Dagmar G. Wöhrl (CSU)
Abgeordnete Bundestag 2005-2009
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Angaben zur Person
Dagmar G. Wöhrl
Jahrgang
1954
Berufliche Qualifikation
Rechtsanwältin
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages, Unternehmerin, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie
Wahlkreis
Nürnberg-Nord
Landeslistenplatz
6, Bayern
(...) Solche Einsätze könnten sich theoretisch mit kurzem zeitlichem Vorlauf entwickeln und auch Konflikte von hoher Intensität beinhalten. Um auf alle Möglichkeiten vorbereitet zu sein, kann die Bundeswehr zur Zeit nicht auf die Fähigkeit zur Bekämpfung von Flächenzielen – und damit dem Einsatz von Streumunition – verzichten. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Finanzen
02.06.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Wöhrl,

wie stehen Sie zu der Tatsache, dass Vollzeit arbeitende Frauen gegenüber Teilzeit arbeitenden Frauen benachteiligt werden?

Fakt ist: Eine Teilzeit arbeitende Frau und Mutter, die 20h die Woche für 1200 Euro brutto arbeitet und damit damit einen Stundenlohn von 15 Euro brutto bekommt zahlt weniger Steuern als eine Frau, die 35h die Woche arbeitet und 2100 Euro brutto verdient. Bei gleichem Stundenbrutto.

Konkret bekommt diese Frau 9,92 Euro netto pro Stunde, die teilzeitarbeitende Frau aber immerhin 11,56 Euro pro Stunde.

Finden Sie es sozial gerecht, dass eine alleinerziehende Mutter die Vollzeit arbeitet gegenüber einer Teilzeit arbeitenden Mutter benachteiligt wird?

Wie stehen Sie zu einer Forderung Steuern auf den Stundenverdienst zu berechnen, nicht auf den Bruttomonatsverdienst, da nur das einen Anreiz liefert auch mehr zu arbeiten?
Antwort von Dagmar G. Wöhrl
4Empfehlungen
26.06.2009
Dagmar G. Wöhrl
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Frage. Ich kann Ihre Verärgerung gut verstehen. Sie weisen völlig zu Recht darauf hin, dass die Steuerprogression zu einer Reihe von Problemen führt. Deswegen mache ich mich auch für eine Steuerreform stark, welche die Progression abflacht und dadurch kleine und mittlere Einkommen entlastet. Hier geht es nicht nur um mehr Leistungsanreize, sondern auch um mehr Gerechtigkeit.

Allerdings möchte ich dabei auch den Grundsatz wahren, dass starke Schultern mehr tragen müssen als schwache Schultern. Dazu gehört beispielsweise, dass wir einer allein erziehenden Mutter, die aufgrund ihrer Kinder nur Teilzeit arbeiten kann, pro Stunde mehr belassen, als einem kinderlosen Single, der zum gleichen Brutto-Stundenlohn Vollzeit arbeitet.

Mit freundlichem Gruß

Dagmar Wöhrl
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Frage zum Thema Arbeit
04.06.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Wöhrl,

nicht jeder ist ja hochstudiert, aber dennoch gewillt, seinen Lebenslunterhalt selbst zu bestreiten. Wie ich sehe, sind wir sogar derselbe Jahrgang. Allerdings habe ich im Okt. 2007 meine Stelle verloren und wustele mich seither so durch, es ist z.T. sehr demütigend, wenn man gleich mit Stapeln von Anträgen überhäuft als Almosenempfänger angesehen wird. Nichts will zustande kommen, und eine Fa. in der Umgebung, die bei dem ja doch beworbenen Pakt 50 mitmacht, konnte man mir auch nicht nennen. Vielleicht haben Sie ja einen Rat.

Mit freundlichem Gruß
B.
Antwort von Dagmar G. Wöhrl
3Empfehlungen
30.06.2009
Dagmar G. Wöhrl
Sehr geehrte Frau ,

ich freue mich darüber, wie engagiert sie nach einer neuen Beschäftigung suchen und selbst dieses Forum nutzen, um Hilfe zu bekommen.

Allerdings ist es für mich sehr schwierig, Ihnen aus der Distanz heraus zu helfen, da ich keine Informationen über Ihre Qualifikation, Ihre berufliche Erfahrung etc. habe. Probleme am Arbeitsmarkt sind ja immer sehr individuell, daher braucht es passgenaue Lösungen.

Inwiefern Ihnen staatliche Förderprogramme helfen könnten, kann ich aus der Ferne nicht beurteilen. Es gibt da eine Reihe von Unterstützungen für ältere Arbeitnehmer, so z. B. der Eingliederungszuschuss der Bundesagentur für Arbeit.

