Antje Blumenthal (CDU)
Abgeordnete Bundestag 2005-2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Grunddaten
Antje Blumenthal
Jahrgang
1947
Berufliche Qualifikation
Steuerbeamtin
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Hamburg-Mitte
Landeslistenplatz
3, Hamburg
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(...) Im Todesfall kann der Verstorbene nicht mehr für den Unterhalt des Partners Sorge tragen. Für solche Notfälle werden Rentenansprüche des Verstorbenen auf den verbleibenden Partner übertragen – die so genannte Witwenrente. Bei den von Ihnen angesprochenen Ansprüchen auf Unterhalt lebt jedoch der unterhaltspflichtige Partner noch. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
Fragen an Antje Blumenthal
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
12.12.2006
Von:

hier: Menschenrechte, Schimmelmanndenkmal in wandsbek. Wie stehen Sie zu diesem? Sind Sie dafür, daß es entfernt wird? Könnten Sie sich vorstellen, daß es im park postkolonial (noch virtuelles Projekt, geplant in harburg, Fr.Jokinnen, s. www.afrika-hamburg.de) aufgestellt wird? Was halten Sie vom Bildungsstand (jedes Schuldind im HH sollte wissen, daß Schimmelmann einer der größten Menschen- bzw. Sklavenhändler war) einer Kultursenatorin v. Welck, die fatalerweise das o.a. Denkmal am 10.9.06 miteingeweiht hat? Ist Ihnen bekannt, daß der UNO-Folterbeaurftragte (Prof. Nowak/Wien sich vor ca. 1 Monat bei einer Veranstaltung bei Gruner+Jahr gegen die S-Büste ausgesprochen hat und dafür war, daß sich der Senat der FHH dafür entschuldigt? Sind sie bereits von afrikanischen Botschaften bzw. Konsulaten angeschrieben worden, was es mit der Schimmelmann-Büste auf sich hat?
Mfg,
Antwort von Antje Blumenthal
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05.01.2007
Antje Blumenthal
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Frage zum Schimmelmanndenkmal bei abgeordnetenwatch.

Das Schimmelmanndenkmal ist wohl die derzeit umstrittenste Büste in Hamburg. Zu Recht wie ich finde, denn Heinrich Carl Graf von Schimmelmann war ein durchaus streitbarer Mensch. Durch sein Wirken hat er einerseits das Wandsbeker Schloss gebaut und Hamburgs wirtschaftliche Stärke genährt. Andererseits erwirtschaftete er einen Teil seines Vermögens durch Menschenhandel. In der Vergangenheit wurde gesellschaftlicher, technischer oder wirtschaftlicher Fortschritt häufig mit der Missachtung von Menschenrechten bezahlt. Es ist unsere politische und gesellschaftliche Aufgabe dafür zu sorgen, dass ebendies nicht mehr passiert. Die aktuelle Diskussion um die Büste zeigt, dass die Hamburger ihre Verantwortung erkannt haben, sich mit der Geschichte auseinanderzusetzen. Besonders wenn wir versuchen Geschichte anhand von Menschen begreifbar zu machen, müssen wir uns bewusst werden, dass Menschen nicht immer nur gute Seiten haben. Ich wünsche mir eine laute Diskussion in Hamburg. Ich hoffe, dass daraus die Erkenntnis entsteht, die Dinge differenziert zu betrachten. Die Welt, die Geschichte und jede einzelne Person hat verschiedene Seiten: gute und schlechte. Die Erinnerung an eine historische Person ist für das Geschichtsbewusstsein besonders gut, wenn sowohl positive und negative Aspekte beleuchtet werden. Das gelingt in Hamburg derzeit besonders gut.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre
Antje Blumenthal
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Frage zum Thema Gesundheit
20.12.2006
Von:

Sehr geehrte Frau Blumenthal,
ich bin Kassenpatientin und chronisch krank. Seit Jahren werden immer mehr Leistungen gekürzt. Den Ärzten wird seit 1993 ein Budget für Arznei- und Heilmittel auferlegt, das immer weiter gekürzt wird. Kassenpatienten haben inzwischen sehr hohe Eigenbeteiligungen zu leisten, dies nicht zuletzt weil sehr viele Ausgaben noch nicht einmal zur 1% Klausel gehören - sie müssen aber von uns getragen werden. Die geplante Gesundheitsreform fördert die Prävention, sogar Reisen werden von Krankenkassen inszwischen bezuschußt. Aber - Wo bleiben wir chronisch Kranken????? Wir haben Angst!!!! Schon heute müssen wir um Arzneien und Krankengymnastik betteln, weil die Budgets der Ärzte immer früher aufgebraucht sind. Werden Sie dem Gesetzentwurf zustimmen?
Antwort von Antje Blumenthal
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16.01.2007
Antje Blumenthal
Sehr geehrte Frau ,

herzlichen Dank für Ihre Frage auf abgeordnetenwatch.de.

