Daniel Sieveke (CDU)
Abgeordneter Nordrhein-Westfalen 2010-2012
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Grunddaten
Daniel Sieveke
© CDU NRW
Geburtstag
30.11.1976
Berufliche Qualifikation
Bankkaufmann/Sparkassenbetriebswirt
Ausgeübte Tätigkeit
MdL, Geschäftsstellenleiter
Wohnort
Paderborn
Wahlkreis
Paderborn II , über Wahlkreis eingezogen
Ergebnis
45,3%
Landeslistenplatz
keinen
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(...) Die Paul-Gerhard-Straße in Sennelager befindet sich bereits auf einer Warteliste für die temporäre Aufstellung einer entsprechenden mobilen Anlage, welche bei Überschreiten der Geschwindigkeitsvorgaben einen optischen Hinweis gibt. (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
20.10.2011
Von:
Tim

Sehr geehrter Herr Sieveke,

Vielen Dank für ihre Antwort. Sie haben geschrieben, dass sie die Idee einer Verdrängung des Schwarzmarktes durch eine kotrollierte Abgabe nicht unterstützen und lediglich eine Ausgabe in Form von auf Cannabis basierenden Medikamenten (Schmerzmitteln) auf Rezept oder für wissenschaftliche Zwecke für verantwortungsvoll und akzeptabel halten.
Halten Sie z. B. die Haltung der Holländer für inaktzeptabel und unverantwortungsvoll ?
Außerdem hatten Sie geschrieben, das Sie es ablehnen Cannabis als weniger gefährliches Genussmittel als Alkohol zu sehen. Ich habe gar nicht geschrieben, dass Alkohol gefährlicher ist als Cannabis. Ich habe Sie lediglich gefragt, ob Sie es für gerecht halten, Menschen wie Kriminelle zu behandeln, die lieber Cannabis als Alkohol konsumieren.
(Gerecht oder Ungerecht ?)
Und weiter habe ich Sie nur gefragt, wie sie zu meiner Meinung stehen, das Cannabisverbot als ungerecht zu betrachten. Von Alkoholmissbrauch habe ich auch nichts geschrieben, aber Danke für den Hinweis.

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Daniel Sieveke
bisher keineEmpfehlungen
13.01.2012
Daniel Sieveke
Sehr geehrter Herr ,

es ist nicht meine Aufgabe die niederländischen Behörden bzw. die Politik dort zu beurteilen. Allerdings sind die liberalen Regelungen dort sicherlich auch für Nordrhein-Westfalen als Nachbar nicht ohne negative Auswirkungen.

Zu Ihrer erneuten Frage "lieber Cannabis als Alkohol":

Ich kann mich in diesem Punkt nur wiederholen, das Beschreiben der beiden als Alternativen und eine daraus gefolgerte Ungleichbehandlung und damit "Ungerechtigkeit" lehne ich schlichtweg ab. Wir werden uns in diesem Punkt nicht einig werden, die Argumente sind - vgl. Sie bitte auch die anderen Fragen und Antworten hierzu - ausgetauscht.

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Sieveke
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Frage zum Thema Kultur
07.01.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Sieveke,

als Konservative habe ich seit langem das Gefühl, dass die CDU sich einer allgemeinen "Political Correctness" angepasst hat. Oftmals trauen sich nur Politiker a.D. (z.B. Jörg Schönbohm) bestimmte Themen wie gescheiterte Integration, Multi-Kulti-Illusionen und Islamisierung anzusprechen.
Ebenso standen andere Politiker, wie z.B. Erika Steinbach, Anfeindungen allein gegenüber.

1.Sehen Sie in der CDU auch eine Angst, klare Kante zu zeigen?
2.Hat man als wertkonservativer (ja, darf man heute noch rechts sagen?) Mensch eine Heimat in der CDU?
3. Was halten Sie von der innerparteilichen Aktion "Linkstrend stoppen" ( linkstrend-stoppen.de ) und inwiefern machen Sie einen Linksruck in der CDU aus?

Für eine Antwort bin ich Ihnen sehr dankbar, diese muss sich nicht genauestens an meinen Fragen orientieren, allerdings wäre ich schon an Ihrer allgemeinen Meinung zu diesem Thema interessiert.

Mit freundlichen Grüßen
S.
Antwort von Daniel Sieveke
2Empfehlungen
13.01.2012
Daniel Sieveke
Sehr geehrte Frau ,

Sie sprechen mit Ihren Fragen dankenswerter Weise Aspekte an, die viele Konservative in der Union gerade in den letzten Jahren immer häufiger und intensiver zur Diskussion gestellt haben. Die öffentliche Debatte hierzu ist sehr vielseitig, daher möchte ich meine Antwort kurz fassen.

Auch ich ärgere mich immer wieder darüber, was in Deutschland und damit auch in Nordrhein-Westfalen als "politisch korrekt" gilt, und was nicht. Letztendlich ist "Political Correctness" jedoch das, was Politik, Medien und Bürger daraus machen, davon bin ich fest überzeugt. Ich brauche Ihnen nicht zu sagen, dass die öffentliche Meinung und die veröffentlichte Meinung häufig auseinander liegen!

Die verschiedenen mehr oder weniger "institutionalisierten" Initiativen wie "Linkstrend stoppen", "Mach-mit-Partei" oder "Berliner Kreis" möchte ich hier nicht detailliert bewerten. Sie sind jedoch sicherlich Ausdruck dafür, dass ein nicht zu vernachlässigender Teil der Unionsfamilie sich selbst eine wachsende Unzufriedenheit diagnostiziert, die es ernst zu nehmen gilt.

