Axel-Werner Sauerteig (GRÜNE)
Kandidat Abgeordnetenhauswahl Berlin 2006
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Grunddaten
Axel-Werner Sauerteig
Jahrgang
1959
Berufliche Qualifikation
Dipl.-Historiker
Ausgeübte Tätigkeit
wissenschaftlicher Mitarbeiter, Journalist
Wohnort
-
Wahlkreis
Treptow-Köpenick WK 2
Ergebnis
5,4%
Landeslistenplatz
keinen, Treptow-Köpenick
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Frage zum Thema Umwelt
17.08.2006
Von:

Was tun die für den Erhalt von Grünflächen, besonders in den Baumschulen im Bezirk?
Antwort von Axel-Werner Sauerteig
bisher keineEmpfehlungen
04.09.2006
Sehr geehrter Her ,

entschuldigen sie zunächst die Verzögerung bei der Beantwortung Ihrer Frage, die ich sehr gern beantworte. Wie Sie sicherlich wissen, ist der Umwelt- und Naturschutz uns Bündnisgrünen eine Herzensangelegenheit. Und die Grünanlagen, besonders hier im Bezirk Treptow-Köpenick, sind ein wesentlicher Teil davon. Mit großem Bedauern und auch Verärgerung haben wir deshalb in den vergangenen Jahren die Reduzierung der Pflegeintensität in den Parkanlagen und Waldgebieten hier im Bezirk zur Kenntnis nehmen müssen.

Wir möchten diese Entwicklung natürlich gerne umkehren, weil die Grünanlagen für uns nicht nur schöne Anschauungsobjekte sind, sondern unmittelbar Lebensqualität für der Bewohnerinnen und Bewohner bedeuten. Für uns bilden Urbanität, Lebens- und Umweltqualität eine untrennbare Einheit. Deshalb sprechen wir uns auch nicht nur für den Schutz und die Pflege bestehender, sondern die Errichtung neuer Grünflächen in den besonders dicht bebauten Ortsteilen, zum Beispiel Oberschöneweide, Niederschöneweide, Alt-Treptow und Allendeviertel aus, wie Sie unserem Bezirksprogramm entnehmen können. Weiterhin möchten wir die Begrünung von Straßen und Plätzen insbesondere durch Baumpflanzungen vorantreiben, aber auch wo möglich die Entsiegelung von Böden, beispielsweise auf Schulhöfen sowie Hof, Dach- und Fassadenbegrünungen vorzugsweise bei öffentlichen Gebäuden. Auch fordern wir die Renaturierung des ehemaligen Spreeparkgeländes und sprechen uns gegen die überdimensionierte, umweltschädliche und wirtschaftlich unsinnige Seepromenade Frauentog aus oder die hochfliegenden Ausbaupläne für das Müggelturmareal. Daran sollte so behutsam wie möglich gegangen werden.

zu Ihrem zweiten Frageteil: Sie meinen mit Sicherheit die Flächen der Späthschen Baumschule, die durch die Trassenpläne der Südostverbindung und die Ausweisung von Gewerbeflächen im Flächennutzungsplan umgewidmet werden sollen. Hier plädieren wir für eine reduzierte Ausbauvariante auf der Späthstraßentrasse, die sich am tatsächlichen Verkehrsaufkommen orientiert und somit so gut wie keine zusätzlichen Flächen in Anspruch nehmen muss. Und eine Gewerbflächenausweisung wie im Flächennutzungsplan vorgesehen, halten wir angesichts der riesigen Industriebrachflächen im unserem Bezirk für stadtplanerischen Unsinn, den wir stoppen wollen. Somit sollten auch diese Grünflächen als solche erhalten bleiben, um unter anderem das Stadtklima auch in der Innenstadt zu erhalten und zu verbessern.
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Frage zum Thema Schulen
30.08.2006
Von:

Hallo Herr Sauerteig,
mich interessiert auch Ihre Meinung zum neuen Pflichtfach Ethik in den Schulen, von dem jetzt auch meine Tochter "betroffen" ist. Ich zum Beispiel hätte es gern gesehen, wenn sie weiter Religion hätte besuchen können, jetzt aber liegt diese Unterrichtsstunde nachmittags nach einer Freistunde. Ich finde das nicht richtig, da sich meine Tochter dann doch für ihren Sportverein entscheidet, der fast zeitgleich beginnt. Meinen Sie, dass sich diese Entscheidung des Senats noch ändern lässt?
Vielen Dank vorab für Ihre Antwort
Antwort von Axel-Werner Sauerteig
bisher keineEmpfehlungen
06.09.2006
Sehr geehrte Frau ,

