Bernhard Schmitt (ÖDP)
Kandidat Landtagswahl Bayern 2008
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Bernhard Schmitt
Jahrgang
1966
Berufliche Qualifikation
Diplom-Kaufmann (Univ.)
Ausgeübte Tätigkeit
Geschäftsführer
Wohnort
-
Stimmkreis
Aschaffenburg-West
Landeslistenplatz
7, Unterfranken
(...) Dieser Missstand muss schnellstmöglich abgestellt werden. Stromnetz und Stromerzeugung müssen getrennt werden und um indirekte Einflussnahme zu minimieren gehört das Stromnetz genau wie Straßen- und Schienennetz in öffentliche Hand. (...)
 
Persönliche Website
www.besser-waehlen-bayern.de
Fragen an Bernhard Schmitt
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Frage zum Thema Familie und Generationen
25.09.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Schmitt,

es ist leider zu beobachten, daß (fast) alle Politiker kein Profil und keinen Charakter mehr haben. Die Reputation des einzelnen Politikers ist wichtiger, wie die Anliegen der Bürger. Es geht in der Politik um Sachthemen für die Bürger, für die Stadt, das Land, die Umwelt. Aber leider ist zu beoabchten, daß es um das Geld und die egozentrische politische Darstellung (der Partei und des einzelen Politkers) geht.

Was und wie können Sie und Ihre Partei an dieser Situation ändern?
Antwort von Bernhard Schmitt
4Empfehlungen
26.09.2008
Bernhard Schmitt
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage. Es ist zur traurigen Realität geworden, dass sich die etablierten Parteien von Wahlumfragen und Spendeneinnahmen einzelner Konzerne und Verbände dirigieren lassen. Wenn einmal ein löblicher Ansatz von einzelnen Medien durch unsachliche Reduzierung abgewertet wird, wartet man vergeblich auf charakterstarke Durchsetzungskraft. Der "Salto-Rückwärts" ist gerade im Zusammenhang mit der CSU-Politik zu einem eingeführten Begriff geworden. Und wenn die Verbände lieber einen anderen Bayerischen Umweltminister als Markus Söder wollen, dann wird selbiger eben nach Brüssel abgeschoben.

Das alles macht mich wütend, gibt mir letztlich aber auch die Energie, an den Rand meiner Kräfte zu gehen, um die ödp zu unterstützen. Die ödp verzichtet nämlich auf Spenden von Verbänden und Konzernen und nimmt auch lieber niedrige Wahlergebnisse in Kauf, als sich mit gefälligen Parolen selbst zu verleugnen.

Freundliche Grüße

Bernhard Schmitt
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Frage zum Thema Energie
26.09.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Bernhard Schmitt

Jedes Jahr berechnet das Global Footprint Network den Ökologischen Fußabdruck der Menschheit, das heißt den Bedarf an Acker- und Weideland, Wäldern und Fisch sowie den Platzbedarf für Infrastruktur. Dieser Bedarf wird der weltweiten biologischen Kapazität gegenübergestellt, also dem Vermögen der Ökosysteme, Ressourcen aufzubauen und Müll aufzunehmen. Über den ökologischen Fußabdruck kann der genaue Tag festgelegt werden, an dem die weltweite Gemeinschaft mehr verbraucht, als der Planet jedes Jahr produziert: der Tag der ökologischen Überschuldung, der Overshoot-Day.

Zeitgleich mit dem Herbstbeginn am Dienstag dem 23.9.08 hat die Menschheit alle natürlichen und regenerierbaren Ressourcen verbraucht, die uns die Erde in diesem Jahr zur Verfügung stellt. Ab diesem Tag kann auch jeglicher Müll, der erzeugt wird sowie alle Treibhausgase, die in die Atmosphäre gelangen, nicht mehr von der Natur verarbeitet werden.
1987 lebte die Menschheit erstmals auf zu großem Fuß: Overshoot Day war der 19. Dezember. 1995 hatten die Menschen bereits am 21. November jene Ressourcen verbraucht, die eigentlich bis zum Jahresende reichen müssen.
2006 war es der 9. Oktober.

