Björn Sänger (FDP)
Abgeordneter Bundestag

Grunddaten
Björn Sänger
© FDP-Bundestagsfraktion
Geburtstag
10.04.1975
Berufliche Qualifikation
Diplom-Ökonom
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Ahnatal
Wahlkreis
Waldeck
Ergebnis
9,6%
Landeslistenplatz
7, Hessen
weitere Profile
(...) Nachdem in den Jahren 1998 bis 2005 sehr viele Vorschriften für die Finanzmärkte gelockert wurden, hat die christlich-liberale Bundesregierung und die sie tragenden Fraktionen die Herausforderung, die Finanzmärkte neu zu ordnen, angenommen. Viele der Regelungen erfordern eine hohe internationale Abstimmung, um effektiv wirken zu können. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
10.05.2012
Verlängerung des Bundeswehreinsatzes gegen Piraterie (Atalanta)
JA
29.03.2012
Abbau der kalten Progression
JA
29.03.2012
Kürzungen der Solarförderungen
JA
29.03.2012
Pläne für ein Betreuungsgeld aufgeben
NEIN
27.02.2012
Zweites Rettungspaket für Griechenland
JA
26.01.2012
Verlängerung Afghanistan Einsatz (ISAF)
JA
01.12.2011
Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes im Mittelmeer (OAE)
JA
01.12.2011
Verlängerung des Bundeswehreinsatzes gegen Piraterie (Atalanta)
JA
26.10.2011
Ausweitung des Euro-Rettungsschirms (EFSF)
JA
29.09.2011
Euro-Stabilisierungsfonds EFSF
JA
29.09.2011
Reform des Bundestagswahlrechts
JA
29.09.2011
Verlängerung des Bundeswehreinsatzes in Südsudan (UNMISS)
JA
08.07.2011
Deutsche Beteiligung an UN-Aufbaumission in Südsudan
JA
08.07.2011
Keine Panzer an Saudi-Arabien verkaufen
NEIN
08.07.2011
Verlängerung des Darfur-Einsatzes
JA
07.07.2011
Abschiebestopp für syrische Flüchtlinge
NEIN
07.07.2011
Eingeschränkte Zulassung der Präimplantationsdiagnostik
JA
07.07.2011
Unterirdische Speicherung von CO2
JA
30.06.2011
Atomausstieg bis 2022
JA
09.06.2011
Verlängerung des Libanon-Einsatzes (UNIFIL)
JA
09.06.2011
Verlängerung Kosovo-Einsatz (KFOR)
JA
26.05.2011
Schwarzarbeiterbekämpfungsgesetz
JA
25.03.2011
AWACS-Einsatz in Afghanistan
JA
17.03.2011
Sofortige Abschaltung von Alt-AKW
NEIN
17.03.2011
Unverzügliche Abschaltung aller deutschen AKW
NEIN
17.03.2011
Vorübergehende Aussetzung von AKW-Laufzeiten (Moratorium)
JA
28.01.2011
Verlängerung Afghanistaneinsatz (ISAF)
JA
03.12.2010
Anpassung und Veränderung von Hartz IV
JA
03.12.2010
Vorläufiger Bau- und Vergabestopp bei Stuttgart 21
NEIN
02.12.2010
Kampf gegen Piraten (ATALANTA)
JA
02.12.2010
Verlängerung Bosnien-Einsatz (ALTHEA)
JA
02.12.2010
Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes im Mittelmeer (OAE)
JA
26.11.2010
Haushalt 2011
JA
12.11.2010
Einführung bundesweiter Volksentscheide
NEIN
12.11.2010
Gesundheitsreform
JA
11.11.2010
Neuordnung am Arzneimittelmarkt
JA
28.10.2010
Abschöpfung von Zusatzgewinnen aus AKW-Laufzeitverlängerung
JA
28.10.2010
Brennelementesteuer
JA
28.10.2010
Sparpaket (Haushaltsbegleitgesetz)
JA
28.10.2010
Verlängerung von AKW-Laufzeiten
JA
18.06.2010
Reduzierung der Wehrpflicht
JA
17.06.2010
Bundeswehr ohne Wehrpflicht
NEIN
17.06.2010
Reform der Jobcenter
JA
17.06.2010
Verlängerung des Darfur-Einsatzes (UNAMID)
JA
17.06.2010
Verlängerung des Libanon-Einsatzes (UNFIL)
JA
17.06.2010
Verlängerung des Sudan-Einsatzes (UNMIS)
JA
10.06.2010
Austritt aus der Kernfusion (ITER)
NEIN
10.06.2010
Verlängerung Kosovo-Einsatz (KFOR)
JA
21.05.2010
Euro-Rettungsschirm
JA
07.05.2010
Notkredit für Griechenland
JA
06.05.2010
Mindestsicherung statt Hartz IV
NEIN
06.05.2010
Schnellere Absenkung der Einspeisevergütung im EEG
JA
22.04.2010
Beibehaltung der Steuerfreiheit bei Feiertags- und Nachtarbeit
NEIN
25.03.2010
Abschaffung der reduzierten Mehrwertsteuer für Hotels
NEIN
19.03.2010
Bundeshaushalt 2010
JA
26.02.2010
Verlängerung Afghanistaneinsatz (ISAF)
JA
18.12.2009
Bundeswehreinsatz in Bosnien Herzegowina
JA
18.12.2009
Kampf gegen Piraten (ATALANTA)
JA
04.12.2009
Verzicht auf Mehrwertsteuersenkung für das Hotelgewerbe
NEIN
04.12.2009
Wachstumsbeschleunigungsgesetz
JA
03.12.2009
Verlängerung Afghanistaneinsatz (ISAF)
JA
03.12.2009
Verlängerung des Anti-Terror-Kampfes (OEF)
JA
03.12.2009
Verlängerung Libanon-Einsatz (UNFIL)
JA
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Frage zum Thema Finanzen
06.09.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Sänger,

