Politik wieder eine Chance gegeben wird. Es wird jetzt darauf ankommen, diesem sehr fragilen Waffenstillstand Stabilität zu geben. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
03.07.2009
Bundestagswahlrecht
NEIN
02.07.2009
AWACS-Einsatz in Afghanistan
JA
18.06.2009
Internetsperren
NEIN
18.06.2009
Patientenverfügung (Stünker-Antrag)
nicht beteiligt
29.05.2009
Schuldenbremse
nicht beteiligt
28.05.2009
Abgabe von künstlichem Heroin an Schwerstabhängige
nicht beteiligt
Fragen an Dr. Daniel Volk
Auswahl der Fragen und Antworten
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Finanzen
14.11.2008
Von:

Herr Abgeordneter

wie stehen Sie zu Frage, die Parteienfinanzierung und die Finanzierung der Stiftungen und Jugendorganisation als staatliche Subventionierung privatrechtlichen Handelns abzuschaffen.
Antwort von Dr. Daniel Volk
5Empfehlungen
25.11.2008
Dr. Daniel Volk
Das Grundgesetz überträgt den politischen Parteien in Art. 21 GG die Aufgabe, bei der politischen Willensbildung des Volkes mitzuwirken. Um diese Aufgabe effektiv wahrnehmen zu können, brauchen Parteien eine gesicherte Finanzierung. Aufgrund dieser herausgehobenen Stellung und besonderen Verpflichtung von Parteien hat das Bundesverfassungsgericht die staatliche Teilfinanzierung nicht beanstandet. Dies ist zu betonen: es ist nur eine Teilfinanzierung zulässig. Auch sind alle Parteien aufgrund der Chancengleichheit, die ihnen verfassungsrechtlich zusteht, gleich zu behandeln. Im Endeffekt bestimmen die Wählerinnen und Wähler und damit die Verankerung der Parteien in der Gesellschaft, wie hoch die jeweilige staatliche Teilfinanzierung ist, denn diese ist nach § 18 PartG abhängig vom jeweiligen Erfolg bei den verschiedenen Wahlen.

Selbiger gilt auch für politische Stiftungen und politische Jugendorganisationen, denn auch sie wirken an der Verankerung der Demokratie mit. Vor diesem Hintergrund ist für jeden Demokraten unerträglich, dass auch Parteien, wie etwa die NPD, von der staatlichen Teilfinanzierung profitieren. Daher sollte der nun vorgebrachte Vorschlag, Parteien, die Bestrebungen gegen die freiheitlich demokratische Grundordnung oder den Bestand der Bundesrepublik Deutschland verfolgen, davon auszuschließen, sehr genau geprüft werden. Aus jetziger Sicht ist es jedoch unklar, ob eine derartige Einschränkung nicht doch gegen das Prinzip der Chancengleichheit verstößt.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Daniel Volk
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
28.11.2008
Von:

Herr Abgeordneter

herzlichen Dank für die Wiedergabe der rechtlichen Situation. Diese ist mir jedoch eingehend vertraut und deshalb war mir wichtig, IHRE Meinung zu dieser Frage zu kennen.

Daher vier ganz konkrete Fragen:
1. Halten Sie die staatliche Parteienfinanzierung in einem pluralen Staat für zeitgemäß?
2. Haben Sie sich als Vorsitzender der FDP darum bemüht, andere Finanzierungsquellen außerhalb der staatlichen Förderung zu gewinnen?
Wenn ja: Welche?
Wenn nein: Warum nicht?
3. Wie stehen Sie zur nicht-staatlichen Parteienfinanzierung in zahlreichen anderen Staaten auch innerhalb der EU, die rein auf privater Basis funktioniert?
4. Ist die Subventionierung privater Organisationen mit dem liberalen Prinzip der Eigenverantwortung vereinbar?

