Bodo Ramelow (DIE LINKE)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Grunddaten
Bodo Ramelow
Jahrgang
1956
Berufliche Qualifikation
Kaufmann
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Gera - Jena - Saale-Holzland-Kreis
Landeslistenplatz
1, über Liste eingezogen, Thüringen
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(...) Die Fraktion Die Linke ist der Meinung, dass sowohl Kindergeld als auch Kinderfreibetrag sowie der Grundfreibetrag zu niedrig angesetzt sind. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Arbeit
15.06.2009
Von:
Uwe

Sehr geehrter Herr Ramelow,

wie geht aus Sicht Ihrer Partei, mit der privaten Arbeitsvermittlung und den Vermittlungsgutschein, nach Ablauf im Dez.2010 weiter.

Mit freundlichen Grüßen

Uwe
Antwort von Bodo Ramelow
7Empfehlungen
30.06.2009
Bodo Ramelow
Sehr geehrter Herr Uwe ,

falls Sie die Veröffentlichungen der Bundestagsfraktion verfolgen konnten, wird es Sie sicherlich nicht in Erstaunen versetzen, dass wir der Privatisierung der Arbeitsvermittlung einschließlich den Vermittlungsgutscheinen nicht positiv gegenüber stehen.

Aus den uns vorliegenden Untersuchungen haben private Arbeitsvermittlungen nicht mehr Erfolg als die Vermittlung durch die Agenturen für Arbeit. Wie auch, wenn der Arbeitsmarkt in seiner derzeitigen Struktur nicht ausreichend Arbeitsplätze zur Verfügung stellt.

Die Arbeitslosenversicherung ist von ihrem Charakter her so angelegt, allen Versicherungsnehmern den gleichen Zugang zu den Leistungen der Versicherung zu gewährleisten. Dies betrifft zwar vorrangig die Lohnersatzleistung, aber - und dies stellt zunehmend ein Problem dar - die Vermittlung in eine neue Arbeit. Unter Beachtung regionaler Besonderheiten, über deren Kenntnis eigentlich auch die örtlichen Agenturen für Arbeit verfügen müssten, soll eine individuelle Beratungs- und Vermittlungstätigkeit erfolgen. Dass die Bundesagentur für Arbeit diesen Anforderungen in ihrer derzeitigen Struktur und Ausrichtung nicht entspricht, befreit sie nicht von ihrer Verantwortung.

Ein Problem sehe ich aber in der Situation, dass es Arbeitslose 1. und 2. Klasse gibt, nämlich durch die Trennung der Rechtskreise des SGB III und des SGB II (Hartz IV). Wir fordern, alle Instrumente einer aktiven Arbeitsmarktpolitik müssen allen Arbeitslosen zur Verfügung stehen. Nach unserer Auffassung muß Arbeitsvermittlung durch die Bundesagentur für Arbeit als qualitativ hochwertige öffentlich organisierte Dienstleistung umgesetzt werden. Dafür müsste zwingend notwendig das kooperative Zusammenwirken der beteiligten Akteure verbessert werden. Eine Verbesserung der Arbeitsmarktpolitik erfordert darüber hinaus eine Optimierung des Betreuungsprozesses.
Aus dem uns zwischenzeitlich vorgestellten Modell der Integrationsarbeit ist zumindest zu entnehmen, dass die Bundesagentur sich dieser Verantwortung bewusst ist und nach innovativen Ansätzen einer verbesserten Vermittlungsarbeit sucht.

Die zunehmende Privatisierung der Arbeitsvermittlung hat leider auch zu vielen Missbräuchen geführt. Die Leidtragenden sind Arbeitslose, deren Hoffnungen auf eine Beschäftigung jäh zerbrochen sind. Die Mehrzahl der im letzten Jahr vermittelten ArbeitnehmerInnen landete in der Zeitarbeit und stehen spätestens jetzt wieder auf der Straße.

