Bärbel Bas (SPD)
Abgeordnete Bundestag

Grunddaten
Bärbel Bas
© spdfraktion.de
Geburtstag
03.05.1968
Berufliche Qualifikation
Personalmanagementökonomin (VWA)
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Duisburg
Wahlkreis
Duisburg I
Ergebnis
42,2%
Landeslistenplatz
35, Nordrhein-Westfalen
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(...) Die SPD-Bundestagsfraktion hat jedenfalls die Anwendung des Kartellrechts, ebenso wie die Änderung des Rechtswegs von den Sozial- zu den Zivilgerichten abgelehnt. Die Regierung setzt so Krankenkassen undifferenziert mit privatwirtschaftlichen, gewinnorientierten Unternehmen gleich. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
Ordentliches Mitglied
Gesundheit
Stellvertretendes Mitglied
Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Stellvertretendes Mitglied
Finanzen
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Frage zum Thema Gesundheit
03.02.2012
Von:

Guten Tag Frau Bas,
ich erhielt von meiner Krankenkasse die Aufforderung, die Steuer-Identifikationsnummer mitzuteilen. Das schafft die Voraussetzung, meine Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung steuerlich geltend zu machen. So weit - so gut!
Aus dem Schreiben geht weiterhin hervor, dass eine aus dem Bonusprogramm stammende Geldprämie mit den Daten übermittelt wird.
Ganz ehrlich: da wird dem Bürgen nahegelegt sich gesundheitsförderlich zu verhalten. Man nimmt an Vorsorgeuntersuchungen teil, treibt Sport und bekommt eine (in meinem Fall 30 oder 60 €) Prämie ausgezahlt! Die dann aber anscheinend gegengerechnet wird! Was habe ich dann davon? Die Erkenntnis, dass es sich (finanziell) doch nicht lohnt!

Ich lege Wert darauf, dass ich nicht aus finanziellen Gründen etwas für meine Gesundheit tue. Das ist nur ein netter Nebeneffekt. Dass die Sache aber so ausgeht, das hätte ich nicht gedacht.
Und daher werde ich zukünftig wohl keine Stempel mehr sammeln!

Vielen Dank an das \"Bürgerenlastungsgesetz\" (welche eine Wortschöpfung)!

Freundliche Grüße
Antwort von Bärbel Bas
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16.02.2012
Bärbel Bas
Sehr geehrte Frau ,

herzlichen Dank für Ihre Frage. Abgeordnetenwatch hat diese abmoderiert, da Sie mich bei einer Veranstaltung darauf angesprochen hatten, mir die Problematik bekannt ist und ich darin ebenfalls einen Widerspruch sehe, antworte ich Ihnen gerne.

Zunächst zur Rechtslage: Krankenkassen können ihren Mitgliedern Beitragsrückerstattungen und Prämienzahlungen zukommen lassen, wenn diese zum Beispiel an besonderen Behandlungs- oder Bonusprogrammen teilgenommen haben oder bestimmte freiwillige Vorsorgeuntersuchungen gemacht haben. Damit soll gesundheitsförderliches Verhalten der Versicherten unterstützt und honoriert werden. Die Bundesregierung hat entschieden, dass diese Rückerstattungen und Zahlungen von den Krankenkassenbeiträgen abzuziehen sind, die bei der Steuererklärung als Sonderausgabe geltende gemacht werden können.

Ich teil Ihre Auffassung, dass hier etwas gegengerechnet wird, was nicht gegengerechnet gehört. Auf der einen Seite gibt Ihnen die Krankenkasse einen finanziellen Anreiz, sich besonders gesund zu Verhalten und sich regelmäßig untersuchen zu lassen. Und auf der anderen Seite nimmt ihnen die Bundesregierung einen steuerlichen Vorteil, in dem das Finanzamt die Rückerstattungen und Prämien quasi negativ berücksichtigen muss.

