Bernd Sibler (CSU)
Abgeordneter Bayern 2008-2013
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Angaben zur Person
Bernd Sibler
Jahrgang
1971
Berufliche Qualifikation
Gymnasiallehrer
Ausgeübte Tätigkeit
MdL
Wohnort
-
Stimmkreis
Deggendorf
weitere Profile
(...) Würde man bei hohen Rentenbezügen eine Erhöhung geringer ausfallen lassen als bei niedrigen, so würde damit die persönlich erworbene und verdiente Rentenanwartschaft faktisch gekürzt. Das kann nicht im Sinne einer sozialen und gerechten Seniorenpolitik sein. (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Finanzen
18.07.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Sibler,

durch die Ablehnung von der Region München als Austragungsort der Olympischen Winterspiele 2018
werden Beträge in Milliardenhöhe nicht mehr benötigt.
Meine Frage, die auch an Ihre anderen Kollegen aus Niederbayern gerichtet wird:
Was wollen Sie unternehmen, um einen Teil dieses Geldes für Infrastrukturmaßnahmen in
Niederbayern sichern?

Grüße aus Passau

Antwort von Bernd Sibler
bisher keineEmpfehlungen
21.07.2011
Bernd Sibler
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für die Anfrage. Hätte München die Olympiade bekommen, wären Sondermittel und Sondertöpfe vor allem auf Bundesebene geschaffen worden. Prominentestes Beispiel ist wohl die 2. S-Bahn-Stammstrecke. Diese Dinge müssen nun anders - voraussichtlich aus regulären Programmen - finanziert werden. Eigene Olympiamittel waren bislang nirgends ausgewiesen. Sie haben aber mit Sicherheit in den letzten Tagen die Initiativen der niederbayerischen MdLs, MdBs und vor allem der Landräte (Aufbruch Niederbayern) verfolgt. Ich denke, dass das der richtige Ansatz war, um unsere Region in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu rücken. Vor allem im Hochschulbereich, in dem ich als zuständiger Ausschussvorsitzender im Bayerischen Landtag besondere Verantwortung trage, gibt es Zusagen: Das Konzept Technik Plus an der Universität in Passau und an der HAW Deggendorf wird gefördert werden. In Straubing wird der Wissenschaftsstandort weiter ausgebaut. Damit können junge Menschen in Niederbayern besser als bisher technische Wissenschaften studieren und sind so nicht gezwungen, in die Zentren abzuwandern - Rückkehr ungewiss.

In diese Richtung müssen wir weiterarbeiten. Vor allem in den Bereichen der Verkehrspolitik ist dies dringend notwendig.

Mit freundlichen Grüßen

Bernd Sibler, MdL
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Frage zum Thema Kultur
17.07.2013
Von:

Sehr geehrter Herr Sibler,

was ist aus unserer Heimat, was ist aus Bayern geworden?
Geht der Respekt vor bayerischem Kulturgut, vor unseren Kulturdenkmälern mehr und mehr verloren?

Die Pläne, das Fraunhofer Tagungshaus im Südgarten des Klosters Benediktbeuern zu errichten, haben uns entsetzt. Benediktbeuern ist eine der wenigen Großklosteranlagen im bayerisch-österreichischen Raum, die noch so gut erhalten ist.
Bis heute hat sich in Benediktbeuern im südlichen Teil der Klosteranlage der sogenannte Hofgarten erhalten, eingefasst von der historischen Klostermauer. Auch wenn der pflanzliche Bewuchs aus früheren Klosterzeiten vergangen ist, geben viele erhaltene Merkmale genaue Auskunft über die barocke Gestalt der Gartenanlage.
Der Hofgarten bestand einst aus mehreren unterschiedlichen Funktionsteilen: Im Westen war ein geometrisch gestalteter Gartenteil, einem Teppich gleich, der Südfront des Fürstentrakts vorgelagert. Nach Osten erstreckte sich ein Obstgarten mit geometrisch angeordneten Bäumen.

Der Bau des Tagungshauses an diesem Ort würde das historische Klosterensemble irreparabel zerstören und die - bisher- völlig unversehrte südliche Silhouette unseres Klosters massiv beeinträchtigen.

Das Fraunhofer Tagungshaus ist ein sehr gutes Projekt, leider im Südgarten des Klosters aber am falschen Standort!

Das Kloster Benediktbeuern benötigt dringend Unterstützung um seinen Fortbestand sichern zu können.
Die Entscheidung, 8 Millionen Euro öffentliche Gelder in einen Neubau zu investieren, um ein bereits bestehendes, historisches Denkmalensemble zu retten, ist für uns jedoch nicht nachvollziehbar.

