Dieter Janecek (GRÜNE)
Kandidat Bundestagswahl 2005
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Dieter Janecek
Jahrgang
1976
Berufliche Qualifikation
Diplom-Politologe, PR-Berater
Ausgeübte Tätigkeit
Kommunikationsreferent
Wohnort
-
Wahlkreis
München West/Mitte
Ergebnis
8,0%
Landeslistenplatz
16, Bayern
Fragen an Dieter Janecek
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Frage zum Thema Familie
24.08.2005
Von:

Hallo Herr Janececk,
was wollen Sie tun, um die übertriebene Machtstellung von Müttern zu modifzieren, sodaß Kinder nach Trennung und Scheidung endlich gleichberechtigt Zugang zu Vater und Mutter haben? Haben Sie ein Programm, das es ermöglicht, daß gerade Kinder von ledigen Vätern Zugang zu ihm bekommen?
mfG U.
Antwort von Dieter Janecek
bisher keineEmpfehlungen
24.08.2005
Dieter Janecek
Sehr geehrter Herr ,

Im 1998 neu gefassten Kindschaftsrecht ist geregelt, daß die gemeinsame elterliche Sorge über die Ehescheidung hinaus beibehalten wird, daß hiermit die Verantwortung für das Wohlergehen der Kinder bei beiden Eltern liegt. Eine gerichtliche Entscheidung über die elterliche Sorge erfolgt nur dann, wenn ein Elternteil einen Antrag auf Alleinsorge stellt. Der Gesetzgeber ergreift mit diesem Gesetz Partei für das Kind und für Eltern, die elterlich sein wollen, und ihre eigenen Interessen zurückstellen, um das Kindeswohl zu garantieren. Es gab mit der Verabschiedung der Kindschaftsrechtsreform einen Perspektivwechsel weg vom alleinigen Elternrecht mehr hin zu einem kindzentrierten Recht. Wir Grüne setzen uns dafür ein, daß Kinder offensiv an diesen Entscheidungen beteiligt werden.

Das Bundesverfassungsgericht hat 2003 die vorrangige Rechtsstellung der Mutter, wenn es bei unverheirateten Paaren zu keiner einvernehmlichen Sorgeerklärung kommt, bestätigt. Für die Grünen ist es unbestritten, dass alles zu tun ist, um den Eltern bereits im Vorfeld von Konflikten bei der Suche nach gemeinsamen Wegen zu helfen. Hier sind Aufklärung sowie Hilfs- und Beratungsangebote zur Stärkung von Elternkompetenz unabdingbar. Die Regelung der elterlichen Sorge darf nicht erst im Konflikt- oder Trennungsfall zum Thema werden.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an die Vorsitzende der Kinderkommission im Deutschen Bundestag und kinderpolitische Sprecherin der grünen Bundestagsfraktion Ekin Deligöz. ekin.deligoez@bundestag.de

Mit freundlichen Grüßen
Dieter Janecek
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Frage zum Thema Außenpolitik
24.08.2005
Von:

Bei allem Verständnis für die Probleme um Arbeitslosigkeit und Staatsfinanzen vermisse ich im Wahlkampf Stellungnahmen einer einstmals pazifistischen Partei zu außen- und sicherheitspolitische Themen wie Umbau der Bundeswehr zu einer Interventionsarmee, ihre Einsätze als angebliches peacekeeping, -making und building, Fragen zu der weltweiten Aufrüstung - immer noch oder schon wieder! Was würden Sie im Falle eines Mandats tun, dass vom BMZ die Finanzierung Ziviler Friedensdienstprojekte gesichert bzw. die ursprünglich angekündigte Erhöhung der Mittel für den ZFD realisiert werden.? Die Ausgaben für Militär und Rüstung (Erofighter z.B.) sind unverantwortbar, wenn man bereits auf erfolgreiche nicht-militärische kriegspräventive und deeskalierende Methoden zurückgreifen kann.
Leider werden z.B. wegen fehlender Haushaltsmittel Verlängerungsanträge für das Projekt des forum ZFD in Südserbien und in Mazedonien nicht bewilligt. Was tun Sie gegen die offensichtlich erfolgreichere Lobbyarbeit der Rüstungsindustrie ?
Antwort von Dieter Janecek
1Empfehlung
25.08.2005
Dieter Janecek
Sehr geehrte Frau ,

Für uns Grüne steht das Konzept der erweiterten Sicherheit im Zentrum unserer Außen- und Sicherheitspolitik. Es betont zivile Konfliktbearbeitung, kooperative Entwicklung, Bekämpfung der Armut, den Erhalt der Umwelt und tritt ein für Menschenrechte, Demokratie, Gewaltfreiheit und Rechtsstaatlichkeit und bezieht den Dialog der Kulturen und Religionen mit ein. Konflikte um knappe Ressourcen, HIV/Aids, zerfallene Staaten, Internationaler Terrorismus und die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen bedrohen die kollektive Sicherheit.