Im Sommer 2010 hatte ich dazu schriftliche Fragen bei der Bundesregierung eingereicht. Nachzulesen hier:
dip21.bundestag.de (Seite 7) und hier: dip21.bundestag.de (Seite 55)

Zunächst antwortete mir das Bundesfinanzministerium sinngemäß, dass als Sonderausgaben nur solche Beiträge abziehbar seien, mit denen der Steuerpflichtige auch tatsächlich wirtschaftlich belastet ist. Erhält der Steuerpflichtige einen Teil seines geleisteten Beitrags erstattet, mindert dies die im Jahr der Erstattung tatsächlich geleisteten Beiträge. Der Anlass für die Beitragsrückerstattung ist steuerlich unerheblich.

Da ich vom Gesundheitsminister gerne gewußt hätte, ob er dies im Einklang mit dem gesundheitspolitischen Zielen sieht, habe ich ihn ebenfalls gefragt. Daniel Bahr, damals noch Staatssekretär, versuchte sich (wie heute) aus der Affäre zu ziehen, in dem er auswich: Die Beitragsrückerstattungen und Boni dienten dazu Anreize für die Teilnahme an Versorgungsprogrammen zu schaffen. Die steuerliche Behandlung ändere daran nichts. Im Übrigen behalte man sich vor, die Entwicklung zu beobachten. Das tut man offensichtlich bis heute.

Sehr geehrte Frau , auch wenn es hier nicht um große Beträge geht, haben sie völlig Recht. Wir sollten aus eigener Motivation heraus gesund leben. Wenn dabei kleine Anreize helfen, halte ich diese für sinnvoll. Nach dem Prinzip, linke Tasche - rechte Tasche, den Anreiz gleich wieder einzukassieren, ist der Motivation zu gesundheitsbewußtem Verhalten nicht förderlich. Leider erkennt die Bundesregierung diesen Widerspruch nicht, weshalb sie auch nicht bereit ist, etwas zu ändern.

Ich bedauere, Ihnen keine besser Nachricht geben zu können, möchte Sie aber noch mal ganz persönlich ermuntern, weiter zu machen: Lassen Sie sich den Spaß am Sport und am gesunden Essen nicht nehmen - machen Sie weiter.

Mit freundlichen Grüßen
Bärbel Bas
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
14.02.2012
Von:

Guten Tag, Frau Bas,

auch im "hohen Norden" interessiert man sich seit der Loveparade für die Stadt Duisburg. In der Presse lese ich, dass Sie ins Gespräch gebracht worden sind, sich für die Wahl als Bürgermeisterin zur Verfügung zu stellen. Gibt es denn nicht noch anstehende juristische Auseinandersetzungen, die die Mitarbeiter im Rathaus von Duisburg betreffen? Das stelle ich mir sehr schwer vor für jemanden, der dann Bürgermeisterin bzw. Bürgermeister wäre.

Wollen Sie sich das antun?
Antwort von Bärbel Bas
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14.02.2012
Bärbel Bas
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Der oder die nächste Oberbürgermeisterin von Duisburg wird ein schwieriges Erbe antreten. Adolf Sauerland wurde abgewählt, weil er nicht in der Lage war, die Loveparade-Katastrope rechtlich, moralisch und persönlich aufzuarbeiten. Eine Aufarbeitung steht immer noch aus. Und die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft, auch gegen die Stadtverwaltung halten noch an.

Die SPD Duisburg wird daher die Bürgerinitiative Neuanfang für Duisburg, die das Abwahlverfahren initiert hat, bei der gemeinsamen Suche nach einer Kandidatin oder einem Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl im Sommer unterstützen. Unser gemeinsames Ziel sollte sein, eine Persönlichkeit für die Kandidatur zu finden und zu gewinnen, die eine möglichst breite Akzeptanz in der Bevölkerung und auch in der Stadtverwaltung findet. Deshalb wir die SPD Duisburg in den nächsten Tagen die Gespräche mit Organisationen und Parteien führen, um dieses Ziel zu erreichen.

Die Duisburgerinnen und Duisburger wollen einen Neuanfang auch in der politischen Kultur, dafür sind am 12. Februar ca. 129.000 Duisburgerinnen und Duisburger zur Wahlurne gegangen.

