Dietmar Bell (SPD)
Kandidat Bürgermeisterwahlen Nordrhein-Westfalen 2009
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Grunddaten
Dietmar Bell
Jahrgang
1961
Berufliche Qualifikation
Diplom-Sozialwissenschaftler
Ausgeübte Tätigkeit
Geschäftsführer ver.di Wuppertal
Wohnort
-
Stadt
Wuppertal
Ergebnis
30,8%
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(...) Den Einsatz von kommunalen Dienstleistungen für die gesamte Region müssen wir verbessern und dort, wo es sinnvoll ist, Verwaltungskooperationen installieren. Ich halte es für nötig, Tourismus in der Region gemeinsam zu vermarkten und das Stadtmarketing in der Region stärker zu vernetzen. Dadurch profitieren die drei bergischen Großstädte von Einsparungen. (...)
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Frage zum Thema Umwelt
19.08.2009
Von:

Der Stadtrat hat das Ansiedlungsvorhaben IKEAs in Wuppertal
begrüßt. Ausdrücklich wurde sich für den Standort der Hausausstellung
ausgesprochen. leben wuppertal-nord e.V. fragt:

• Die Ausstellung als langjähriger, verlässlicher und über die
Grenzen W-tals hinaus bekannter Geschäftspartner; bekennt sich
deutlich zu ihrem Standort und lehnt ein Alternativgrundstück ab.
Warum wollen Sie zulassen, dass IKEA einen alteingesessenen Partner
verdrängt?
• Standortalternativen
Welche der zahlreichen Brachen hat die Stadt IKEA angeboten?
Nach welchen Kriterien wurden Alternativen geprüft und warum/von wem
wurden sie abgelehnt?
• §24a LEPro
Wie wollen Sie die Ansiedlung eines IKEA mit § 24a LEPro in Einklang
bringen? Wie soll IKEA am Standort der Ausstellung Kaufkraft in die Innenstädte
bringen?
• Warum soll die gewachsene Siedlungsstruktur mit einem IKEA-Homepark
zerstört werden?
Welche langfristige Stadtentwicklung soll den Anwohnern noch zugemutet
werden?
• Wie sollen zu der bereits heute extrem angespannten Verkehrssituation in
W-Nord mit Kreisverkehr und anliegender Straßen noch weitere ca.
16.000 Fahrzeugbewegungen täglich verkraftet werden?
• Ein Argument für einen IKEA-Homepark am Standort der Ausstellung sind
neue Arbeitsplätze.
  • Wie wird der Weggang der Ausstellung und damit verbundene Verlust
zahlreicher Primär- und Sekundärarbeitsplätze berücksichtigt?
  • Wie wird die Verlagerung von Arbeitsplätzen bei einem Umzug z.B. eines
Elektromarktes vom Tal in einen mögl. IKEA-Homepark berücksichtigt?
  • Was passiert mit Leerständen großer Verkaufsflächen im
Innenstadtbereich?

Die Ausstellung steht für 50 mittelständische Unternehmen und für
innovative Technologien der Wirtschaft (s. Lokalzeit Berg. Land, 12.08.09).
Inwieweit wird wirtschaftliches Potential, das sich in Kooperation mit
Instituten, Fakultäten und ansässigen Unternehmen potenzieren lässt,
ausgebaut, um die Bauwirtschaft in W-tal nachhaltig zu etablieren.

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Frage zum Thema Gesundheit
25.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Bell,

aus gegebenem Anlaß möchte ich Sie auf eine akuelle Mitteilung der Deutschen Krebsgesellschaft hinweisen. Darin heißt es unter anderem:
"Aus Schwimmbädern oder Fitness-Studios sollten Sonnenbänke ganz verschwinden. Denn bei Geräten mit Münzeinwurf fehlt jede Beratung."

Nach einer Umfrage der Krebshilfe nutzen mehr als 10 Millionen Bundesbürger zwischen 18 und 49 Jahren Sonnenbänke. Regelmäßige Besuche könnten das Hautkrebs-Risiko um bis zu 75 Prozent steigern. 140 000 Menschen erkranken nach Angaben der Krebshilfe in Deutschland jedes Jahr neu an Hautkrebs. Dass immer mehr jüngere Patienten schwarzen Hautkrebs bekommen, führen Experten auch auf die steigende Nutzung von Sonnenstudios zurück. Die Weltgesundheitsorganisation stufte die künstliche UV-Strahlung der Sonnenbänke jüngst in die höchste Kategorie der Krebsrisiken ein.

Die vollständige Meldung finden Sie hier: www.aerztezeitung.de

Offensichtlich gibt es sehr gute Argumente gegen die Aufstellung von Solarien in öffentlichen Einrichtungen. Die Stadt Wuppertal sollte sich bei der Aussattung der Bäder an neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen orientieren, um die Gesundheit der Bürger proaktiv und nachhaltig zu schützen.

Werden Sie sich für eine Entfernung aller Solarien aus den öffentlichen Wuppertaler Bädern innerhalb eines Jahres einsetzen?