Ich würde mich freuen, wenn Sie auf vier konkrete Fragen auch vier konkrete Antworten finden. Wie gesagt, die Rechtslage ist mir hinreichend bekannt.
Antwort von Dr. Daniel Volk
4Empfehlungen
19.12.2008
Dr. Daniel Volk
Sehr geehrte Damen und Herren,

erlauben Sie mir, da Sie mich mit Vorsitzender der FDP ansprachen, vorweg einen kleinen Hinweis: Der Vorsitzende der Freien Demokraten ist weiterhin Herr Dr. Guido Westerwelle.

Aber zu Ihren Fragen:

1. Ja, denn gerade in einem pluralistischen Staat ist die staatliche Teilfinanzierung sinnvoll: Der Wähler kann bestimmen, wem Gelder zufließen. Letztendlich haben so auch kleinere Parteien, die nicht so viele Spenden bekommen, Möglichkeiten sich besser und unabhängiger zu finanzieren und auszudrücken.

2. Ja, denn den Hauptfaktor der Finanzierung von Parteien sollten natürlich weiterhin Spenden und Mitgliedsbeiträge ausmachen.

3. Bei der Finanzierung von Parteien auf rein privater Basis besteht immer die Gefahr der Abhängigkeit von wenigen Großspendern. Hier kann sich auf die Dauer eine Abhängigkeit ergeben, die für eine Demokratie doch sehr bedenklich sein kann.

4. Ja, denn die Parteien haben durch Art. 21 GG einen besonderen staatlichen Auftrag übertragen bekommen und damit hat die Parteienfinanzierung nichts mit dem Prinzip der Subventionierung von privaten Unternehmen zu tun.

Für weitere Fragen oder auch Anregungen stehe ich Ihnen gern auch unter: daniel.volk(at)bundestag.de zur Verfügung.

Haben Sie vielen Dank.
Dr. Daniel Volk
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Mindestlohn für sechs weitere Branchen
25.01.2009
Von:

Hallo Daniel,

falls ich Dir noch nicht persönlich zum Eintritt in den Dt. BT gratuliert habe, hole ich das hiermit natürlich erstmal nach: Also, alles Gute für Deinen neuen Aufgabenbereich und immer "mindestens soviel Energie wie beim Rollerbladen" wünscht

Allerdings habe ich auch gleich mal eine "schwere" Frage: Warum hast Du am 22.01. gegen den Mindestlohn gestimmt? Okay, da ich ja weiß, dass die Fraktion da ein entscheidendes Wörtchen mitzureden hat, weite ich die Fage natürlich auch auf diese aus: Warum ist die FDP-Fraktion des Dt. BT mehrheitlich (oder vielleicht sogar einstimmig?) gegen die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes auch in D??? Und ich denke, ich brauche da nicht erst auf die USA und viele andere europ. Länder hinweisen um klarzustellen, dass das Argument "mehr Arbeitslosigkeit" hier nicht zieht, oder?

Mit liberalen Grüßen,

Antwort von Dr. Daniel Volk
5Empfehlungen
26.01.2009
Dr. Daniel Volk
Hallo, ,

vielen Dank für Deine Mail. Die FDP-Fraktion ist grundsätzlich gegen Mindestlöhne, weil sie unserer Ansicht nach die Probleme des Arbeitsmarktes, insbesondere den Abbau von Arbeitsplätzen in lohnintensiven Sektoren sowie im Niedriglohnbereich, dauerhaft nicht lösen, sondern verschärfen. Denn liegt ein Mindestlohn unter den marktgerechten Löhnen, bleibt er wirkungslos. Sollte er aber darüber liegen, so vernichtet er Arbeitsplätze und führt zu mehr Schwarzarbeit, wie sich das ja beispielsweise im Postbereich bereits gezeigt hat. Außerdem wird dadurch die Tarifautonomie mehr oder weniger ausgehebelt, mit der Deutschland jahrzehntelang gut gefahren ist, was wir ebenfalls als negativ ansehen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Daniel Volk, MdB
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Internationales
03.02.2009
Von:

Guten Tag Herr Dr. Volk,

ich möchte bewusst meine Frage provokant stellen:
wie kann Deutschland dazu beitragen, das die israelische Politik weiterhin Palästinenser mordet, unterdrückt und die Apartheit so unverschämt offen lebt?

