Daniela Raab (CSU)
Abgeordnete Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Daniela Raab
Jahrgang
1975
Berufliche Qualifikation
Juristin
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Rosenheim
Landeslistenplatz
keinen, Bayern
weitere Profile
(...) Aus diesem Grunde hatte die CDU/CSU-Bundestagsfraktion bereits Ende Mai 2008 einen diesbezüglichen Antrag in die Koalitionsverhandlungen mit der SPD-Fraktion eingebracht. Die SPD hatte sich allerdings vehement für eine Anwendung des Anlagenbegriffs auch für bestehende Anlagen eingesetzt und hat den Antrag unserer Fraktion in den Verhandlungen zum EEG abgelehnt. Um die Novelle des EEG insgesamt nicht scheitern zu lassen, was die SPD sonst getan hätte, hat die Union daher der rückwirkenden Regelung widerstrebend zugestimmt. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
12.05.2008
Von:

Sehr geehrte Frau Raab,

ich habe drei Kinder zwischen 15 und 19 Jahren, also kurz vor, bzw im wahlfähigen Alter. Demokratie ist zur Zeit ein heftiges Diskussionsthema.
Leider wird es immer schwieriger, den Jugendlichen zu erklären, daß es keine Alternative zur Demokratie gibt, wenn die Politik Entscheidungen trifft, die für einen einfachen Bürger nicht mehr nachvollziehbar sind.
Beispiel: aktuell: Diätenerhöhung: meine Kinder wissen, daß wir als Familie mit geringem Einkommen nur so zu kämpfen haben, die aktuellen Preiserhöhungen, vor allem nach der extremen Mehrwertsteuererhöhung zu verkraften. Daß der Staat sparen muß und Geld braucht, die Verschuldung zurückzufahren, die uns ja alle teuer zu stehen kommt, war eine meiner Erklärungen für die MwSt-Erhöhung. Doch jetzt versteht keiner, wie so eine Diätenerhöhung, vor allem, weils ja grad eine gab und nicht zu knapp (erst recht, wenn man sieht, wieviel das in effektiven Zahlen in Euro ist) zu dem erklärten Ziel der Sparsamkeit und des verantwortungsvollen Umgangs mit Steuergeldern (die ja den Menschen gehören und nicht den Politikern) passen soll.
Mir fällt es zunehmend schwer, meinen Kindern zu erklären, daß Demokratie die beste Staatsform ist, da sie der Auffassung sind, daß sich die Politiker eher wenig für die Belange der Menschen interessieren, sondern sie mehr damit beschäftigt sind, sich zu bereichern und sich selber für ihre eigene Zukunft abzusichern.
Ich fände es daher gut, wenn sich möglichst viele Politiker gegen eine Diätenerhöhung aussprechen würden, aus Solidarität mit den vielen Menschen in Deutschland, die wirklich nicht so viel haben.
Meine Frage ist, wie verhält sich unsere Abgeordnete bei der Entscheidung über eine nochmalige Diätenerhöhung?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Daniela Raab
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15.05.2008
Daniela Raab
In § 11 Abs. 1 des Abgeordnetengesetzes sind die Maßstäbe für die Höhe der Entschädigung für die Mitglieder des Deutschen Bundestages seit 1995 festgeschrieben. Die monatlichen Bezüge der Abgeordneten haben sich danach an den Bezügen eines Richters bei einem obersten Gerichtshof des Bundes (Besoldungsgruppe R6) und den Gehältern von gewählten hauptamtlichen Bürgermeistern, Landräten und Oberbürgermeistern mittlerer Kommunen auf Zeit (Besoldungsgruppe B6) zu orientieren.

Die Erhöhung der Diäten im Jahr 2007 wurde nötig, da man den Beschluss aus dem Jahr 1995 bis dahin nicht umgesetzt hatte und die Abgeordnetenbesoldung um fast 800 € hinter die der Landräte usw. zurückgefallen war.