Mit freundlichen Grüßen
Bärbel Bas
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
14.04.2012
Von:

Sehr geehrte Frau Bas,

heute morgen las ich über die Bestrebungen im Bundestag, die Geschäftsordnung so zu ändern, dass ein Rederecht für Abgeordnete nur noch in Abstimmung mit der Fraktion gewährt wird.
Abweichende Stimmen aus der Fraktion sollen damit nicht mehr zu Wort kommen.
Ich finde, dass eine solche Beschneidung der Rechte von Abgeordneten ein schwerer Schaden für die Demokratie ist.
Wo sonst als im Parlament sollen Abgeordnete reden?
Und auch mal von der Fraktion abweichende Meinungen darstellen? Angesichts von Rettungsschirmen, Militäreinsätzen und anderen wichtigen Entscheidungen erscheint mir das als unverzichtbar.

Geben Sie so einer Initiative nicht Ihre Stimme. Schützen Sie den Kern der Demokratie.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Bärbel Bas
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16.04.2012
Bärbel Bas
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anregungen, ich teile Ihre Meinung: Die Rechte der Abgeordneten dürfen so selbstverständlich nicht beschnitten werden.

Die Änderungen der Geschäftsordnung wurden bisher nur im Geschäftsordnungsausschuss beraten. Weder das Plenum noch der SPD-Fraktionsvorstand und die SPD-Bundestagsfraktion haben diese Vorschläge bisher gesehen, geschweige denn diskutiert. Sie können als sicher sein: Diese Vorschläge werden so nicht kommen.

Aus meiner Sicht sollten Reformen der Geschäftsordnung immer ausführlich diskutiert und möglichst im Konsens mit allen Fraktionen verabschiedet werden. Beides ist nicht geschehen. Deswegen wird es auch in der nächsten Woche keine Abstimmung im Bundestag geben.

Darüber hinaus wird die SPD das erfreuliche Interesse an einer lebendigen Demokratie nutzen, um unsere Vorschläge für eine Reform der Debatten im Bundestag erneut auf die Tagesordnung zu setzen. Wir wollen mehr Leute für Demokratie interessieren. Das Parlament muss der zentrale sichtbare Ort der politischen Auseinandersetzung sein. Dazu gehört auch, dass die Kanzlerin endlich bereit ist, nicht nur Regierungserklärungen abzugeben, sondern in der Fragestunde des Parlamentes die Fragen der Abgeordneten direkt zu beantworten. Das ist in anderen Parlamenten üblich, wurde in Deutschland aber bisher von der schwarz-gelben Koalition blockiert. Vielleicht gelingt es jetzt, den Widerstand von CDU/CSU und FDP zu überwinden.

Die SPD wird in jedem Fall sicherstellen, dass auch in Zukunft abweichende Meinungen im Bundestag zu Wort kommen können.

Mit freundlichen Grüßen nach Serm

Bärbel Bas
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Frage zum Thema Euro-Rettungsschirm
22.04.2012
Von:

