Christel Humme (SPD)
Abgeordnete Bundestag

Grunddaten
Christel Humme
© spdfraktion.de
Geburtstag
25.11.1949
Berufliche Qualifikation
Lehrerin, Diplom Ökonomin
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Witten
Wahlkreis
Ennepe-Ruhr-Kreis II
Ergebnis
40,9%
Landeslistenplatz
25, Nordrhein-Westfalen
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(...) Ich werde meine Skepsis auch gegenüber den Umweltpolitikerinnen und Umweltpolitikern meiner Fraktion äußern, die sich im kommenden Monat in ihrem Fachausschuss mit dem Thema "Fracking" beschäftigen. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Senioren
13.06.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Humme,

Schon im vergangenen Jahr war ich begeistert über die 1%tige Renten"erhöhung". Das haben wir ja in diesem Jahr ebenfalls – ein wenig reduziert, es sind gerade mal 0,99% , was die Rentner bekommen.
Also bei meiner Minirente (Nein, habe ich nicht selbst verschuldet!) wird das jetzt etwa € 4.- ausmachen, die ich noch mit meiner Krankenkasse und Pflegeversicherung teilen muss.
Mit dem bisschen Bier, das ich dafür trinken kann, wird das auch nicht schöner. .
Jedoch jemand, der z.B. 2000 € Rente bekommt, ist fraglos auf der Seite der Wohlhabenden. Der bekommt nun nicht etwa auch den berauschenden Satz von € 4.- sondern immerhin € 20.- Kann durchaus sein, (Hoffentlich!) dass er dadurch in einen Bereich mit höherer Steuerlast kommt und im Endeffekt sogar weniger hat – aber es trifft trotzdem keinen Armen.
Der Arme jedoch wäre an den steuerfreien 20.- (minus Krankenkasse) wirklich froh.

Ich frage mich, Sie und andere Politiker: Welches Naturgesetz verlangt, dass Rentenerhöhungen prozentual sein müssen?
Was aber unser Grundgesetz verlangt ist Gerechtigkeit. Ist es gerecht, dass der Wohlhabende einen Prozentsatz seines Wohlhabens bekommen muss? Wohl kaum. Wenn dieser auch einen Kleinbetrag wie € 20.- nicht wirklich als Verbesserung ansehen wird.

Übrigens: Wenn der Staat seinen Rentnern jedes Jahr einen Festbetrag (vielleicht tatsächlich einen Prozentsatz, nämlich von dem berühmten Warenkorb) zukommen ließe, wäre er wahrscheinlich billiger dran, wie jetzt, wo wieder die Wohlhabenden den Rahm abschöpfen.

Könnten Sie sich dieser Überlegung anschließen und eine Abkehr von der Prozent-Marge befürworten?

Mit freundlichem Gruß
Antwort von Christel Humme
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20.06.2011
Christel Humme
Sehr geehrter Herr ,

danke für Ihre Mail.

Als direkt gewählte Abgeordnete des nördlichen Ennepe-Ruhr-Kreises konzentriere ich mich neben meiner Arbeit als stellvertretende Ausschussvorsitzende und Mitglied im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie dem Vorsitz der AG Gleichstellungspolitik meiner Fraktion auf die zahlreichen Anliegen der Bürgerinnen und Bürger "meines" Wahlkreises, die mich per Post, Mail, Telefon oder auch über Abgeordnetenwatch erreichen.

Daher bitte ich um Ihr Verständnis, wenn ich Sie mit Ihrer Anmerkung zur Entwicklung der Rente an die für Ihren Wohnort Lampertheim zuständigen hessischen Bundestagsabgeordneten verweise. Diese finden Sie in diesem Portal www.abgeordnetenwatch.de

oder auf der Internetpräsenz des Bundestages www.bundestag.de

Mit freundlichen Grüßen

Christel Humme
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
04.08.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Humme,

