Bettina Weide (FREIE WÄHLER)

Bettina Weide
Geburtstag
12/1963
Berufliche Qualifikation
Groß- und Außenhandelskauffrau
Ausgeübte Tätigkeit
Verlagsrepräsentantin
Wohnort
Empelde
Wahlkreis
Hannover-Ricklingen
Ergebnis
2,5%
Landeslistenplatz
6
(...) Solange die "normale" Lehrkraft nicht ausreichen geschult ist (und es reicht nicht ein Wochenendseminar aus) bin ich auch gegen die Umsetzung der Inklusion. (...)
 
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Frage zum Thema Gesundheit und Verbraucherschutz
17.11.2012
Von:

Wie stellen Sie sich die Finanzierung der "gerechten Bezahlung aller Pflegeberufe" vor? Das Ziel ist natürlich mehr als lobenswert!
Antwort von Bettina Weide
1Empfehlung
18.11.2012
Bettina Weide
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage.

Die Privatisierung der Krankenhäuser war schon der größte Fehler. Kranke oder alte Menschen in die Obhut von Profitmachern zu geben kann nur auf Kosten der Menschen gehen. Altenheime und Krankenhäuser gehören zur Daseinsvorsorge und sollten keine Gewinne machen müssen. Die FREIEN WÄHLER sind ebenso gegen eine Weiterentwicklung Börsennotierter Krankenhäuser.

Eine gerechte Bezahlung der Pflegeberufe? Eigentlich ganz einfach.
Andere Länder machen uns das vor:

Wir leisten uns hier den "Luxus", eine Pflegekraft mit anspruchsvoller Ausbildung einzusetzen für Arbeiten wie Essen austeilen, Betten machen, Botengänge, "Dokumentationsorgien", Lagerhaltung auf Stationen und einfache Pflegemaßnahmen wie z. B. Hilfe bei der Körperpflege.
Diese Arbeiten können alle an kostengünstigere Pflegehilfskräfte delegiert werden. Dadurch auch Schaffung von Arbeitsplätzen für gering Qualifizierte.
Dokumentationen können mit Tablet-PCs oder ähnlichem gemacht werden statt sie mühsam auf Papier einzutragen und später in das EDV-System einzupflegen.

Abbau von Bürokratie im Gesundheitswesen statt immer neuer Datenfriedhöfe, die noch nicht einmal ausgewertet werden.
Verkleinerung der Verwaltungen in den Institutionen.

Das gilt sowohl für Krankenhäuser als auch in Alten- und Pflegeheimen.

Und nicht zuletzt gibt es viel Geld einzusparen in den Wasserköpfen der Krankenkassen. Vielleicht sind immer noch zu viel ehemalige "Parteisoldaten" ohne Sachverstand in den Vorständen? Die zudem viel Geld für nix tun erhalten!

In Deutschland sind im Gesundheitswesen die höchsten Ausgaben innerhalb der EU. Das müsste eigentlich reichen für eine leistungsgerechte Bezahlung der Pflegekräfte.

Zusammenfassend:
Einsparung von Politikern in den Vorständen, die viel Geld für nix erhalten und eh gar keine Ahnung von diesem Metier haben.
Abbau von Bürokratie.
Arbeitsentlastung durch Umverteilung – Organisation von nicht qualifizierter Arbeit auf Hilfskräfte – dadurch auch Schaffung von Arbeitsplätzen von gering Qualifizierten (z.B. Essen austeilen, Betten machen).
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Frage zum Thema Gesundheit und Verbraucherschutz
21.12.2012
Von:

Sehr geehrte Frau Weide,

Niedersachsen ist ein Flächenland. Ärzte auf dem Lande haben es immer schwerer; für junge Mediziner ist das Landleben oft nicht attraktiv genug. Wie wollen Sie für die Zukunft eine angemessene ärztliche Versorgung auf dem "platten Land" sicherstellen?

Grüße sendet Ihnen

G.
Antwort von Bettina Weide
bisher keineEmpfehlungen
23.12.2012
Bettina Weide
Sehr geehrter Herr ,

auch ich sehe mit großer Besorgnis Beiträge im Fernsehen, in denen über die in einigen ländlichen Gebieten mangelnde ärztliche Versorgung berichtet wird bzw. dass die dort niedergelassenen Ärzte keine Nachfolger/innen finden. Stark betroffen sind hier besonders Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und der Bayerische Wald; Niedersachsen wird sicher folgen.

Viele, die Medizin studiert haben wollen lieber mehr Geld in der freien Wirtschaft, in der Forschung und im Ausland verdienen. Der Beruf des "Allgemeinmediziners" ist leider nicht bei allen Medizinstudenten so hoch angesehen und wird tatsächlich auch nicht so gut bezahlt wie der einiger Fachärzte. Patientenferne Ärzte wie Laborärzte und Radiologen erhalten ein viel höheres Gehalt (und haben zudem mehr Zeit Delegierte zu den "Honorarverhandlungen" zu entsenden) .Was an sich schon ein falsches Zeichen ist, da ein Hausarzt ein viel breiter angelegtes Wissen haben muss.

