Björn J. Neumann (ZENTRUM)
Kandidat Bürgerschaftswahl Hamburg 2008
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Angaben zur Person
Björn J. Neumann
Jahrgang
1978
Berufliche Qualifikation
Kaufmann Energiewirtschaft
Ausgeübte Tätigkeit
Geschäftsführer Medien/Immobilienberatung
Wohnort
-
Wahlkreis
Landesliste
Landeslistenplatz
10
(...) 3. Für einen politisch unzufriedenen Menschen gibt es nur zwei Möglichkeiten diese Unzufriedenheit zu artikulieren. Entweder man enthält sich vollständig der politischen Stimme und geht einfach nicht mehr wählen, oder man wird selber aktiv und versuch seinen Teil dazu beizutragen die Verhälltnisse mit denen man nicht konform geht zu änderen. (...)
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Frage zum Thema Arbeit
12.02.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Neumann,

ich verfolge seit sie meine Partei verlassen (CDU) ihren Weg intensiv. Erst waren sie einer der größten Talente in der Union, bis sie sich dann als Vorsitzenden des Landesverbandes ablösen wollten. Sie gingen dann zu Schill gründeten mit ihm eine Partei und kamen nicht mal auf die Liste? Wieso? Später gingen sie zu Pro Dm scheiterten denn auch dort?
Was versprechen sie sich vom Zentrum? Was machen sie nach 0,4% dann?

Nun meine Fragen an sie:
1. Im Internet habe ich gelesen, sie pflegen Freundschaft zu dem Rechtsextremisten Matthias Faust von der DVU und haben auch auf einem Sommerfest der rechtsextremisten Deutschen Partei gesprochen? Wie passt das zum Ablehnung des Zentrums von Rechtsextremismus?
2. Das Zentrum betont überall christliche Werte, und der Kampf gegen Abtreibung - im Hamburg Wahlkampf vermisse ich dort eindeutige Positionierungen?
3. Wie stehen sie zu einer Zusammenarbeit mit der PBC und Heimat Hamburg?
4. Was sind ihre Schwerpunkte, wenn sie in die Bürgerschaft einziehen?
5. In welchem Medienbereich sind die Geschäftsführer?
6. Wie groß ist das Zentrum in Hamburg und bundesweit?
7. Was sind die bundespolitischen Ambionieren des Zentrums nach der Hamburgwahl?
8. Was motiviert sie politisch Tätig zu sein?
9. Wer ist ihr politisches Vorbild? Wer sonst?
10. Wie entspannen Sie von der Politik und BeruF?

Beste GRüße
Antwort von Björn J. Neumann
5Empfehlungen
13.02.2008
Björn J. Neumann
Sehr geehrter Herr ,

Ihr dezidiertes Interesse an mir und meinem politischen Werdegang ehrt mich.. Ich will versuchen Ihnen auf Ihre Fragen bestmöglich zu Antworten.

Zunächst einmal hab ich mir den Weggang aus der CDU, der ich mich sehr verbunden fand, nicht wirklich leicht gemacht. Doch zum Einen wurden die Spannungen in meinem Ortsverband nach meiner Kandidatur zum Landesvorsitz leider immer und immer größer, und zu anderen war Herr Schills Angebot seinerzeit für mich sehr interessant. Warum es schließlich nicht zu einem Listenplatz kam würde an dieser Stelle zu weit führen. Nur soviel. Die Bewegung "Ich will Schill" und seine Person selbst hatten mit der daraus hervorgegangenen Partei und später auch ihm selbst nicht mehr viel zu tun, was ich heute noch sehr bedauere.

Was mich bewogen hat, den Wahlkampf der PRO DM organisatorisch zu begleiten, war, dass ich dachte Herr Schill hat daraus gelernt wie die Partei mit ihm umgegangen ist. Hat sie doch, in Person von Mario Mettbach ihn ins offene Messer laufen lassen. Auch hatte ich zunächst den Eindruck, er habe aus seinen eigenen Fehlern gelernt. Im Laufe des Wahlkampfes stellte sich auch hier leider heraus, dass das nicht der Fall war.