Der Vorrang der zivilen Konfliktbearbeitung und Gewaltprävention muss sich international, europäisch und national finanziell widerspiegeln. Es waren wir Grünen, die die Zivile Krisenprävention in der Politik der Bundesregierung forciert haben. Das Zentrum International Friedenseinsätze (ZIF) und der neue Aktionsplan Krisenprävention gelten international als vorbildlich. Staatliche und zivilgesellschaftliche Fähigkeiten zur zivilen Krisenprävention (darunter der Zivile Friedensdienst und die Stiftung Friedensforschung) wollen wir personell, finanziell und strukturell durch ein ziviles Entsendegesetz stärken. Wir setzen uns weiter dafür ein, dass das Europäische Zivile Friedenskorps endlich umgesetzt und eine Agentur für Ziviles Friedensmanagement und Abrüstung eingerichtet wird.

Der Weg zu Frieden und gerechter Globalisierung führt auch über Abrüstung. Weltweit setzen wir auf internationale Abrüstung, Rüstungsbegrenzung und die Stärkung der Rüstungskontrollregime. Rüstung bindet Geld, das dringend für mehr Entwicklung gebraucht wird. Wir haben in den vergangenen Jahren eine Verschärfung der Rüstungsexportrichtlinien und eine verbesserte Transparenz in diesem Bereich durchgesetzt. Behindert durch fehlende parlamentarische Mitwirkungsrechte, waren es allein Bündnis 90/ Die Grünen, die sich gegen die Ausweitung von Rüstungsexporten auch an problematische Empfänger wandten. Im Sinne vorausschauender Sicherheitspolitik wollen wir den Export von Rüstungsgütern in Deutschland und der EU klarer begrenzen, transparenter gestalten und parlamentarisch kontrollieren. Als einen Schritt streben wir eine Aufhebung des im Außenwirtschaftsgesetz verankerten Rechtsanspruchs auf Exportgenehmigungen für Rüstungsgüter an, damit Rüstungslieferungen in Krisenregionen und an autoritäre Regime einfacher und konsequenter unterbunden werden können. Die Aufhebung des Waffenembargos gegen China lehnen wir strikt ab. Die Rüstungspolitik muss insgesamt transparenter werden. Wir versuchen, den Einfluss der Rüstungsindustrie auf politische Entscheidungen zurückzudrängen und die parlamentarische Rolle in diesem Bereich zu stärken. Wir wollen militärische Anschaffungen kritisch auf ihre Notwendigkeit und Angemessenheit prüfen. Als Grundlage für eine breite öffentliche Diskussion über Sinn und Unsinn einzelner Rüstungsvorhaben müssen geplante Projekte rechtzeitig öffentlich gemacht werden.

Der Errichtung eines Luft-Boden-Schießplatzes in der Kyritz-Ruppiner-Heide werden wir uns auch weiterhin widersetzen. Unser Ziel ist das endgültige Aus für solche Pläne. Die Kosten von ca. 250 Millionen Euro für ein sinnloses militärisches Projekt wären unverantwortlich.

In diesem Sinn werde ich mich als Kandidat für eine zivile Außenpolitik einsetzen.

Mit herzlichen Grüßen
Dieter Janecek
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Frage zum Thema Familie
26.08.2005
Von:

Thema: Ausgegrenzte ledige Zahlväter

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Zuge des Zeitgeistes unserer Egogesellschaft gibt es eine ständig steigende
Zahl von benützten, weggeworfenen, ledigen Zahlvätern. Chancenlose Väter,
die vielleicht gerne eine Familie gehabt hätten, ihre Kinder garnicht oder
nur spärlich nach mühsamsten Kampf sehen, aber kräftig zahlen dürfen.

Welches Programm verfolgen Sie, sodaß diese Väter ihren Unterhalt so bald wie
möglich steuerlich geltend machen können? Welches Programm verfolgen Sie, um
dieses seit jahrzehnten bestehende Unrecht zu regeln?