Ich stelle mir diese Frage so emotional. Sicherlich können Sie Ihre Meinung neutraler äußern. Ich respektiere das, obwohl mir die diplomatischen Rücksichtnahmen oft schwer im Magen liegen.

Danke, F.
Antwort von Dr. Daniel Volk
5Empfehlungen
23.02.2009
Dr. Daniel Volk
Sehr geehrte Frau ,

die Bilder aus Gaza haben niemanden kalt lassen können. Viele Europäer können sich die Demütigung und das Leid der Menschen, die in Palästina leben, nicht vorstellen. Auf der anderen Seite ist es auch schwer vorstellbar, wie es ist, wenn Israelis in permanenter Angst vor Raketenangriffen und Bombenanschägen leben müssen.

Die Waffen zum Schweigen zu bringen - und zwar auf beiden Seiten - lohne jede Anstrengung. Nur so kann man eine Perspektive für einen dauerhaften Frieden schaffen. Ein Waffenstillstand müsse auch genutzt werden, um einen politischen Prozess in Gang zu bringen. Zugleich gelte aber auch umgekehrt, dass es ohne diese Perspektive keinen tragfähigen Waffenstillstand geben wird. Wichtig ist, dass es gelingt, die Spirale von Hass, Gewalt und wechselseitiger Demütigung zu durchbrechen.

Es wurde allerhöchste Zeit, dass im Nahen Osten die Waffen wieder schweigen und der Politik wieder eine Chance gegeben wird. Es wird jetzt darauf ankommen, diesem sehr fragilen Waffenstillstand Stabilität zu geben. Genauso wie ein Diskutieren der Schuldfrage im Nahostkonflikt noch nie weitergeholfen hat, ist deshalb jetzt jedes Gerede über Sieger und Verlierer der zurückliegenden Wochen kontraproduktiv.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Daniel Volk, MdB
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Wirtschaft
08.03.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Volk,

so sehr ich mich ueber Ihren Wahlerfolg gefreut habe, zu dem ich seinerzeit leider noch nicht beitragen konnte, so muss ich doch die Fortsetzung der Freude an eine Bedingung knuepfen:
Kann die FDP zusichern, auf Bundesebene nur eine Koalition einzugehen, die den toerichten und fuer unsere Zukunft verheerenden Ausstiegsbeschluss revidieren wird?
Wie kann ich dazu verhelfen, dass der sich rasch aendernden Situation in meiner zweiten Heimat Grossbritannien in Deutschland mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird?
Warum stellt kein Mitglied der FDP im BT die Frage, ob die Bundesregierung nicht beabsichtigt, angesichts der kernenergiefreundlichen Politik Grossbritanniens auch ihre eigene Haltung zu ueberdenken?
Mit besten Gruessen und Wuenschen fuer Ihre Taetigkeit

Antwort von Dr. Daniel Volk
8Empfehlungen
09.03.2009
Dr. Daniel Volk
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Mail, in der Sie die Haltung der FDP zur Nutzung von Kernenergie ansprechen. Die FDP-Bundestagsfraktion hat die rein ideologisch motivierte Tabuisierung der Spitzentechnologie Kernernergie von Anfang an für einen gravierenden Fehler gehalten und bekämpft. Nicht zuletzt die Haltung Russlands beim Energiekonflikt mit Weißrußland hat deutlich gemacht, welche Gefahren einseitige Abhängigkeiten in der Energieversorgung für den Standort Deutschland bergen.

Wir sind davon überzeugt, dass Deutschland seine Energieversorgung auf eine breitere Grundlage stellen muss und ohne Kernenergie nicht auskommen wird. Diese Position werden wir immer und überall nachdrücklich vertreten, auch gegenüber einem möglichen Koalitionspartner.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Daniel Volk, MdB
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Ihre Frage an Dr. Daniel Volk
Die Fragefunktion wurde inzwischen geschlossen.