Dr. Dagmar Enkelmann (DIE LINKE)
Kandidatin Bundestagswahl 2005
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Grunddaten
Dr. Dagmar Enkelmann
Jahrgang
1956
Berufliche Qualifikation
Diplom Historikerin
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Brandenburgischen Landtags
Wohnort
-
Wahlkreis
Märkisch-Oderland - Barnim II
Ergebnis
33,1%
Landeslistenplatz
2, Brandenburg
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Frage zum Thema Bürgerrechte
25.08.2005
Von:

Sehr geehrte Frau Dr. Enkelmann, wie stehen Sie zu der Problematik der ständig nörgelnden Beamten und Bediensteten des öffentlichen Dienstes. Statt froh zu sein, dass sie einen sicheren Arbeitsplatz haben und jeden Monat ihr volles Gehalt bekommen für einen Beruf den sie sich ja selber ausgesucht haben, wird ewig immer nur gemosert, dass sie zuwenig bekommen. Trotz Zulagen, planmäßigen Zulagen, außerplanmäßigen Zulagen, Ortszuschlag, Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld, verlängertes Krankengeld usw. Der gesamte BAT und das Beamtenbesoldungsgesetz sind ein Schlag in´s Gesicht eines Jeden, der privatwirtschaftlich entlohnt wird oder Hausfrau/-mann ist oder sich in Ausbildung und schulischer Ausbildung befindet oder arbeitslos sein muss oder, oder, oder. Kein Wunder, dass der Staat pleite geht. Kein privatwirtschaftlich geführtes Unternehmen kann sich unmotivierte Mitarbeiter leisten mit diesen Gehaltsansprüchen. Es wäre längst Konkurs gegangen. Und mit welchem Recht gibt es noch immer Unterschiede zwischen Rentnern und Pensionären? Warum wird das Pensionsniveau nicht endlich auf das Rentenniveau heruntergeschraubt, zumal ein Rentner sein gesamtes Arbeitsleben in die Rentenkasse einzahlen musste, ein Pensionär nicht?! So gibt es noch genügend Ärgernisse, die man gar nicht alle aufführen kann und das Leben kann trotzdem schön sein und sicherlich darf man nicht immer alle über einen Kamm scheren. Schönen Wahlkampf noch.

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Frage zum Thema Bildung
25.08.2005
Von:

Werte Frau Enkelmann!
Einmal davon abgesehen, dass Bildungspolitik doch eigentlich Ländersache ist, werben Sie für die Bundestagswahl ja damit, dass Sie Schüler noch länger in einer Klasse unterrichten wollen (verlängerte Grundschule quasi). Meine Frage als kürzlicher Schulabgänger und jemand, dem sechs Jahre Grundschule schon zuviel waren: Was versprechen Sie sich davon? Ich dachte, dass es gerade die hoch qualifizierten Menschen sind, die in Deutschland fehlen. Meiner Ansicht nach formt man diese nicht, indem man sie acht, zehn (oder wie viele auch immer) Jahre in einer Klasse mit desinteressierten Mitschülern und chronisch überforderten Lehrern "festhält", die zur Eliteförderung keine Zeit, geschweige denn die Mittel haben.

MfG

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Frage zum Thema Energie
29.08.2005
Von:

Sehr geehrte Frau Enkelmann,
Frau Merkel will den Ausbau der erneuerbaren Energien stoppen, insbesondere deren "exorbitante Förderung". Herr Methling (Linkspartei.PDS) sagt hingegen, das "EEG ist das Beste, was ROT/GRÜN in den letzten 7 Jahren zustande gebracht hat"...
Deshalb meine Frage: wie halten Sie es mit dem EEG ?
Antwort von Dr. Dagmar Enkelmann
3Empfehlungen
08.09.2005
Dr. Dagmar Enkelmann
Sehr geehrter Herr ,

das Erneuerbare-Energien-Gesetz gehört zweifellos zu den begrüßenswerten Gesetzen der rot-grünen Bundesregierung. Gegen die Absicht der CDU-Kanzlerkandidatin, dieses Gesetz abzuschaffen oder durch ein fragwürdiges Quoten-Modell bei der Förderung zu ersetzen, wende ich mich ganz entschieden.

Genau besehen betrifft der durch das EEG ausgelöste Boom jedoch vor allem die Windenergie sowie - mit Abstrichen - die Nutzung von Biomasse. Dies schafft nicht nur die Ihnen sicher bekannten Akzeptanz-Probleme bezüglich einer "Verspargelung" der Landschaft. Wollen wir wirklich eine zukunftsfähige Energieversorgung schaffen, gilt es, die ganze Breite der Erneuerbaren Energien zu nutzen, vor allem auch Solarthermie und Geothermie. Darüber hinaus hat Rot-Grün die Gebiete Energieeinsparung sowie die Kraft-Wärme-Kopplung vernachlässigt.

Der Erfolg des EEG darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Strukturwandel hin zu einer auch klimapolitisch gebotenen modernen Energieversorgung erst am Anfang steht. Die Linkspartei.PDS plädiert - als einzige Partei - übrigens dafür, den bundesdeutschen Energiebedarf bis zum Jahr 2050 zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen zu decken. Das ist ein anspruchsvolles, aber - wie inzwischen auch Wissenschaftler bestätigen - machbares Ziel.

mit freundlichen Grüßen

Dagmar Enkelmann
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Frage zum Thema Landwirtschaft
15.09.2005
Von:

Sehr geehrte Frau Enkelmann,
Ich würde gerne von Ihnen wissen, wie sie zum Einsatz der Gentechnik in der Landwirtschaft stehen, ein Thema, welches ja gerade in Ihrem Wahlkreis sehr aktuell ist und vielen Betroffenen (Bio- und konventionellen Landwirten, Hobbygärtnern und sogenannten Verbrauchern)große Sorgen bereitet. Über eine schnelle Antwort vor der Wahl würde ich mich sehr freuen.
Mit freundlichen Grüßen,
Antwort von Dr. Dagmar Enkelmann
2Empfehlungen
19.09.2005
Dr. Dagmar Enkelmann
Sehr geehrte Frau ,

ich bin gegen die Nutzung und den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen nicht nur in meiner Region, dem Land Brandenburg. Grüne Gentechnik finde ich nicht nur wegen der damit verbundenen unkalkulierbaren Risiken für erstrebenswert. Auch deren Versprechungen, den Hunger in der Welt zu vermindern, halte ich für nicht einlösbar. Denn die Ursachen für Unterentwicklung und fehlende agrarische Produktion sind andere und lassen sich auch durch noch so "produktive" Pflanzen nicht beseitigen. Im Gegenteil - der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen schafft neue Abhängigkeiten für die Landwirte. Deshalb wird von mir wie von der Linkspartei.PDS die Bildung gentechnikfreier Zonen untestützt. Wenn die Industrie Genfood ins Angebot bringt, muss dieses klar als gentechnisch hergestellt gekennzeichnet werden - und zwar bis zur Nachweisgrenze für solche Beimengungen Politisch setze ich mich insbesondere für die Förderung des Ökolandbaus ein. Dies beinhaltet die Sicherung von Arbeitsplätzen in der Landwirtschaft, unabhängig von den verschiedensten Betriebsformen.

Mit freundlichem Gruß
Dagmar Enkelmann
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