Zu Ihren Fragen im Einzelnen:

1. Matthias Faust kenne ich nur aus verschiedenen Foren und habe ihn persönlich nur zweimal getroffen. Einmal bei der Zulassungskonferenz der Parteien in der Katholischen Akademie. Daraus eine Freundschaft abzuleiten ist schon sehr gewagt. Wir kennen uns, das ist alles. Das Sommerfest was sie ansprechen, war ein Treffen von DP Mitgliedern in der Nähe von Stuttgart. Mein Themenbeitrag war das zusammenschließen von Parteien des konservativen Lagers zur Verbesserung von Wahlchancen. Dass die DP als rechtsextrem angesehen wird kümmert mich nicht. Leider wird in unserem Lande jede kleine Partei rechts der FDP als rechtsextrem angesehen. Dies war auch bei der Partei Rechtsstaatlicher Offensive der Fall beim ZENTRUM ist es fast ähnlich. Diejenigen, die dies behaupten leben immer noch in einer schwarz/weißen Welt. Ich bin zu jedem Dialog bereit, was ich auf der "anderen Seite" leider bis heute vermisse.

2. Ich bin klar gegen Abtreibung, mit Ausnahme es besteht Gefahr für Leib und Leben der Mutter. Ebenso setze ich mich auch für christliche Werte ein. Ich bin gegen die Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften mit der Ehe z.B. Mein Glaube ist auf Liebe und Toleranz ausgerichtet.. Diese Tugenden vermisse ich im Islam wie er größtenteils praktiziert wird.

3. Die PBC ist mir personell wie inhaltlich zu wenig bekannt, als dass ich dazu an dieser Stelle dezidiert Auskunft geben könnte. Was Heimat Hamburg angeht gab es mal Gespräche, die aber am egomanischen Auftreten eines Herrn Kusch sehr schnell gescheitert sind. Zunächst dachte ich nur, dass Kuschs Partei nur ein Steigbügelhalter für Partei seines "Freundes" Ole von Beust wäre, doch grade in den letzten Tagen des Wahlkampfes ist deutlich geworden, dass Heimat Hamburg versucht sogar noch die NPD rechts zu überholen. Somit ist eine Zusammenarbeit für mich ausgeschlossen. Bei der Partei "Die Linke" gäbe es noch eher Berührungspunkte als bei Heimat Hamburg.

4. Meine Schwerpunkte sind zum einen der Bildungsbereich. Ich sehe nicht ein, wieso die Stadt Hamburg sich teure Prestigebauten leisten will und kann, aber auf der anderen Seite kein Geld für die Schulbücher ihres Nachwuchses übrig hat. Ebenso werde ich mich für ein kostenloses Erststudium einsetzen. Des Weiteren bin ich geben die geplante Tunnellösung der U4. Eine Hochbahn ist erstens weitaus günstiger zu bauen und wäre zudem noch eine Touristenattraktion. Kurz, auch die Haushaltspolitik wird mein Schwerpunkt werden.

5. Ich bin Geschäftsführer der "Hanseatischen Informations- und Medienberatungsgesellschaft m.b.H". Kurz HIM. Dort ist mein derzeitiges Aufgabenfeld das Vermitteln von Immobilien als Kapitalanlagen.

6. In Hamburg haben wir ca. 250 Mitglieder. Bundesweit kann ich das nicht genau sagen.

7. Wir werden wohl auch bei der Bundestagswahl antreten. In welchem Rahmen allerdings, ist zurzeit noch offen.

8. Als ich 12 war, war es schlicht die Person Helmut Kohl. Später wurde daraus ein Interesse an den Gegebenheiten und Abläufen in unserem Lande. Ich wollte nicht nur durch wählen meine Überzeugungen ausdrücken, sondern aktiv selber diese einbringen und, wenn möglich, auch umsetzen. Eines wurde mir schnell klar. Nur mit Diskutieren am Stammtisch und ständigem Nörgeln an der Politik im Allgemeinen erreicht man gar nichts. SELBER AKTIV werden und sich einmischen, die Chance zu haben selber etwas mitzugestalten und zu verändern, das zum Schluss etwas Gutes für alle dabei herauskommt. Das ist meine Motivation.