wir Bürger wurden nicht nach unserer Meinung gefragt, ob wir den Euro haben wollen, und werden jetzt nicht gefragt, ob wir anderen EU-Staaten helfen sollen ihren Haushalt zu sanieren.
Außerdem finde ich, dass die Einführung des Euro nicht demokratisch legitimiert wurde, genausowenig wie der derzeitige Geldtransfer an Griechenland und andere EU-Staaten nicht demokratisch legitimiert ist.
Anstelle einer harten nationalen Währung haben wir Bürger den weichen Euro und dürfen zuschauen, wie unser Steuergeld, das wir erwirtschaftet haben, nicht für unsere Zwecke verwendet wird.
Mit der Haftung für andere Staaten wird uns Bürgern unser Steuergeld enteignet - denn die Steuereinnahmen sind dazu da den eigenen Staat zu finanzieren. Das ist das Grundprinzip eines Staatshaushaltes.
Zudem verstoßen die diversen "Rettungsschirme" gegen unsere Verfassung und den Lissaboner Vertrag. Die Verfassung schützt die Eigentumsrechte der Bürger - aber die Politik nimmt unser Geld und verleiht es an Dritte. Der Lissaboner Vertrag erlaubt zwar "finanziellen Beistand" - aber nur im Falle von unvorhergesehenen (Natur-)Katastrophen.
Zudem kommt noch, dass es ja nicht direkt unser Steuergeld ist, sondern dass die BRD und andere Geberstaaten dieses Geld bei Banken leihen - und wir Bürger müssen für die Zahlungsverpflichtungen Dritter haften.
Das deutsche Volk hat durch den Euro an Konsumkraft verloren; es wird in Zukunft für fremde Schulden "zahlen" müssen (falls Griechenland u.a. Staaten die Kredite nicht zurückzahlen können), indem unser Rechtsstaat und Sozialstaat in Zukunft unterfinanziert sein wird - die Folgen wären eine weitere Beschleunigung der derzeitigen Verarmung der Bevölkerung.

Wir sind doch das wirtschaftlich stärkste Land Europas - warum haben wir Bürger immer weniger davon?

Meine Frage an Sie:
Wäre es nicht an der Zeit, dass sich die BRD vom Euro verabschiedet und wieder zu einer nationalen Währung zurückkehrt?

Viele Grüße aus Bochum
Antwort von Christel Humme
bisher keineEmpfehlungen
08.08.2011
Christel Humme
Sehr geehrter Herr, sehr geehrte Frau , danke für Ihre Mail.

Als direkt gewählte Abgeordnete des nördlichen Ennepe-Ruhr-Kreises konzentriere ich mich neben meiner Arbeit als stellvertretende Ausschussvorsitzende und Mitglied im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie dem Vorsitz der AG Gleichstellungspolitik meiner Fraktion auf die zahlreichen Anliegen der Bürgerinnen und Bürger "meines" Wahlkreises, die mich per Post, Mail, Telefon oder auch über Abgeordnetenwatch erreichen.

Daher bitte ich um Ihr Verständnis, wenn ich Sie mit Ihrer Anfrage zur aktuellen Entwicklung des Euro bzw. der Option einer Rückkehr zu nationalen Währung an die für Ihren Wohnort Bochum zuständigen Bundestagsabgeordneten verweise. Diese finden Sie in diesem Portal unter diesem Link www.abgeordnetenwatch.de

oder auf der Internetpräsenz des Bundestages
www.bundestag.de

Mit freundlichen Grüßen
Christel Humme
Ergänzung vom 08.08.2011
Sehr geehrter Herr, sehr geehrte Frau , danke für Ihre Mail.

Als direkt gewählte Abgeordnete des nördlichen Ennepe-Ruhr-Kreises konzentriere ich mich neben meiner Arbeit als stellvertretende Ausschussvorsitzende und Mitglied im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie dem Vorsitz der AG Gleichstellungspolitik meiner Fraktion auf die zahlreichen Anliegen der Bürgerinnen und Bürger "meines" Wahlkreises, die mich per Post, Mail, Telefon oder auch über Abgeordnetenwatch erreichen.

Daher bitte ich um Ihr Verständnis, wenn ich Sie mit Ihrer Anfrage zur aktuellen Entwicklung des Euro bzw. der Option einer Rückkehr zu nationalen Währung an die für Ihren Wohnort Bochum zuständigen Bundestagsabgeordneten verweise. Diese finden Sie in diesem Portal unter diesem Link www.abgeordnetenwatch.de

oder auf der Internetpräsenz des Bundestages
www.bundestag.de

Mit freundlichen Grüßen
Christel Humme
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Frage zum Thema Senioren
23.09.2011
Von:

Wird wegen der Eurbonds die Rente - um 16%gekürzt? Noch hat keiner die Katze aus dem Sack gelassen Aber am größten Haushaltsposten im Bundeshaushalt wird die SPD man wohl auch einkürzen - sollten die Eurobonds kommen:
1) von den 244 Milliarden Euro Budget der Rentenversicherung kommen 80 Milliarden vom Bundeszuschuss zur Rentenversicherung (2011).
2) 40 Milliarden pro Jahr soll unsere Staatsverschuldung wegen der Eurobonds mehr an Zinsen kosten, laut Berecchnung des Bundes der Steuerzahler. Wo soll denn das Geld herkommen?
3) Entscheidet man sich für die Kürzung des Bundeszuschusses zur Rentenversicherung um 40 Milliarden, so sind das etwa 16 % des Gesamtburgets. Dieses Geld steht den Rentnern nich mehrt zur Verfügung.