Es gibt durchaus viele aktive, konservative Politiker, die "klare Kante" zeigen. Selbst wirke ich beispielsweise im sogenannten Arbeitskreis Mitte der CDU-Landtagsfraktion NRW mit, in dem sich die Konservativen innerhalb unserer Fraktion organisiert haben. Wir bringen unsere Haltung zu Positionierungen der Gesamtfraktion regelmäßig klar zum Ausdruck. Ich könnte viele weitere Beispiele nennen, die CDU ist aus meiner Sicht weiterhin die konservative Partei in Deutschland.

Zu Ihrer zweiten Frage: Ja, als wertkonservativer Mensch sind Sie in der Union willkommen, und ja, von mir aus können Sie sich als politisch rechts bezeichnen, wenn Sie damit auf die traditionelle Ausrichtung der Sitzordnungen in deutschen Parlamenten und die dazugehörigen Wertvorstellungen abzielen, und sich damit ja auch von Rechtsextremen differenzieren und diesen sogar entgegen wirken.

Ich bin aber nicht weltfremd und habe die Entwicklungen und vielen nicht oder kaum als konservativ zu bewertenden Entscheidungen der letzten Jahre - vor allem im Bund - beobachtet, ich verstehe Ihre Frustration und kann Ihnen nur versprechen, mich in meinem Wirkungsbereich weiterhin für konservative Vorstellungen und Überzeugungen einzusetzen.


Mit freundlichen Grüßen

Daniel Sieveke
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Frage zum Thema Gesundheit
26.01.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Sieveke,

werden Sie die angestrebte Verbesserung des Nichtraucherschutzes in NRW unterstützen?

Im Moment finde ich kaum eine rauchfreie Kneipe oder Diskothek dort.
Man kann Abends nicht mit Freunden weg gehen. Dabei wäre es doch viel einfacher, zum Rauchen einheitlich vor die Türe zu gehen, oder nicht?
In Bayern und auch sonst überall funktioniert das prima - niemand hat Nachteile und das Gesetz wird wunderbar akzeptiert.
Doch mit vielen Ausnahmen kann sich das Bewusstsein nicht wandeln - eine Ausnahme erzeugt die nächste und niemand kann es kontrollieren. Auch die Angestellten haben ein Recht auf angemessenen Schutz, oder nicht?

Freundliche Grüße
Antwort von Daniel Sieveke
bisher keineEmpfehlungen
17.04.2012
Daniel Sieveke
Sehr geehrter Herr ,

Sie sprechen mit dem Nichtraucherschutz ein wichtiges Thema unserer Gesundheitspolitik an. Jedoch stößt der Plan der Grünen, insbesondere von Gesundheitsministerin Steffens, auch in NRW ein absolutes Rauchverbot einzuführen, bei mir auf Ablehnung. Zum einen kann ich Ihnen versichern, dass es in meinem Wahlbezirk Paderborn sowohl ausreichend rauchfreie Gastronomie, als auch Diskotheken und Clubs gibt. Dadurch ist es den Verbrauchern möglich, sich für oder wider rauchfreie oder eben Rauchergaststätten zu entscheiden. Daneben ist es vielen Gastwirten gelungen durch separate Raucherräume den Bedürfnissen von Rauchern wie Nichtrauchern gleichermaßen gerecht zu werden.
Zudem bin ich gegen einen zu starken Eingriff des Staates in die Freiheit der Wirtschaft und der Verbraucher. Ich empfinde es als Gängelung seitens der Landesregierung, das Rauchen komplett verbieten zu wollen. Ein absolutes Rauchverbot würde nicht nur die Freiheit der Verbraucher einschränken, sondern auch vielen Kneipenwirten, die für sich eine Nische auf dem Markt gefunden haben, die Existenzgrundlage entziehen. Ich stimme mit Ihnen vollkommen überein, dass es nicht sein darf, dass man in bestimmten Regionen keine rauchfreien Kneipen vorfinden kann. Wie bereits beschrieben, ist dies aber zumindest in Paderborn nicht der Fall. Sie haben ebenso Recht, dass sich der Nichtraucherschutz besonders auf die Angestellten in der Gastronomie bezieht. Die bisherigen Regelungen in Nordrhein-Westfalen halte ich jedoch für ausreichend und ausgewogen. In den nächsten Tagen wird hier bei abgeordnetenwatch.de ein Fragebogen zur Landtagswahl 2012 veröffentlicht werden. Eine These lautet dort: "NRW braucht einen verschärften Nichtraucherschutz." Dem stimme ich also nicht zu. Meine Begründung dort der Vollständigkeit halber vorab: NRW hat bereits einen weitreichenden, ausgewogenen Nichtraucherschutz. Die Diskussion hierzu ist vielschichtig. Mir sind vor allem Brauchtumsveranstaltungen wichtig in der Debatte. Zudem würden viele kleine Eckkneipen mit der Einführung eines totalen Rauchverbots einfach verschwinden.

Sollten Sie aus Paderborn kommen, biete ich Ihnen gerne ein persönliches Gespräch vor Ort an. Gerne helfe ich beim Dialog mit der ortsansässigen Gastronomie, falls der Nichtraucherschutz an einigen Orten nicht angemessen umgesetzt werden sollte. Meine Kontaktdaten: www.daniel-sieveke.de


Mit freundlichen Grüßen,

Daniel Sieveke
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Ihre Frage an Daniel Sieveke
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