9. Politisch Konrad Adenauer. Allgemein kann ich so schnell keinen benennen, da muss ich länger nachdenken.

10. Ich bin seit kurzem verlobt und meine Partnerin, die ich sehr liebe gibt mir die Kraft und Ruhe die ich zur Entspannung brauche. Ansonsten lese ich viel und gerne, hauptsächlich geschichtliches.

Freundliche Grüße nach Bergedorf,

Ihr

Björn J. Neumann
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Frage zum Thema Bürgerbeteiligung und Bürgergesellschaft
22.02.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Neumann,

Sie kandidieren in meinem Bezirk auf Platz 2 der Bezirksliste, wie ich sehe.

Meine Fragen sind:

1. Was sind Ihre politischen Ziele, die Sie umsetzen wollen?

2. Wie ich lesen konnte, haben Sie eine potentielle Karriere in der CDU zugunsten eines Engagementes für Herrn Schill ausgeschlagen und sind nun Kandidat des ZENTRUM. Was hat Sie bewogen sich für das ZENTRUM zu engagieren?

3. Warum sind Sie politisch aktiv?

Es grüßt aus Wandsbek-Mariental,

Antwort von Björn J. Neumann
3Empfehlungen
13.03.2008
Björn J. Neumann
Sehr geehrter Herr ,

bedauerlicherweise kommen meine Antworten auf Ihre Fragen erst nach der Wahl. Aber wie heißt es so schön: Nach der Wahl ist vor der Wahl. Somit nehme ich trotz dessen gern Stellung dazu.

1. Meine Hauptaugenmerk liegt in der Haushalts und Bildungspolitik. Schwerpunkt hier ist mein Engagement für eine kostengünstige Alternative zur geplanten Tunnellösung der U4. Ich favoriesiere hier eine überirdische Lösung in Form eines Aquädukts. Zum einen spart dies ca. 80 Prozent der Kosten gegenüber einer unterirdischen Lösung ein und zum anderen bekämen wir dadurch eine Touristenattrakion mehr in unserer Stadt. Des Weiteren stehe ich unter anderem für eine Abschaffung der Studiengebühren für das Regelstudium plus zwei Semester sowie der Einführung eines kostenlosen HVV Sozialtickets.

2. Diese Frage ist schnell beantwortet. Das ZENTRUM ist sozusagen die politische Mutter der CDU und die Partei Konrad Adenauers gewesen. Nach Auflösung der Offensive D war dies die Partei die mir politisch am nächsten stand. Da ich mein politisches Engagement in Hamburg auf jeden Fall fortsetzen wollte gab es für mich daher keine Alternative zum ZENTRUM unter der Führung meines langjährigen politischen Kollegen Dirk Nockemann.

3. Für einen politisch unzufriedenen Menschen gibt es nur zwei Möglichkeiten diese Unzufriedenheit zu artikulieren. Entweder man enthält sich vollständig der politischen Stimme und geht einfach nicht mehr wählen, oder man wird selber aktiv und versuch seinen Teil dazu beizutragen die Verhälltnisse mit denen man nicht konform geht zu änderen. Ich habe mich für letzteres entschieden und bin daher in eine Partei eingetreten.

Mit freundlichen Grüßen aus Eimsbüttel nach Wandsbek-Mariental,

Björn J. Neumann
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Frage zum Thema Innere Sicherheit und Justiz
22.02.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Neumann,

1.) Warum haben Sie so lange gebraucht, um ein Fachabitur zu erlangen?

2.) Sie wurden aus der ehemaligen Schill-Partei noch während des Wahlkampfes entfernt. Trifft es zu, daß Sie damals den Vorsitzenden Schill hintergangen haben?