haben Sie vielen Dank für die schnelle und ehrliche Antwort.
Ich muss dann aber auch noch mal nachfragen, was Sie unter "temporäre Lösung in einer Extremsituation" verstehen. Die Griechen werden ihren Haushalt und ihre Wirtschaft in absehbarer Zeit nicht in den Griff bekommen. Zeus sinkt und auf seinem Rücken Europa ebenfalls. Die Extremsituation, von der Sie schreiben, wäre beendet, wenn beide abgesoffen sind. Und mit Ihnen das deutsche Geld.

Oder um konkret zu fragen: Wann findet die griechische Tragödie ihr Ende? Welches wird das sein? Was wird es Europa und Deutschland kosten? Und finden Sie dies wirklich vertretbar?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Björn Sänger
bisher keineEmpfehlungen
09.09.2011
Björn Sänger
Sehr geehrter Herr ,

temporär bedeutet, dass wir auf Schirme verzichten können, wenn wir die regulatorische Schieflage, die uns die Probleme bereitet, beseitigt haben.

Im Kern bezieht sich die Angst auf das Übergreifen des Zusammenbruchs des Finanz(Banken-)Systems eines Staates auf weitere Staaten. Hier gilt es, wie es die christlich-liberale Bundesregierung z.B. mit dem Bankenrestrukturierungsgesetz bereits getan hat, Regeln einzuziehen, die diese Gefahr eindämmen. Dies kann relativ schnell umgesetzt werden.

Wann die Probleme ihr Ende finden und ob und ggf. in welcher Höhe Kosten entstehen, kann ich an dieser Stelle und zu diesem Zeitpunkt schlicht nicht sagen. Tatsache ist aber: es gibt jetzt keine gute Lösung mehr. Die Probleme haben mit der Gründung der Währungsunion begonnen, sind durch die Entscheidungen der damaligen Rot-Grünen Bundesregierung zur Aufweichung der Stabilitätskriterien und der Aufnahme Griechenlands verschärft worden und stehen nun zur Lösung an. Und da halte ich den derzeit eingeschlagenen Weg, wenn man sich bereits Gedanken über die Post-Krisenzeit macht, für das geringste Übel und daher auch für vertretbar.

Mit freundlichen Grüßen

Björn Sänger
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Frage zum Thema Finanzen
07.09.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Sänger,

wo ist das sogenannte liberale Sparbuch? Wo sind ihre Pläne zur Sanierung des Haushaltes? Und wie wollen Sie aus diesem Haushalt, bei dem Sie nicht ernsthaft sparen, auch noch auf Einnahmen verzichten?

MfG
B.
Antwort von Björn Sänger
bisher keineEmpfehlungen
13.09.2011
Björn Sänger
Sehr geehrte Frau ,

Sie fragen in Ihrer E-Mail nach dem Liberalen Sparbuch. Gerne möchte ich darauf eingehen.

Aus der Opposition heraus hatten wir konkrete Kürzungsanträge für den Haushalt gemacht und im Liberalen Sparbuch dokumentiert. Nun stehen wir in Regierungsverantwortung, haben aber das Liberale Sparbuch durchaus nicht vergessen.

Bitte bedenken Sie, dass die hohe Neuverschuldung auch eine Folge der schwersten Wirtschafts- und Finanzkrise der Nachkriegsgeschichte ist.

In der letzten Woche hat der Bundestag in erster Lesung den Etat 2012 beraten. Der Kurs der christlich-liberalen Koalition der erfolgreichen Haushaltskonsolidierung wird unverändert beibehalten. Mittelfristiges Ziel ist ein ausgeglichener Haushalt, um dann den Abbau des angehäuften Schuldenberges anzugehen. Insbesondere dank des stabilen Aufschwungs und des im vergangenen Jahr umgesetzten Zukunftspakets wird die Neuverschuldung nach den Plänen der Bundesregierung im Jahr 2012 mit rund 27 Milliarden Euro um rund 13 Milliarden Euro geringer ausfallen als in der bisherigen Finanzplanung vorgesehen war.