Mit freundlichen Grüßen
Bodo Ramelow
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Frage zum Thema Internationales
02.07.2009
Von:

Hallo Herr Ramelow
Ich habe auf Spiegel Online ( www.spiegel.de ) gelesen, dass Sie zusammen mit anderen Abgeordneten gefordert
haben, Entwicklungshilfe nur noch an Staaten zu zahlen, in denen Christen
nicht verfolgt werden.
Es ist mir nicht gelungen, den konkreten Text Ihrer Forderung zu finden.
Ich kann meine Frage also nur aufgrund der Pressetexte stellen.
Warum wird nur der Schutz von Christen als Parameter für
Entwicklungshilfe gefordert? Was ist mit Buddhisten oder Atheisten? Wäre
es nicht politisch sinnvoller und auch glaubwürdiger, die Vergabe von
Entwicklungshilfe an die Einhaltung der Menschenrechte zu koppeln?
Antwort von Bodo Ramelow
4Empfehlungen
10.07.2009
Bodo Ramelow
Sehr geehrter Herr ,
vielen Dank für Ihre Nachfrage.
Es freut mich sehr, dass Sie von unserer gemeinsamen Stellungnahme gehört haben.
Sie finden den ausführlichen Wortlaut der Erklärung weiter unten in dieser Antwort als Anhang.
Der Bericht auf Spiegel-Online ist in der Tat ein wenig zu kurz gegriffen. Aus der gesamten Erklärung können Sie lesen, dass wir damit ausdrücken wollen, dass Religionsfreiheit bedeutet die Freiheit zum Glauben zu besitzen und eben auch Nicht-Gläubig zu sein. So lange es Länder auf dieser Welt gibt, in denen es nicht möglich ist, jeglichen (friedvollen) Glauben oder Nicht-Glauben frei auszuleben, sollte dieser Aspekt auch seine Berücksichtigung im Rahmen der deutschen Außenpolitik finden. Für mich ganz persönlich liegt der Schwerpunkt dieser Erklärung genau auf diesem Punkt, dem universellen Recht auf Religionsfreiheit. Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt der Erklärung betrifft den Dialog zwischen den Religionen zu fördern und damit das Verständnis und die Toleranz gegenüber Andersgläubigen zu unterstützen.

Mit freundlichen Grüßen
Bodo Ramelow
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Frage zum Thema Soziales
14.07.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Ramelow,

ich bin die Frau im roten Kleid aus der Synagoge in Erfurt ! Ich weiss nicht mehr ob es Sinn macht auf Änderungen zu hoffen, zur Wahl zu gehen usw. Ich empfehle folgende Bücher: "Machtwahn" von Albrecht Müller, wie eine mittelmäßige Führungselite uns zugrunde richtet. "Das EU -Komplott" von Prof. Armin, und "Vorsicht Bürgerkrieg" von Udo Ulfkotte. Das ganze Gequatsche in Talksendungen in denen Gäste wie Herr Rürup, Hr. Gerster, ein ehemaliger Minister Glos usw. usw. nützen dem Bürger nichts. Dazu kommen die ungeheuerlichen Vorgänge um Mehdorn, Zumwinkel, usw. ihre Namen sind Legion. Oder ist dieses ganze Schmierentheater eine geschickte Inszenierung, eine grandiose Manipulation des Volkes ? Vielleicht glaube ich immer noch an die Vernunft ? Herr Ramelow, ich habe an Herrn Gysi, Herrn Rüttgers und an den Gründer der "dm Kette" Herrn Götz Werner geschrieben. Ich kann nur mit Brecht sagen : Erst kommt das Fressen und dann die Moral." Was halten Sie von Staatsbürgschaften sprich Staatsgarantien für die Bürger? Jetzt zu Thüringen. Ich wünsche Ihnen dass sie Ministerpräsident von Thüringen werden, aber bitte nicht Herrn Matschie unterstützen (ein Blick in die Historie der SPD genügt). Warum knicken Sie ein bei den Herren GF der Stadtwerke ? Sind wir ein Selbstbedienungsladen ? Ich biete immer noch meine Unterstützung an: z.B. Vermittlung von Guthabenkonten für Bedürftige (Frau Stange kennt mein Angebot).

