Aydan Özoğuz (SPD)
Abgeordnete Bundestag

Grunddaten
Aydan Özoğuz
© spdfraktion.de
Geburtstag
31.05.1967
Berufliche Qualifikation
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Hamburg
Wahlkreis
Hamburg Wandsbek
Landeslistenplatz
2, Hamburg
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(...) Die SPD fordert deshalb die Schaffung von umfangreichen Einflussmöglichkeiten in bestehende Vergütungsmöglichkeiten bei den Banken, die auf staatliche Garantien zurückgreifen müssen. Damit soll verhindert werden, dass ein Vergütungsdesaster wie bei der HRE erneut auftreten kann. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
Ordentliches Mitglied
Enquête-Kommission Internet und digitale Gesellschaft
Ordentliches Mitglied
Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Stellvertretendes Mitglied
Inneres
Stellvertretendes Mitglied
Unterausschuss Neue Medien
Fragen an Aydan Özoğuz
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Frage zum Thema Frauen
09.03.2012
Von:

Sehr geehrte Frau Özoğuz,

aktuell im Gespräch ist wieder die Frauenquote, dazu kommen weitere Quoten wie die Migrantenquote etc..

Bei der Polizei werden beispielsweise schon jetzt Frauen und auch Migranten besonders anhand einer Quote bei der Einstellung bevorzugt. Ebenso zum Beispiel bei der Feuerwehr. Ich bin der Ansicht, es sollte vielmehr auf die Qualifikation und das Soziale geachtet werden, als auf festgelegte Quoten. Denn was würde es bringen, zwar eine Frau als Feuerwehrfrau im Rettungsdienst zu haben aufgrund der Quote, welche aber die immer schwerer werdenden Menschen nicht die Treppe runtertragen kann? Ebenso bin ich auch schon einem Polizisten begegnet, der schlecht Deutsch sprach und in dem Bericht jedes dritte Wort falsch geschrieben hat. Es sollte bei der Einstellung und Auswahl der Bewerber ausschließlich Art. 3 des GG angewandt werden, und der geeignetste Kandidat, egal ob Mann oder Frau, Migrant oder Einheimischer sollte gewinnen. Und sowohl Migranten haben wegen ihrer Zweisprachigkeit, als auch Frauen (z.B. im Kontakt zu anderen Frauen) Ihrer individuellen Stärken, welche berücksichtigt werden müssen. Natürlich müssen auch mehr Frauen in die Vorstände, die geringe Zahl hängt aber eher davon ab, dass sich die Frau gewandelt hat, von der Hausfrau zum Berufstätigen. Und Vorstände blicken meist auf eine langjährige Berufserfahrung zurück.

Es gibt beispielsweise auch keine Männerquote in Pflegeberufen (91,3% Frauen), bei Erziehern (92,8%), Lehrern (75,8%) oder Putzkräften (88,5%; Quelle: www.spiegel.de ).

Wie stehen Sie zur verpflichtenden Einführung von Quoten?
Falls Sie diese einführen möchten, wie stehen Sie zu Männerquoten in typischen Frauenberufen?

Viele Grüße

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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
24.03.2012
Von:

Sehr geehrte Frau Özoğuz,

ich richte diese Frage im besonderen auch an Sie in Ihrer Funktion eines aktiven Mitgliedes der Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft.

Nach über einem Jahrzehnt aktiv erworbener Erfahrungen im Rahmen online geführter Diskussionen begrüße ich ausdrücklich die Etablierung von Institutionen wie denen der E-Petition des Petitionsausschusses des Deutschen Bundestages und des assoziierten Diskussions-Forums sowie von "Adhocracy".

Der politische Diskurs und die demokratische Teilhabe ist, damit beschäftigt sich die Kommission eingehend, einem grundlegenden Wandel unterworfen. Die sich durch das Internet und andere digitale Medien ergebenden Möglichkeiten verheißen mannigfaltige, neuartige Strukturen politischer Partizipation und Kommunikation. Die diesbezüglich grundlegenden Weichenstellungen haben einen eminent richtungsweisenden Charakter in bezug auf die Etablierung einer damit assoziierten demokratischen Wirklichkeit. Die demokratische Verantwortung der Enquete-Kommission ist somit in Hinblick auf ihre die Zukunft entscheidend mitgestaltende Einflußnahme kaum hoch genug einzuschätzen. Ich möchte, u.a. auch vor dem Hintergrund der jüngst gemachten und beobachteten Erfahrungen, diese Frage auf nur einen Teilaspekt fokussieren: Die Moderation des Forums des Petitionsausschusses setzt die Richtlinien des Forums um. Hierzu gehört z.B. die Löschung von Beiträgen, die "in keinem sachlichem Zusammenhang zum Anliegen der Petition" stehen. Hierbei zeigte sich, welch unruhestiftendes und diskussionsbeeinflussendes Potential diesem Vorgehen innewohnt. Entsprechend habe ich das Thema "Qualitätssicherung auf dem Gebiet der Moderation" gestartet. Ein analoger "thread" ist in Adhocracy unter "Netzwerkbefähigung der Verwaltungsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter" zu finden. Mich würde interessieren, welche Stellung Sie persönlich zu dieser Thematik beziehen.

Mit freundlichen Grüßen
C.
Antwort von Aydan Özoğuz
bisher keineEmpfehlungen
30.03.2012
Aydan Özoğuz
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die Sie auch meinem Fraktionskollegen Lars Klingbeil gestellt haben. Ich habe meine Antwort mit dem Kollegen Klingbeil abgestimmt, der die SPD-Bundestagsfraktion in der für Ihre Fragen federführenden Projektgruppe "Demokratie und Staat" der Enquete-Kommission vertritt. Wir teilen Ihre Einschätzung, dass sich mit den neuen Beteiligungsmöglichkeiten erhebliche Potenziale für die politische Partizipation, zugleich aber auch neue Fragestellungen und auch neue Gefährdungen ergeben. Dazu gehört auch die Frage der Moderation von politischen Informations-, Diskussions- und Beteiligungsplattformen.