Kommt die Rentenkürzung um 16% ?

Wir wisse es nicht! Die Eurobond-Beführworter haben uns noch nicht gesagt wo das Geld herkommen soll. Man kann es nur vermuten. Es gibt aber nur zwei prinzipielle Optionen:

Steuern rauf - und/oder - sozial einkürzen !

Manche meinen, man kann bei den Reichen die Steuern erhöhen, doch die sind dann wahrscheinlich schon längst in die Steuer- und Bankenoasen geflüchtet, die wir mit den Eurobonds subventionieren (z.B. Irland). Wahrscheinlich zahlt der kleine Mann - und es wird gekürzt.

UNd was ist wenn Deutschland im Rahmen der Eurbonds für die Staatsanleihen von Pleitestaaten einspringen muss? Bekommen wir dann die größten je dagewesenen sozialen Einschnitt?

Wo schneidet die SPD für die Eurobonds sozial ein?
Antwort von Christel Humme
1Empfehlung
06.10.2011
Christel Humme
Sehr geehrter Herr ,

ich kann Ihre Besorgnis angesichts der aktuellen Diskussionen um den Euro und die unsägliche Zick-Zack-Politik der schwarz-gelben Bundesregierung gut nachvollziehen.

Ich glaube, nach aktuellem Stand müssen Sie sich keine akuten Sorgen um die Zukunft des solidarischen Rentensystems machen. Ihre Sorgen könnten allerdings dann begründet sein, wenn die private Vorsorge, die für Rentnerinnen und Rentner zusätzlich zur gesetzlichen Rente immer wichtiger wird, durch riskante Spekulationen auf den Finanzmärkten in Gefahr gerät.
Daher fordert die SPD seit langem wirkungsvolle Maßnahmen, um Bürgerinnen und Bürger vor den Folgen unverantwortlicher Finanzspekulationen zu schützen. Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten setzen uns daher für eine harte Regelung der Finanzmärkte ein.

Für weitere Auskünfte möchte ich Ihnen empfehlen, sich an Ihren für Erlangen zuständigen bayerischen Bundestagsabgeordneten zu wenden, den Sie hier finden:
www.bundestag.de

Mit freundlichen Grüßen

Christel Humme
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
30.11.2011
Von:
M.

guten tag,

ich möchte wissen wie sie folgendes beurteilen:

mit der wieder vereinigung deutschlands wurde laut grundgesetz die BRD souverän, und musste als bedingung für die wiedervereinigung den euro akzeptieren.

Quelle unter anderem: bueso.de

im GG ist festgeschrieben das es im falle der wieder vereinigung eine neue verfassung geben muss, die von der mehrheit des volkes ratifiziert wird.

Ich ergänze dazu, ein freies land muss damit beginnen frei zu sein, indem in freiheit ein grundgesetz oder eine verfassung bestimmt wird.

Quelle unter anderem: www.bpb.de

jetzt wurde vor noch nicht allzu langer zeit ein passus ins GG aufgenommen, der besagt das das GG die neue verfassung ist, ohne volks abstimmung, einfach so.

das sind die de facto tatsachen bestände, denn ich sehe nicht das sich jemand bemühen muss eine neue verfassung zu erarbeiten, und de facto wird dadurch das GG zur verfassung durch die änderung des artikel 146.

Quelle unter anderem: de.wikipedia.org

in jedem freien land auf dieser welt ist der generalstreik erlaubt, und wird die volks abstimmung als demokratisches instrument zur legitimierung von wichtigen und grundsätzlichen gesetzlichen entscheidungen sogar verlangt, wieso nicht im "souveränen" staat deutschland..?

wie beurteilen sie die zukunfts fähigkeit deutschlands angesichts dieser sich weiterhin andeutenden und lange gelebten parlamentarischen diktatur..?


mfg.
Antwort von Christel Humme
3Empfehlungen
05.12.2011
Christel Humme
Sehr geehrter Herr ,
danke für Ihre Mail.