Nunmehr gibt es den Tarifabschluss des Öffentlichen Dienstes, der wie immer auf die Bundesbeamten übertragen wird.

Da nun die oben genannten Berufsgruppen rückwirkend eine erhöhte Besoldung erhalten, partizipieren auch wir Abgeordneten automatisch daran; allerdings mit jeweils einjähriger Verzögerung.

Dass die Erhöhung nun in scheinbar so großen Schritten daher kommt, liegt einzig und allein daran, dass man sich ab 1995 bis 2007 nicht an die Gesetzeslage gehalten hat.

Wir ändern das jetzt, dazu stehe ich.

Dieses Vorgehen fördert noch mehr die Transparenz und Nachvollziehbarkeit unserer Besoldung. Schließlich hat uns das Bundesverfassungsgericht schon in den 70er Jahren dazu verpflichtet, dass wir selbst über unsere Diäten entscheiden müssen.

Die Orientierung an Bürgermeistern und Landräten scheint mir als objektiver Maßstab angemessen. Im Gegensatz zu diesen erhalten wir weder Zulagen noch ein 13. Monatsgehalt. Dass öffentlich immer nur über die Besoldung der Bundestagsabgeordneten diskutiert wird, erscheint mir vor diesem Hintergrund zumindest unverständlich.

Ich bin mir dennoch bewusst, dass jede Erhöhung der Abgeordnetenentschädigung in der Öffentlichkeit besonders kritisch bewertet wird. Deshalb ist mit den genannten Besoldungsgruppen eine vergleichbare Bezugsgröße gefunden worden, an der sich die Höhe der Abgeordnetenbezüge orientiert. Mit dem jetzigen Gesetzentwurf wird dies entsprechend nachvollzogen, allerdings mit der besagten einjährigen Verzögerung.

Mit freundlichen Grüßen

Daniela Raab, MdB
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
13.05.2008
Von:

Sehr geehrte Frau Raab,

es gibt Themen und Fragen, die mich brennend interessieren. Ich hoffe Sie können mir ein wenig Klarheit verschaffen.

1. Warum hat die BRD immer noch keine Verfassung?

2. Finden Sie nicht auch, dass Menschenrechte von Natur aus gegeben sind und nicht "einfach" verändert werden können, wie Gesetze, diverse Bestimmungen oder Ähnliches?

3. Warum werden in Bezug auf Sicherheit, Menschenrechte und Rechte, die allen vom Grundgesetz garantiert werden, missachtet und gegen sie verstoßen?

4. Haben Sie sich den EU-Reformvertag vor der Abstimmung durchgelesen?

5. Falls Sie sich den Vertrag durchgelesen haben, haben Sie auch ein gutes Gewissen nach Ihrer Zustimmung?

6. Gibt es einen trifftigen Grund, warum keine Details des EU-Reformvertrages von den Medien preisgegeben werden?

7. Warum wurde die deutsche Bevölkerung nicht gefragt, ob sie den Euro als Zahlungsmittel haben will?

8. Warum wird dem Iran mit Atomschlägen und Auslöschung von verschieden Ländern gedroht, obwohl der Iran laut eigenen Aussagen keine kriegerischen Absichten hat und keinen Angriffskrieg führen will?

9. Gibt es belastende und stichhaltige Beweise, die den Iran als Terroristenunterstützer entlarven? Wenn ja, welche?

10. Wie kann es sein, dass das israelische Militär unzählige Unschuldige, Unbewaffnete, Frauen, Kinder, usw. erschießen darf ohne Konsequenzen (Sanktionen, Embargos, Klagen) fürchten zu müssen?

11. Was/wer ist ein Gefährder? (bitte Quelle angeben)

12. Wie wird nationale Sicherheit definiert? (bitte Quelle angeben)

Bitte entschuldigen Sie, dass ich Ihnen gleich so viele Fragen auf einmal stelle. Sie werden sicherlich verstehen, dass sehr viele Leute diese Fragen haben und natürlich auf die Antworten gespannt sind.