Zur Problemlösung haben selbst finanzielle Hilfen bei Praxisübernahmen oder die Befreiung von Arzneimittelobergrenzen nicht viel gefruchtet.
Hilfreich ist sicher auch, dass es keine Pflicht mehr gibt in Praxisnähe zu wohnen.
Die Planungsregionen dürfen nicht zu weiträumig ausgelegt werden (hier will bereits der Bundesausschuss (GBA) zukünftig entgegenwirken).

Ich denke, dass eine bessere Bezahlung von Landärzten und auch steuerliche Anreize Erfolg versprechender sein könnten.
Auch die horend hohen Wochenstunden bei Landärzten könnten durch Bildung von Gemeinschaftspraxen reduziert werden (Vereinbarkeit von Familie und Beruf - da es immer mehr Ärztinnen gibt). Neue Modelle sind hier angebracht.
Nicht nur, dass sich z.B. drei Allgemeinmedizinerinnen/Allgemeinmediziner eine Praxis teilen und so auch Kosten für die Anschaffung von Geräten sparen, sie können auch die Arbeit besser aufteilen. Genauso wichtig wäre es m.E. auch dass med. Hilfskräfte eine bessere, qualifiziertere Ausbildung erhalten und so den Landärzten durch Übernahme z.B. von Routine Hausbesuchen bei chronisch Kranken Arbeit abnehmen (also mehr machen dürfen als bisher).

Ich wünsche Ihnen besinnliche Feiertage und für das Jahr 2013 alles Gute.

Bettina Weide
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Frage zum Thema Kultur und Medien
22.12.2012
Von:

Sehr geehrte Frau Weide,

wie sehen Sie das Thema Zwangsabgabe für 2013, dass jeder für ein Rundfunkgerät bezahlen muss, ob er eines hat oder nicht.

Ich ärgere mich als freier Bürger, dass ich mich nicht frei entscheiden kann, was ich sehen möchte und vor allem nicht entscheiden kann ob ich für was bezahlen soll, das ich nicht bestellt habe. Außerdem sehe ich die Grundversorgung von den Öffentlich-Rechtlichen nicht gegeben, bzw. ich kann mir meine Grundversorgung auch aus anderen Medien, nämlich der Tageszeitung beziehen. Die Zeitung verlangt ja auch nicht für jeden einen Beitrag ob er eine kauft oder nicht. Ich könnte ja dann auch Kindergeld beantragen auch wenn ich keine Kinder habe. Ein Gerät ist vorhanden und die Möglichkeit wäre gegeben.
Ich sehe hier meine freihheitlichen Rechte verletzt, wenn ich für was bezahlen soll, was ich nicht haben möchte.

Mit freundlichen Grüssen
G.
Antwort von Bettina Weide
1Empfehlung
23.12.2012
Bettina Weide
Sehr geehrter Herr ,

ich halte von den GEZ Gebühren gar nichts. Die Privaten zeigen doch, dass auch ohne eine erhobene Gebühr (neben - leider auch - viel Mist) gute Filme, Dokumentationen und gut recherchierte Nachrichten zu sehen sind. Es müssen doch nicht die Bürgerinnen und Bürger für die Programmgestaltung zahlen.

Ganz verwerflich finde ich, dass nach dem neuen Rundfunkgebührenstaatsvertrag behinderte Menschen, Blinde, Sehbehinderte, Gehörlose und schwerbehinderte Menschen nicht mehr grundsätzlich von der Gebühr befreit sind sondern einen ermässigten Beitrag von 5,99 Euro im Monat zahlen müssen.

Sie haben völlig Recht, wenn Sie sich über diese "Zwangsabgabe" ärgern. Es kann nicht angehen, dass man für etwas zahlen muss, was man nicht nutzt.

Mir ist selbstverständlich bekannt, dass die Rundfunkgebühren damals deswegen ins Leben gerufen wurden, damit eine unabhängige und überparteiliche Berichterstattung in Deutschland möglich ist. Gerade da wundert es mich sehr, wie kleine Parteien bei der Berichterstattung geschnitten werden und Parteien wie die FREIEN WÄHLER, die demokratisch legitimiert und eine vernünftige Alternative zu den etablierten Parteien darstellen, an der Landtagswahl teilnehmen dürfen, kaum bis gar nicht in den öffentlich-rechtlichen Medien stattfinden. (Das zu einer ausgewogenen Berichterstattung.)

Ich wünsche Ihnen schöne Weihnachten und kommen Sie gut und hoffentlich gesund ins neue Jahr.

Bettina Weide
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Frage zum Thema Bildung
08.01.2013
Von:

Sehr geehrte Frau Weide,

der Leistungsdruck auf unsere Kinder nimmt ständig zu.

