Claudia Jung (bürgerlicher Name Ute Singer) (FREIE WÄHLER)
Abgeordnete Landtag Bayern

Grunddaten
Jahrgang
1964
Berufliche Qualifikation
-
Ausgeübte Tätigkeit
Sängerin, Autorin, MdL
Wohnort
-
Stimmkreis
Pfaffenhofen a.d.Ilm, Schrobenhausen
weitere Profile
(...) Auch wenn mit dem Fischessen nach bayerischer Tradition die Fastenzeit auf humorvolle Weise eingeläutet wird, können Sie sicher sein, dass ich persönlich eine entsprechende Einladung ausgeschlagen hätte. (...)
Parlamentarische Arbeit
13.07.2011
Lärmschutz bei Kinder- und Jugendspieleinrichtungen
JA
28.06.2011
Tankstellenverordnung
nicht beteiligt
27.10.2010
Änderung des Kommunalwahlrechts
NEIN
27.10.2010
Hochschulausbau nachhaltig finanzieren
JA
27.10.2010
Notprogrammn für bayerische Universitäten
JA
27.10.2010
Planungssicherheit für bayerische Hochschulen
JA
14.10.2010
Konzept für die Erstaufnahme von Flüchtlingen
JA
14.10.2010
Neues Gesamtkonzept für aktuelle Flüchtlingssituation
JA
14.07.2010
Verbesserte Rahmenbedingungen für Volksbegehren
NEIN
23.06.2010
Neues Dienstrecht für Bayern
JA
10.06.2010
Direktwahl des Bundespräsidenten
JA
10.06.2010
Umgestaltung des Länderfinanzausgleichs
JA
19.05.2010
Einführung einer zentralen Schüler-Datenbank
NEIN
04.05.2010
Verhinderung von Pflegenotstand
JA
22.04.2010
Aufklärungskampagne: 0 Promille in der Schwangerschaft
nicht beteiligt
22.04.2010
Ausbau von Glasfasernetze im ländlichen Raum
JA
22.04.2010
Einsatz von jugendlichen Testkäufern
JA
22.04.2010
Nächtliches Verkaufsverbot von Alkohol an Kiosken
JA
22.04.2010
Verbot von Flatrate-Partys
JA
14.04.2010
Änderung des Bayerischen Versammlungsgesetzes
NEIN
23.03.2010
Nachtragshaushaltgesetz 2010
NEIN
09.02.2010
Kommunales Wahlrecht für Drittstaatsangehörige
NEIN
04.02.2010
Verwertung von Schweizer Bankdaten
JA
17.12.2009
Evaluierung von G8
NEIN
16.12.2009
Gleichstellung eingetragener Lebenspartner im Beamtenrecht
enthalten
26.11.2009
Weiterentwicklung Bologna-Prozess
NEIN
11.11.2009
Aufweichung des Ladenschlussgesetzes verhindern
JA
15.07.2009
Lockerung des Rauchverbots
NEIN
12.02.2009
Verbot von Genmais
nicht anwesend
Fragen an Claudia Jung (bürgerlicher Name Ute Singer)
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Frage zum Thema Kinder und Jugend
10.11.2010
Von:

Guten Tag Frau Jung.

Während der aktuelle JMStV sich als zahnloser Tiger bewies und das deutschsprachige Web kaum beeinflusste, hat die Novellierung das Potential dazu.

Der neue JMStV wird durch seine Verpflichtung zum Jugendschutz für Inhalte "ab 6 Jahren" (§5 Absatz 1) mehr Seiten betreffen. Es gibt zwar zahlreiche Einschränkung, allerdings machen die den JMStV extrem komplex. Leider können Fehler beim Jugendschutz für die Anbieter ein Bußgeld in Höhe von bis zu 500k € nach sich ziehen. Hinzu kommt die erhöhte Gefahr abgemahnt zu werden. Diese Entwicklung bedeutet für kleine Webseiten eine unverhältnismäßige Belastung, welche die Dynamik des Internets stark einschränken wird.

Faszinierend finde ich beim aktuellen Entwurf die Ausnahmeregelungen für einzelne "alte Medien. Exemplarisch sei hier der §5 Abs. 1 des JMStV genannt.

