Dorothea Paß-Weingartz (GRÜNE)

Grunddaten
Jahrgang
1951
Berufliche Qualifikation
-
Ausgeübte Tätigkeit
-
Wohnort
Bonn
(...) Der Bonner Rat hat sich damit - mit Zustimmung aller Parteien außer FDP und Bürgerbund - zum Atomausstieg bekannt, und zwar nicht nur durch eine Resolution, sondern auch durch das zukünftige praktische Handeln von Stadt und Stadtwerken. Ebenso werden wir bei der Vergabe der Konzessionen für die Stromnetze, die noch vor Jahresende in Bonn ansteht, darauf achten. Wir waren in Bonn politisch noch nie so weit wie jetzt, eine atomfreie und klimafreundliche kommunale Energiepolitik nicht nur zu fordern, sondern auch umzusetzen. (...)
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Frage zum Thema Finanzen
14.08.2011
Von:

Guten Tag Frau Paß-Weigartz!

In der aktuellen Diskussion zum neuen Festspielhaus konnte man in der Bonner Presse den Satz:
"Das Risiko der Stadt geht gegen null" lesen.

Mir als Bonner Bürger macht ein solcher Satz, in Zusammenhang mit Bauaktivitäten in Bonn, ein ganz komsiches Gefühl im Bauch. Das habe ich doch vor Jahren auch schon gehört und das Resultat ist: der Schaden für Bonn bezüglich WCCB ist unerträglich hoch.

Wie stehen Sie zu einer solchen neuen Baustelle in Bonn und wie steht Ihre Partei dazu?

Danke für die Antwort!

Antwort von Dorothea Paß-Weingartz
9Empfehlungen
17.08.2011
Lieber Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Angesichts der "Hinterlassenschaft" des WCCB ist Ihre Auffassung mehr als berechtigt. Unsere Position ist Grüne Ratsfraktion war und ist weiterhin: es darf bei dem Projekt Festspielhaus (sofern es von den Daxen überhaupt noch weiterverfolgt wird) keine Belastung des Haushalts und somit der Bonner Bürger/innen geben. Da wir die Situation so einschätzen, dass mit dieser Grundannahme das ganze Projekt sehr schwierig wird, warten wir nunmehr auf eine Verwaltungsstellungnahme nach den Sommerferien.
Ein Festspielhaus wäre sicherlich ein schönes Geschenk, sofern es wirklich ein Geschenk wäre...

Herzliche Grüsse
Dorothee Pass-Weingartz
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Frage zum Thema Städtebau und Stadtentwicklung
23.08.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Paß-Weingartz,

statt des schönen Siemenshauses am Mühlheimer Platz klafft dort nun schon bald ein Jahr lang eine Baulücke. Meiner Erinnerung nach wurde das Siemenshaus abgerissen, weil der Zeitplan für den Bau des Hauses der Bildung das verlangte. Seither ist aber keine weitere Baumaßnahme geschehen. Was also war der wahre Grund für diesen schnellen Abriss? War es die Angst, das Gebäude könnte unter Denkmalschutz gestellt werden (eine durchaus nachvollziehbare Maßnahme!)?

Ich finde es schade, dass hier Fakten geschaffen werden, die die Stadt Bonn ein gut erhaltenes ansehnliches Gebäude kosten (die Arkaden fehlen bereits jetzt im Stadtbild, die Baulücke ist hässlich), während der Ersatzbau offenbar doch noch nicht gebaut werden kann.

Wird das Haus der Bildung überhaupt je gebaut werden?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Dorothea Paß-Weingartz
29Empfehlungen
24.08.2011
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Das sogenannte Siemens-Haus war eines der größten städtischen Energieschleudern. Zugegebenerweise hatte es einen gewissen eigenwilligen architektonischen Charme. Aber ein Baudenkmal war es wirklich nicht. Das Grundstück auf dem das Siemens-Haus stand, wird benötigt für das neue, behindertengerechte Eingangsbauwerk zum Haus der Bildung, das im Alten Stadthaus errichtet wird. Ihre Äußerung, dass das Ersatzgebäude "offensichtlich doch noch nicht gebaut werden kann" ist falsch. Die Stadtverwaltung ist aktuell mit dem Umzug der im Alten Stadthaus befindlichen Stadtbibliothek und der Ämter beschäftigt. Da auch die Finanzierung gesichert ist, kann es danach mit den eigentlichen Bauarbeiten los gehen. Die Baulücke wird dann bald verschwunden und die neue Zentrale für Volkshochschule und Bibliothek errichtet sein.

Ich hoffe, damit Ihre Frage beantwortet zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Dorothee Pass-Weingartz
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Frage zum Thema Sicherheit
18.09.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Paß-Weingartz,

am gestrigen Tag demonstrierten mehr als 2000 Bürger aus Belgien, den Niederlanden und Deutschland vor dem belgischen Atomkraftwerk Tihange für die sofortige Still- legung der drei Atomreaktoren, von denen der älteste schon seit 1975 in Betrieb ist.

Bei einer Reaktorkatastrophe in dieser nur 133 km von Bonn entfernten Anlage würde bei vorherrschendem Westwind eine radioaktive Wolke in weniger als sechs Stunden das Bonner Stadtgebiet erreichen.

Ich möchte Sie hiermit bitten, im Bonner Stadtrat -wie bereits in anderen Gemeinden geschehen- eine Resolution zu initiieren, in der die sofortige Abschaltung des AKWs Tihange gefordert wird. Diese würde m.E. sicher auch von den in Bonn ansässigen UN-Behörden mit Wohlwollen aufgenommen.

Vielleicht könnte auch die ca. 250 Km enfernte und damit für Bonn potentiell gefährliche Atomanlage Cattenom in Frankreich in die Resolution mit einbezogen werden ?

Werden Sie entsprechend aktiv werden ?


Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Dorothea Paß-Weingartz
1Empfehlung
20.09.2011
Lieber ,

du wirst wissen, daß wir Grüne auch zu der Demonstration in Belgien aufgerufen haben. In der Bonner Kommunalpolitik haben wir mit dem "Masterplan Energiewende und Klimaschutz" Flagge gezeigt. Der Bonner Rat hat sich damit - mit Zustimmung aller Parteien außer FDP und Bürgerbund - zum Atomausstieg bekannt, und zwar nicht nur durch eine Resolution, sondern auch durch das zukünftige praktische Handeln von Stadt und Stadtwerken. Ebenso werden wir bei der Vergabe der Konzessionen für die Stromnetze, die noch vor Jahresende in Bonn ansteht, darauf achten. Wir waren in Bonn politisch noch nie so weit wie jetzt, eine atomfreie und klimafreundliche kommunale Energiepolitik nicht nur zu fordern, sondern auch umzusetzen. Dieses praktische Handeln finde ich wesentlicher und auch einflussreicher auf die Nachbarschaft, als wenn wir uns auf dem Papier zu Dingen bekennen, die ganz andere tun oder lassen sollten.

Herzliche Grüße
Dorothee Pass-Weingartz
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