Detlef Müller (SPD)
Kandidat Bundestagswahl 2009
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Detlef Müller
Jahrgang
1964
Berufliche Qualifikation
Lokomotivführer, Ausbilder, Teamleiter (DB Regionetz GmbH, Erzgebirgsbahn Chemnitz)
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Chemnitz
Wahlkreis
Chemnitz
Ergebnis
20,1%
Landeslistenplatz
-, Sachsen
(...) Ich denke, dass die Ratifizierung der UN Menschenrechtskonventionen politisch mehr als überfällig war. Besonders begrüße ich bei dieser Konvention, dass das Thema Behinderung in Zukunft aus einem anderen Blickwinkel betrachtet wird und damit die Würde der Menschen mit Behinderung besser als bisher gewahrt werden kann.
Durch die Konvention ergibt sich folgender Perspektivwechsel:

* vom Konzept der Integration zum Konzept der Inklusion;
* von der Wohlfahrt und Fürsorge zur Selbstbestimmung.
* Menschen mit Behinderung werden von Objekten zu Subjekten;
* von PatientInnen zu BürgerInnen,
* von Problemfällen zu TrägerInnen von Rechten. (...)
 
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Frage zum Thema Finanzpolitik
20.09.2009
Von:
Evi

Guten Tag,

meine Frage bezieht sich auf die Einführung einer Börsenumsatzsteuer.

Mit der Einführung der Abgeltungsteuer haben Sie nach meinem Dafürhalten die für die Altersvorsorge anlegenden Steuerzahler schon den kurzfristigen Spekulanten gegenüber schlechter gestellt. Langfristige Anlangen über die Börse, sei es in Fonds oder Aktien (nicht in privaten Rentenversicherungen gebunden) waren nach einem Jahr steuerfrei, kurzfristige mit der Spekulationssteuer belegt. Nun wollen Sie die Bürger welche nach Abzug der Steuern und Sozialversichungsbeiträgen noch Geld für die von Politikern geforderte private Altersvorsorge haben erneut belasten.

Wie rechtfertigen Sie die Pläne Ihrer Partei die Börsenumsatzsteuer vor dem Hintergrund der im Januar eingeführten Abgeltungssteuer im Hinblick auf die Altersvorsorge einzuführen?

MfG Eva .
Antwort von Detlef Müller
3Empfehlungen
23.09.2009
Detlef Müller
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Anfrage zur Börsenumsatzsteuer.

Durch die geplante Börsenumsatzsteuer sollen kurzfristige Spekulationen unattraktiver gemacht werden. Kurzfristige Spekulationen können die Finanzmärkte stören und liegen deshalb auch nicht im Interesse langfristig orientierter Anleger. Beim Altersvorsorgesparen kommt es nicht auf kurzfristige Umschichtungen, sondern auf eine langfristig angelegte Wachstumsstrategie an.

So gefährdet die Finanzmarktsteuer nicht die Riesterrente. Wir fördern weiter die ergänzende private Vorsorge über die Riesterrente sowie den Wohnriester. Dabei kann für zertifizierte Altersvorsorgeprodukte eine Zulage von bis zu 154 Euro/Single und 308 Euro/Ehepaar und ggf. ein Sonderausgabenabzug in Anspruch genommen werden. Die ergänzende Altersvorsorge wird durch die Finanzmarktsteuer in Höhe von 0,05 % - 0,5% des Umsatzes eines Wertpapiergeschäfts auch deswegen nicht beeinträchtigt, da eine solide Altersvorsorge nicht auf hohe Umsätze, d. h. häufiges Kaufen und Verkaufen der Papiere, sondern auf sichere Erträge setzt. Nur solch seriöse Produkte werden von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zertifiziert. Eine Besteuerung fällt auch deswegen nicht besonders ins Gewicht, weil die sonstigen Transaktionskosten bei Wertpapiergeschäften relativ hoch sind und durch die Steuer nicht spürbar steigen. Dies zeigt das Beispiel Großbritannien, wo die Alterssicherung trotz Börsenumsatzsteuer hauptsächlich kapitalgedeckt ist. Hauptsäulen der Alterssicherung in Deutschland bleiben die gesetzliche umlagefinanzierte sowie die betriebliche Rente. Die kapitalgedeckte Rente ist lediglich ein zusätzliches Standbein, welches – das hat die Finanzmarktkrise gezeigt – nicht zu stark ausgebaut werden darf.

Mit freundlichen Grüßen

Detlef Müller
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Frage zum Thema Arbeit
21.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Detlef Müller

Bis heute weiß ich noch nicht wem ich am 27.09. wählen soll.
Ich habe mich an alle Parteien gewandt um nur eine bitte. Wer kann uns helfen dass ich und mein Sohn unser Geschäft eröffnen können. Es ist alles fertig eingerichtet, Es geht hier um eine kleine Unterstützung vom Arbeitsamt dass wir loslegen können. Aber bis heute bekammen wir nur Absagen. Wir brauchen ganz dringend Hilfe. Unser Konzept steht, wäre jeder zeit ausbaufähig. Es geht hier nur, wir wollen weg vom Arbeitsamt, wollen ARBEITEN.

