Dipl.-Ing. Kilian Kronimus (ÖDP)

Dipl.-Ing. Kilian Kronimus
Geburtstag
01.01.1965
Berufliche Qualifikation
Dipl.-Ing. Elektrotechnik
Ausgeübte Tätigkeit
Lehrer in Ausbildung
Wohnort
Albbruck
Wahlkreis
Waldshut , Stimmen (Wahlkreis): 826
(...) Ich möchte gerne die direkte Demokratie stärken. Der Wähler soll nicht als Wahlvieh missbraucht werden und sonst keine Einflussnahme auf politische Entscheidungen haben. Stuttgart 21 oder die Proteste beim Ausbau der Rheintalstrecke haben gezeigt, dass der mündige Bürger mitreden und mitentscheiden möchte. (...)
 
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Frage zum Thema Arbeit und Wirtschaft
08.03.2011
Von:

Als letzte Frage von meiner Seite möchte ich allen Kandidaten des Wahlkreises Waldshut heute eine Frage zur Wirtschaftspolitik stellen.

Aus meiner Sicht tendierte in den letzten 20 Jahren die Marktwirtschaft in Deutschland weg von der Sozialen Marktwirtschaft im Sinne von von Alfred Müller-Armack und Ludwig Erhard hin zur Neoliberalen Marktwirtschaft. Offen sichtbar wurde dies in den Auswüchsen der Finanzkrise. Zu viel Geld war im Umlauf, das an spekulativen Märkten ohne Bindung zum Grundgeschäft (z.B. Rohstoffe, Realwirtschaft, Immobiliengeschäft usw.) verspielt wurde. Neoliberal gedacht, hätte man die Betroffenen leer ausgehen und Pleite gehen lassen müssen. Wer zockt, sollte aus meiner Sicht dafür gerade stehen. Wie gerecht es war, die Verluste zu sozialisieren und auf die Gemeinschaft umzulegen, darüber muss m.E. noch gestritten werden.

Angesichts der wachsenden Weltbevölkerung, der zunehmenden Globalisierung (auch des Wunsches nach Freiheit und Wohlstand, wie in Nordafrika) und der endlichen Ressourcen (Rohstoffe, Landfläche, Wasser usw.) warnen einige Wirtschaftswissenschaftler vor ungebremsten Wirtschaftswachstum und sprechen sogar schon von der Postwachstumsgesellschaft ( www.postwachstum.de ).

Die bürgerlichen Parteien predigen aber immer noch den Zwang zum Wirtschaftswachstum als einziges Instrument, Wohlstand für viele zu schaffen. Haken ist unter andem aber auch die Messbarkeit des Wirtschaftswachstums und des Wohlstandes. Das Wirtschaftswachstum wird Stand heute an fragwürdigen Parametern gemessen. Zum Beispiel am Bruttoinlandsprodukt, dass aber nicht nur bei guter Produktionsauslastung sondern dass auch undifferenziert bei Naturkatastrophen und gnadenloser Ausbeutung der Menschen und der Natur sehr hoch ist (wie z.B in China).

Welches Wirtschaftssystem favorisieren Sie? Welche Ideen haben Sie oder Ihre Partei , wie man ein dieses System verbessern kann? Oder streben Sie ein komplett anderes Wirtschaftssystem an?
Antwort von Dipl.-Ing. Kilian Kronimus
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10.03.2011
Dipl.-Ing. Kilian Kronimus
Sehr geehrter Herr ,

unser Wirtschaftssystem wird immer perverser. Ein kleiner Teil der Gesellschaft verdient immer mehr und die große Masse muss hierfür arbeiten. Die letzte Wirtschaftskrise, welche die Finanzbranche ausgelöst hat, steckt vielen noch in den Knochen. Viele Politiker versprachen diesen Sumpf trocken zu legen. Doch nach wie vor passiert nichts. Die Finanzdienstleister sind schon wieder am zocken, obwohl die Schulden der globalen Finanzkrise noch gar nicht getilgt sind.