Wie sie in Ihrer Anfrage selbst feststellen, fördert die Gesundheitsreform ganz besonders die Prävention und Rehabilitation – davon werden auch chronisch kranke Menschen profitieren wie von der zunehmenden Anzahl strukturierter Behandlungsprogramme speziell für Chroniker. Ich halte dies für Erfolgskomponenten der bevorstehenden Reform und kann Ihre negative Einschätzung diesbezüglich nicht teilen.

Die Gesundheitsreform 2004 hat die reduzierte Belastungsgrenze für chronisch kranke Menschen eingeführt, die auch in Zukunft erhalten bleibt und die finanziellen Belastungen für Chroniker begrenzt. Die Gesundheitsreform 2007 hat vor allem zum Ziel, die Qualität der Versorgung zu verbessern, die Wirtschaftlichkeit durch mehr Transparenz, intensiveren Wettbewerb und weniger Bürokratie zu erhöhen sowie die Wahl- und Entscheidungsmöglichkeiten der Versicherten auszuweiten. Auch davon werden chronisch Kranke Menschen mit Sicherheit profitieren.

Ich hoffe, ich konnte Ihre Sicht auf die Gesundheitsreform zumindest ein wenig zum Positiven wenden und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Ihre
Antje Blumenthal
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Frage zum Thema Gesundheit
16.01.2007
Von:

Sehr geehrte Frau Blumenthal,

herzlichen Dank für Ihre Antwort. Leider konnten Sie meine Befürchtungen damit nicht mindern.
Ärzte dürfen in Zukunft laut Gesetzesentwurf nur noch einen Wirkstoff und die Dosierung aufschreiben und der Apotheker wird verpflichtet, das jeweils billigste Präparat herauszugeben.
Einen Vorteil für chronisch Kranke - mit evtl. ständig wechselnden Präparaten - kann ich leider nicht erkennen. In meiner eigenen Familie mußte ich erst kürzlich 2 dramatische Zwischenfälle durch Präparatwechsel auf ein billigeres Medikament miterleben Für Ihren Hinweis auf die Gesundheitsreform 2004 bedanke ich mich. Hierzu muss ich allerdings sagen, das es die Überforderungsklausel von 1% für chronisch Kranke vorher schon gab. Ich selbst war bereits seit 2003 von den Zuzahlungen befreit. Durch den Wegfall von anrechenbaren Fahrtkosten, nicht verschreibungspflichtiger Medikamente usw. haben sich meine Kosten um ein vielfaches erhöht. Jetzt muss ich jedes Jahr die 1% bezahlen, Rezeptgebühren für Krankengymnastik sind drastisch gestiegen. Früher habe ich 18,50 DM für 10 Behandlungen bezahlt, heute sind es 18,34 € für 6 Behandlungen (Weil der Arzt nur noch 6 Anwendungen pro Rezept aufschreiben darf). Das ist die Realität chronisch Kranker durch die Gesundheitsreform 2004. Die jetzige Reform wird ausschließlich ein Wettbewerb um Gesunde - chronisch Kranke können sich die Krankenkassen wegen der Ausgabendeckelung bald nicht mehr leisten.

Frau Blumenthal, neueste Umfragen haben ergeben, dass ca. 80% der Bevölkerung gegen die Gesundheitsreform ist.
Wollen Sie wirklich gegen Ihre Wähler entscheiden?

In der Hoffnung auf ein Besinnen der Politik Ihrer Verantwortung den Bürgern und vor allem chronisch Kranken gegenüber verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen

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Frage zum Thema Finanzen
04.02.2007
Von:

Sehr geehrte Frau Blumenthal,

ich habe meine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und stehe glücklicherweise am Anfang meiner Arbeitslaufbahn nicht ohne festen Arbeitsplatz da. Mit Sorge betrachte ich allerdings die derzeitige Entwicklung, was die Dauer der Arbeitszeit bis zum Renteneintrittsalter betrifft.

Einerseits fehlen immer noch jede Menge (bezahlte) Arbeitsplätze, ungeachtet der leichten Verbesserung in den letzten Monaten, andererseits werden die Menschen angehalten, länger zu arbeiten und damit für Jugend freiwerdende Arbeitsplätze zu belegen.
Das Manko der gesetzlichen Rentenversicherung, mit immer weniger Beiträgen auskommen zu müssen, ist mir bekannt. Dabei ist die eigentliche Ursache doch eine erfreuliche, immer weniger Menschen sind notwendig um eine gesteigerte Produktivität zu erzielen. Wäre es in diesem Zusammenhang nicht sinnvoll, die Abgaben an die gesetzlichen Rentenkassen nicht mehr vom Lohn des einzelnen sondern von der Produktivität der gesamten arbeitenden Bevölkerung abhängig zu machen? Dass die Deutschen fleissig sind, ist unzweifelhaft an den dauerhaften Spitzenleistungen im Export zu erkennen.