Sehr geehrte Frau Bas,

unter den Abgeordneten gibt es pro und contra (z. B.Bosbach, Scheffler) zur Einrichtung von dauerhaften Rettungsschirmen.Sie selbst haben sich wie bisher Viele dafür ausgesprochen. Aus diesem Anlass habe ich mir das Vertragswerk selbst angesehen. Dem ist u.a.zu entnehmen, dass das genehmigte Stammkapital von 700 Mia.€ jederzeit vom Gouverneursrat geändert (d.h. aufgestockt) werden kann (§ 10 Abs.1), angeforderte Beträge innert 7 Tage bereit stehen müssen (§ 9 Abs.3), das Gremium uneingeschränkte Rechtspersönlichkeit hat ( 32 Abs. 2), daher Vertragspartei sein kann, Vermögen veräußern/erwerben kann, verklagen aber nicht verklagt werden kann (§ 32 Abs. 3). Sämtliche im Gouverneursrat tätige Personen als auch das Gremium als solches und insbesondere das dort einberufene Kapital genießen absolute Immunität (§35).D. h. geheime Archive, kein Zutrittsrecht, weitgehende Steuerfreiheit von ESM und seiner Bediensteten. Der Vertrag ist auch nicht kündbar oder Deutschland könnte sich sonst den Verpflichtungen gegenüber diesem Finanz(regulierungs)institut, das nicht einmal zulassungs- oder lizenzpflichtig ist, entziehen, geschweige denn Leistungen zurück fordern. Nach meiner Erkenntnis würde es sich auch nicht "nur" um Bürgschaften handeln, denn in der Konsequenz würden wir für Alles einstehen müssen, was wir jetzt und in Zukunft haben. Dass Gauck einer entsprecheden Verfassungsbeschwerde eher mit Gelassenheit entgegensieht wundert mich angesichts der im November 2011 ergangenen Änderung des Bundesverfassungsgerichtsgesetzes (§ 24) nicht. Friede sei mit ihm. Jeder BILDet sich seine Meinung.

Jetzt aber endlich meine Fragen:

Wie können Sie diesen ESM-Vertrag mit Ihrem Demokratieverständnis vereinen?
Warum wird nicht das Volk befragt?
Sind wir eigentlich (noch) ein souveräner Staat? (Schäuble gab anlässlich des intern. Bankenkongresses Nov. 2011 zu verstehen, dass eine volle Souveränität seit Kriegsende nie vorlag).

Mit besten Grüßen

Antwort von Bärbel Bas
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04.05.2012
Bärbel Bas
Sehr geehrter Herr ,

der ESM-Vertrag wurde am 2. Februar unterzeichnet und soll im Juli 2012 in Kraft treten. Dafür muss der ESM-Vertrag wie jeder andere völkerrechtliche Vertrag vom Bundestag ratifiziert werden und die parlamentarischen Beratungen haben Ende März begonnen. Die von Ihnen aufgeworfenen verfassungs- und europarechtlichen Fragen werden von den zuständigen Fachgremien des Bundestages (Haushalts- und Europaausschuss) intensiv erörtert und geprüft. Am kommenden Montag gibt es beispielsweise eine gemeinsame Anhörung beider Ausschüsse. Mein Abstimmungsverhalten werde ich an dem Ergebnis dieser Beratungen orientieren. Eine solche Entscheidungsfindung auf der Basis intensiver Prüfung und Abwägung aller Standpunkte kann ich dann auch gut mit meinem Demokratieverständnis vereinen.

Grundsätzlich bin ich für die europäischen Rettungsschirme, denn sie sind Ausdruck der innereuropäischen Solidarität. Wer glaubt, alle Probleme seien gelöst, wenn Krisenstaaten wie Griechenland keine weiteren Hilfsgelder aus den europäischen Rettungsschirmen erhalten oder gar aus der Eurozone ausscheiden, der irrt gewaltig. Für mich wäre es schlichtweg unterlassene Hilfeleistung, wenn wir die Bürgerinnen und Bürger in den notleidenden Staaten in die wirtschaftliche und soziale Katastrophe schlittern ließen. Und auch der Exportnation Deutschland kann es auf Dauer nicht gut gehen, wenn die Wirtschaft im Rest Europas am Boden liegt. Unser Wohlstand beruht auf den Produkten, die auch von unseren europäischen Partnern gekauft werden.

Diese Solidarität ist selbstredend keine Einbahnstraße. Die betroffenen Staaten müssen ihrer Verantwortung gerecht werden und Schulden abbauen. Die notwendige Konsolidierung der öffentlichen Haushalte kann aber ohne wirtschaftliche Belebung nicht gelingen. Sparen ist gut, reicht aber nicht. Wenn wir Wirtschaft und Arbeitsplätze in Deutschland schützen wollen, brauchen wir Wachstum in Europa. Unser Masterplan für Wachstum sieht vor, dass der Finanzsektor reguliert und durch eine Finanztransaktionssteuer an den Kosten der Krisenbewältigung beteiligt wird. Deshalb fordern wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten, dass nicht nur die Steuerzahler, sondern auch die Verursacher der Krise die Zeche zahlen. Mit den Einnahmen wollen wir in Wachstum investieren. Leider hat Frau Merkel bislang aus Angst vor Streit in der Koalition und der Wahl in NRW viel Zeit vertrödelt. Außerdem wollen wir die noch nicht abgerufenen EU-Strukturmittel in Höhe von 13 Milliarden Euro für langfristige Entwicklungen bereitstellen. Und: wir wollen das Kapital der Europäischen Investitionsbank aufstocken.

