Angelika Brunkhorst (FDP)
Kandidatin Bundestagswahl 2005
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Grunddaten
Angelika Brunkhorst
Jahrgang
1955
Berufliche Qualifikation
Diplom Sozialwissenschaftlerin
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wohnort
-
Wahlkreis
Delmenhorst - Wesermarsch - Oldenburg-Land
Ergebnis
5,1%
Landeslistenplatz
5, Niedersachsen
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Frage zum Thema Steuern
28.08.2005
Von:

Sehr geehrte Frau Brunkhorst,

die FDP plant Familien zu fördern u. a. durch höhere Freibeträge pro Person. Planen Sie, den Splitting-Tarif abzuschaffen ?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Angelika Brunkhorst
1Empfehlung
12.09.2005
Angelika Brunkhorst
Sehr geehrter Herr ,

die FDP will das Ehegatten-Splitting (siehe Punkt 3) nicht abschaffen, aber seine Wirkung begrenzen. Die FDP strebt insgesamt eine gerechtere Familienpolitik an. Diese soll durch folgende Maßnahmen gestaltet werden:

1. Der steuerliche Grundfreibetrag für Kinder wird deutlich erhöht und soll künftig in voller Höhe von 7.700 Euro für Kinder und Erwachsene gelten. Damit zahlt ein Ehepaar mit zwei Kindern bis zu einem Einkommen von 30.800 Euro keine Steuern; unter Berücksichtigung der Vorsorgeaufwendungen sogar bis zu 38.600 Euro. Diesen Punkt hatten Sie bereits selbst angesprochen.

2. Das Kindergeld wird auf 200 Euro pro Kind und Monat angehoben. Damit wird die unterschiedliche Wirkung des Kindergeldbezugs gegenüber der Inanspruchnahme von Freibeträgen ausgeglichen, die ungleiche Förderung von Familien mit höherem und mit niedrigerem Einkommen wird weitgehend abgebaut.

3. Die Steuerentlastung für Ehen und Familien wird bei der FDP stärker auf Familien mit Kindern konzentriert: Wie oben gezeigt, wird die steuerliche Förderung der Familien mit Kindern deutlich verbessert. Gleichzeitig wird der mögliche Vorteil aus dem Ehegattensplitting, der weiterhin allen Ehepaaren zugute kommen soll, ob sie Kinder haben oder nicht, begrenzt. Im Jahr 2002 betrug dieser Vorteil bis zu 9872 Euro, nach dem neuen Gesetz der Liberalen höchstens 5040 Euro im Jahr.

4. Wir wollen die Steuerklasse V abschaffen und das Steuersystem modernisieren. Damit wird nach dem Steuergesetzentwurf der FDP soll eine wichtige frauenpolitische Forderung Realität werden. Wissenschaftliche Untersuchungen haben belegt, dass innerhalb des Systems des Ehegattensplittings gerade die Steuerklasse V die Arbeitsanreize für den Zweitverdiener vermindert und zwar umso mehr, je weiter die Einkommen der Ehepartner auseinander liegen. Verheiratete Frauen erleben eine Geringschätzung ihrer Berufstätigkeit, weil sie ? aufgrund der Steuerbelastung ? nicht viel verdienen und sie streben eine Berufstätigkeit auch nicht an, ?weil es sich nicht lohnt? (wegen der hohen Steuerbelastung). Die Steuerklasse V demotiviert also viele Frauen, ins Berufsleben (wieder) einzusteigen. Dies ist im Hinblick auf gleichstellungspolitische Ziele und den wachsenden Fachkräftemangel am Arbeitsmarkt ein falsches volkswirtschaftliches Steuerungssignal. Nach dem eingebrachten Gesetzentwurf der FDP wird es die Steuerklasse V nicht mehr geben.

Wenn Sie unsere Vorschläge überzeugt haben, würde ich mich freuen, wenn Sie der FDP am 18.09. eine oder zwei Stimmen geben!

Mit freundlichen Grüßen
Angelika Brunkhorst
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Frage zum Thema Arbeit
02.09.2005
Von:

Sehr geehrte Frau Brunkhorst,
warum kann der Deutsche Bundestag im Rahmen des Arbeitszeitgesetzes nicht eine Bestimmung erlassen zur Begrenzung der Mehrarbeit pro Arbeitnehmer?
MfG
Antwort von Angelika Brunkhorst
1Empfehlung
06.09.2005
Angelika Brunkhorst
Sehr geehrter Herr ,

die FDP hat nicht die Absicht das Arbeitszeitgesetz zu ändern, um Arbeitszeiten zu verkürzen oder je nach Konjunktur- und Auftragslage festzusetzen.

