Cajus Julius Caesar (CDU)
Abgeordneter Bundestag

Grunddaten
Geburtstag
22.01.1951
Berufliche Qualifikation
Diplom-Forstingenieur
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wohnort
-
Wahlkreis
Lippe I
Landeslistenplatz
34, über Liste eingezogen, Nordrhein-Westfalen
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(...) Aus meiner Sicht ist es eindeutig, dass die bevorstehende Energiewende, insbesondere nach den Ereignissen in Fukushima, notwendig ist. Der Ausstieg aus der Atomenergie wird auch von der Union keineswegs in Frage gestellt. Dennoch benötigen wir Zeit, um zahlreiche offene Fragen zu koordinieren und eine Gesamtstrategie neu zu gestalten. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Bildung und Forschung
16.10.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Caesar,

an meiner Schule nehme ich am Projektkurs Rhethorik teil, welcher rund 10 Schüler und einen Lehrer einbezieht. Unser Ziel ist es, Reden (u.a. von Politikern) zu analysieren, selbst welche zu schreiben und auch gekonnt vorzutragen.
Im Frühjahr 2013 (Mai, spätestens Anfang Juni) wollen wir an unserer Schule, dem Immanuel-Kant-Gymnasium in Bad Oeynhausen, eine Podiumsdiskussion mit verschiedenen Vertretern einzelner Parteien veranstalten. Das Thema zu Diskussion steht noch nicht fest.
Da sie aus unserem Landkreis sind, wäre ihre Teilnahme besonders wünschenswert, dann müsste niemand aus Baden-Württemberg anreisen. Hätten Sie Interesse, bei unserer Podiumsdiskussion teilzunehmen?
Mit freundlichem Gruß,
Antwort von Cajus Julius Caesar
bisher keineEmpfehlungen
19.10.2012
Cajus Julius Caesar
Sehr geehrte Frau ,

herzlichen Dank für Ihre Anfrage und die Einladung zur Podiumsdiskussion.

Ich bin ein großer Befürworter derartiger Veranstaltungen an Schulen, da sie bestens geeignet sind, die Schüler umfassend zu informieren, aber auch uns Abgeordneten Rückmeldung über unsere tägliche Arbeit geben. Häufig gehen wir mit zahlreichen Anregungen, mit Lob und Kritik im Gepäck, wieder nach Hause.

Für den Landkreis Minden-Lübbecke ist mein Kollege Steffen Kampeter der Wahlkreisabgeordnete der CDU im Deutschen Bundestag. Ich bin sicher, es ist sowohl für die Schülergruppe, als auch für den Abgeordneten von großem Vorteil, wenn ein direkter Bezug besteht.

Ich empfehle ihnen daher, Herrn Kampeter direkt anzufragen und wünschen Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Podiumsdiskussion.


Mit freundlichen Grüßen

Cajus Caesar
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
18.10.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Caesar,

zurzeit beschäftigt sich die aktuelle Tagespolitik sehr mit der Frage ob die Nebeneinkünfte unserer Abgeordneten auf Euro und Cent offen gelegt werden sollen, oder wie es die CDU und FDP wünscht durch ein 12 Stufen Model erweitert wird. Ich kann es sehr gut verstehen das unsere Abgeordneten nicht nur ihre Diäten bekommen, Sie sollen nicht alle nur Berufspolitiker sein und sich dadurch Angreifbar machen, doch ein Abgeordneter ist in erster Linie Volksvertreter und wird vom Volk bezahlt und wenn ich das als bescheidener Student sagen darf auch nicht gerade wenig. Wir sprechen immerhin von über 400 Abgeordnete die keiner Nebentätigkeit nachgehen und nur von über 100 die diesen nachgehen.

Ich würde Sie nun gerne zu ihrer Meinung zu diesem Thema Fragen?

Ich würde Sie auch gerne zu dem Thema UN-Konvention gegen Korruption (UNCAC) befragen, das am 16. September 2005 in Kraft getreten ist doch bis zum heutigen Tage noch nicht im Bundestag ratifiziert wurde?


Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Cajus Julius Caesar
bisher keineEmpfehlungen
24.10.2012
Cajus Julius Caesar
Sehr geehrter Herr ,

die Öffentlichkeit hat ein berechtigtes Interesse daran, dass Abgeordnete über ihre Nebeneinkünfte Auskunft geben. Mögliche Abhängigkeitsverhältnisse müssen für den Wähler erkennbar sein. Wer nun aber – wie die SPD – die Offenlegung aller Nebeneinkünfte von Abgeordneten auf Euro und Cent fordert, verkennt das Ziel von Transparenz und die Bedeutung des freien Mandats in unserer parlamentarischen Demokratie.

Das 2007 eingeführte Stufensystem für die Offenlegung von Nebentätigkeiten geht in die richtige Richtung. In drei Stufen von 1.000, 3.500 und 7.000 Euro müssen Abgeordnete des Deutschen Bundestags ihre (monatlichen)Einkünfte pauschaliert und nach Herkunft anzeigen. Wie wirksam bereits diese Regelung ist, zeigt die aktuelle Diskussion um die Nebeneinkünfte von SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück. Innerhalb kürzester Zeit hatte das Portal abgeordnetenwatch.de ein Ranking der zehn Abgeordneten mit den höchsten Nebeneinkünften erstellt und die öffentliche Debatte weiter vorangetrieben.