Ich danke schon mal im Voraus, Frau Raab!

PEACE
Antwort von Daniela Raab
1Empfehlung
15.05.2008
Daniela Raab
1. Warum hat die BRD immer noch keine Verfassung?

Das Grundgesetz ist die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland!
Siehe dazu folgenden Link: www.bundestag.de


2. Finden Sie nicht auch, dass Menschenrechte von Natur aus gegeben sind und nicht "einfach" verändert werden können, wie Gesetze, diverse Bestimmungen oder Ähnliches?

Das Konzept der Menschenrechte geht davon aus, dass jeder Mensch von Geburt an mit gleichen Rechten ausgestattet sein soll und diese egalitär begründeten Rechte unveräußerlich und unteilbar sind sowie universelle Gültigkeit haben; diese universelle Gültigkeit wird im Grundgesetz durch die so genannte Ewigkeitsklausel explizit bestätigt!


3. Warum werden in Bezug auf Sicherheit, Menschenrechte und Rechte, die allen vom Grundgesetz garantiert werden, missachtet und gegen sie verstoßen?

Diese Frage ist so zu allgemein und ungenau formuliert. Gegen was wird wo wann verstoßen? Da es sich bei Abgeordnetenwatch um keinen Chat handelt, bitte ich Sie diese Fragen zu präzisieren und via direkten Kontakt an mich zu senden.


4. Haben Sie sich den EU-Reformvertag vor der Abstimmung durchgelesen?

Aber selbstverständlich – alle 479 Seiten! Besonderes Augenmerk habe ich dabei auf den Einschluss der Turks- und Caicosinseln, sowie von Mayotte und Pitcairn in die Überseeischen Länder und Hoheitsgebiete der Europäischen Union gelegt, auf die der vierte Teil des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union Anwendung findet! …. ich bitte Sie, Sie wissen genau dass es sich bei solchen Fragen um Fangfragen handelt. Selbstverständlich wird der Vertrag von Juristen des jeweiligen Fachgebietes ausgearbeitet und uns Abgeordneten in einer Zusammenfassung vorgetragen. Diese Arbeitsspezifizierung finden Sie in allen Bereichen des täglichen Lebens und sie ist auch notwendig, da niemand in seinem Beruf alle Hintergründe bis ins Detail kennen kann. Die Auskunft von Experten und Gutachtern ist in unserer immer komplizierten Welt einfach unerlässlich.


5. Falls Sie sich den Vertrag durchgelesen haben, haben Sie auch ein gutes Gewissen nach Ihrer Zustimmung?

Diese Frage beantwortet sich mit dem Eid, den jeder Bundestagsabgeordnete, Minister oder Bundespräsident ablegt: "Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe."


6. Gibt es einen trifftigen Grund, warum keine Details des EU-Reformvertrages von den Medien preisgegeben werden?

Der Vertrag ist für jedermann öffentlich zugänglich! (siehe: www.consilium.europa.eu )

Eine Berichterstattung darüber liegt ganz allein bei den Medien.


7. Warum wurde die deutsche Bevölkerung nicht gefragt, ob sie den Euro als Zahlungsmittel haben will?

Die Frage nach einem Volksentscheid – also einer Abstimmung der stimmberechtigten Bürger über eine Verfassungs- oder Gesetzesänderung – ist auf Bundesebene laut Grundgesetz nur für den Fall einer Neugliederung des Bundesgebietes vorgesehen. Für die Durchführung eines solchen Referendums hätte es also einer Änderung des Grundgesetzes bedurft. Darüber hinaus bin ich der festen Ansicht, dass die ehemalige Skepsis gegenüber dem Euro sich im Laufe der letzten Jahre in eine wohlwollende Anerkennung geändert hat.