Bei der Regelung der Arbeitszeit müssen Unternehmen vielmehr flexible Lösungen nutzen. Arbeitgeber müssen unserer Meinung nach bei der tariflichen Arbeitszeit stärker Langzeit- und Lebensarbeitszeitkonten sowie Differenzierungen des individuellen Arbeitszeitvolumens, etwa nach dem Lebensalter, einführen. Beschäftigte haben je nach Lebenslage sehr unterschiedliche Wünsche hinsichtlich der Dauer ihrer Arbeitszeit. Individuelle Lösungen fördern die Motivation und führen zu einem höheren Maß an Effizienz und Zufriedenheit. Unternehmen können flexibler auf sich verändernde Auftragslagen reagieren. Nur durch mehr Flexibilität kann mehr Beschäftigung erreicht werden.

Mit freundlichen Grüßen
Angelika Brunkhorst
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Frage zum Thema Arbeit
13.09.2005
Von:

SOLIDARITÄT FÜR NEUE ARBEITSPLÄTZE

Die Diskussion und Aktivitäten zur Bekämpfung von Arbeitslosigkeit drehen sich aus meiner Sicht bevorzugt darum, wie man den Druck auf Arbeitslose erhöhen oder es Unternehmern genehm machen kann, zusätzliche Leute anzustellen (ungeachtet der Frage, ob diese Unternehmen Sinnvolles produzieren). Den kurzfristigen wirtschaftlichen Zwangsbedingungen werden Kriterien der sozialen oder ökologischen Nachhaltigkeit meist untergeordnet. Verbleibende Arbeit soll eher von weniger Menschen geleistet, denn solidarisch auf mehrere Schulter verteilt zu werden (Arbeitszeiterhöhung). Insbesondere im Bereich globaler Umweltschutz und Entwicklung sind nach Wegfall u.a. der ABM-Maßnahmen Stellenkürzungen zu beobachten, welche die dringend gebotene Verstärkung der Aktivitäten in diesem Bereich (Ressourcenschutz, Klimawandel, Erossionsvermeidung, Waldzerstörung, etc) verhindern.

Als Beitrag zur Minderung der Arbeitslosigkeit und gleichzeitig der fortschreitenden globalen Umweltzerstörung will das Projekt ´Spenden für Jobs´ symbolhaft und solidarisch Zeichen setzen für Bewusstsein und Aufbruch.

Weitere Information: www.wald.org

Meine FRAGE: Ist Ihnen die Schaffung eines neuen Arbeitsplatzes (und Finanzierung für 2 Jahre) im Bereich globaler Umweltschutz/nachhaltige Entwicklung eine Solidar-Spende in Höhe von EUR 250 wert?
Antwort von Angelika Brunkhorst
1Empfehlung
16.09.2005
Angelika Brunkhorst
Sehr geehrter Herr ,

meine Antwort lautet nein. ich finde Ihre Frage übrigens reichlich unverschämt. Wenn Sie etwas erreichen wollen für Ihr Ziel, dann müssen Sie sich schon eine seriösere Strategie zulegen.

Angelika Brunkhorst
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Frage zum Thema Arbeit
16.09.2005
Von:

Sehr geehrte Frau Brunkhorst,

sicherlich ist dies der verkehrte Weg für diese Initiative zu werben. Dennoch spricht Herr Theil ein wichtiges Thema an.

Ist Ihnen persönlich die Nachhaltigkeit von Maßnahmen wichtig gerade in bezug auf unsere Umwelt?
Diese Frage ist besonders wichtig, da von der FDP meist nur zu hören ist, dass alles besser wird, wenn es den Unternehmen gut geht (was ja so eine Lüge ist, da es einfach viel zu kurz greift).
Hierzu möchte ich kurz anmerken, dass die von der FDP angestrebte wirtschaftliche Freiheit ohne einen Lebensraum, in dem man die Freiheit leben könnte nichts wert ist Wie stehen Sie zu einer Verknüpfung der Ziele des Umweltschutzes und der wirtschaftlichen Entwicklung als Sozialwissenschaftlerin, der bewusst sein dürfte, dass das auf Wirtschaft eingeschränkte Konzept der FDP keine hinreichende Lösungen für die Zukunft bietet?

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