Ich bin keine Anhängerin von Verschwörungstheorien und weise Ihre Behauptung, wir lebten in einer "parlamentarischen Diktatur" entschieden zurück.

Ich kenne keine seriöse Quelle, die Anhaltspunkte für die von Ihnen angeführte Verbindung zwischen der deutschen Wiedervereinigung und der Einführung des Euro liefern würde.

Das deutsche Grundgesetz hat sich über die Jahrzehnte als Verfassung der Bundesrepublik Deutschland bewährt.

Im Zuge der Vereinigung der "alten" Bundesrepublik mit der DDR bot das Grundgesetz zwei Möglichkeiten an.

Zum einen hätte nach § 146 die Möglichkeit bestanden, gemeinsam eine neue Verfassung zu erarbeiten und die bereits vorliegenden Ergebnisse des Rundes Tisches für eine Verfassung der DDR zu berücksichtigen. Die andere Alternative, für die sich die damalige Regierung Kohl unter Verweis auf § 23 des Grundgesetzes entschieden hat war, den Geltungsbereich des bestehenden Grundgesetzes auf die neuen Bundesländer auszuweiten. Der Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland wurde dann in einem Staatsvertrag, dem so genannten Einigungsvertrag, geregelt.

Aktuell sehe ich weder die Notwendigkeit noch ein Verlangen, dieses kluge gesetzliche Fundament unseres demokratischen Rechtstaates in Frage zu stellen.


Mit freundlichen Grüßen
Christel Humme
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
05.12.2011
Von:
M.

Sehr geehrte Frau Humme,

schade das sie nicht weiter auf die wirklich wichtigen aspekte meiner fragestellung eingehen, stattdessen beissen sie sich an dem ausdruck "parlamentarische diktatur" fest, was mir bedeutet das ich wohl einen wunden punkt getroffen habe...

mir geht es nicht um verschwörungstheorien, mir geht es um fakten, und fakt ist das deutschland, die BRD, noch nicht lange souverän entscheidungen fällen darf überhaupt, und auch heute noch leichte zweifel aufkommen ob der souveränität so mancher entscheidungen...

man kann darüber streiten ob man eine verfassung benötigt wenn ein grundgesetz schon so lange seinen dienst tut, fakt ist aber auch hier, das die wirklich wichtigen entscheidungen völlig losgelöst vom willen des volkes vor sich gehen, und hier gilt es doch anzusetzen, jede regierung braucht legitimierung die sie nur durchs volk bekommen kann, und fragen die vor der wahl nicht aufkamen z.b. werden ohne neuwahlen entschieden, frei vom volk.

das ist de facto eine parlamentarische diktatur, das volk hat nur ein theoretisches mitsprache recht, es wird von oben entschieden ohne konkrete legitimierung durch das volk.

wie beurteilen sie also die zukunfts fähigkeit deutschlands auch innerhalb europas angesichts dieser sich weiterhin andeutenden und lange gelebten faktischen parlamentarischen diktatur..?

mfg
Antwort von Christel Humme
bisher keineEmpfehlungen
14.12.2011
Christel Humme
Sehr geehrter Herr ,

ich verstehe Ihre Nachfrage als ein Plädoyer für mehr Elemente direkter Demokratie. In dieser Frage haben Sie meine Unterstützung.

Die SPD setzt sich seit langem für eine stärkere Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern bei zentralen Entscheidungen ein. Bereits 2002 haben wir gemeinsam mit den Grünen einen entsprechenden Antrag in den Bundestag eingebracht, der leider am Widerstand von Union und FDP gescheitert ist.

Menschen stärker und frühzeitiger in politische Entscheidungsprozesse einzubeziehen ist eine der zentralen Herausforderungen unserer parlamentarischen Demokratie! Daher fordern wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten beispielsweise auch ein Volksbegehren auf Bundesebene.

Auf unserem Bundesparteitag in Berlin haben wir diese Position erneut bekräftigt. Zu Ihrer Information möchte ich Sie auf unseren umfangreichen Beschluss "Mehr Demokratie leben" verweisen, den Sie unter diesem Link finden können.
www.spd.de
Die Kurzfassung finden Sie hier:
www.spd.de

Mit freundlichen Grüßen
Ihre Christel Humme
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