8. Warum wird dem Iran mit Atomschlägen und Auslöschung von verschieden Ländern gedroht, obwohl der Iran laut eigenen Aussagen keine kriegerischen Absichten hat und keinen Angriffskrieg führen will?

Eine Bedrohung des Irans von Deutscher Seite aus ist mir nicht bekannt!


9. Gibt es belastende und stichhaltige Beweise, die den Iran als Terroristenunterstützer entlarven? Wenn ja, welche?

Fragen Sie bitte nach beim Bundesnachrichtendienst.


10. Wie kann es sein, dass das israelische Militär unzählige Unschuldige, Unbewaffnete, Frauen, Kinder, usw. erschießen darf ohne Konsequenzen (Sanktionen, Embargos, Klagen) fürchten zu müssen?

Sollte es solche Fälle geben, werden diese vom israelischen Rechtssystem auch verfolgt.


11. Was/wer ist ein Gefährder? (bitte Quelle angeben)

Als Gefährder werden von deutschen Politikern und Behörden im Rahmen der Gefahrenabwehr Personen bezeichnet, bei denen "bestimmte Tatsachen die Annahme der Polizeibehörden rechtfertigen, dass sie politisch motivierte Straftaten von erheblicher Bedeutung, insbesondere solche im Sinne des § 100a der Strafprozessordnung (StPO) begehen" werden. Die 2004 von der Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Landeskriminalämter und des Bundeskriminalamts festgelegte Begriffsbestimmung ist nicht gesetzlich verankert.
( Quelle: de.wikipedia.org )


12. Wie wird nationale Sicherheit definiert? (bitte Quelle angeben)

Als offizieller Begriff aus dem Regierungsbereich ist mir diese Bezeichnung nur aus dem Executive Office des US-Präsidenten geläufig; diesbezüglich müssten Sie sich bitte an Stephen Hadley, den Assistant to the President for National Security Affairs, wenden. Diesen erreichen Sie via folgendem Link:

www.whitehouse.gov bzw. www.whitehouse.gov
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Frage zum Thema Kultur
16.05.2008
Von:

Hallo, Frau Raab,

die Diskussion um die Änderung des Rundfunkgebührenstaatsvertrrags (wer hat eigentlich dieses Wortungetüm erfunden) geht in die Endrunde. Nach dieser Runde wird sicherlich auch die Meinung Ihrer Fraktion dazu bekannt werden. Aber die will ich ja nicht wissen, mich interessiert die Meinung meiner Bundestagsabgeordneten. Darum die Fragen, dazu und ein paar andere als Dreingabe:

Welche Möglichkeiten sehen Sie, den Wettbewerb im gesamten Medienbereich ausgewogen in den RGStV einzubringen.

Sehen Sie neben einer allgemeinen Gebührenpflicht andere Alternativen, grundlegende Aufgaben öffentlich-rechtlicher Medien zu finanzieren?

Halten Sie es für sinnvoll, wenn durch eine Gebührenpflicht der Zugang zu den Veröffentlichungen der öffentlich-rechtlichen Medien gerade in ansonsten kostenfreien Medien erschwert wird?

Wie beurteilen Sie die Aufgaben und deren Erfüllung, mit denen die GEZ von den Landesrundfunkanstalten beauftragt wurde?

Darf ich Sie an die Beantwortung meiner Frage von Mitte April erinnern?

Darf ich Ihnen nochmals weitergehende Informationen zum Fahrradverkehr anbieten, die Ihren Horizont in dem Fragenkomplex sicherlich erweitern könnten?

Sind Sie interessiert an Unterlagen, die die Aufgaben und Stellung des Aufsichtsrats und die Aufgaben des Vorstands in ener AG näher erläutern?

