Cornelia Pieper (FDP)
Abgeordnete Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Cornelia Pieper
Jahrgang
1959
Berufliche Qualifikation
Diplom-Sprachmittlerin für Polnisch und Russisch
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Halle
Landeslistenplatz
1, über Liste eingezogen, Sachsen-Anhalt
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(...) Noch eine Anmerkung zu Ihrer Kritik, was die Bündelung der Zuständigkeit bei den Finanzämtern und den damit verbundenen Daten angeht. Ich teile diese Befürchtung nicht, schließlich handelt es sich bei den Finanzämtern immerhin um Behörden und keine Wirtschaftsunternehmen, die wettbewerbliche Zwecke verfolgen. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
03.07.2009
Bundestagswahlrecht
nicht beteiligt
02.07.2009
AWACS-Einsatz in Afghanistan
JA
18.06.2009
Internetsperren
NEIN
18.06.2009
Patientenverfügung (Stünker-Antrag)
JA
29.05.2009
Schuldenbremse
nicht beteiligt
28.05.2009
Abgabe von künstlichem Heroin an Schwerstabhängige
JA
28.05.2009
Verlängerung Kosovo-Einsatz
JA
13.05.2009
Anbauverbot von Genmais
NEIN
13.05.2009
Beratungspflicht bei Spätabtreibungen
NEIN
20.03.2009
Enteignung von Banken
NEIN
22.01.2009
Mindestarbeitsbedingungen
NEIN
22.01.2009
Mindestlohn für sechs weitere Branchen
NEIN
19.12.2008
Kampf gegen Piraten
JA
04.12.2008
Familienleistungsgesetz
enthalten
28.11.2008
Haushalt 2009
NEIN
26.11.2008
Erbschaftssteuerreform
NEIN
13.11.2008
Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes (OEF)
JA
12.11.2008
BKA-Gesetz
nicht beteiligt
17.10.2008
Banken-Rettungspaket
JA
16.10.2008
Verlängerung Afghanistan-Einsatz (ISAF)
JA
25.09.2008
Rückkehr zur alten Pendlerpauschale
JA
17.09.2008
Fortsetzung des Darfur-Einsatzes
JA
17.09.2008
Verlängerung Libanon-Einsatz
nicht beteiligt
05.06.2008
Verlängerung Kosovo-Einsatz
JA
30.05.2008
Bahnprivatisierung
nicht beteiligt
24.04.2008
EU-Vertrag von Lissabon
JA
06.02.2008
Änderung des Stammzellgesetzes
JA
14.12.2007
Postmindestlohn
NEIN
16.11.2007
Diätenerhöhung
NEIN
15.11.2007
Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes (OEF)
JA
09.11.2007
Vorratsdatenspeicherung
NEIN
12.10.2007
Verlängerung Afghanistan-Einsatz (ISAF, Tornado)
JA
12.09.2007
Verlängerung Libanon-Einsatz
NEIN
22.06.2007
Emissionshandel
NEIN
21.06.2007
Verlängerung Kosovo-Einsatz
JA
14.06.2007
Aufenthalts- und Asylrecht
NEIN
14.06.2007
Fortsetzung des Bundeswehreinsatzes in Darfur
JA
14.06.2007
Mindestlöhne (Antrag Die Linke.)
nicht beteiligt
25.05.2007
Unternehmenssteuerreform
NEIN
09.03.2007
Rente mit 67
NEIN
09.03.2007
Tornado-Einsatz
NEIN
02.02.2007
Gesundheitsreform
NEIN
10.11.2006
Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes (OEF)
JA
26.10.2006
EU-Beitritt Bulgariens und Rumäniens
JA
28.09.2006
Verlängerung des Afghanistan-Einsatzes (ISAF)
JA
30.06.2006
Föderalismusreform
NEIN
29.06.2006
Antidiskriminierungsgesetz
NEIN
01.06.2006
Anpassung u. Veränderung von Hartz IV
nicht beteiligt
01.06.2006
Bundeswehreinsatz im Kongo
NEIN
19.05.2006
Erhöhung der Mehrwertsteuer
nicht beteiligt
Fragen an Cornelia Pieper
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Frage zum Thema Soziales
11.10.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Pieper,

über das von Ihrer Partei gewünschte Bürgergeld habe ich erst kürzlich nachstehende Informationen erhalten. Sie wollen bitte so gut sein, diese zu bestätigen bzw. konkret und nachvollziehbar darzustellen, wie es ansonsten angedacht ist, das Bürgergeld in die Realität umzusetzen.

"Die FDP will das Bürgergeld 662 EUR für Erwachsene. Davon seien Miete, Heizung, Krankenkasse, Pflegeversicherung, Lebensunterhalt, Mehrbedarfe, Kleidung, Hausrat, medizinische Bedarfe, schlichtweg alles zu begleichen. Wer nicht damit auskommt, soll arbeiten gehen, so die Logik der FDP, wer nicht arbeiten kann oder keine Arbeit bekommt, der bleibt auf der Strecke. Damit hätten wir den Wunschtraum der Regelleistungsabsenkung auf rund 225 EUR oder weniger, wie Gunkel (Ex-BDA Vorsitzender) noch vor zwei Jahren (in der FAZ vom 13.3.06) gefordert hat. "Aus verfassungsrechtlichen Gründen spricht nichts gegen eine Senkung des Regelsatzes auf 225 €", dies wäre "unter Anreizgesichtspunkten auch sinnvoll, um die Beschäftigung im Niedriglohnbereich zu erhöhen".
(Rechenweg: 662 € - 140 € Kranken- und Pflegeversicherung - 300 € Miete und Heizung = 222 € zum Überleben). Damit hätten wir aber auch die Aufgabe des Sozialstaatprinzips und der Menschenwürde in diesem Lande."