Ja, ich befürchte, für meine Beiträge später nicht mehr allzuviel aus der gesetzlichen Rentenkasse herauszubekommen. Nichtsdestotrotz investiere ich lieber in den Staat, der das Wohl aller im Auge hat, als in private Versicherungsgesellschaften (wenn auch mit Riester-Zuschuss), die um ihre Rendite zu sichern, notfalls Mitarbeiter entlassen müssten.
Wie sehen Sie die Zukunft der staatlichen Alterssicherungssysteme, nicht nur in den nächsten 10 Jahren, sondern auch darüber hinaus?

Ich vertraue darauf, dass Sie im Sinne Ihrer Bürger handeln und die Regierung notfalls auf Fehlentwicklungen hinweisen.


Mit freundlichen Grüssen,
Antwort von Antje Blumenthal
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26.02.2007
Antje Blumenthal
Sehr geehrter Herr ,

haben Sie vielen Dank für ihre Anfrage vom 04.02.2007. Ich habe volles Verständnis für Ihre Befürchtungen und kann Ihre Kritik an der Situation der gesetzlichen Rentenversicherung zum Teil auch nachvollziehen. Die derzeitigen Probleme sind meiner Ansicht nach vor allem auf den ausgeprägten demographischen Wandel und die zuletzt sehr hohe Arbeitslosigkeit zurückzuführen. Wir können also sehr zufrieden sein, dass mit der sinkenden Arbeitslosigkeit auch ein Stück weit die Rentenproblematik entschärft wird. Nichtsdestotrotz werden grundlegende Reformen in der RV von Nöten, um eine gerechtere Verteilung der Lasten zwischen den Generationen und eine bessere Demographiefestigkeit zu realisieren.

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion arbeitet zurzeit intensiv daran, die gesetzliche Rentenversicherung dementsprechend zu reformieren. Wir stehen mitten in dieser Diskussion, aber es zeichnet sich schon jetzt ab, dass wir um zwei Maßnahmen nicht herumkommen werden:
Erstens bleibt die gesetzliche Rente natürlich die wichtigste Säule der Altersversorgung, wird aber nicht mehr allein den Lebensstandard sichern können. Deshalb besteht die Notwendigkeit, verstärkt auch privat vorzusorgen.

Zweitens, und besonders vor dem Hintergrund der weiter steigenden Lebenserwartung und sinkender Geburtenzahlen, ist die stufenweise Anhebung der Altersgrenze für die Regelaltersrente von bisher 65 Jahren auf das 67. Lebensjahr eine wichtige rentenpolitische Maßnahme um die gesetzlichen Beitragssatz- und Niveausicherungsziele einhalten zu können.

Ihren Vorschlag, die Beiträge an der gesamtwirtschaftlichen Produktivität festzumachen, kann ich nicht allerdings nachvollziehen. Eine steigende gesamtwirtschaftliche Produktivität ist meines Erachtens nicht ausreichend, um über eine steigende Pro-Kopf-Produktivität auf einen Ausgleich im System der RV zu hoffen. Ein Blick auf die Finanzsituation macht dies mehr als deutlich.

Ich kann Ihnen jedoch versichern, dass die Koalitonsfraktionen alles daran setzten, dass die jetzigen Beitragszahler der gesetzlichen Rentenversicherung im Rentenfall die volle Leistung der Versicherung erhalten und das

Mit freundlichen Grüßen

Ante Blumenthal
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
06.02.2007
Von:

Sehr geehrte Frau Blumenthal,

erhalten Sie für Ihre Mitgliedschaft in der Jury der Hamburger Tulpe ein Entgelt? Wenn ja, in welcher Höhe?

Die Hamburger Tulpe ist ein Projekt der Köber-Stiftung. Zur Stiftung gehört die Körber AG. Nach Selbstauskunft "Weltmarkt- und Technologieführer im Maschinenbau für die internationale Tabakindustrie."
www.koerber.de/hauni.php?sub=hauni

Welche Position vertreten Sie in der Diskussion um den Nichtraucherschutz? (bitte nicht wortwörtlich die Argumentation des VdC übernehmen)

viele Grüße
Antwort von Antje Blumenthal
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21.02.2007
Antje Blumenthal
Sehr geehrter Herr ,

haben Sie vielen Dank für ihre Anfrage vom 06.02.2007.