Können Sie mir den rechtlichen Hintergrund erläutern, nach dem Sie der in drei Wahlperioden äußerst erfolgreichen Landrätin Dr. Gabriele Pauli die Zuwendung , die bisher nach meinem Wissen noch jedem ausgeschiedenen Landrat zugestanden wurde oder zusteht, aberkennen wollen? Die CSU hat damit doch nichts zu tun, oder?
Liebe Grüße aus Neuperlach ! Und Fürth kommt nicht von führen und die Frage zu Ihrer eigenartigen Antwort war eine ganz andere. Aber Pauli ist halt bei der CSU zum Reizwort geworden, Frau Raab.

Mit freundlichem Gruß



PS: Ihre Reden vor dem Bundestag habe ich mir angesehen. Inhalt und Anzahl der interessierten Zuhörer haben mich schwer beeindruckt.
Antwort von Daniela Raab
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20.05.2008
Daniela Raab
>Hallo, Frau Raab,

>die Diskussion um die Änderung des Rundfunkgebührenstaatsvertrrags (wer
>hat eigentlich dieses Wortungetüm erfunden) geht in die Endrunde. Nach
>dieser Runde wird sicherlich auch die Meinung Ihrer Fraktion dazu
>bekannt werden. Aber die will ich ja nicht wissen, mich interessiert
>die Meinung meiner Bundestagsabgeordneten.

Tja Herr , so leid es mir tut, aber ich bin gar nicht Ihre Bundestagsabgeordnete; laut dem von Ihnen angegebenen Ort (Neuperlach) wäre mein hochgeschätzter Kollege Herbert Frankenhauser der für Sie zuständige Wahlkreisabgeordnete. Vielleicht sollten Sie Ihre Fragen beim nächsten Mal an Herrn Frankenhauser, MdB, richten?

> Darum die Fragen, dazu und ein paar andere als Dreingabe:
> Welche Möglichkeiten sehen Sie, den Wettbewerb im gesamten
>Medienbereich ausgewogen in den RGStV einzubringen.

Der Rundfunkstaatsvertrag und seine Ausgestaltung sind Verhandlungsgegenstand zwischen den 16 Bundesländern, die ihrerseits wiederum teilsouveräne Gliedstaaten Deutschlands sind. Deren Vertretern obliegt die alleinige Abwägung von geeigneten Instrumenten zur Wettbewerbsförderung im Rahmen des RStV´s.

> Sehen Sie neben einer allgemeinen Gebührenpflicht andere Alternativen,
>grundlegende Aufgaben öffentlich-rechtlicher Medien zu finanzieren?

Nein

>Halten Sie es für sinnvoll, wenn durch eine Gebührenpflicht der Zugang zu den >Veröffentlichungen der öffentlich-rechtlichen Medien gerade in ansonsten
>kostenfreien Medien erschwert wird?

Wenn ich Ihre Frage richtig verstehe, würde ich sie wie folgt beantworten:

Die Gebührenpflicht erschwert nicht den Zugang zu den Veröffentlichungen. Unabhängig davon, ob Sie der Gebührenpflicht nachkommen oder nicht, die Veröffentlichungen sind frei von jeder Zugangskontrolle – im Gegensatz zum Beispiel beim Pay-TV.

>Wie beurteilen Sie die Aufgaben und deren Erfüllung, mit denen die GEZ von
>den Landesrundfunkanstalten beauftragt wurde?

Die GEZ erfüllt die ihr übertragenen Aufgaben gewissenhaft und zuverlässig. Das in einem solch großen Aufgabenbereich auch einzelne Fälle von Beanstandungen oder Reklamationen auftauchen ist verständlich – an deren Behebung wird konsequent gearbeitet. Tatsache ist aber auch, dass die GEZ oft als Synonym für die Kritik am System der öffentlich-rechtlichen Gebührenfinanzierung missbraucht wird.

>Darf ich Sie an die Beantwortung meiner Frage von Mitte April erinnern?

Sie dürfen! (Ist nämlich bereits geschehen!)