"Vielmehr widerspricht die FDP mit dem Bürgergeld ihren ureigenen Prinzipien. Wenn in Zukunft nur noch die Finanzämter für die Bearbeitung des Bürgergeldes zuständig wären, fielen dort enorme Datensammlungen an: Unter einer Kennzahl wüsste die Behörde Bescheid über alle steuerlichen und sozialen Daten eines Bürgers. Sämtliche Subventionen, Freistellungen, Rentenzahlungen, Stundungen, Werbungskosten und Bankverbindungen würden zusammengefasst. Ausgerechnet die Partei, die sich dem Kampf gegen den gläsernen Bürger verpflichtet fühlt, würde das Sozialgeheimnis attackieren."

Vielen Dank für Ihre ausführliche und verständliche Beantwortung vorab.

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Cornelia Pieper
1Empfehlung
21.10.2009
Cornelia Pieper
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihr Interesse an der Arbeit der FDP-Bundestagsfraktion bzw. dem Bürgergeldkonzept der Liberalen.

Wir haben das liberale Bürgergeld konzipiert, weil wir der Meinung sind, dass das Arbeitslosengeld II, genannt Hartz 4, zu Effekten führt, die weder den Betroffenen helfen, noch arbeitsmarktpolitisch sinnvoll sind. Es kann beispielsweise nicht sozial gerecht sein, wenn ein Hartz 4-Empfänger eine Arbeit annimmt und dann mit einer Leistungskürzung von 80 bis 90 € dafür praktisch bestraft wird.

Wir sind der Überzeugung das unser Bürgergeld die Menschen motiviert und soziale Sicherheit schafft. Sicherheit kann Hartz 4 ganz offenbar nicht leisten. Mit einer Regelleistungsabsenkung, wie Sie sie vorrechnen, hat das Bürgergeld gar nichts zu tun, weil es ein ganz anderes Modell ist, es entspricht vielmehr einer so genannten "negativen Einkommensteuer". Allerdings ist das Bürgergeldkonzept so umfangreich, das es sozusagen den Rahmen sprengen würde, wenn ich es hier komplett aufschreiben würde. Deswegen empfehle ich Ihnen zur Lektüre die Informationen dazu im Internet unter www.fdp.de. Oder Sie schauen bei meinem Kollegen Dr. Hermann Otto Solms auf dessen Homepage unter www.hermann-otto-solms.de vorbei.

Noch eine Anmerkung zu Ihrer Kritik, was die Bündelung der Zuständigkeit bei den Finanzämtern und den damit verbundenen Daten angeht. Ich teile diese Befürchtung nicht, schließlich handelt es sich bei den Finanzämtern immerhin um Behörden und keine Wirtschaftsunternehmen, die wettbewerbliche Zwecke verfolgen. Wenn man sich außerdem anschaut, welche Massen an Daten jetzt der Bundesagentur für Arbeit zur Verfügung gestellt werden müssen, wenn es um das Arbeitslosengeld II geht, sehe ich den angeblichen Vorteil gegenüber unserem Modell nicht.

Ihnen alles Gute!

Mit freundlichen Grüßen nach Halle
Ihre
Cornelia Pieper, MdB
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Frage zum Thema Familie
15.10.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Pieper,

in den aktuellen Verhandlungen sind Sie von Ihrem mir gegenüber geäußerten Ziel den Steuerfreibetrag für Kinder auf mindestens Erwachsenenniveau anzuheben schon deutlich abgerückt, womit die steuerliche Benachteilgung der Familien in die nächste Runde geht. Wäre es unter diesen Umständen nicht angebracht, die Koalitionsverhandlungen abzubrechen, oder will auch Ihre Partei die Macht "um jeden Preis", egal, was der Wähler davon hält?

Mit freundlichen Grüßen,
Antwort von Cornelia Pieper
1Empfehlung
21.10.2009
Cornelia Pieper
Sehr geehrter Herr ,

die Einführung eines einheitlichen Steuerfreibetrages von rund 8000 Euro für Erwachsene und Kinder ist Bestandteil des Programms der Freien Demokraten zur Bundestagswahl 2009, das habe ich Ihnen vor einigen Wochen bereits geschrieben. Ich sehe es anders als Sie nicht so, dass dieses Vorhaben komplett von der politischen Agenda verschwunden ist.
Wie Sie wissen, müssen in Koalitionsverhandlungen Kompromisse getroffen werden, die auch das Abrücken von Maximalforderungen aus den Wahlprogrammen erfordern. Das ist logisch und völlig normal. Alle Parteien sind davon von Fall zu Fall betroffen. Das Bilden einer Koalitionsregierung geschieht eben aus der Notwendigkeit heraus.

Beste Grüße
Ihre
Cornelia Pieper, MdB
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Frage zum Thema Finanzen
24.10.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Pieper.

Vor geraumer Zwit haben Sie in einem FOCUS-Interview gesagt: "Ich bin dafür, die Stellen der Parlamentarischen Staatssekretäre in der Bundesregierung sofort zu streichen. Wir brauchen sie nicht, weil sie eine Doppelbesetzung zu den beamteten Staatssekretären sind." Werden Sie wirklich als Parlamentarische Staatssekretärin im AA arbeiten? Dass Politker (und natürlich auch Sie) ein Riesen-Glaubwürdigkeitsproblem haben, dürften Ihnen ja wohl klar sein.

Gruß

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