Während vor ca. 30 Jahren noch ein mittelmäßiger Abschluss ausreichend war, eine gute Chance auf eine gute praktische oder akademische weitere Ausbildung zu bekommen, ist heute meistens ein sehr gutes Abschlusszeugnis erforderlich, um zu einem Assessment-Center zugelassen zu werden, das man mit gutem Ergebnis bestehen muss, um den angestrebten Ausbildungsplatz zu bekommen.

Das gleiche Erlebnis hat man bei der Führerscheinprüfung. Für den Führerschein Klasse 3, den man vor 30 Jahren nach etwa 15 Fahrstunden und relativ einfachen theoretischen Fragebogen bestand, muss man heute die Fahrerlaubnisse A1, B, C1, BE, C1E, M und L mit etwa doppelt so vielen Fahrstunden und sehr komplexen theoretischen Prüfungen machen. Das kostet mehr Zeit und mehr Geld.

Das ist sicher beides auch gut so, denn die Anforderungen in Beruf und Straßenverkehr sind heute wesentlich höher als vor 30 Jahren.

Allerdings wird im allgemein bildendenden Schulwesen ein anderer Weg gegangen. Zur Fahrschulprüfung braucht man doppelt so viel Zeit wie vor 30 Jahren, die Zeit bis zum Abitur wird um 1 Jahr verkürzt, und das obwohl sich das Wissen der Menschheit in weniger als 10 Jahren verdoppelt.

Dadurch beginnt in der Grundschule der Leistungsdruck im 1. Schuljahr. Der Spaß am Leben bleibt auf der Strecke.

Für Kinder die diesem Leistungsdruck nicht standhalten fehlen Förder-Lehrkräfte und die vorhandenen Lehrkräfte arbeiten teilweise mit einem Ausbildungsstand von vor 30 Jahren.

Was wollen Sie tun, um die Ausbildung unserer Kinder zu verbessern?

Wie soll die verbesserte Ausbildung finanziert werden?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Bettina Weide
bisher keineEmpfehlungen
09.01.2013
Bettina Weide
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage.
Ich möchte zu Anfang Professor Wassilios E. Fthenakis (Professor für Entwicklungspsychologie und Anthropologie) zitieren da ich mit seiner Aussage konform gehe.
"Von Bildung und Erziehung wird es wesentlich abhängen, ob die heranwachsenden Generationen den Ansprüchen, Herausforderungen und Belastungen gewachsen sein werden, mit denen sie in der Welt von morgen konfrontiert sind.

Dies gilt für Kinder und Jugendliche, auch für das System Familie in gleicher Weise."

"Deshalb benötigen wir visionäre, mutige, reformwillige, über die Legislaturperiode hinausblickende und entschlossene Politiker. Und ein Volk, das ihnen deshalb und immer wieder das Vertrauen ausspricht."


Ich bin für den Erhalt der Schulvielfalt, nur so können m.M.n. alle Kinder ihrem Leistungsniveau und Lerntempo entsprechend gefördert und gefordert werden. Der Erhalt des Gymnasiums gehört für mich ebenso dazu wie die Erleichterung bei Entstehung von Gesamtschulen! Ein Abi nach 13 Jahren sollte Standart sein solange nicht die Kerncuricula verändert/reduziert werden. Das Abi nach 12 Jahren sollte leistungsstarke(n) Schüler-/innen zusätzlich offen stehen. Wir stehen für mehr Lehrer/innen und kleinere Klassen.

Solange die "normale" Lehrkraft nicht ausreichen geschult ist (und es reicht nicht ein Wochenendseminar aus) bin ich auch gegen die Umsetzung der Inklusion. Hier wurde eine Einführung wieder einmal übers Knie gebrochen (sollen Gehälter der Förderschullehrkräfte eingespart werden?)! In anderen Ländern funktioniert es nur weil ständig mehrere Lehrkräfte/Pädagogen in der Klasse anwesend sind. Niedersachsen will mit wenig finanziellen Mitteln Veränderungen durchsetzen - dabei äußert die Politik immer wieder "gute Bildung ist Deutschlands Zukunft"! Gute und solide Bildung gibt es nicht zum Nulltarif und wir müssen unsere Kinder aber auch die Lehrkräfte vor Überlastung schützen.

Sie haben völlig Recht "Kindheit" kann man nicht nachholen!
Daher ist eine grundsätzliche Bildungsreform in Deutschland nötig.

Wenn so viele Milliarden für die Banken in Europa vorhanden sind sollte es unserer Regierung doch möglich sein mehr Geld "für die Zukunft unseres Landes" zu investieren.
Daher sind die FREIEN WÄHLER u.a. für den sofortigen Stopp der Euro-Rettungsschirmpolitik!!!

Mit freundlichen Grüßen
Bettina Weide
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