In diesem Sinne
Antwort von Bodo Ramelow
bisher keineEmpfehlungen
23.07.2009
Bodo Ramelow
Sehr geehrte Frau ,

bei der Auseinandersetzung um die Geschäftsführer der Erfurter Stadtwerke handelte es sich um ein sehr spezielles Problem, das leider ausschließlich im Kommunalwahlkampf Erfurts eine besondere Rolle gespielt hat. Wenn aber ein Oberbürgermeister für klare Verhältnisse wirbt, muss er sich an diesem Anspruch auch messen lassen!

Ich bedaure aber auch ausdrücklich, dass er als Oberbürgermeister von unserer Partei in der Stichwahl unterstützt und nun im Kommunalwahlkampf persönlich zum Spitzenkandidat erkoren wurde, obwohl er das erworbene Mandat nach der Wahl gar nicht annehmen kann.

Wenn aber, wie in Erfurt geschehen, der Stadtrat zu einer Sondersitzung mitten im Wahlkampf zusammenkommt um über vermeintliche Verfehlungen der Geschäftsführer der Stadtwerke abzustimmen und alle Details erst in der nichtöffentlichen Sitzung offenbart werden sollten, aber die Plakate der Partei des Oberbürgermeisters zu diesem Thema schon hängen, also die Stadträte zu Statisten degradiert werden, ist dies leider kein Beleg für den Wunsch nach klaren Verhältnissen. Wenn man dann noch feststellen muss, dass der Oberbürgermeister die Vorhaltungen schon seit über einem Jahr kennt, ohne dies wirksam aufzuklären, dann bleibt der Eindruck, dass die Stadtwerke leider zum Wahlkampfmanöver herhalten mußten.

Weitere Informationen dazu können sie auf meiner Homepage bzw. auf den Seiten der Linke Stadtpartei Erfurt nachlesen:
www.die-linke-erfurt.de
www.bodo-ramelow.de
ke/

Das alles ist zutiefst zu bedauern denn eigentlich muss es um die Stärkung der Stadtwerke gehen.

Mit freundlichen Grüßen,
Bodo Ramelow
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Frage zum Thema Senioren
14.07.2009
Von:
Kai

Sehr geehrter Herr Ramelow;

Ich verfolge seit Einigen Tagen mit grauen die Diskussionen über die deutsche Rentenpolitik. Ich finde es traurig dass unsere Rentner sich schon fast rechtfertigen müssen 1 das Sie Rente beziehen, 2 über ihre Rentenerhöhung , die für mich eigentlich nur zustande kommt weil ja nuneimal wahlen vor der türe stehen.Meine Mutti hat 40 jahre in ihrem Leben gearbeitet, da sollte man den Rentner ihre Rente wirklich können. Mich würde es einmal interessieren wie die Partei "Die Linke" über diese diskussionen Denkt und was Sie als Partei für verbesserungen oder vorschläge hat.
Ich habe auch auf dieser Seite gelesen Dass sich ein Mann beschwert dass wir Ostdeutschen bedanken sollten () dass wir jetzt ein deutschland sind. Es gab nach der wende genug Leute aus den alten Bundesländer die uns Ostdeutsche über den Tisch gezogen haben. Ich würde mich sehr freuen wenn Sie Herr Ramelow zur diesjerigen Ministerpräsidentenwahl gewinnen würden für eine bessere und sozialere Politik in Thüringen.

Mit freundlichen Grüssen
Kai
Antwort von Bodo Ramelow
6Empfehlungen
22.07.2009
Bodo Ramelow
Sehr geehrter Herr ,

ich möchte Ihnen an dieser Stelle zustimmen und versichern, dass wir als Linke von Anfang an die Rentenpolitik der aktuellen (und vorherigen) Regierung abgelehnt haben. Die Einführung der Rente mit 67, die anhaltende Rentenungerechtigkeit im Bezug auf die unterschiedlichen Renten in Ost und West sowie die allgemeine Rentenpolitik der Bundesregierung halten wir für absolut falsch.

