Aufklärungskampagne: 0 Promille in der Schwangerschaft
Eine Kampagne der SPD zur Vermeidung alkoholbedingter Krankheiten bei Neugeborenen wurde mit den Stimmen der Reagierungskoalition abgewiesen. Ziel war die Schaffung eines gesellschaftlichen Bewusstseins für diese Problematik und damit eine Verbesserung der Situation für ungeborene Kinder.
Hintergrundinformationen
Ausgangspunkt der Aufklärungskampagne der bayerischen SPD-Fraktion war eine Schätzung des Bundesgesundheitsministeriums, wonach deutschlandweit 10.000 alkoholgeschädigte Kinder pro Jahr geboren werden. Davon leiden 4.000 Kinder am Fetalen Alkoholsyndrom (FASD), welches direkte Folge des Alkoholkonsums schwangerer Frauen ist. Folgen sind Wachstumsstörungen und diverse andere körperliche Schäden, geistige und seelische Behinderungen sowie emotionale Auffälligkeiten und Verhaltensstörungen wie Hyperaktivität. Eine Heilung des Fetalen Alkoholsyndroms ist unmöglich, jedoch seine vollständige Verhinderung durch Verzicht auf Alkoholgenuss während der Schwangerschaft, lautet die Position der SPD. Denn alleinige Sicherheit zur Abwehr aller genannten Gefahren biete nur eine Abstinenz von alkoholischen Getränken ab Schwangerschaftsbeginn.

In dem Antrag werden weitere Fakten aufgeführt. Demnach hat das ungeborene Kind schon kurz nach dem Alkohlkonsum der werdenden Mutter den gleichen Alkoholspiegel wie sie im Blut. Der Abbau des Alkohols allerdings dauert beim Kind zehnmal länger.
Weiterhin wird auf eine Studie der Berliner Charité hingewiesen, wonach 58% aller Schwangeren gelegentlich Bier und Schnaps konsumieren.


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Kommentare von Besuchern zur Abstimmung
Kommentar #3
Was hat den das mit Hoteliers und Bonzen zu tun? Äusserst flacher Kommentar!

Muss denn die Politik alles machen. Wofür gibt es denn Ärzte, Hebammen, Freunde, ELTERN. Wer schwanger werden kann weiß im Normalfall doch auch von der Gefahr Alkohol/Nikotin. Da braucht es doch keine riesen Kampagne auf Volkskosten!
Wie wär es mit einer Kampagne um über das Bienensterben oder anderen Themen. Diese Punkte sind auch wichtig, ABER MUSS DENN DER STAAT WIRKLICH ALLES FÜR EUCH MACHEN?
von: Stefan Kumpf
am: 24.06.2011 20:24
Kommentar #2
Wenn man die Folgen von Alkohol auf die Kindesentwicklung sieht (vor allem auf das Gehirn) und das massive Unwissen von vielen Frauen (jung wie alt) gepaart mit Komasaufen oder "klassischem" Alkoholabusus ist es ein Skandal, hier untätig zu bleiben.
von: Sebastian Pohl
am: 11.11.2010 18:31
Kommentar #1
CDU + FDP

besser Hoteliers und Bonzen entlasten


Schämen Sie sich nicht?
von: Ihr Name
am: 13.06.2010 08:12
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