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Sehr geehrter Herr Linder,
vor drei Jahren habe ich den Schritt zur Existenzgründung gewagt und mich selbständig gemacht. Auch wenn ich als Gründer in den Anfangsjahren viel zurückstecken musste, was Freizeit und Urlaub anging, bin ich froh diesen Schritt gewagt zu haben.
Bundesarbeitsministerin von der Leyen plant nun zum Juli nächsten Jahres, eine Rentenversicherungspflicht für Selbständige einzuführen. Der monatliche Mindestbeitrag soll bei 250-300 Euro zuzüglich 100 Euro für die Absicherung gegen Erwerbsminderung liegen.
Ich frage mich, wie in aller Welt die FDP diesen Plänen als Koalitionspartner nur zustimmen konnte? Diese Art von einkommensunabhängigem monatlichen Zwangsbeitrag zerstört meine Existenz. Mein Geschäft entwickelt sich zwar immer besser - ich bin ziemlich sicher, dass ich in ein bis zwei Jahren mehr als den Mindestbetrag einzahlen könnte - aber im Moment sind 400 Euro Mehrbelastung im Monat für mich einfach unmöglich aufzubringen.
Dieser Rentenzwang macht Existenzgründungen in den meisten Fällen unmöglich. Innovative, mutige Kleinunternehmer werden in den Ruin getrieben, bevor sie eine Chance hatten, ihre Idee zu verwirklichen.
Ich fordere Sie, Herrn Linder, und die FDP auf, ihrem Koalitionspartner in dieser Frage Paroli zu bieten und sich für Unternehmertum einzusetzen. Zehntausende Selbständige schließen sich momentan im Rahmen einer ePetition an den Bundestag zusammen (
epetitionen.bundestag.de ). Wenn die FDP als Regierungspartei dieses Vorhaben, das ihre Kernwählerschaft betrifft, nicht verhindert, können Sie davon ausgehen, dass die Stimmen dieser zehntausenden Wähler für Sie verloren sind.
Mit freundlichen Grüßen