Aus Sicht der SPD soll der ESM langfristig zu einem schlagkräftigen Krisenreaktionsmechanismus ausgebaut werden, um die Währungsunion dauerhaft zu stabilisieren. Unser Ziel ist eine gemeinschaftliche Lösung in Form eines Europäischen Währungsfonds. Nicht alleine die Staats- und Regierungschefs sollen über Hilfsmaßnahmen und Anpassungsprogramme entscheiden. Die Gemeinschaftsinstitutionen, insbesondere das Europäische Parlament, aber auch die nationalen Parlamente sind zu stärken, um die demokratische Legitimation zu sichern. Die SPD-Bundestagsfraktion kämpft für eine starke Parlamentsbeteiligung und trotz unserer Oppositionsrolle konnten wir schon einige wichtige Forderungen durchsetzen. Vor allem wir Sozialdemokraten haben beispielsweise in der vergangenen Woche bei der abschließenden Beratung des Deutschen Bundestages zur Änderung des Stabilisierungsmechanismusgesetzes dafür gesorgt, dass die Beteiligungsrechte des Bundestages gestärkt wurden.

Um die derzeitigen Probleme zu meistern, brauchen wir nicht weniger, sondern mehr Europa. Nur mit einer starken EU wird Deutschland in einer immer stärker globalisierten Welt auch in Zukunft wirtschaftlich und politisch eine Rolle spielen.

Mit freundlichen Grüßen nach Rheinhausen

Bärbel Bas
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Frage zum Thema Ausweitung des Euro-Rettungsschirms (EFSF)
05.05.2012
Von:

Sehr geehrte Frau Bas,

ich habe die Frage von Herrn Klaus Bonow vom 22.4.12 an Sie und Ihre Antwort dazu vom 4.5.2012 zum Thema des Euro-Rettungsschirms gelesen.

Sie haben sich vor der Antwort gedrückt, was den Zündstoff betrifft, warum

a) der Gouverneursrat und die Mitarbeiter Immunität genießen sollen
b) die nationalen Staaten keine Rechte mehr haben, wenn der Vertrag einmal ratifiziert ist,
c) die Kontroll- oder Klagemöglichkeiten zwischen Gouverneursrat und den nationalen Staaten eine Einbahnstraße werden soll

Beantworten Sie mir bitte, wie das in unser demokratisches System passt, wo neben der Beteiligung des Bürgers als MINIMUM die gegenseitige Kontrolle der Staatsgewalt ein ABSOLUTES MUSS ist.
Jede Einrichtung, die gegen Korruption arbeitet, muss die Hände über dem Kopf zusammenschlagen!!!

mit freundlichen Grüßen
Antwort von Bärbel Bas
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08.05.2012
Bärbel Bas
Sehr geehrter Herr ,

wie ich bereits in meiner Antwort an Herrn vom 4. Mai geschrieben habe, haben die parlamentarischen Beratungen Ende März begonnen. Die von Ihnen und Herrn aufgeworfenen verfassungs- und europarechtlichen Fragen werden von den zuständigen Fachgremien des Bundestages (Haushalts- und Europaausschuss) zur Zeit intensiv erörtert und geprüft. Beispielsweise bei der gestrigen gemeinsamen Anhörung beider Ausschüsse. Mein Abstimmungsverhalten werde ich an dem Ergebnis dieser Beratungen orientieren.

Mit freundlichen Grüßen nach Lennestadt

Bärbel Bas
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