Es ist bezeichnend, dass etablierten Medien für ihre Webpräsenzen mit Ausnahmegenehmigungen versehen werden. Das verzerrt nicht nur den Wettbewerb, es führt auch den durch den JMStV forcierten Filter ad absurdum. Wie die Filtersoftware erkennen soll, ob eine Seite (un)berechtigt nicht gekennzeichnet ist, ist mir schleierhaft. Ganz zu schweigen von der Problematik mit ausländischen Seiten, die sich nicht kennzeichnen werden. Das betrifft auch sehr bekannte und wertvolle Anbieter, wie die Wikipedia.

Für die Verfasser des JMStV ist das Internet immer noch ein "Fernsehen 2.0", dabei ist es kein Rundfunk: Jeder Teilnehmer kann gleichzeitig Sender und Empfänger sein. Das Internet hat genau den Vorteil, dass es dort nicht aufgrund der hohen Kosten oder begrenzten Frequenzen wenige Anbieter gibt. Dem müssen auch die Regelungen zum Jugendschutz angepasst sein.

Ausführliche Informationen über die Folgen des JMStV können sie hier finden:

is.gd

is.gd

Was sagen sie zu den obigen Ausführungen? Wie ist ihre Meinung zur Novellierung des JMStVs und wie werden Sie abstimmen?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Claudia Jung (bürgerlicher Name Ute Singer)
3Empfehlungen
17.11.2010
Claudia Jung (bürgerlicher Name Ute Singer)
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre wichtige Frage. Zweifelsohne wird die Novellierung des JMStV (Jugendmedienschutz-Staatsvertrag) Folgen für die zukünftige Nutzung des Internets haben. Meines Erachtens sind diese jedoch nicht so gravierend, wie von Ihnen befürchtet.

Die Diskussion innerhalb der FREIE Wähler Fraktion im Bayerischen Landtag verliefen vor allem vor dem Hintergrund des Jugendschutzes und der Prävention. Dabei ist die Vorgehensweise, den Nutzer selbst darüber entscheiden zu lassen, welche "Filteroptionen" er wählt, mit unserem Verständnis von Freiheit im Netz durchaus vereinbar. Nach langen und durchaus kontroversen Diskussionen sowie fachkundiger Beratung wurde die Zustimmung zum JMSt beschlossen.

Persönlich bin ich der Meinung, dass die Ausweitung der freiwilligen Alterskennzeichnung durch die Inhalteanbieter, mit dem Rückgriff auf das geltende Jugendschutzgesetz, einen richtigen Schritt darstellt. Die Vorstellung, ein Alterskennzeichnungssystem auf mittlere Frist zu schaffen, welches alle Medien einschließt, begrüße ich - wohl wissend, dass Internetseiten einer zeitlichen Dynamik unterworfen sind und damit eine Einstufung bzw. Bewertung im Vergleich zu anderen Medien schwieriger ist. Unbestritten ist, dass es in der Umsetzung anfangs auch Herausforderungen geben wird. Umso wichtiger ist der rege Dialog von Politik, Nutzern und Experten zum Thema.

Am Ende werden derartige Richtlinien und Einstufungen aus meiner Sicht naturgemäß nur eine eindämmende Wirkung haben. Grundlegend ist letztlich die Stärkung der Medienkompetenz der Kinder und Jugendlichen. Dies ist eine umfassende Aufgabe, die neben einer kontinuierlichen Aufklärung durch Politik und Medien vor allem, wenn nicht sogar nur, durch Eltern und Schule geleistet werden kann.

Vielleicht, so meine berechtigte Hoffnung, wird verantwortungsvollen Eltern im Zuge der öffentlichen Diskussion um die Alterskennzeichnung bewusst, dass sie letztlich mit ihren Kindern gemeinsam altersgerechte Inhalte besprechen und dann entsprechend die Einstellungen an ihrem "Heim-Computer" vornehmen müssen.

Ich hoffe, Ihre Frage zufriedenstellend beantwortet zu haben und schicke Ihnen beste Grüße aus München!