>Darf ich Ihnen nochmals weitergehende Informationen zum Fahrradverkehr
>anbieten, die Ihren Horizont in dem Fragenkomplex sicherlich
>erweitern könnten?

Das Thema Fahrradverkehr habe ich im Schriftverkehr mit Ihnen, Herrn Marten, Herrn Epple und Herrn Fricke bereits mehr als ausführlich abgehandelt, deshalb: Nein, danke.

>Sind Sie interessiert an Unterlagen, die die Aufgaben und Stellung des
>Aufsichtsrats und die Aufgaben des Vorstands in ener AG näher erläutern?

Was ist der Hintergrund Ihrer Frage?

>Können Sie mir den rechtlichen Hintergrund erläutern, nach dem Sie der
>in drei Wahlperioden äußerst erfolgreichen Landrätin Dr. Gabriele
>Pauli die Zuwendung , die bisher nach meinem Wissen noch
>jedem ausgeschiedenen Landrat zugestanden wurde oder
>zusteht, aberkennen wollen? Die CSU hat damit doch nichts zu tun, oder?

Über die Zuwendungen entscheidet der zuständige Kreistag, wenn ein Landrat/ eine Landrätin vorzeitig und ohne Grund (z.B. Krankheit) ausscheidet. Der Fürther Kreistag hat negativ entschieden.

>Liebe Grüße aus Neuperlach ! Und Fürth kommt nicht von führen und die
>Frage zu Ihrer eigenartigen Antwort war eine ganz andere. Aber Pauli ist halt
>bei der CSU zum Reizwort geworden, Frau Raab.

Mit freundlichen Grüßen

Daniela Raab, MdB

>PS: Ihre Reden vor dem Bundestag habe ich mir angesehen. Inhalt und
>Anzahl der interessierten Zuhörer haben mich schwer beeindruckt.

PS: Ich finde meine Reden auch immer ganz toll !!!
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
22.05.2008
Von:

Frau Raab,

mit wachsendem Erstaunen beobachte ich und viele andere Bürger, daß ein großer Teil Abgeordneter ( in gefühlter Mehrzahl Meinungsbildner ) gelernte Juristen sind.

Vieleicht erklären Sie uns dieses Phänomän ?
Eventuell auch wie das zustande kommt ?
Unter Umständen auch, was einen Juristen besonders dazu befähigt,
oder andersherum, wieso die Mischung verschiedener Berufsgruppen nicht besser verteilt ist, und wie sich dies ändern ließe ?

Diese Fragen beschäftigen mich und viele andere Bürger sehr stark.

Es wäre schön, hierüber auch einmal eine Meinung betroffener Mitglieder des deutschen Bundestages zu hören.

Mit freundlichen Grüßen,

Antwort von Daniela Raab
3Empfehlungen
26.05.2008
Daniela Raab
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage.

Die genaue Zusammensetzung des Deutschen Bundestages kann man unter folgender Seite auf den Internetseiten des Deutschen Bundestages nachlesen:

www.bundestag.de

Dass Juristen eine große Anzahl der Abgeordneten stellen, stimmt. Im Bundestag sind Juristen, Lehrer und Angehörige anderer Dienstleistungsberufe sehr stark repräsentiert. Vertreter der Wirtschaft sind eher selten.

Bei der Zahl der Juristen ist aber zu beachten, dass sehr viele Beamte im Bundestag vertreten sind, die von ihrer Ausbildung her Juristen sind (z.B. Vewaltungsbeamte!).

Für einen Beamten besteht eine feste Rückkehrmöglichkeit in den Beruf, wenn er aus dem Amt ausschiedet. Daher stellt ein Bundestagsmandat kein Risiko für den weiteren Berufsweg nach dem Mandat dar.

Ein Handwerker hingegen oder Freiberufler tut sich da ungleich schwerer.

Nichtsdestotrotz wäre es sicherlich wünschenswert, wenn auch andere Berufsgruppen, wie Arbeite oder Angestellte, stärker repräsentiert wären.