Mit freundlichem Gruß, with best regards
Antwort von Dieter Janecek
bisher keineEmpfehlungen
26.08.2005
Dieter Janecek
Sehr geehrter Herr ,

ein ähnliche Frage hatte ich Ihnen in diesem Forum beantwortet. Die Beispiele, die sie beschreiben, sind sicherlich schmerzhaft für die betroffenen Personen. Da ich auf diesem Gebiet aber kein Fachpolitiker bin, möchte ich Sie verweisen an unsere kinderpolitische Sprecherin im Bundestag Ekin Deligöz: ekin.deligoez@bundestag.de. Sie ist eine Abgeordnete aus Neu-Ulm und wird die Grünen auch in der nächsten Legislatur im Bundestag vertreten.

Mit besten Grüßen
Dieter Janecek
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Frage zum Thema Kultur
27.08.2005
Von:

Hallo Herr Janecek,

ein Politiker muss auf alles was fragend an ihn herangetragen wird, von doof bis kompliziert, einfach etwas dazu sagen, wieder von ungewollt doof bis diesmal (un)gewollt einfach, denn es sollen ja alle verstehen und mitkommen, auch wenn die Antwort zu nichts führt und niemanden etwas bringt.
Ich empfände es als wohltuend, wenn ich einmal einen Politiker sagen hören würde, egal zu welcher Frage, diese könne er nicht beantworten. Nichts weiter.
Fällt Ihnen eine solche politische Frage ein, bei der sie und nicht aus Fachunkenntnis heraus in diesem Sinne nicht antworten würden?
Antwort von Dieter Janecek
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28.08.2005
Dieter Janecek
Sehr geehrter Herr ,

da würden mir eine ganze Menge Fragen einfallen. So bin ich zum Beispiel mit Sicherheit kein Experte in den Niederungen der Agrarpolitik und auch Baurecht ist keine Stärke von mir. Die letzte Frage von Herrn Anton bei www.kandidatenwatch.de konnte ich nicht tiefgehend beantworten und habe deshalb an eine zuständige Kollegin verwiesen.

Fazit: Es macht überhaupt keinen Sinn, sich als allwissend darstellen zu wollen. Hier gilt auch mal Mut zur Lücke. Wenn ich etwas nicht weiß, versuche ich aber zumindest zu recherchieren, wer der Bürgerin / dem Bürger die gewünschte Auskunft geben kann.

Mit besten Grüßen
Dieter Janecek
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Frage zum Thema Verbraucherschutz
30.08.2005
Von:

Grüß Gott Herr Janacek,

angenommen, die nächste Regierung bringt Gesetzesvorhaben zur Abstimmung, nach denen u.a.
  • die Tabaksteuer erhöht werden soll,
  • das Rauchen beim Autofahren verboten werden soll,
  • das Rauchen in Restaurants verboten werden soll,
  • das Rauchen in allen öffentlichen Gebäuden verboten werden soll,
  • das Rauchen am Arbeitsplatz verboten werden soll.

Wie würden Sie abstimmen?

Mit freundlichem Gruß
Antwort von Dieter Janecek
2Empfehlungen
31.08.2005
Dieter Janecek
Sehr geehrter Herr ,

  • die Tabaksteuer ist bereits in zwei Stufen erhöht worden in dieser Legislatur. Die Folge ist ein deutlicher Rückgang des Tabakkonsums um mehr als 12%, Tendenz weiter fallend. Dies hat positive Folgen für Gesundheit und Lebensqualität. Ab einem gewissen Preisniveau gibt es Substitutionseffekte, zum Beispiel durch Importe aus dem Ausland (Beispiel Skandinavien). Insofern müßte eine weitere Erhöhung der Tabaksteuer nicht zwingend sein.
  • Rauchen beim Autofahren ist unfallgefährdend und sollte verboten werden
  • Rauchen in Restaurants sollte nur in ausschließlich ausgewiesenen Raucherzonen möglich sein, die Nichtraucher nicht belästigen
  • Rauchen sollte in allen öffentlichen Gebäuden verboten werden
  • Rauchen am Arbeitsplatz sollte nur in ausgewiesenen Raucherzonen möglich sein. Nichtraucher dürfen nicht beeinträchtigt werden. Auch eine generelle Verbotslösung sollte man diskutieren.

Mit besten Grüßen
Dieter Janecek
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