Sie können aber gerne in meine Bürgersprechstunde kommen, um mit mir ein paar Lösungsmöglichkeiten auszuloten. Termine finden Sie unter: www.dagmar-woehrl.de

Mit freundlichem Gruß

Dagmar Wöhrl
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
30.06.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Wöhrl,

eine Frage zum Parlamentsbetrieb:

Wie erklären Sie es sich, dass das Bundesverfassungsgericht (einstimmig) die Begleitgesetze zu den Lissabon-Verträgen verwirft, während die beiden großen Fraktionen diesen Gesetzen (fast) einstimmig zustimmen. Gewiss gibt es zu Rechtsfragen oft unterschiedliche Meinungen, aber dass die Parlamentarier, unter denen viele Juristen sind - und ich hoffe nicht die schlechtesten - (fast) einmütig anderer Meinung sind, als die Richter des Bundesverfassungsgerichts verwundert doch. Die klagenden Abgeordneten haben die Gründe ihre Bedenken sicher nicht verheimlicht.

Zum anderen verwundert es, dass das Urteil des Verfassungsgerichts fast einmütig begrüßt wird. Wenn das so gut ist, was das Gericht fordert: warum hat man es nicht gleich so beschlossen? Wenn man anderer Meinung ist: warum sagt man es nicht? Man kann sich ja trotzdem der höheren Instanz fügen.

Letzte Frage: Wie stehen sie persönlich zu dem Urteil?

Vilen Dank für Ihre Mühe und Viele Grüße

Antwort von Dagmar G. Wöhrl
4Empfehlungen
22.07.2009
Dagmar G. Wöhrl
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage. Ich freue mich, dass mit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes eine lebhafte Debatte um Europa entfacht ist. Die Richter haben bestätigt, dass das deutsche Gesetz zum Vertrag von Lissabon mit dem Grundgesetz vereinbar ist. Lediglich die Mitwirkungsrechte von Bundesrat und Bundestag wurden als unzureichend beanstandet.

Diese mangelnde Beteiligung hat die CSU nicht erst beim Lissabon-Vertrag, sondern bereits 2005 beim EU-Verfassungsvertrag deutlich kritisiert. Es kann nicht angehen, dass deutsche Verwaltungsbeamte in Brüssel zu weitreichenden Gesetzen ihre Zustimmung geben, ohne dass unsere Legislative ernsthaft eingebunden wird. Wir brauchen hier mehr Demokratie. Dazu gehört eine klare Entscheidungskompetenz und damit auch Verantwortung von Abgeordneten, die vom Volk gewählt werden. Europa darf nicht über die Köpfe der Menschen hinweg in Amtstuben gebaut werden. Wir müssen Europa in die Parlamente tragen und damit zu den Bürgern. Nur durch starken Rückhalt bei den Bürgern ist die EU handlungsfähig.

Daher hat die CSU auch auf ein entsprechendes Begleitgesetz zum Lissabon-Vertrag gedrängt. Allerdings zeigt mir hier das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes einmal mehr, dass uns die große Koalition zu Kompromissen zwingt, die sich anschließend als problematisch erweisen. Wir brauchen wieder eine bürgerliche Mehrheit, die klare Verhältnisse schafft. So hat die Union bereits 2005 ein Gesetz vorgeschlagen, dass Bundestag und Bundesrat eine gewichtigere Stimme in Europa verleiht. Wäre dieser Gesetzesentwurf so verabschiedet worden, hätte Karlsruhe jetzt nicht eingreifen müssen.

Mit freundlichem Gruß

Dagmar Wöhrl
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Frage zum Thema Kinder und Jugend
27.09.2009
Von:

Wieso müssen manche Eltern für Ihre Schulpflichtigen Kinder immernoch Ihre Fahrkarte zur Schule selbst bezahlen? ( zb. beim Gastschulantrag , und wenn der Schulweg kleiner als 3 Kilometer per Luftline gemessen ist ) Ich hoffe da ändert sich bald was. Ich zahl zur Zeit 80 Euro jeden Monat, für die Fahrkarte meiner 2 Buben.

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Frage zum Thema Arbeit
11.10.2009
Von:

In der Bild Zeitung vom 10.10.2009 ist zu lesen:

Stundenlöhne zwischen 1 und 4 Euro sind offenbar keine Seltenheit mehr!

Ist angesichts dieser (unverschämt) niedrigen Löhne nicht die Politik gefordert? Ist nicht vielleicht doch ein Mindestlohn das Gebot der Stunde?

Für mich machen Mindestlöhne von 10 EUR, wie es teilweise von den Linken und Gewerkschaften gefordert wird, keinen Sinn. So etwas vernichtet in der Tat wahrscheinlich Arbeitsplätze.

Aber ein Stundenlohn von beispielsweise 2,50 EUR ist doch auch schädlich, weil Steuereinnahmen und Sozialversicherungsabgaben wegbrechen und Firmen, die vernünftige Löhne zahlen, in den Ruin getrieben werden.

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