ich halte die Einführung eines Pflichtfaches Ethik/ Religion für überfällig und unbedingt notwendig. Allerdings spreche ich mich auch klar für die Einführung einer Wahlmöglichkeit zwischen den Fächern Religion und Ethik aus. Denn mittlerweile bestätigen sich alle Befürchtungen, die vom Senat immer zurückgewiesen wurden: Das Fach Religion wird in die Randstunden gedrängt und so unattraktiv gemacht, daß es kaum noch Schülerinnen und Schüler belegen beziehungsweise auch belegen können.
Deswegen trete ich für einen entsprechende Abänderung im Schulgesetz ein und unterstütze auch die Verfassungsbeschwerde die von einigen Eltern diesbezüglich vorbereitet wird.
Um konkret auf Ihre Frage zu antworten: Ich halte eine Abänderung der Senatsentscheidung nach der Wahl für durchaus denkbar, notfalls sogar wie in anderen Bundesländern durch Verfassungsbeschwerde.
Ausführlichere Antworten von mir zu diesem Thema finden Sie im Übrigen auf der
Internetseite der Evangelischen Kirche: www.ekbo.de
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Frage zum Thema Familie
13.09.2006
Von:

Guten Tag Herr Sauerteig,

Ich stecke in Abständen sehr viel geld in die erhaltung verchiedener spielgeräte im Kindergarten meines sohnes, klar erfolgen diese zahlungen freiwillig aber wer will denn sein kind auf einem kapputten spielgerüst spielen lassen?
was gedenken sie gegen dieses problem zu unternehmen?
Hinzu kommt auch die schliessung vieler kindertagestätten...ich fahre morgens ca 15min mit der starssenbahn, weil es zu wenig kindergärten in der nähe gibt.

mit freundlichen grüssen
sindy
Antwort von Axel-Werner Sauerteig
bisher keineEmpfehlungen
15.09.2006
Sehr geehrte Frau ,

wie viele andere Eltern sind Sie sehr interessiert an der Entwicklung Ihres Kindes. Das ehrt sie. Und ich denke, daß Sie mit viel persönlichem Engagement Ihrem Sohn ein möglichst optimales Umfeld schaffen wollen. Da haben wir eine große Gemeinsamkeit, denn das habe ich für meine vier Kinder natürlich auch immer schaffen wollen und will es auch jetzt. Deshalb engagiere auch ich mich in den Schulen und Kindertagesstätten, die meine Kinder besuchen, und darüber hinaus. Ein Grund auch mich politisch zu engagieren.
Aus diesem Grund ist mir die von Ihnen beschriebene Situation sehr wohl bekannt. Ich weiß aber auch, daß die Kitas sowohl bemüht sind, Ihre Infrastruktur und insbesondere die Spielgeräte in Ordnung zu halten und defekte Spielgeräte zu sperren oder zu entsorgen. Vielfach und da haben sie völlig recht, gibt es dann keinen entsprechenden Ersatz oder nur auf Elterninitiative hin.
Dies und damit ist natürlich nicht die Elterninitiative gemeint, möchte ich und, da kann ich auch für meine Partei sprechen, grundlegend ändern. Wenn Bildung - und dazu gehören selbstverständlich auch Kindertagesstätten -, den größtmöglichen Stellenwert erhalten soll und muß, dann müssen die Einrichtungen auch die nötigen Mittel dafür erhalten, sowohl personell wie materiell. Denn bei Klassengrößen von über 25 Kindern in der Grundschule, wie in Berlin üblich, ist eine individuellen Förderung jedes einzelnen Kindes nicht mehr möglich. Und die brauchen wir dringend. Deshalb wollen wir auch jeden fünften Euro der schon vorhandenen und durch die Mehrwertsteuer noch zu erwartenden Mehreinnahmen Berlins in den Bildungsbereich investieren.
Und auf Bezirksebene werden wir uns den Haushalt sehr genau ansehen, ob dort nicht noch Potential steckt, was wir zur besseren Ausstattung der Kitas und Schulen einsetzen können. Auf keinen Fall, und da denke ich das steht für Treptow-Köpenick auch nicht mehr an, darf es weitere Kita- oder auch Schulschließungen geben. Und mit der Wiederöffnung der Kita in der Griechischen Allee am 1. Januar 2007 mit 170 Plätzen dürfte sich die Situation, und ich hoffe auch für Sie persönlich, deutlich entspannen, zumal in Neubaugebieten in Johannisthal und Rahnsdorf noch weitere Kindertagesstätten geplant sind.
Sollten Sie noch weitere Fragen zu diesem Thema haben oder sich für Sie persönlich die Situation nicht verbessern so bitte ich Sie, mich oder unsere Partei doch nach der Wahl am Sonntag nochmals anzusprechen entweder per Email unter buegruene.tk.laden@gmx.de oder telefonisch 65 49 42 30.

Mit freundlichen Grüßen und der Bitte, wählen zu gehen

Axel W. Sauerteig
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