Auch bei den Diskussionsangeboten der Medien wird ja immer wieder die Frage der Moderation und deren Grenzen in den Foren- und Kommentarfunktionen thematisiert: Gegen eine Moderation ist zunächst grundsätzlich nichts einzuwenden, solange sie inhaltlich nicht zu einer Entstellung des von anderen Personen gelieferten Materials oder deren geäußerte Meinung führt. Dabei sind selbstverständlich auch die Persönlichkeitsrechte anderer zu beachten. Moderationen können und sollen u.a. die Qualität und das Diskursniveau sicherstellen. Ziel der Moderation sollte es sein, einen sachlichen und fairen Diskussionsprozess zu ermöglichen.

Bei den Beteiligungsangeboten der Exekutive, aber auch der Legislative, stellt sich die Fragestellung noch einmal weitaus grundlegender. Hier stellt sich die Frage, welche Rolle und welche Spielräume der Staat als Kommunikator hat. So können beispielsweise gut gemeinte Formen der Interaktion etwa von staatlichen Organen in Online-Foren auch das Risiko bergen, die Willensbildung zu beeinflussen. Diese Fragestellungen werden derzeit in der Projektgruppe "Demokratie und Staat" debattiert, allerdings steht die Diskussion hierzu erst am Anfang.

Auch das von Ihnen angesprochene Beispiel, die Moderation des Forums des Petitionsausschusses, spielte in den Beratungen der Kommission, aber auch darüber hinaus, eine Rolle. Mit der Moderation sollen die Richtlinien des Forums umgesetzt und auch Rechte gewahrt werden. Dabei wird hier – wie vermutlich in jedem Forum – natürlich immer mal wieder der Vorwurf erhoben, dass Beiträge zu Unrecht gelöscht wurden, weil sie beispielsweise nicht im Zusammenhang mit der Petition stehen. Ich kann und möchte dies ohne Prüfung nicht im Einzelfall bewerten, aber Sie können sicher sein, dass wir derartigen Vorwürfen sehr sorgfältig nachgehen. Wir setzen uns als SPD-Bundestagsfraktion darüber hinaus dafür ein, dass die Anforderungen für öffentliche Petitionen nicht zu streng ausgelegt werden, um möglichst viele Petitionen als öffentliche Petition zuzulassen und damit auch eine begleitende öffentliche Diskussion ermöglichen zu können.

Von daher unterstütze auch ich Ihren Vorschlag, den Sie ja auch auf der Beteiligungsmöglichkeit enquetebeteiligung.de eingestellt haben, und dabei vor allem die Forderung, dass wir uns Gedanken über die Qualitätssicherung bei der Moderation von staatlichen Diskussions- und Beteiligungsmöglichkeiten machen müssen. Dies betrifft im Übrigen die Angebote der Exekutive wie auch der Legislative und ebenso die Angebote der Fraktionen, die inzwischen ja auch – wie beispielsweise der Zukunftsdialog der SPD-Bundestagsfraktion unter der Adresse zukunftsdialog.spdfraktion.de - eigene Beteiligungsmöglichkeiten anbieten.

Der Kollege Lars Klingbeil hat mir versichert, das Thema in der Projektgruppe "Demokratie und Staat" anzusprechen und vorzuschlagen, dass dies auch bei den noch zu erarbeitenden Handlungsempfehlungen aufgegriffen wird.

Mit freundlichen Grüßen

Aydan Özoguz
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Frage zum Thema Integration
12.04.2012
Von:
D.

Sehr geehrte Frau Özugüz,

z.Zt. werden 25 Millionen Exemplare des Koran im deutschsprahigen Raum unter der Regie des muslimischen Predigers Ibrahim Abu Nagie verteilt mit vermuteter missionarischer Zielsetzung
( siehe u.a. FAZ 12.4.2012 S. 4 und Welt online 11.04.2012 " Wut über Koran in der Fußgängerzone").

Sind Sie der Auffassung, daß diese Aktion der Integration von Musimen in Deutschland dient ?

Mit freundlichem Gruß

D.

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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
14.04.2012
Von:

Sehr geehrte Frau Oezoguz,

sorry fuer die nicht korrekte Schreibung Ihres Namens (engl. Programm).
Ich bitte Sie dringend, sich zu Folgendem zu aeussern: www.zeit.de
Wollen Sie und Ihre Genossen wirklich die Demokratie aushebeln? Ein Blick ins Grundgesetz koennte helfen.... Jeder Abgeordnete ist seinem Gewissen verpflichtet. Wie war das nochmal bei Willy Brandt? "mehr Demokratie wagen" Z.Zt. macht sich die SPD zum Gehilfen der Ex-Agitations- u. Propagandareferentin der FDJ.

Mit freundlichen Gruesen

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Frage zum Thema Integration
22.05.2012
Von:

Sehr geehrte Frau Özuguz

Ich beschäftige mich gerade mit der Repräsentation von Frauen im Bundestag. Dabei fiel mir auf, dass derzeit, nach meiner Recherche, nur drei weibliche Abgeordnete mit Migrationshintergrund im Bundestag sitzen. Daran knüpft sich die Frage, ob im deutschen Bundestag eine Quote für Frauen mit Migrationshintergrund eingeführt werden sollte. Wie stehen Sie zu dieser Frage? Kennen Sie Gründe, warum derzeit nur so wenige Frauen mit Migrationshintergrund im Bundestag sitzen?

Mit freundlichen Grüßen

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