Claudia Jung
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Frage zum Thema Soziales
02.05.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Jung,

betreffend ihrem Aufruf zur Sozialwahl stellen sich für mich ein paar Fragen ( claudiajung-mdl.de ).

  • Kennen Sie die Listen, die dahinterstehenden Person und wissen welche Beschlüsse abgestimmt wurden und welche Liste/Person wie abgestimmt hat?
  • Haben Sie selbst gewählt, und wenn ja nach welchen Entscheidungskremien?
  • Halten Sie eine Wahl für Sinnvoll wo Namen auf einer Liste stehen, dem Wähler jedoch jegliche Hintergrundinformation verborgen bleibt?
  • Wenn Sie Hintergrundinformationen herausgebracht haben, wo kann ich diese finden, für mich dauert diese Wahl jetzt schon deutlich mehr als 8 Stunden, und die Entscheidungsfindung hat noch nicht einmal richtig begonnen. Ihre Hintergrundinformationen die mir ermöglichen die Wahl in "5 Minuten" durchzuführen würde ich gerne auch besitzen.

mit freundlichen Grüßen
Antwort von Claudia Jung (bürgerlicher Name Ute Singer)
bisher keineEmpfehlungen
06.05.2011
Claudia Jung (bürgerlicher Name Ute Singer)
Sehr geehrter Herr ,

herzlichen Dank, dass Sie sich an der Sozialwahl beteiligen und für Ihre Frage von abgeordnetenwatch.de Gebrauch gemacht haben.

Die Sozialwahl ist zu allererst ein fester Bestandteil unseres demokratischen Systems, bei der es im Kern um Mitbestimmung in zentralen und essentiellen Lebensbereichen geht, die jeden Versicherten angehen - wie Rente, Gesundheitsversorgung, Pflege, Arbeitsunfähigkeit und letzten Endes auch um die Zukunft der Sozialversicherungssysteme. Natürlich geht es auch um die Stärkung der Interessenvertretung, die eine weitgehende Unabhängigkeit von der Politik garantiert.

Alle Kandidaten auf den Listen der Organisationen und Interessengruppen sind Versicherte, die selbst von Entscheidungen betroffen sind - also Experten in eigener Sache. Mit der Abgabe unserer Stimme stärken wir Versicherten den ehrenamtlichen Vertretern den Rücken für ihre demokratische Arbeit. Daher auch mein Aufruf zur Wahlbeteiligung.

Ich habe einen Link gesetzt, der es allen Lesern ermöglicht, Hintergrundinformationen dieser Wahl zu lesen und sich bei Bedarf weitere Details herunterzuladen. Da die Organisationen bei Ihrer Selbstdarstellung nur über den Inhalt bestimmen können, ist allen Lesern eine neutrale Basis für Ihre Entscheidung bei meiner Quellenangabe - www.sozialwahl.de - geboten. Diese Seite haben übrigens Kassen und DRV gemeinsam eingerichtet.

Hier noch ein weiterführender Download der zuvor genannten Homepage:

download.sozialwahl.de

Sie können sich aber auch in der Mitgliederzeitschrift Ihrer Kasse, in Broschüren und auch über Telefon-Hotlines kostenlos über die Kandidaten informieren.

Lieber Herr , weitergehende Fragen werden Ihnen bei der "Die Deutsche Rentenversicherung Bund" und bei den hier genannten Ersatzkassen über deren Hotlines die zur Wahl stehenden Listen sowie die Selbstverwaltung geschaltet worden sind, sicherlich gerne beantwortet.

• www.deutsche-rentenversicherung-bund.de

• www.barmer-gek.de

• www.tk.de

• www.dak.de

• www.kkh-allianz.de

• www.hkk.de



Mich an dieser Wahl zu beteiligen, war für mich sehr wichtig. Die relevanten Kriterien zu lesen und für mich eine Wahlentscheidung zu treffen hat wirklich nicht allzu lange gedauert.



Ich wünsche Ihnen alles Gute!

Ihre

Claudia Jung
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
03.04.2012
Von:

Sehr geehrte Frau Singer,

wie positionieren Sie sich zum geplanten Bau einer dritten Startbahn am Münchener Flughafen?