Als Bundestagsfraktion haben wir erst vor kurzem 16 Namentliche Abstimmungen zur Aufhebung der Rentenungerechtigkeit zwischen Ost- und Westrenten gestellt. Diese wurden von allen anderen Bundestagsfraktionen, also CDU/CSU, SPD, FDP und Grünen, abgelehnt!

Ich kann daher die von Ihnen beschriebene Aussage des Herrn Fontyen überhaupt nicht nachvollziehen. Dass 20 Jahre nach der Einheit immer noch keine Angleichung des Rentenwerts Ost an den Rentenwert West existiert, ist schlichtweg ein Skandal und überhaupt nicht vermittelbar. Ebenso die Tatsache, dass durch Kürzungsfaktoren Armutsrenten produziert werden. Diese Faktoren müssen weg, damit langjährige Beitragszahler-innen weiter Renten aus dem GRV bekommen, die deutlich über dem Grundsicherungsniveau liegen.

Gerne können Sie sich über unsere rentenpolitischen Forderungen weiterführend informieren. Sie finden unsere Positionen dazu unter den folgenden Links:

Rentenüberleitung Ost
www.linksfraktion.de

Rentenpolitik
www.linksfraktion.de

Rente ab 67
www.linksfraktion.de

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit dieser Antwort weiterhelfen. Für weitere Fragen stehe ich Ihnen ebenso zur Verfügung wie unser Rentenpolitische Sprecher der Fraktion, Herr Volker Schneider.

Mit freundlichen Grüßen
Bodo Ramelow
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Frage zum Thema Kinder und Jugend
24.07.2009
Von:
-

Herr Bodo Ramelow,

können Sie sich vorstellen Ihren Wahlkampfmobil nach der Wahl für Bildungszwecke zu spenden?
Es wäre doch für die jungen Menschen schnell und direkt über die Möglichkeiten der erneuerbaren Energien informiert zu werden. Ich denke die Jugend der Linken würde ein Projekt wie DAS SOLARMOBIL gern betreuen um der Kindern und Jugendlichen zu zeigen, wie ihre Energieversorgung mit Sonnenenergie aussehen kann.
Ein Solarmobil in Thüringen, dass aufzeigt wie 100% EE die Versorgungssicherheit ohne AKW und Kohle möglich sind und dabei noch viele nachhaltige Arbeitsplätze schafft.

Mit erfogreichen Grüßen für die Wahl
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Antwort von Bodo Ramelow
3Empfehlungen
28.07.2009
Bodo Ramelow
Sehr geehrter Herr ,
vielen Dank für Ihre Frage. Ich möchte gleich Ihre Eingangsfrage beantworten: Wir können unser Wahlkampfmobil nicht spenden, da es nicht unser Eigentum ist. Für Wahlkämpfe mieten wir uns zeitweise Fahrzeuge oder Bühnen. Insofern können wir nicht darüber entscheiden, ob und wie es für andere Zwecke zur Verfügung gestellt werden kann. Nichtsdestotrotz liegt der LINKEN und mir persönlich das Thema Erneuerbare Energien in Verbindung mit der Schaffung von nachhaltigen Arbeitsplätzen sehr am Herzen. Sie sprechen da ein ganz wichtigen Punkt unserer Programmatik an. Diesem Thema haben wir in unserem Landtagswahlprogramm einen großes Kapitel gewidmet. Wie Sie wissen, kandidiere ich in Thüringen als Spitzenkandidat für die LINKE zur Landtagswahl und eins unserer wichtigsten Leitprojekte heißt: "Energieoffensive und ökologische Ausrichtung der Wirtschaft". Wenn es Sie interessiert, so können Sie unsere Vorstellungen und Vorschläge unter www.die-linke-thueringen.de nachlesen. DIE LINKE will in Thüringen mit einer Energieoffensive einen radikalen Wechsel in der Energiepolitik einleiten. Wir werden dazu einen Masterplan für ein "Energiesparkraftwerk Thüringen" mit gezielten Energiespar- und Effizienzvorschlägen noch in diesem Monat vorlegen.

Mit freundlichen Grüßen
Bodo Ramelow
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