Lieber Herr

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Gottes Segen scheint bei mir nicht zu greifen. Wie sonst, ohne Ihnen zu nahe treten zu wollen, ist es zu erklären, daß Sie mir die längst beantwortete Frage erneut stellen!
Ich erinnere an Ihre E-Mail-Frage(n) vom 03.03.2011/18:59 h an meine Fraktionsadresse:
Was ich bis heute noch nicht erkennen konnte, was hat die Linke in Mainz / RLP für
Sparvorschläge ? Nur Forderungen stellen, das kann es ja auch nicht sein, oder ?
Meine Antwort darauf:
Ich habe in meiner Haushaltsrede doch mehr als klar und deutlich zu erkennen gegeben, daß wir jede Form dieser Sparmodelle ablehnen und stattdessen eine konzertierte Aktion aller Kommunen und Länder wünschen, welche die Regierung zur Entschuldung der Kommunen veranlaßt. Im Anhang meine Rede...
Ihre Antwort vom 09.03.2011/18:27 h lautete:
Lieber Herr Hofem,
vielen Dank für Ihre Antwort auf meine Anfrage bzw Anregung.
Eines muß ich Ihnen lassen, Sie sind überzeugt von dem was Sie sagen.
Liebe Grüße und Gottes Segen
Ing. grad.

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Ich versuche es noch einmal in einfachen Worten zu erklären: Es kann doch nicht sein, daß die Einwohnerinnen und Einwohner mit ihren Steuerbeiträgen 170 Milliarden für die Rettung der Banken leisten, während die Banken weiterhin Forderungen an die Kommunen und damit an die SteuerzahlerInnen in Höhe von 120 Milliarden Euro aufrecht erhalten. Hätte Frau Merkel dieses Hilfspaket an die Kommunen, statt an die Banken weitergeleitet und die Kommunen ihre Schulden damit beglichen, brauchten wir heute nicht über Sparmodelle zu diskutieren, hätten sogar ein Guthaben, einen Überschuß von 50 Milliarden Euro, den die Kommunen für die notwendigen Projekte einsetzen könnten.
Um es noch einfacher zu machen: Sie (der Gläubiger, die Bank) haben 100 Euro von mir zu bekommen. Ich zahle 100 Euro an den Treuhänder (den Staat, Notar, Rechtsanwalt) und dieser leitet das Geld weiter an Sie. Dann ist die Schuld beglichen. Wieso wollen Sie dann weiterhin 100 Euro von mir? Ich habe Ihnen doch gerade geholfen, damit Sie überleben.
Die ausführliche Begründung, den Mainzer Haushalt betreffend, finden Sie auf
www.dielinke-stadtratsfraktion-mainz.de in der Roten Laterne No. 3. Unserer Argumentation folgend finden Sie dort auch den u. a. von Sahra Wagenknecht unterstützten Antrag an den Deutschen Bundestag, der unter
dokumente.linksfraktion.de
abrufbar ist.
Mit sozialistischen Grüßen
Dieter Hofem