Mit freundlichen Grüßen

Daniela Raab, MdB
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Frage zum Thema Kultur
25.05.2008
Von:

Guten Abend,

mein Vater ist schwer krebskrank und wohnt seit einiger Zeit bei mir. Aus diesem Grund hat er seine Rundfunkgeräte mit der Begründung "wegen Krankheit" per Einschreiben abgemeldet. Eine Woche später kommt ein GEZ-Schreiben mit dem Inhalt, er hätte keine Begründung angegeben und deswegen werde seine Kündigung nicht anerkannt.
In den Medien wird immer häufiger informiert, dass die GEZ unseriöse Praktiken, u.a. wie von mir soeben geschildert, anwendet. Also kann man nicht von einem Zufall sprechen. Deswegen bitte ich Sie, die GEZ um eine Stellungnahme zu bitten. Die Teilnehmernummer lautet 235 230 571. Vielen Dank.

Weiterhin habe ich eine Grundsatzfrage: Warum muss man bei der GEZ einen Grund zur Abmeldung angeben? Weiterhin stellt sich die Frage, warum die GEZ an Jugendliche, die die Schule verlassen haben, eine Anfrage mit Hinweis auf gesetzliche Auskunftspflicht versenden.
Unabhängig vom Sinn von Gebühren für öffentlich-rechtliche Sender (ich persönlich befürworte die Existenz der öffentlich-rechtlichen Sender wegen der hohen Content-Qualität gegenüber den privaten Sendern und bezahle meine GEZ-Gebühren deswegen wirklich gerne) stelle ich mir die Frage, ob dieses Reglement nicht gegen das freiheitliche Demokratieverständnis verstößt. Es hat meines Erachtens, vorsichtig ausgedrückt, leicht den Beigeschmack von Überwachungsstaat. Ich denke, ich spreche hier für viele Wähler (wenigstens für eine Vielzahl meiner Freunde und Bekannten).
Wie ist Ihre Meinung zu diesem Thema?

Vielen Dank
Mit freundlichem Gruß
jun.
Antwort von Daniela Raab
bisher keineEmpfehlungen
26.05.2008
Daniela Raab
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage und meine besten Genesungswünsche für Ihren Vater.

Ich darf Sie bezüglich Ihrer Fragen hinsichtlich der GEZ auf meine Antwort vom 20.5.08 hinweisen, in der ich mich zum Rundfunkgebührenvertrag geäußert habe.

Ansonsten kann ich Ihre Kritik an der Vorgehensweise der GEZ zum Teil verstehen, denn, wie Sie selbst sagen und auch verstärkt öffentlich berichtet wurde, hat in einigen Fällen die Vorgehensweise der Mitarbeiter der GEZ fragwürdige Züge angenommen.

Sie können jedoch sicher sein, dass dies nicht geduldet oder gar gewünscht ist und gegen unredliches Vorgehen angegangen wird.

Leichter zu erklären ist hingegen die Tatsache, warum Personen gelegentlich mehrfach Aufforderungen von der GEZ erhalten. Die GEZ darf von Nicht-Teilnehmern keine Daten speichern bzw. von ehemaligen Rundfunkteilnehmern die Daten nur in einem begrenzten Zeitraum speichern. Daher kommt es vor, dass Personen erneut von der GEZ angeschrieben werden, da vorherige Anschreiben nicht gespeichert wurden.

Gerne kann ich Ihrer Bitte nachkommen und von der GEZ eine Stellungnahme anfordern. Dazu möchte ich Sie aber bitten, mich über meine direkte Kontaktadresse erneut anzuschreiben und mir Ihre kompletten Adressdaten zukommen zu lassen. Erst dann kann ich weitere Schritte einleiten.

Bitte schreiben Sie dazu an: daniela.raab@bundestag.de.

Mit freundlichen Grüßen

Daniela Raab, MdB
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