Meine Frage wehr kann uns hier noch helfen?
Antwort von Detlef Müller
5Empfehlungen
22.09.2009
Detlef Müller
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ich bitte Sie, dass Sie umgehend per Telefon (0371/6663775) oder per Mail ( detlef.mueller@wk.bundestag.de ) Kontakt mit meinem Wahlkreisbüro aufnehmen, um einen Gesprächstermin zu vereinbaren. Bitte schildern Sie uns im Vorfeld Ihren konkreten Sachverhalt, damit wir Ihnen möglichst schnell weiterhelfen können.

Mit freundlichen Grüßen

Detlef Müller, MdB
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Frage zum Thema Soziales und Familie
23.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Müller,

der Spitzenkandidat Ihrer Partei, Herr -Walter Steinmeier, hat in seinem Schreiben vom 21.09.2009 sich auch an die Wähler meines Wahlkreises gewandt. In diesem Schreiben spricht er auch von der Absicht der SPD, ein einheitliches Rentensystem für Ost und West durchsetzen zu wollen. Gleichzeitig vertritt der Bundesfinanzminister, Herr Steinbrück, als ein Mitglied Ihrer Partei, öffentlich die Meinung, dass es im nächsten Jahr zu spürbaren Einschnitten für die Bürger kommen wird. Meines Erachtens ist dies ein offensichtlicher Widerspruch. Zwar hat Herr Steinmeier die Realisierung dieser sozialen Maßnahme, die dem Verlangen und Willen der Bürger in den neuen Bundesländern Rechnung trägt, nicht terminisiert, aber ich persönlich betrachte dieses Vorhaben aus der Sicht der knappen Staatsfinanzen in den nächsten Jahren für nicht durchsetzbar. Außerdem möchte ich bezweifeln, dass Herr Steinmeier als Spitzenkandidat Ihrer Partei in seinem persönlichen Brief an die Bürger in den alten Bundesländern auch von der Durchsetzung dieses Vorhabens spricht. In diesem Zusammenhang erinnere ich mich daran, dass mir Herr Peter Struck im Namen der SPD in einem persönlichen Schreiben vor der Bundestagswahl 1998 zugesichert hat, dass die SPD im Falle eines Wahlsieges die Rentenabschläge für die Rente ab 60 Jahre wieder rückgängig machen wird. Ein Jahr später teilte mir Herr Andres schriftlich mit, dass diese Maßnahme finanziell nicht abgesichert werden kann.
Wie schätzen Sie persönlich an Hand Ihrer Erfahrungen als Chemnitzer Bundestagsabgeordneter die Realisierbarkeit der Einführung eines einheitlichen Rentensystems in Ost und West in der nächsten Legislaturperiode des Deutschen Bundestages ein?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Detlef Müller
3Empfehlungen
24.09.2009
Detlef Müller
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage bei "Abgeordnetenwatch.de".

Als ostdeutscher Bundestagsabgeordneter habe ich gemeinsam mit meinen ostdeutschen Fraktionskolleginnen und -kollegen innerhalb der "Arbeitsgruppe Aufbau Ost" und der "Landesgruppe Ost" dafür kämpft, die nötigen Weichen zu legen, damit die Umsetzung eines einheitlichen Rentenrechts in Ost und West für die 17. Legislaturperiode gelingt. Wir haben die geltende Regelung der getrennten Rentensysteme analysiert und in mehreren Diskussionen die unterschiedlichen Positionen von ver.di, Sozialverband Deutschland e.V., Volkssolidarität, Deutsche Rentenversicherung, Sachverständigen sowie die konkurierenden Parteipositionen ausgewertet und miteinander verglichen. Mit Hilfe dieser Auswertungen konnten wir ein tragfähiges Positionspapier zur Umsetzung eines einheitlichen Rentensystems erarbeiten. Lange Zeit hat uns ostdeutschen Abgeordneten bei diesem Thema der nötige Rückenwind von Seiten der westdeutschen Abgeordneten gefehlt. Mit dem entwickelten Arbeitspapier haben wir es aber geschafft, eine Mehrheit innerhalb der SPD-Bundestagsfraktion zu erzielen.

Wir konnten mit unserem Papier deutlich machen, dass das getrennte Rentensystem in Ost und West nicht mehr zeitgemäß ist. Es führt zu Ungerechtigkeiten in Ost und West! Im Osten , weil sich die ostdeutschen Löhne seit mehreren Jahren kaum noch an das Westniveau angleichen, hier die Dynamik der 90er Jahre zum Erliegen gekommen ist und sich deshalb zur Zeit keine Perspektive auf ein sich automatisch angleichendes Rentenniveau abzeichnet. Im Westen, weil durch den Hochwertungsfaktor im Osten westdeutsche Versicherte ein ungünstigeres Beitrags-/Leistungsverhältnis haben als ostdeutsche Versicherte und westdeutsche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in wirtschaftlich schwachen Regionen dadurch ebenso benachteiligt werden. Knapp 20 Jahre nach der Deutschen Einheit, ist es von zentraler Bedeutung, dass das getrennte Rentensystem überwunden wird. Nur wenn wir es politisch schaffen die Lebensverhältnisse in West und Ost anzugleichen, kann eine vollständige gesellschaftliche, wirtschaftliche und soziale Einheit gelingen. Sowohl durch die erzielte Mehrheit innerhalb der SPD als auch durch die erfolgte offizielle Unterstützung des SPD-Kanzlerkandidaten -Walter Steinmeier, halte ich die Umsetzung eines einheitlichen Rentenrechts für die nächste Legislaturperiode für realistisch.

Mit freundlichen Grüßen

Detlef Müller, MdB
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