Clara Herrmann (DIE GRÜNEN)
Kandidatin Berlin 2011
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Angaben zur Person
Clara Herrmann
Jahrgang
1985
Berufliche Qualifikation
Geographin
Ausgeübte Tätigkeit
Abgeordnete
Wohnort
Berlin-Friedrichshain
Wahlkreis
Friedrichshain-Kreuzberg WK 4
Landeslistenplatz
11, über Liste eingezogen, Friedrichshain-Kreuzberg
(...) Unabhängig von bundesgesetzlichen Regelungen kann das Land Berlin schon jetzt die Mietentwicklung seiner Wohnungsbaugesellschaften steuern. Wir wollen die DEGEWO und die fünf anderen landeseigenen Unternehmen anhalten, sich bei Neuabschlüssen von Wohnungsmietverträgen innerhalb des Berliner Mietspiegels zu bewegen. (...)
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Frage zum Thema Arbeit
08.08.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Herrmann,

da auf Ihren Wahlplakaten keine Inhalte, sondern lediglich Ihr Gesicht zu sehen ist (dies ist keine Kritik speziell an Ihnen oder Ihrer Partei - sämtliche anderen Parteien machen das ja auch nicht anders), habe ich nicht die leiseste Ahnung, was für eine Politik ich unterstütze, wenn ich Sie wähle. Daher habe ich keine spezielle Frage an Sie, sondern wüsste nur gerne ganz allgemein, was für Ansichten Sie vertreten. Was wollen Sie ändern? Wofür stehen Sie? Was kann ich von Ihnen erwarten, wenn ich Ihnen meine Stimme gebe? (Unter "Thema Ihrer Frage" habe ich "Arbeit" ausgewählt, weil ich irgendetwas auswählen MUSSTE - sonst hätte ich die Frage nicht abschicken können. Bitte beachten Sie dies nicht, ich hätte genauso gut jedes andere Thema auswählen können.)
Antwort von Clara Herrmann
1Empfehlung
11.08.2011
Clara Herrmann
Sehr geehrter Schafrik,

vielen Dank für Ihre Frage. Weil auf den Plakaten nicht sonderlich viel Platz ist, finden sich meine Themen und Inhalte auf einem speziellen Flyer www.clara-herrmann.net , der an unseren Ständen im Wahlkreis verteilt wird. Weitere Informationen über mich und meine Arbeit finden Sie auf meiner Homepage
( www.clara-herrmann.net ).

Das Wahlprogramm der Grünen für Berlin finden sie hier:
gruene-berlin.de

und das GRÜNE Bezirks-Wahlprogramm für Friedrichshain-Kreuzberg hier:
www.frieke.de

Meine politischen Ziele habe ich auch im Interview mit der GRÜNEN JUGEND vorgestellt und diskutiert:

www.clara-herrmann.net

In den letzten fünf Jahren habe ich mich im Abgeordnetenhaus für Kinder und Jugendliche eingesetzt, gegen Rechtsextremismus engagiert und im Hauptausschuss für mehr Transparenz und eine nachhaltige Finanzpolitik stark gemacht.

Zwei konkrete Beispiele:

  • für mehr Rechte und echte Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen (u.a. Kinderrechte in die Verfassung, Wahlalter 16)

  • für mehr Aufklärung über Strategien und Symbole der Rechtsextremen (u.a. Informationen zur Kleidermarke "Thor Steinar" oder ein Präventionsprogramm an Berliner Schulen und Bildungseinrichtungen)

Für den Friedrichshain-Kreuzberg sind mir folgende Punkte besonders wichtig:

*Schutz der MieterInnen*
Klaus Wowereit findet steigende Mieten gut. Enormen Mietsteigerungen führen aber sichtbar zu sozialer Verdrängung. Den Schutz der MieterInnen vor Immobilienspekulanten oder unnötiger Luxusmodernisierung hat die rot-rote Koalition auf Landesebene versäumt. Ich unterstütze eine Wohnungspolitik für die Menschen vor Ort, die Klimaschutz und Sanierung nicht verhindert, aber die Vielfalt des Kiezes erhält und soziale Härten vermeidet. Dafür müssen auf Landesebene endlich die zur Verfügung stehenden Instrumente genutzt werden. So kann die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen gestoppt und die Nutzung von Wohnraum für gewerbliche Zwecke verhindert werden.

*Kein Weiterbau der Autobahn A 100 nach Friedrichshain*
Auch in der nächsten Legislaturperiode werde ich weiterhin konsequent gegen den unsinnigen und teuren Weiterbau der A 100 nach Friedrichshain kämpfen. Die Autobahn führt zu keiner Entlastung, sondern wird täglich tausende zusätzliche Autos in den Kiez leiten. Dauerstau auch auf Nebenstraßen, Lärm, Dreck, Abgase und eine geringere Lebensqualität sind die Folge. Eine nachhaltige Verkehrspolitik berücksichtigt in erster Linie die Interessen der FußgängerInnen und RadfahrerInnen und sorgt für einen gut ausgebauten, zuverlässigen Öffentlichen Personennahverkehr.