Mit freundlichen Grüßen

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Frage zum Thema Wirtschaft
26.08.2009
Von:
Udo

Sehr geehrter Herr Bell,

am 30.03.09 haben die Ratsfraktionen von SPD und CDU einstimmig beschlossen, dass ein IKEA Homepark in Wuppertal angesiedelt werden soll. Einzig die Linken haben sich ideologisch begründet grundsätzlich gegen IKEA in Wuppertal ausgesprochen.
Einen Teil ihrer Begründungen finde ich allerdings auch auf den Seiten von ver.di wieder. Besonders hebt ver.di folgende Kritikpunkte an IKEA hervor:

  • Umgang mit MItarbeitern und Betriebsräten: von Mobbing, Überwachung bis hin zur Abnahme der Sozialversicherungskarten ist die Rede
  • Abbau regulärer Vollzeitarbeitsplätze (derzeit bereits unter 50 %) durch verstärkten Einsatz von Teilzeitkräften, Outsourcing, Leiharbeitern und die Einführung von Selbstbedienungskassen
  • Ausbeutung von Arbeitskräften durch Niedriglöhne
  • Flucht vor nachhaltiger Sozialverantwortung durch Verweigerung der Tarifbindung
(Quellen: u.a. einzelhandel.verdi.de handel.bawue.verdi.de )

Auf der anderen Seite zeichnen nun Ihre SPD-Fraktionsmitglieder zusammen mit der CDU ein ganz anderes Bild:

  • Entstehung von 400 ATTRAKTIVEN Arbeitsplätzen
  • hohe Gewebesteuereinnahmen (Höhe allerdings nicht bekannt)

Was stimmt denn nun?
Ich kann nichts Attraktives an den von ver.di geschilderten Arbeitsbedingungen erkennen, zumal der überwiegende Teil der Arbeitsplätze nur Teilzeitbeschäftigungen sind. Weiterhin fällt es mir schwer zu glauben, dass ein international agierender niederländischer Großkonzern, der wie kein anderer Steueroptimierungsprogramme fährt, ein guter Gewerbesteuerzahler sein wird, wenn er noch nicht mal eineTarifbindung akzeptiert.

Wie stehen Sie, Herr Bell, als leitender ver.di Mitarbeiter und gleichzeitig SPD Spitzenkandidat zu dem Thema Ansiedlung eines IKEA Homepark in Wuppertal?

Wie werden Sie, Herr Bell, das Projekt IKEA weiterführen, falls Sie die Nachfolge von Herrn Jung antreten?

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. Udo

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Frage zum Thema Städtebau und Stadtentwicklung
27.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Bell,

in den IKEA Homeparks, wie Sie ihn auch gerne in Wuppertal ansiedeln möchten, errichtet IKEA Geschäftsräume und vermietet sie an Einzelhändler rund um das Thema "Wohnen" (Möbel, Küchen, Polster und Ledersofas, Unterhaltungselektronik, Teppiche und Tapeten, Wohnaccessoires, Kaminstudio oder Bad und Sanitär).
www.ikea.com

Wie kann sichergestellt werden, daß Wuppertaler Einzelhändler von dieser großartigen Chance profitieren und ihre Fachgeschäfte bevorzugt in diesen umsatzstarken Standort am Autobahnkreuz Wuppertal Nord verlagern können, anstatt sich das Geschäft von ortsfremden Gewerbetreibenden wegnehmen zu lassen?

In Hamburg-Altona plant IKEA in Innenstadtlage ein Haus nach einem neuen Konzept:
Standort: Große Bergstraße
Grundstücksfläche: ca. 10.000 qm²
Bruttogeschossfläche: ca. 40.000 qm² (in vier Etagen)
Investitionssumme: ca. 70 Mio. Euro
Mitarbeiter: mind. 250
Parkplätze: ca. 950
Eröffnung: Sommer 2012

Wurde dieses IKEA-Konzept auch für den Standort Wuppertal diskutiert?

In der Financial Times D stand neulich:
"Noch ist unklar, wohin der "Veränderungskurs" führen soll, von dem der IKEA-Vorsitzende Grosskopf spricht. An einer neuen Strategie werde derzeit gearbeitet, sagte eine Sprecherin. Fest steht offenbar, dass die Grüne-Wiese-Politik, mit der Ikea in den vergangenen Jahren Center um Center neben Autobahnauffahrten gesetzt hat, ihr Ende findet. In Österreich betreibt man bereits Ikea-Filialen innerhalb von Shoppingcentern. Und die Deutschlandzentrale prüft gerade, ob sie in Hamburg erstmals einen Ableger in einer Fußgängerzone eröffnet."

Halten Sie es für möglich, daß wir derzeit in Wuppertal eine Diskussion über ein IKEA-Auslaufmodell führen? Ist nicht gerade jetzt der richtige Zeitpunkt, um durch klare stadtentwicklungspolitische Vorgaben und einen intensiven Dialog mit IKEA einen nachhaltige Entwicklung der ganzen(!) Stadt sicherzustellen?

Gruß
H.

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Ihre Frage an Dietmar Bell
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