Nun stellt sich die Frage, wieso wird diese Branche der Spekulanten nicht an die Kette gelegt. Die meisten Politiker haben es doch versprochen. Die Krux dabei ist, dass die meisten Parteien Nutznießer großer Finanzinstitute sind. Nur die Ökologisch-Demokratische Partei nimmt per Satzung keine Konzernspenden an. Wir müssen unsere Wirtschaft umbauen. Es darf nicht sein, dass Zocker an den Finanzbörsen Schaden anrichten und nicht zur Verantwortung gezogen werden. Der Faktor Arbeit muss sich für die Arbeitnehmer in erster Linie wiederlohnen. Die Finanzbranche muss gezügelt werden und sie muss an den Kosten des Sozialstaates beteiligt werden. Wer Firmen ruiniert, darf nicht als Gewinner da stehen.

Wir brauchen eine ökologisch soziale Marktwirtschaft, die fairen Umgang und Handel garantiert. Verbrechern ist das Handwerk zu legen und das komplette Vermögen einzuziehen sowie den Marktzutritt zu verbieten. Viele Politiker nehmen die Gobalisierung als Argument, um nichts zu tun. Die Zeit des Handels ist längst überfällig. Die nächste Wirtschaftskrise wird kommen und diese wird nicht so glimpflich ablaufen.

Mit freundlichen Grüßen

Kilian Kronimus
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Frage zum Thema Gesellschaft
09.03.2011
Von:

Nimmt ihre Partei Firmenspenden an?

Sind Mitglieder Ihrer Partei in bezahlten Aufsichtsräten von Firmen?

Ist man durch Firmenspenden an Ihre Partei und Aufsichtsratsposten Ihrer Mitglieder noch unabhängig bei politischen Entscheidungen?
Antwort von Dipl.-Ing. Kilian Kronimus
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11.03.2011
Dipl.-Ing. Kilian Kronimus
Sehr geehrter Herr ,

die Ökologisch-Demokratische Partei / Familie und Umwelt ist die einzigste Partei in Deutschland die Konzernspenden ablehnt. Sie hat in ihrer Satzung festgelegt, dass sie kein Geld von juristischen Personen annimmt. Ferner schreibt sie vor , dass Mandatsträger keinem Aufsichtsrat in privat geführten Unternehmen annehmen darf, um Interessenkonflikte zu verhindern.

Die CDU hat 2009 fast 15 Millionen Euro nur an Konzernspenden eingenommen. Die FDP ist genauso geldgeil. Diese beiden Parteien haben sich dem Kapital verschrieben. Dem entsprechend ist ihre Politik ausgelegt. Ob dies gut für das Gemeinwesen ist, wage ich zu bezweifeln. Große Prestigeobjekte wie Stuttgart 21 werden durchgeboxt, um Konzernen große Aufträge zu zuschieben. Deshalb verhindert die CDU auch Volksentscheide zu solchen Projekten, in dem man die Hürden so hoch setzt, dass man sie nicht erreichen kann.

Fairer Wettbewerb braucht Regeln, die von unabhängigen Politikern auf den Weg gebracht werden müssen. Wenn wir nicht als Bananenrepublik enden möchten, brauchen wir ein Verbot von Konzernspenden an Parteien.

Mit freundlichen Grüßen

Kilian Kronimus
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Frage zum Thema Arbeit und Wirtschaft
11.03.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Dipl.Ing. Kronimus,

als Christ möchte ich Ihnen die Produktfrage stellen:
Für Christen bedeute wirtschaften, die Last auf alle gerecht zu verteilen und den Gewinn an alle gleichmäßig auszugeben. Die Gemeinschaft trägt die Last des Einzelnen, der Einzelne leistet seinen gerechten Beitrag für die Gemeinschaft. Das Ziel ist das gemeinsame arbeiten und wirtschaften in der Gemeinschaft. Der Einzlne wird in der Beziehung zu anderen getragen! Im Gegensatz zur Profitorientierung. (Beziehung anstatt Profit)
Welches Wirtschafts-Produkt, Ihrer Meinung nach, gewährleistet am ehesten das Prinzip des Christlichen handelns?:

MfG
Antwort von Dipl.-Ing. Kilian Kronimus
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12.03.2011
Dipl.-Ing. Kilian Kronimus
Sehr geehrter Herr ,

Christ sein ist für mich keine Produktfrage sondern eine Lebenseinstellung. Leider sind christliche Werte in unserer Gesellschaft kaum noch gefragt. Christlich Handeln heißt für mich fair mit dem anderen umgehen. Unser Turbokapitalismus hat dazu geführt, dass unsere Gesellschaft immer mehr auseinanderdriftet. Fairer Handel in dem jeder sein Auskommen erzielen kann, gehört zur Seltenheit.

Ich stehe für eine faire ökologisch soziale Marktwirtschaft. Wir müssen unsere Wirtschaft umbauen. Der Mensch muss im Vordergrund stehen und nicht der Profit. Dafür braucht es Regeln und Politiker, die diesem Grundsatz treu bleiben. Die ÖDP ist die einzigste Partei, die keine Konzernspenden annimmt. Wer sich von Konzernen kaufen lässt, kann keine christliche Politik machen.

Mit freundlichen Grüßen
Kilian Kronimus
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Frage zum Thema Gesellschaft
16.03.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Kronimus,

wo sehen sie die grössten Unterschiede zwischen der ÖDP und den Grünen?
Antwort von Dipl.-Ing. Kilian Kronimus
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17.03.2011
Dipl.-Ing. Kilian Kronimus
Sehr geehrter Herr ,

den größten Unterschied zu den Grünen sehe ich im christlichen Werteverständnis der Ökologisch-Demkratischen Partei.

Wir stehen zum Lebenschutz aller Lebewesen und auch dem ungeborenen. Für uns beginnt das Leben mit der Zeugung. Daher lehnen wir die Abtreibung aus rein finanziellen Gründen ab. Es gibt so viele Elternpaare, die sich ein Kind wünschen und gerne eines adoptieren möchten. Ungewollt Schwangeren wird der Weg zur Abtreibung leicht gemacht, aber wenn die Entscheidung für das Kind fällt, gibt es nur Hürden und Probleme. Diese Hürden und Probleme möchten wir abbauen und dafür sorgen das genügend Unterstützung vorhanden ist.

Wir stehen für ein Erziehungsgehalt, dass den Familien zu Gute kommt. Möchte ein Elternteil die Erziehung des Kindes übernehmen, darf er nicht bestraft werden. Die ÖDP hat hierfür Modelle entwickelt, die bezahlbar sind. Die Leistung der Eltern, welche sich für Kinder entschieden haben, muss gesellschaftlich honoriert werden. Unsere Sozialsysteme brechen zusammen, da diese Wertschätzung nicht mehr erfolgt.

Wir nehmen keine Spenden von Konzernen an. Man kann nicht gleichzeitig zwei Herren dienen. Für uns steht der Bürger im Vordergrund und nicht das Geld von Konzernen.

Wir möchten den Umbau unserer Energieversorgung jetzt und nicht irgendwann. Die Atom-Katastrophe in Japan hat aufgezeigt, dass ein langsamer Ausstieg aus der Atomenergie eine tickende Zeitbombe ist. Wir müssen diese Bombe entschärfen. Wir sind im Kreis Waldshut direkt von 4 Schweizer Kernkraftwerken betroffen. Ein Erdbeben in dieser Region ist nichts außergewöhnliches.

Wir treten für ein kompromissloses Nein bei der Grünen Gentechnik ein. Frau Künast hatte damals als Umweltministerin die Türe für die Gentechnik in Europa geöffnet. Wer ständig Kompromisse um der Macht willen macht, macht sich unglaubwürdig.

Mit freundlichen Grüßen
Kilian Kronimus
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