Welche Maßnahmen können Sie und Ihre Partei treffen, um diesem Trend entgegenzuwirken?
Antwort von Bernhard Schmitt
3Empfehlungen
27.09.2008
Bernhard Schmitt
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Frage. Da wir eine ökologische Partei sind, ist es für uns ein vorrangiges Anliegen, den Verbrauch der Natur zu reduzieren. Deswegen verfolgen wir diese Ziele:
  • Größtmögliche Energieeffizienz
  • 100% erneuerbare Energie
  • Bestandsschutz für Flora-Fauna-Lebensräume
  • Sanierung geschädigter Bereiche
  • Vernetzung von Biotopen
  • ökologische Forstpolitik

Freundliche Grüße

Bernhard Schmitt
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Frage zum Thema Forschung und Technologie
27.09.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Bernhard Schmitt (ödp),

Das ist für die Wähler keine leichte Entscheidung - Kennen Sie den Begriff "Zombie-Partei"?

Über Bündnis `90 / DIE GRÜNEN schreibt der Mitbegründer der Grünen Bundespartei (12. / 13. Januar 1980 in Karlsruhe) Klaus Schramm unter der Überschrift
Nekrolog - Einer Zombie-Partei zum 14-jährigen Jubiläum:

" ... Die Grünen hatten sich einst vier Prädikate über ihr Parteiprogramm geschrieben, an denen sie zu messen seien: sozial, ökologisch, basisdemokratisch und gewaltfrei. Die Gewaltfreiheit wurde bereits vor 1990 aufgegeben. Um nochmals Petra Kelly zu zitieren: "Noch vor einigen Monaten hieß es bei den Grünen: Nato bedeutet Aufrüstung, und die Nato kann kein Friedensbündnis sein. Jetzt heißt es plötzlich überall, daß die Nato eigentlich gar nicht so schlimm ist, daß wir drinbleiben und sie von innen reformieren sollen. Das ist nicht mehr gewaltfreie grüne Politik!" So war es für politisch bewußte Menschen nicht mehr weiter verwunderlich, daß Opportunisten und Karrieristen, die unsere Partei in jenen Jahren an sich gerissen hatten, 1999 den Krieg in Jugoslawien und 2001 den Afghanistan-Krieg unterstützten.

Daß sich mit Joseph Fischer, Fritz Kuhn, Renate Künast, Jürgen Trittin oder Rezzo Schlauch eben jene Opportunisten und Karrieristen seit 14 Jahren an der Spitze von "Bündnis 90 / Die Grünen" halten können, beleuchtet ein wenig, wie streng diese Partei inzwischen hierarchisch durchstrukturiert ist. Wer ein wenig Einblick hat, weiß, daß entgegen allen diskussionsfreudig und lebendig inszenierten Parteitagen die Hierarchisierung strenger noch als bei SPD oder CDU die parteiinternen Karrieren prägt - von Basisdemokratie blieb nichts mehr übrig...."
Quelle:
www.netzwerk-regenbogen.de

Was haben SIE alternativ wegen oben angeführter offenkundiger Skandale von "Bündnis `90 / DIE GRÜNEN" für uns Wähler wirklich attraktives zu bieten?

Antwort von Bernhard Schmitt
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27.09.2008
Bernhard Schmitt
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage. Ich verstehe es, wenn eine wachsende Partei ihre Strukturen anpassen muss. Dass sich in Gruppen die Leute mit Ellenbogen oft eher durchsetzen als die Integrativen ist traurige Realität, die vor fast keinem Verein oder sogar Pfarrgemeinderat halt macht.

