Chris Kühn (DIE GRÜNEN)
Abgeordneter Bundestag

Angaben zur Person
Chris Kühn
Geburtstag
09.04.1979
Berufliche Qualifikation
Politologe, Landesvorsitzender
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Bundestages
Wohnort
Tübingen
Wahlkreis
Tübingen
Ergebnis
16,5%
Landeslistenplatz
6, über Liste eingezogen, Baden-Württemberg
weitere Profile
(...) Ich habe kein Vertrauen mehr in Finanzminister Schäuble, den Grexit-Befürworter der Großen Koalition. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Umwelt
05.08.2014
Von:

Sehr geehrter Herr Kühn,

ich habe ein Frage bezüglich der Energiewende und Ihrer Partei die mich schon länger beschäftigt. Atomausstieg, erneuerbare Energien usw waren ja schon immer Grüne Themen. Die letzte Bundesregierung kann sich aber jetzt den Atomausstieg auf seine Fahne schreiben. Was bedeutet es für die Partei das die Energiewende von einer CDU/FDP Regierung "vollendet" oder wenigstens im öffentlichen Bild vorangetrieben wurde ? Mich interessiert was das teilweise wegfallen eines eines Zugpferdes für die Partei bedeutet. Provokant gefragt: Wofür braucht man die Grünen noch ?

Mit freundlichen Grüßen,
GG
Antwort von Chris Kühn
1Empfehlung
08.08.2014
Chris Kühn
Sehr geehrter Herr Dack,

viele Dank für Ihre Frage bezüglich des Atomausstieges und den erneuerbaren Energien.

Mit dem Atomausstieg hat die vorherige Schwarz-Gelbe Bundesregierung als Reaktion auf die Atomkatastrophe von Fukushima eine längst überfällige Entscheidung getroffen. Hierbei hat Sie aber lediglich unter massiven Druck der Öffentlichkeit, den Umweltverbänden und auch von uns ihr Gesetz zur längeren Laufzeit von Atomenergie revidiert.

Wir Bündnisgrüne waren es, die in Regierungsverantwortung die Grundlagen für einen tatsächlich umsetzbaren Atomausstieg geschaffen haben. Mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz und dem Atomausstiegsgesetz haben wir die enormen Steigerungsraten bei der Nutzung von regenerativen Energien erst ins Rollen gebracht. Wurde zunächst bis 2020 mit einem Anteil von 20 % erneuerbaren Energien im deutschen Strommix gerechnet, waren es im ersten Halbjahr des Jahres 2014 bereits 27 %.

Beim Erreichten, kann jedoch nicht von "Vollendung" der Energiewende die Rede sein. Im vergangenen Jahr produzierten deutsche Kohlemeiler so viel CO2 wie seit 1990 nicht mehr, die Endlagerfrage für den deutschen Atommüll ist nicht beantwortet und gigantische Aufgaben liegen bei der Entwicklung von Speicherung und Ausbau von Stromnetzen vor uns.

Überall hier braucht es kluge Grüne Ideen, die Naturschutz, Effizienz aber auch Interessen der Menschen vor Ort mitdenken. Gerade hier müssen wir mutig voraus schauen und handeln.

Neben der Energiepolitik stehen Bündnis 90/Die Grünen für viele weitere gesellschaftlich relevante Themen wie Gleichstellung, Bildung, Ökologie und Partizipation.

Beispiel Geleichstellungspolitik. Noch immer verdienen Frauen in Deutschland für die gleiche Arbeit rund 20 Prozent weniger als Ihre männlichen Kollegen. Noch immer ist es für gleichgeschlechtliche Paare nicht möglich zu Heiraten.

Nehmen wir Verbraucherschutz und Ökonomie. Nur mit uns Bündnisgrünen werden beispielsweise Handelsabkommen wie TTIP transparenter und die hohen Standards im europäischen Verbraucherschutz gewahrt.

Betrachten wir den Bildungsbereich. Wir Bündnisgrüne stehen für eine Verbesserung und den Ausbau von Bildungseinrichtungen, angefangen bei Kitas bis hin zur besseren Ausstattung von Universitäten und Einrichtung für Erwachsenenbildung.

Wie Sie sehen gibt es viele Bereiche in denen es starke und progressive Politik braucht, um mutige Entscheidungen zu treffen. Als Bündnisgrüne werden wir also folglich auch weiterhin viele Bereiche zu gestalten haben um gesellschaftlichen und umweltpolitischen Fortschritt zu erreichen.

Mit freundlichen Grüßen

Chris Kühn
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Frage zum Thema Frauen
06.10.2014
Von:

Sehr geehrte Frau Kühn,

In wieweit wirkt die Bundesregierung mäßigend auf die ukrainischen Verantwortlichen ein?
Haben Sie die Möglichkeit, den Wahrheitsgehalt zu überprüfen und Konsequenzen daraus zu ziehen?

www.youtube.com

21:40 "... werden 5-jährige Kinder vor den Augen ihrer Mutter GEKREUTZIGT und anschließend werden ihre Mütter mit Ketten an Panzer gebunden und auf diesen Plätzen zu Tode geschleift und Leute die so etwas machen, haben Uniformen an, die aus deutscher Produktion stammen..."