Für meine Mitgliedschaft in der Jury der "Hamburger Tulpe" der Körber-Stiftung erhalte ich kein Entgelt. Ich bin Mitglied einer Jury, die über einen Preis entscheidet, der das deutsch-türkische Zusammenleben im Großraum Hamburg stärkt – das ist das Motto der "Hamburger Tulpe für deutsch-türkischen Gemeinsinn". Mit diesem Preis zeichnet die Körber-Stiftung seit 1999 deutsch-türkische Projekte aus, die in vorbildlicher Weise für ein besseres Miteinander von Einheimischen und aus der Türkei zugewanderten Hamburgerinnen und Hamburgern beitragen.

Darüber hinaus ist die Körber-Stiftung eine private und gemeinnützige Stiftung, die sich frei von parteipolitischen und konfessionellen Bindungen in der Gesellschaft engagiert, ohne damit wirtschaftliche Interessen zu verfolgen. Die Körber-Stiftung ist weltoffen und tritt für Völkerverständigung ein. Wo Gegensätze aufbrechen, führt sie Menschen zum Meinungsaustausch und zum besseren Verstehen zusammen. Erziehung und Bildung, Kunst, soziale Fürsorge und Wissenschaft sind die Gebiete, in denen die Körber-Stiftung gesellschaftspolitisch wirkt.

Im Hinblick auf Ihre Frage zum Nichtraucherschutz kann ich Ihnen mitteilen, dass das Ziel der Unionsfraktion im Deutschen Bundestag darin besteht, die Nichtraucher besser als bisher zu schützen. Deshalb wurde im Herbst 2006 eine Arbeitsgruppe der Koalition eingesetzt, die eine möglichst umfassende und einheitliche Lösung auf allen staatlichen Ebenen vorbereiten sollte.

Diese Arbeitsgruppe hat einen fachlich tragfähigen Kompromiss erarbeitet. Danach soll in öffentlichen Gebäuden, in Theatern und Kinos sowie in öffentlichen Verkehrsmitteln, Speisegaststätten und Discos ein generelles Rauchverbot gelten. Schankwirtschaften wie Kneipen und Bars sollten von dieser Regelung ausgenommen werden. Darüber hinaus soll die Altersgrenze für den Erwerb von Zigaretten durch Jugendliche von 16 auf 18 Jahre angehoben werden. Dieser Kompromiss wurde jedoch unter Vorbehalt der Zuständigkeit des Bundes gestellt.

Bei den Beratungen stellte sich von Anfang an die Frage, ob der Bund für einen umfassenden Nichtraucherschutz zuständig ist. Da das Bundesjustiz- und das Bundesinnenministerium verfassungsrechtliche Bedenken gegen eine bundeseinheitliche Regelung eingebracht hatten, wurden die Länder vom Bundeskabinett dazu aufgefordert, in ihrem Kompetenzbereich eigene Regelungen zu treffen.

In bundeseigenen Einrichtungen wie Behörden, Bahnhöfen, Flughäfen und Gerichten will der Bund selbst Rauchverbote erlassen. Außerdem ist man sich über ein Verkaufsverbot von Zigaretten an unter 18jährige einig, das hat das Bundeskabinett am 14. Februar beschlossen. Für die Bereiche Gaststätten, Schulen, Krankenhäuser, Kindertagesstätten und Hochschulen liegt die verfassungsrechtliche Zuständigkeit bei den Bundesländern. Dieses ist insbesondere auch der Föderalismusreform geschuldet. Das hat zur Folge, dass für einen bundesweit einheitlichen und wirksamen Nichtraucherschutz Bund und Länder zusammenarbeiten müssen.

Aus diesem Grund hat Bundeskanzlerin Angela Merkel das Gespräch mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer gesucht. In diesen Gesprächen konnte festgestellt werden, dass Bund und Länder ein gemeinsames Grundverständnis bei einem besseren Schutz der Nichtraucher haben. Um trotz der Zuständigkeit der 16 Bundesländer möglichst einheitliche Regelungen festzulegen, wurde eine Länder-Arbeitsgruppe eingerichtet, deren Aufgabe es ist, sich über Nichtraucherschutzregelungen in nicht-bundeseigenen Gebäuden sowie in der Gastronomie zu einigen, um die Bürger zukünftig besser vor dem Passivrauch zu schützen. Bis März wird die Arbeitsgruppe einen gemeinsamen Vorschlag vorlegen und die Gesundheitsminister der Länder wollen am 23. Februar über eine abgestimmte Position beraten.

Trotz der Entscheidungen, dass die Zuständigkeit für den Nichtraucherschutz nicht in vollem Umfang beim Bund liegt, gehe ich davon aus, dass der oben erwähnte Kompromissvorschlag der Fraktionsarbeitsgruppe als Grundlage dient, um ein möglichst weit reichendes und einheitliches Rauchverbot in Deutschland einzuführen. Es liegt nun vor allem an den Ländern, es zügig umzusetzen.

Mit freundlichen Grüßen

Ante Blumenthal
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Ihre Frage an Antje Blumenthal
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