Für die Beantwortung meiner Frage im Voraus herzlich dankend verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen

Antwort von Claudia Jung (bürgerlicher Name Ute Singer)
bisher keineEmpfehlungen
04.05.2012
Claudia Jung (bürgerlicher Name Ute Singer)
Sehr geehrter Herr ,

für eine dritte Start- und Landebahn in Milliardenhöhe sehe ich persönlich keinen Bedarf, im Gegenteil: der Flughafen München ist längst noch nicht an seiner Leistungsgrenze angekommen, weil es nämlich auf den beiden Startbahnen für die nächsten zehn Jahre genügend Luft nach oben gibt. Wir brauchen keinen "Wettrüsten" mit dem Frankfurter Flughafen und - um den Slogan der Startbahn-Befürworter aufzugreifen - ich bin der Überzeugung, dass München auch mit zwei Startbahnen "optimal mit der Welt verbunden" bleibt!

Nicht nur, dass ich gerne eine Überprüfung der umstrittenen Wachstumsprognosen hätte, für den Bau der Startbahn gibt es meines Wissens auch noch kein schlüssiges Finanzierungskonzept. Es wäre unklug und unseriös, weitere Steuergelder verbauen zu wollen, obwohl gar kein Bedarf besteht. Das Wichtigste aber ist und bleibt der Mensch, den wir bei allen Daten zu Kapazitäten und Flugberechnungen nicht vergessen dürfen: Durch den Bau einer dritten Startbahn im Erdinger Moos würde in der Region die Belastung ein für die Betroffenen erträgliches Maß deutlich überschritten. Deshalb ist die Position der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion ganz klar: Nein zur dritten Startbahn, mehr Geld für die bayerischen Regionen! In diesem Sinne begrüße ich die Ankündigung der Staatsregierung, nicht vorzeitig mit dem Bau der dritten Startbahn beginnen zu wollen und bin gespannt auf den Bürgerentscheid am 17. Juni 2012.

Ihre Claudia Jung
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
04.05.2012
Von:
Tim

Liebe Frau Jung,

mit Interesse habe ich Ihre obige Antwort gefunden ( www.abgeordnetenwatch.de ). Sie kennen sicher die Dagegen-Initiative aufgemuckt (www.aufgemuckt.de), die von anderen immer Transparenz fordert, aber selber diese nicht gibt und beispielsweise Daten zu ihren Strukturen und Finanzen offenlegt.

Ich habe deshalb ein paar Fragen auch an Sie:

1. Bei dem Münchner Initiativteil wurde angegeben, dass 15.000 Euro von der Gregor-Louisoder-Umweltstiftung stammen ( www.keinestartbahn.de ). Schaut man auf die Homepage dieser Stiftung ( www.umweltstiftung.com -> "Wir über uns) und hier insbesondere den Stiftungszweck, findet man beim besten Willen keinen Punkt zur Unterstützung zur Förderung oder Verhinderung von Infrastrukturprojekten. Halten Sie daher die Finanzierung für illegitim oder illegal und müsste hier nicht wegen zweckwidriger Verwendung die Stiftungsaufsicht einschreiten?

2. Die Dagegen-Initiative in München wird von den Grünen getragen. Handelt es sich somit um eine Parteiveranstaltung und werden die Mittel im Rechenschaftsbericht der Grünen aufgeführt?

3. Bei dem Umlandteil der Dagegeninitiative www.keine-startbahn3.de habe ich lange gesucht, wo Informationen zur Herkunft der Mittel veröffentlicht sind. Bei einem Verein, der bereits seit Jahren besteht, sollte dies normaler Weise kein Problem sein. Weder hier noch bei den nachrangigen Initiativen fehlen solche Angaben wie auch Strukturangaben (Vorstand, Mitgliederversammlung) vollkommen. Wird Ihrer Ansicht nach hier dem Transparenzgebot gefolgt oder werden nicht eher die realen Geldgeber verschleiert? Sind Sie bereit, hier entsprechende Nachweise zu fordern?

4. Halten Sie es demokratiepolitisch für problematisch, wenn die Dagegen-Initiative ohne Legitimation von der Vertretung von 300.000 "Betroffenen" spricht ( www.keine-startbahn3.de )?


Herzlichst
Ihr Tim

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