Von:
Dr.


Sehr geehrter Herr Bahr,
ich denke nur Sie können mir beantworten, warum man nicht einfach jeden Bürger mit z.B. 10% seines Einkommens an den Beiträgen für die gesetzliche Krankenversicherung beteiligt und dann jedem Bürger freistellt sich zusätzlich privat zu versichern?
Begründung meiner Frage:
1. Wer gut verdient kann sich dann noch auf eigene Kosten zusätzlich privat versichern, und damit seinen Status erhalten (steuerlich absetzbar).
2. 10% sind für jeden Bürger leicht nachzuvollziehen.
3. Sie hätten ihre Kopfpauschale aber in %.
4. Es ist gerecht weil jeder prozentual den gleichen Beitrag leistet, ein Herr Ackermann genauso wie ein Harz IV-Empfänger. Dem Bürger deshalb gut vermittelbar und sozial ausgewogen für Herrn Söder.
5. Die gesetzlichen Krankenkassen überleben (verantwortlich für die Grundversorgung), die privaten Versicherungen überleben (verantwortlich für die Optimalversorgung). Der Arbeitgeber muss sich nur an den 10% beteiligen (AG-Kosten sinken).
6. Es ist leicht zu berechnen.
7. Selbständige und derzeit Privatversicherte werden zwar etwas murren. Könnten, aber wenig dagegen sagen, da sie sich bisher überhaupt nicht am Solidarsystem beteiligen und meist ausreichend verdienen, um sich die private Zusatzversicherung leisten zu können (gehöre selbst in die Gruppe).
8. Die Kopfpauschale + Steuersubvention als sozialer Ausgleich ist zu intransparent (woher kommen die Steuern: Alkohol, Raucher, Benzin, Mehrwert). Der Bürger möchte wissen wofür er seine Beiträge bezahlt und wenn er dann auch noch etwas dafür bekommt, dann zahlt er Sie ja gerne.
9. Der Deutsche hat gerne Sicherheit und liebt deshalb Versicherungen mehr als Steuern. Das Wort "Steuer" - ob Erhöhung oder Senkung - halte ich grundsätzlich problematisch.
Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen, weil mir das deutsche Gesundheitssystem wie Ihnen auch sehr am Herzen liegt und die steigenden Kosten nur gemeinsam geschultert werden können.
Mit freundlichen Grüßen
Dr.