Auch wenn wir nicht mehr über das Liberale Sparbuch sprechen, so lebt doch sein Geist auch im neuen Bundeshaushalt weiter.


Mit freundlichen Grüßen

Björn Sänger
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Frage zum Thema Finanzen
21.09.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Sänger,

Bundesfinanzminister Schäuble hat gestern weitere Finanzmarktreformen angemahnt. In diesem Zusammenhang sprach er davon, dass wir uns weiter in einem Krisenmodus befinden. Als Bürger ihrer Wahlkreises, der mal große Hoffnungen hatte als er der FDP seine Stimme gab, muss dem Finanzminister Recht geben. Sie haben in den letzten zwei Jahren wenig bis nichts auf die Beine stellen können, was den Krisenmodus beendet und weitere verhindert. Sie diskutieren über eine Finanztransaktionsteuer ohne wirkliche Rezepte zu entwerfen oder gar umzusetzen.

Deshalb meine Fragen: Was konkret planen Sie mit dem Bundesfinanzminister? Bis wann soll dies in Kraft treten? Was versprechen Sie sich davon (eine volle sozialistische Kontrolle können Sie als Liberaler ja nicht ernsthaft anstreben).

Mit freundlichen Grüßen
B.
Antwort von Björn Sänger
bisher keineEmpfehlungen
23.09.2011
Björn Sänger
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich Ihnen gern beantworte.

Nachdem in den Jahren 1998 bis 2005 sehr viele Vorschriften für die Finanzmärkte gelockert wurden, hat die christlich-liberale Bundesregierung und die sie tragenden Fraktionen die Herausforderung, die Finanzmärkte neu zu ordnen, angenommen. Viele der Regelungen erfordern eine hohe internationale Abstimmung, um effektiv wirken zu können. Leider ist dies mit einer teilweise erheblichen Zeitverzögerung infolge zahlreicher Abstimmungsgespräche verbunden. In einigen Fällen, z.B. bei der Regelung der Kreditverbriefungen, die ja, wie Sie wissen, krisenursächlich waren, haben wir einen nationalen Alleingang vollzogen. Dies werden wir in Zukunft verstärkt tun.

Einen Überblick über die bislang verabschiedeten Regelungen erhalten Sie im Antrag "Effektive Regulierung der Finanzmärkte nach der Finanzkrise" den Sie sich dipbt.bundestag.de herunterladen können. Dieser gibt Ihnen auch einen Ausblick auf die anstehenden Themen.

Ich hoffe, Ihre Frage zur Zufriedenheit beantwortet zu haben. Sofern Sie weitere Fragen haben, können Sie gern auf mich zukommen.

Mit freundlichen Grüßen

Björn Sänger
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Frage zum Thema Finanzen
13.10.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Sänger,

Kontostände sind nichts anderes als Zahlungsversprechen, von denen bereits im Voraus feststeht, dass sie nicht eingehalten werden können. Vom praktischen Standpunkt her gesehen könnte man es als ungedeckten (bzw. kaum gedeckten) Scheck sehen. Wenn Sie als Privatperson einen ungedeckten Scheck ausstellen, dann fällt das unter (schweren) Betrug (StGB §147 Abs. 1). Banken machen das mit jeder Kreditgewährung. Banken haben somit das Recht zum schweren Betrug ohne Rechtsfolgen. Prof. Franz Hörmann drückt es so aus: "Es gibt ein systemisches Betrugsmodell einer Institution, der in unserem Wirtschaftssystem das Monopol zur Geldschöpfung über Kredite eingeräumt wird."

Prof. Franz Hörmann: "Wenn man Geld aus Luft erfindet und das, was vorher noch nicht existiert hat, verzinst weitergibt und dinglich absichern lässt, dann ist das, wenn das Geschäftsmodell schief geht, in Wahrheit ein Enteignungsmodell. Das ist auch der Hintergrund des Bankgeheimnisses. Banken können überhaupt nicht offen legen, wo beispielsweise die Zinsen für Sparbücher, Bausparverträge oder Sonstiges herkommen. Denn wenn sie das täten, müssten sie zugeben, dass das alles in Wirklichkeit verkettete Pyramidenspiele sind."

Wieso ist das in unserem Land möglich?
Mfg.
P.
Antwort von Björn Sänger
1Empfehlung
02.11.2011
Björn Sänger
Sehr geehrter Herr ,

ehrlich gesagt kann ich Ihren Ausführungen nicht folgen. Ich glaube nicht, dass das Bankgeheimnis dazu dient, verkettete Pyramidenspiele zu decken. Ich bin der Meinung, dass wir durchaus ein gut funktionierendes Banken- und Kreditwesen in Deutschland haben. Die Bankenaufsicht wird in Deutschland auf Grundlage verschiedener Gesetze wie dem Kreditwesengesetz und dem Bundesbankgesetz sicher gestellt.

Mit freundlichen Grüßen

Björn Sänger
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