Wie stehen Sie zu geplantem Vorhaben?

Mehr Infos und Bildmontagen unter: www.denkmal-benediktbeuern.de

Wir hoffen zur Diskussion anregen zu können, so dass sich eine nachhaltige Lösung für den Erhalt des Klosters Benediktbeuern, einem bayerischen Kulturdenkmal, ergibt.

Mit freundlichen Grüßen aus dem Klosterdorf Benediktbeuern,

& Michael
Antwort von Bernd Sibler
bisher keineEmpfehlungen
14.08.2013
Bernd Sibler
Sehr geehrte Frau , sehr geehrter Herr ,

vielen herzlichen Dank für Ihr formuliertes Anliegen zum geplanten Fraunhofer-Tagungshaus im Südgarten des Klosters Benediktbeuern, welches ich für Sie gerne mit der zuständigen Stelle besprochen habe. Mittlerweile haben Sie nach meiner Anfrage vom federführenden Ministerium auch direkt eine Antwort erhalten, die mir gleichfalls vorliegt.

Sie kritisieren insbesondere den Standort des geplanten Baus des Tagungshauses im Südgarten des Klosters Benediktbeuern, einer wahrlich historisch herausragenden und kulturell wertvollen Klosteranlage in Bayern. Nach Ihrer Auffassung würde das "historische Klosterensemble durch den Bau irreparabel zerstört". Gleichzeitig halten Sie das geplante Fraunhofer Tagungshaus jedoch für "ein sehr gutes Projekt", das aber am "falschen Standort" angesiedelt werde.
Als früherer Vorsitzender des Landesdenkmalrats in Bayern sowie historisch und kulturell sehr interessierter Mensch, bin ich so wie Sie an einem Erhalt der Klosteranlage Benediktbeuern bedacht. Sie zählt zum äußerst wertvollen Kulturgut, welches Bayern so besonders und lebenswert macht und vielzählige Kunst- und Kulturbegeisterte in die Region lockt.
Gleichzeitig bin ich in meiner Funktion als Bildungspolitiker und ehemaliger Vorsitzender des Ausschusses für Wissenschaft, Forschung und Kunst auch daran interessiert, der Wissenschaft und Forschung neue Möglichkeiten zur Begegnung und zum Austausch zu eröffnen. Das geplante Fraunhofer Tagungshaus am Kloster Benediktbeuern ist ein idealer Standort, an welchem sich bestens ausgebildete Wissenschaftler und Forscher vor dem Hintergrund einer historischen und kulturellen Wirkstätte begegnen können.
Die Frage des Standorts des Neubaus im Südgarten wurde seitens der zuständigen Stellen sehr umfassend geprüft. Aufgrund vielzähliger Gründe kommt kein anderer Standort für das Tagungshaus in Betracht. Bei der Standortsuche spielten gerade die denkmalschutzrechtlichen Aspekte eine hervorgehobene Rolle, auf welche besonders Wert gelegt worden ist. So kommen ein Standort im Konventgarten oder ein Standort nördlich des Meierhofs aus denkmalpflegerischen Gesichtspunkten nicht in Erwägung.
Gleichzeitig ist es bedeutsam, die neue Anlage mit Rücksicht auf die bereits bestehenden Einrichtungen in den Gesamtkomplex zu integrieren und diesen, wie beispielsweise dem Jugendzentrum, Rechnung zu tragen. Ebenso müssen selbstverständlich auch die Anliegen der Gemeinde Benediktbeuern Berücksichtigung finden. Die Standortsuche gestaltete sich deshalb komplex, die Anliegen des Denkmalschutzes wurden dabei stets berücksichtigt.
Nachdem der Landesdenkmalrat der Bebauung im Südgarten zugestimmt hat, gilt es meines Erachtens mit einer architektonisch harmonischen Lösung das neue Gebäude in den Gesamtkomplex einzufügen. Die Gemeinde Benediktbeuern trifft hier im Rahmen ihrer Planungshoheit die entsprechenden Entscheidungen.

Ich hoffe, dass auf diese Weise beiden Ansprüchen, dem Erhalt des Kulturguts einerseits und der modernen Nutzung und Fortentwicklung des Areals andererseits, Rechnung getragen wird. Die erfolgreiche Zusammenführung beider Seiten bietet der Klosteranlage sicherlich eine herausragende Chance, sich weiter positiv fortzuentwickeln.
Auf Ihre zusätzlichen Fragen, die aus Codex-Gründen hier nicht veröffentlicht worden sind, werde ich gerne direkt per Mail antworten.

Mit besten Grüßen,
Ihr Bernd Sibler, MdL
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