*Ein Spreeufer für alle*
Der öffentliche Raum in unserem Bezirk gehört den BewohnerInnen. Daher lehne ich Zugangsbeschränkungen, wie zum Beispiel Eintrittspreise für Parks, ab. Auch das Spreeufer muss für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Nicht zuletzt der Bürgerentscheid "Spreeufer für alle" hat die Politik beauftragt, die bestehenden Frei- und Zwischenräume in Friedrichshain zu erhalten und Hochhauszupflasterungen zu stoppen.

*Mehr Kitaplätze*
Zwar sind in den letzten Jahren viele neue Kitaplätze im Bezirk entstanden, dennoch fehlen noch immer sehr viele Plätze.


Mit freundlichen Grüßen,
Clara Herrmann
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Frage zum Thema Soziales
16.08.2011
Von:

Hallo Frau Hermann,

Sie hatten zu Ihrem Programmpunkt "Schutz der MieterInnen" gefordert, dass die auf Landesebene zur Verfügung stehenden Instrumente endlich genutzt werden sollten, um die Umwandlung von Miete- in Eigentumswohnungen zu stoppen und die gewerbliche Nutzung zu verhindern.

Mich würde interessieren, mit welchen Instrumenten insbesondere die Umwandlung gestoppt werden kann bzw. welche Instrumente Sie durchsetzen möchten.

Mit freundlichen Grüßen
M.
Antwort von Clara Herrmann
bisher keineEmpfehlungen
24.08.2011
Clara Herrmann
Sehr geehrter Herr ,

konkrete Instrumente auf Berliner Landesebene sind folgende:

1. Zweckentfremdungsverbotsverordnung
Diese stellt sicher, dass immer mehr Wohnungen dem Mietmarkt entzogen werden können, z.B. durch spekulativen Leerstand oder die Vermietung als Ferienwohnungen. Dazu hat die bündnisgrüne Fraktion im Abgeordnetenhaus auch einen Antrag gestellt ( siehe www.parlament-berlin.de ). Rot-rot sah an dieser Stelle keinen Handlungsbedarf, gegen spekulativen Leerstand vorzugehen.

2. Umwandlungsverordnung
Diese macht die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen genehmigungspflichtig und damit beschränkbar. In Hamburg wird das Instrument genutzt. Auch hierzu haben wir im Abgeordnetenhaus eine Initiative unternommen (siehe Antrag mit der Drucksache 16/ 3848 unter www.parlament-berlin.de ) Auch dies hat rot-rot abgelehnt.

3. Weitere Vorhaben zu Sozialwohnungen retten und gezielter Neubau finden Sie hier www.gruene-fraktion-berlin.de

4. Konsequenter Mieterschutz auf Bundesebene durchsetzen - über den Bundesrat Einfluss nehmen!
Ein entscheidender Preistreiber gerade auf dem innerstädtischen Wohnungsmarkt: Die Miete darf bei Neuvermietungen nahezu unbegrenzt steigen. Wir setzen uns dafür ein, dass Neuverträge im Bürgerlichen Gesetzbuch geregelt werden und die Miethöhe begrenzt wird.
In laufenden Mietverhältnissen können die Mieten bislang ohne jegliche Wohnwertverbesserung alle drei Jahre um bis zu 20 Prozent erhöht werden, bis die im Mietspiegel festgelegte ortsübliche Vergleichsmiete erreicht ist. Wir wollen diese Kappungsgrenze deutlich absenken.

Unabhängig von bundesgesetzlichen Regelungen kann das Land Berlin schon jetzt die Mietentwicklung seiner Wohnungsbaugesellschaften steuern. Wir wollen die DEGEWO und die fünf anderen landeseigenen Unternehmen anhalten, sich bei Neuabschlüssen von Wohnungsmietverträgen innerhalb des Berliner Mietspiegels zu bewegen.

Weitere Informationen finden Sie in unserem Wahlprogramm im Abschnitt: "Wohnen darf kein Luxus sein - Mieterschutz stärken" ab S. 37 unter gruene-berlin.de

Auch in unserem Bezirkswahlprogramm finden Sie ausführliche Informationen im Abschnitt Wohnen ab S. 14 unter www.frieke.de

Mit freundlichen Grüßen,
Clara Herrmann
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Frage zum Thema Soziales
16.09.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Herrmann,

was möchten sie gegen die Problematik der brennenden Autos/Kieze tun? Gerade Kreuzberg scheint eine Hochburg entsprechender Aktivitäten zu sein wenn man sich die Zahlen anschaut.

In diesem Zusammenhang wüßte ich gerne ihre aktuelle Position zum "Bündnis Rechtspolulismus stoppen" welches laut Verfassungsschutz Kontakte zu linksextremistischen Kreisen pflegt - und gleichzeitig vom Senat finanziell stärker unterstütz werden soll.

Sie stehen dort als Unterstüzer mit Ihrem guten Namen drin.

Mit freundlichen Grüßen,
R.B.

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