Mit freundlichem Gruß

Tübingen

Bisher ist noch keine Antwort eingetroffen.
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Frage zum Thema Finanzhilfen für Griechenland
16.07.2015
Von:

Sehr geehrter Herr Kühn,

werden Sie diesmal bei der Abstimmung für weitere Griechenlandhilfen (3. Hilfspaket) wieder mit "Ja" stimmen? Wissend dass auch dieser Mrd Betrag zum Fenster herausgeschmißenes Geld ist. Griechenland sollte erst einmal lernen wie Staat "geht".
Bei nicht staatlich gelenkten Umfragen sind ca. 90% gegen jede weitere Hilfen für Griechenland. Bei der nächsten BT Wahl werden sich diese Leute sicherlich mit dem Stimmzettel Gehör verschaffen.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Chris Kühn
1Empfehlung
17.07.2015
Chris Kühn
Sehr geehrter Herr ,

bei der heutigen Abstimmung im Bundestag habe ich mich enthalten. Ich habe kein Vertrauen mehr in Finanzminister Schäuble, den Grexit-Befürworter der Großen Koalition. Ihm kann ich nicht reinen Gewissens ein Mandat anvertrauen, das für die Menschen in Griechenland existenzentscheidend ist. Ich stehe für ein faires Verhandlungsmandat, das sozial, europäisch und fair für Griechenland und die EU ist. Gleichwohl muss der Grexit unbedingt verhindert werden. Griechenland braucht ein faires Hilfsprogramm und eine tragfähige Umschuldung. Daher stimme ich dem grünen Alternativmandat zu und enthalte mich gegenüber dem Vorschlag der Bundesregierung.

Mit freundlichen Grüßen

Chris Kühn
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Frage zum Thema Finanzen
25.09.2015
Von:

Sehr geehrter Herr Kühn,

wie können Sie es mit-verantworten, dass in einer Zeit wo alle verfügbaren Gelder benötigt werden um Menschen in Not zu helfen, DREI Museen gebaut werden die sich dem Bauhaus widmen?

Mit freundlichen Grüßen

A.
Antwort von Chris Kühn
1Empfehlung
20.01.2016
Chris Kühn
Sehr geehrte Frau ,

die Bauhaustradition ist eine Bewegung mit weltweiter Strahlkraft und der erfolgreichste kulturelle Exportartikel Deutschlands im 20. Jahrhundert. Das Bauhaus steht für eine moderne, offene und freiheitliche Gesellschaft und verkörpert damit genau jene Werte, die Grundlage für unsere Willkommenskultur sind. Mit der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten wurde das Bauhaus vertrieben und hat daher eine Exilgeschichte. Die Ideen des Bauhauses verbreiteten sich überall auf der Welt – in den USA, in Israel und bis Japan. Gerade auch deshalb können das Bauhaus und seine Geschichte zur Integration von Geflüchteten beitragen. Da das Bauhaus in Deutschland in Dessau, Weimar und Berlin gewirkt hat, ist es folgerichtig, dass auch an diesen drei Bauhaus-Standorten Museen errichtet werden. 2019 steht das 100-jährige Bauhausjubiläum an und ich unterstütze die Bemühungen, dieses zu einem nationalen Jubiläum zu machen. Grundsätzlich verstehe ich Kunst und Kultur als einen notwendigen Teil der Daseinsvorsorge und sehe Kulturförderung als Stärkung unserer Freiheit, Demokratie und vielfältigen Gesellschaft an.

Mit freundlichen Grüßen
Chris Kühn
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
16.10.2015
Von:

Sehr geehrter Herr Kühn,

Über TTIP, CETA und TiSA wird ja zur Zeit viel gesprochen und man kann sich inzwischen - wenigestens im Internet - einigermaßen informieren.

Zu einer Sache aber möchte ich gerne meine Abgeordneten befragen:

Was halten Sie von der "Sperrklinkenklausel"?

Mit Spannung sehe ich Ihrer Antwort entgegen und danke Ihnen schon jetzt dafür.

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Chris Kühn
bisher keineEmpfehlungen
17.08.2016
Chris Kühn
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage.

Stillstands- und Sperrklinkenklauseln sorgen für offene Märkte und für eine privatwirtschaftliche Organisierung wichtiger Dienstleistungen. Denn einmal liberalisierte Dienstleistungen können nicht mehr in die öffentliche Hand zurückgeführt werden. Hat eine Stadt z.B. ihre Abfallentsorgung privatisiert, und ist dieser Bereich von einer Stillstandsklausel erfasst, könnte die Rekommunalisierung erschwert werden oder gar nicht mehr möglich sein. Unter den Abkommen wird dementsprechend die Kontrolle von grundlegender Daseinsfürsorge verschoben – weg von kommunaler, gemeinwohlorientierter Hand hin zu profitorientierten Konzernen. Dies steht im großen Widerspruch zum derzeitigen Trend, der die Rekommunalisierung von privaten Sektoren verfolgt. Ein aktuelles Beispiel ist die Privatisierung der Wasserversorgung, die verstärkt rekommunalisiert wird und sogar durch die europäische Bürgerinitiative "Right to water" bestärkt wird.

Stillstands- und Sperrklinkenklauseln richten sich gegen die Ausweitung des Handlungsspielraumes von Städten und Gemeinden, tragen zur Deregulierung sowie Entdemokratisierung bei, schränken massiv unsere Freiheit ein und treiben die Privatisierung voran. Daher lehnen wir Grünen diese Klauseln strikt ab.

Mit freundlichen Grüßen

Chris Kühn
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