Mein Verständnis endet jedoch, wenn eine ökologische Partei vom Verband der Metall- und Elektroindustrie Geld annimmt. Rezzo Schlauch hat dann auch noch bei EnBW eine Anstellung angenommen. Angeblich wollte er dadurch die Regenerativen Energien voranbringen. Erreicht hat er nichts, denn Baden-Württemberg liegt zusammen mit Bayern und NRW beim Ausbau der Windenergie deutlich hinter dem Bundesdurchschnitt.

Viele Probleme in unserem Land liegen in der Verflechtung zwischen Politik und Wirtschaft begründet (Gesundheit, Verkehr, Energie, Finanzmarkt...). Die ödp nimmt keine Spenden von Verbänden und Konzernen und kann deswegen als einzige Partei ihre Politik unabhängig von Lobbyisten entwickeln.

Freundliche Grüße

Bernhard Schmitt
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Frage zum Thema Wirtschaft
27.09.2008
Von:

Hat ROT-GRÜN so etwas gemacht?

Der Freitag (aus Berlin) schreibt über die Zeit grüner Minister in Bund und Land ->

"WELCHES GEHEIMNIS hütet DIE LANDESREGIERUNG IN SCHLESWIG-HOLSTEIN?

Die Kommission, die zwölf Jahre lang die Ursachen für die häufigen Leukämiefälle bei Kindern in Geesthacht untersucht hat, ist nun unter Protest zurückgetreten. Die Ereignisse, die zu diesem Rücktritt führten, könnten die Story zu einem Kriminalroman liefern, sind aber bittere Realität: In der Elbmarsch bei Geesthacht gibt es die weltweit auffälligste Häufung von Leukämiefällen bei Kindern. Die Gegend wird vom Kernkraftwerk Krümmel und dem Kernforschungszentrum GKSS beherrscht. Erst auf massiven Druck der Bürger wurde 1992 eine Leukämiekommission berufen, die sich um die Aufklärung der Ursachen kümmern sollte. Die Erkenntnisse der Kommissionsmitglieder beschränkten sich aber nicht auf ihr Fachgebiet. Sie mussten erfahren, dass die Schleswig-Holsteinische Landesregierung weder Willens noch in der Lage war, ihnen auf der Suche nach Fakten und Hintergründen für ihre Analysen zu helfen, sie lernten, dass die Landesregierung ihre Arbeit behinderte, wo sie nur konnte: Beamte fälschten ungestraft Messwerte und durften abstruse Lügenmärchen zur Erklärung beunruhigender Messergebnisse verbreiten. Die Kommission lernte, dass die Feuerwehr zwar in der Lage ist, einen komplizierten Brand zu löschen, nicht aber, den eigenen Aktenschrank (mit dem Protokoll eines Brandes am Rande der GKSS) vor dem Verbrennen zu bewahren."

aus: www.freitag.de

Welche Partei kann ich und meine Kinder überhaupt noch wählen, wenn sogar unter einer rot-grünen Regierung eine Leukämiekommission behindert wird Beamte ungestraft Meßwerte fälschen dürfen?

Antwort von Bernhard Schmitt
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27.09.2008
Bernhard Schmitt
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Frage. Ich teile Ihre Wut. Als Antwort auf Ihre Frage nenne ich Ihnen die Spendeneinnahmen, die die etablierten Parteien von Stromkonzernen und den Verbänden der Metall- und Elektroindustrie alleine im Jahr 2006 erhalten haben:
CDU/CSU 597.500,- €
SPD 265.000,- €
FDP 180.000,- €
Grüne 20.000,- €
Gesamt: 1.062.000,- €
(Quelle: www.bundestage.de Suchbegriff: Spenden oder www.gekaufte-politik.de )

Die ödp nimmt seit ihrem Bestehen keine Spenden von Konzernen und Verbänden und wir dies auch in Zukunft unterlassen. Dadurch ist nur die ödp. ausreichend unabhängig, um sich ausschließlich um das Wohl der Bürger zu kümmern.

Freundliche Grüße

Bernhard Schmitt
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