3.) Sie schreiben, Sie seien GF der "HIM". Wieviele Mitarbeiter sind dort angestellt? Was sind Ihre "Geschäfte"? Wie reagieren Sie auf Aussagen Ihrer Parteikollegen Sie seien ein "Zivilversager"?

4.) Ist es richtig, daß Sie in folgender Reihenfolge Mitglied bei: CDU, Schill-Partei, ProDM, Offensive D, Zentrum waren/sind?

5) Ist es ferner richtig, daß Sie bereits 2000/2001 Schill in eine Kooperation mit Statt-Partei UND DVU treiben wollten? Ist es weiterhin richtig, daß Sie diverse Kontakte zur vom Verfassungsschutz als rechtsextrem bezeichneten DP haben ( Sie waren auf deren Bundesparteitag und zum Sommerfest).
Antwort von Björn J. Neumann
3Empfehlungen
13.03.2008
Björn J. Neumann
Sehr geehrter Herr ,

gerne nehme ich zu Ihren Fragen Stellung, dafür ist dieses Portal geschaffen worden. Allerdings sei mir die Bemerkung gestattet, dass ich lieber zu politischen Inhalten Stellung nehme, denn zu persönlichen Fragen die mir zu sehr in eine bestimmte Richtung laufen. Trotz dessen hier meine Antworten:

1. Bevor ich das Fachabitur (Notendurchschnitt 2,3) erlangte besuchte ich ein allgemeines Gymnasium.

2. Nein, dieses trifft nicht zu. Vielmehr haben seinerzeit einige Parteikollegen und ich versucht, Herrn Schill auf die Unterwanderung der Partei durch Glücksritter und anderen ihre ureigensten Interessen verfolgenden Personen, als Paradebeispiel sei hier Mario Mettbach angeführt, hinzuweisen. Dies ist uns leider nicht, bzw. mir erst im Jahre 2003 gelungen, weshalb ich von Herrn Schill im Wahlkampf 2004 wieder in den Kreis der engeren Berater aufgenommen wurde.

3. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich an dieser Stelle keine Auskunft zu Firmeninterna gebe. Hier geht es um politische, nicht um Geschäftliche Auskünfte. Was Ihre weitere Frage angeht, so kann ich dazu nur sagen, dass mir eine solche Aussage nicht bekannt ist. Aus meinen persönlichen Kontakten heraus, glaube ich jedoch nicht an solche Aussagen. Eher lässt mich diese Frage doch ein wenig schmunzeln. ;-)

4. Organsisationstechnisch ist diese Aussage korrekt. Da Schill-Partei, PRO-DM Schill und Offensive, aber einen gemeinsamen Ursprung entstammten, dem ich als Gründungsmitglied angehörte, sehe ich diese drei als eine Partei an. Da der Hamburger Landesverband des ZENTRUM überwiegend mit ehemaligen Parteikollegen aus den vorgenannten Parteien besetzt ist, war es für mich nur logisch, nach der Auflösung der Offensive, dort politisch weiterzumachen.

5. Nein, dies ist schlichtweg Unsinn. Siehe dazu auch meine Antwort auf Frage 1. Dass ich auf dem Bundesparteitag der DP anwesend war ist richtig. Es gab im Vorfeld dieses Parteitages ziemlich viel Wirbel, weshalb ich mir diesen aus Neugier ansehen und mir selbst ein Bild dieser Gruppierung machen wollte. Nachdem man zunächst versuchte mich gewaltsam zu entfernen, konnte ich jedoch trotzdem dem Parteitag beiwohnen und mir mein eigenes, durchaus gespaltenes, Bild machen. Ein Sommerfest der DP hat es im Übrigen nicht gegeben. Anwesend war ich auf einem Sommerfest auf dem sowohl Mitglieder der DP der Partei "Die Linke" und anderen politischen Vereinigungen teilnahmen.

Ich hoffe ich konnte Ihre Fragen, wenn auch erst nach der Wahl, zur Zufriedenheit beantworten.

Mit freundlichen Grüßen aus Eimsbüttel nach Horn,

Björn J. Neumann
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