Das zeigt: Das Stufensystem als solches wird dem Zweck von Transparenz gerecht. Nachbesserungsbedarf besteht meines Erachtens bei der Einteilung der Stufen. Die geltende Regelung mit der letzten Stufe ab 7.000 Euro differenziert in den höheren Einkommensbereichen nicht mehr ausreichend. Da werden wir nacharbeiten.

Was wir aber nicht brauchen, ist der "gläserne Abgeordnete" – der Politiker, der sich nicht nur im Zweifelsfall rechtfertigen, sondern der im Regelfall bis ins letzte Detail über seine wirtschaftlichen Verhältnisse Auskunft geben muss. Das widerspricht der Idee unseres Grundgesetzes von einem freien Mandatsträger, der sein politisches Amt gestaltend und seinem Gewissen verpflichtet ausübt. Denn auch wenn der Abgeordnete gesetzlich angehalten ist, das Mandat in den Mittelpunkt seiner Tätigkeit zu stellen: Der Abgeordnete handelt – anders als Beamte – nicht in Dienstpflicht und Abhängigkeit. Auch er hat Bürgerrechte und ein schützenswertes Lebens- sowie Arbeitsumfeld.

In diesem Spannungsverhältnis von mehr demokratischer Kontrolle und freiem Mandat müssen wir eine kluge und praktikable Lösung finden. Das erreichen wir durch ein ausdifferenziertes Stufensystem. Die völlige wirtschaftliche und finanzielle Transparenz stünde hingegen nicht im Dienst von mehr Kontrolle und Demokratie. Sie wäre Transparenz einzig um ihrer selbst willen.

Zu Ihrer zweiten Frage darf ich Ihnen folgendes mitteilen:

Die von Ihnen angesprochene Konvention ist bisher noch nicht ratifiziert worden, weil die Umsetzung rechtlich nicht unproblematisch ist. Die Konvention setzt im Grunde Abgeordnete mit weisungsgebundenen Beamten gleich. Dabei geht es aber, wie bereits angesprochen, um die freie Ausübung des Abgeordnetenmandats, die durch eine Umsetzung der Konvention behindert würde. Abgeordnete sollen aus unserer Sicht nicht automatisch unter einen Generalverdacht gestellt werden, nur weil sie Kontakte in die Wirtschaft haben oder mit Personen aus der Wirtschaft verkehren. In Paragraf 108e des Steuergesetzbuchs wird ohnehin explizit die "Abgeordnetenbestechung" geregelt und unter Strafe gestellt.

Im Übrigen besteht hier auch ein (nicht-expliziter) Konsens mit der SPD. Die rot-grüne Regierung hat die Konvention im Jahre 2003 in Mexiko unterzeichnet. In den folgenden Jahren hat die von der SPD geführte Regierung nichts zur Umsetzung der Konvention unternommen. Gleichsam ist die Konvention auch während der großen Koalition, bei der die SPD auch in der Regierungsverantwortung stand, nicht ratifiziert worden.

Mit freundlichen Grüßen

Cajus Caesar
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Frage zum Thema Verbraucherschutz
20.03.2013
Von:

Sehr geehrter Herr Caesar,

als Ausschussmitglied für Verbraucherschutz möchte ich Sie bitten mir zu beantworten, wie Ihre persönliche Meinung zur Obsoleszenz von Produkten oder Produktbestandteilen lautet.

Sind ggf. Gesetzesinitiativen geplant, Obsoleszenz zu reglementieren, zu bestrafen oder Produkte mit derart geplanten Defekten/Sollbruchstellen mit (Umwelt- oder Verbraucherschutz-) Abgaben zu besteuern?

Wenn nein, warum nicht?

Wenn ja, wann ist mit einer Umsetzung zu rechnen, wo kann ich mich über den Stand der Gesetzes- / Verordnungsfindung informieren?

Ist der Umstand im Verbraucherausschuss diskutiert worden?

Wenn ja, was war das Ergebnis?

Ist der Umstand innerhalb der CDU thematisiert worden?

Wenn nein, weshalb nicht?

Wenn ja bitte ich um Mitteilung des Ergebnis.

Für die Beantwortung der zugegebenermaßen vielen Fragen danke ich im Voraus.

Ich habe vor, die Fragen Ihren Kollegen der anderen Parteien (den Ausschussmitgliedern im Bundestag und dem Europaparlament) zu stellen, um herauszufinden, wer sich dieses Problems annimmt und ob es ggf. den Vertretern des deutschen Volkes bislang einfach noch nicht aufgefallen ist, dass es ein derartiges Problem gibt, welches neben erheblichen Umweltschäden auch noch erhebliche Mehrkosten für die Verbraucher verursacht.

Mit freundlichen Grüßen,

A.

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Frage zum Thema Soziales
17.04.2013
Von:
J.

Sehr geehrter Herr Caesar,

mit Entsetzen lese ich jetzt 3 für mich sehr wichtige Entscheidungen stehen an bzw. wurden getroffen, meine Frage an Sie

1) Finden Sie die Erhöhung der Diäten in diesen Zeiten als notwendig an und werden Sie für die Erhöhung stimmen?

2) Die Renten im Westen sollen um sagenhafte 0,25% erhöht werden. Finden Sie dies im Vergleich zur Erhöhung der Diäten als gerecht und wie werden Siie stimmen?

3) Empfinden Sie die unterschiedliche Berechnung von Kindererziehungszeiten als gerecht und wie haben Sie sich in dieser Angelegenheit verhalten?

Über Ihre Antwort freue ich mich.

Mit freundlichem Gruß
J.

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