Andy Grote (SPD)

Andy Grote
© SPD Hamburg
Jahrgang
1968
Berufliche Qualifikation
Volljurist
Ausgeübte Tätigkeit
Rechtsanwalt
Wahlkreis
Hamburg - Mitte , Listenplatz 1, Stimmen (Wahlkreis): 34.126, 16,1%, über Wahlkreis eingezogen
Landeslistenplatz
keinen
(...) Andere werden nach und nach folgen, bis alle oder jedenfalls fast alle Stadtteilschulen auch Ganztagsschule sind. Wann es für welche Stadtteilschule losgeht, wird auch viel von der Initiative der einzelnen Schule und der Eltern vor Ort abhängen. Auch das Betreuungsangebot während der Ferien wird wahrscheinlich an den einzelnen Schulen unterschiedlich sein. (...)
 
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Frage zum Thema Bildung und Forschung
30.01.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Grothe,

sie haben ja jetzt die Grundschulen schön als Ganztagsschulen ausgebaut. Wann sind die Stadtteilschulen, insbesondere im Innenstadtbereich, dran und wielange werden die Kinder/Jugendlichen dann in den Schulferien betreut.
Antwort von Andy Grote
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31.01.2011
Andy Grote
Sehr geehrte Frau ,

auch bei den Stadtteilschulen soll die Zahl der Ganztagsschulen deutlich erhöht werden. Die neue "Stadtteilschule am Hafen" ist an allen drei Standorten (Neustadt, St. Pauli und Altona) bereits jetzt Ganztagsschule. Andere werden nach und nach folgen, bis alle oder jedenfalls fast alle Stadtteilschulen auch Ganztagsschule sind. Wann es für welche Stadtteilschule losgeht, wird auch viel von der Initiative der einzelnen Schule und der Eltern vor Ort abhängen. Auch das Betreuungsangebot während der Ferien wird wahrscheinlich an den einzelnen Schulen unterschiedlich sein. Mit Einzelheiten hierzu wird Ihnen bestimmt der Schulexperte unserer Fraktion, Ties Rabe weiter helfen, wenn Sie ihm eine Anfrage über Abgeordnetenwatch schicken.

Mit freundlichen Grüßen

Andy Grote
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Frage zum Thema Gesellschaft
03.02.2011
Von:

Nr.1 Gewissensfrage
Die Möglichkeit, einzelne Personen direkt in die Bürgerschaft zu wählen oder wenigstens deren Entsendung zu unterstützen ist erfreulich, wirft aber auch die Frage auf, ob parteigebundenen Kandidaten überhaupt je Entscheidungen treffen, die nicht vom Konsens der Fraktion diktiert werden.
Wie halten Sie es mit der Freiheit Ihrer Entscheidung in Abstimmungsfragen und mit Ihrer Verantwortung gegenüber den Wählern, die Ihnen ihre Stimme als direkte Personenwahlstimme gegeben haben?

Nr.2 Stadtentwicklungspolitik
Wie wollen Sie sich persönlich und im Rahmen Ihrer Fraktion für die Bereitstellung sozialen Wohnraumes, d.h. für die gesetzliche Verankerung einer Quote für mietpreisgebundenen Wohnraum in allen Hamburger Stadtteilen einsetzen?
Können Sie sich vorstellen, auch gestzliche Grundlagen für die Bereitstellung sozialer Gewerberäume zu schaffen, also für ausgewiesene Gewerberaumkontingente, in denen für bestimmte soziale Zwecke und Mietergruppen die freien Marktbedingungen für Gewerberaum reglementiert werden?

Nr.3 Arbeits- und Bildungspolitik
Welche Instrumente und Gesetzesgrundlagen werden Sie in der Bürgerschaft vorschlagen, um die Ausbildungs- und Fortbildungsperspektiven für erwerbstätige und arbeitslose Erwachsene stärker zu fördern und auch finanziell zu unterstützen?

Nr.4 Studiengebühren
Wie sehen Sie die Möglichkeiten, die Studiengebühren an Universitäten und Fachhochschulen wieder abzuschaffen oder wenigstens deutlich zu senken? Und wie transparent werden Studierende eigentlich über die konkrete Verwendung der Studiengebühren für Zwecke und Mehrwerte in Ihrem eigenen Studium informiert? Müssten die Bildungseinrichtungen, denen die Studiengebühren zukommen hierüber nicht viel intensiver Auskunft geben?
Antwort von Andy Grote
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17.02.2011
Andy Grote
Sehr geehrter Herr ,

1.
Das personalisierte Wahlrecht erhöht sicher die Unabhängigkeit des einzelnen gewählten Abgeordneten. Allerdings unterstützen viele Wähler einen Kandidaten auch gerade weil sie wissen, für welche Partei er steht. Zudem ist jedes Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft immer auch dem Wohl der Gesamtstadt und nicht nur seinem Wahlkreis verpflichtet. Gewissensfragen, in denen ein Abgeordneter durch das Mehrheitsvotum seiner Fraktion nicht wirksam gebunden wird, sind selten, kommen aber vor. Ich habe in meinen bisher drei Jahren als Abgeordneter auch keine Situation erlebt, in der ich die Haltung der SPD-Fraktion als unvereinbar mit den Interessen der Menschen in meinem Wahlkreis empfunden hätte, im Gegenteil. Dies liegt sicher auch daran, dass in unserer Fraktion in strittigen Fragen immer sehr intensiv um einen möglichst breiten Konsens gerungen wurde.

2.
In der Stadtentwicklungspolitik sehe ich die Schaffung von ausreichend bezahlbarem Wohnraum als zentrale Aufgabe, auch für mich persönlich an. Die Zahl der geförderten Sozialwohnungen pro Jahr muss auf 2.400 verdoppelt werden. Diese Wohnungen müssen in allen Hamburger Stadtteilen gebaut werden, vor allem aber dort, wo deutliche Mietpreissteigerungen zu Verdrängung einkommensschwächerer Bevölkerungsgruppen führt. Ein angemessener Anteil an Sozialwohnungen in den einzelnen Stadtteilen muss sichergestellt werden durch: Eine entsprechende Wohnungsbauaktivität der SAGA in den Stadtteilen, durch Festlegung von entsprechenden Quoten bei der Veräußerung städtischer Grundstücke, durch entsprechende Bebauungspläne und durch Vereinbarungen mit den Grundeigentümern bei vielen einzelnen Bauvorhaben.

Für die Bereitstellung bezahlbarer Gewerberäume für soziale und kulturelle Nutzungen oder unterstützungswürdiges Kleingewerbe etc. muss die Stadt aus meiner Sicht folgende Instrumente nutzen: Bereitstellung von Flächen in städtischen Immobilien (Gewerbeflächen der SAGA, Sprinkenhof AG u.a.), Angebot günstiger Flächen in Sanierungsgebieten durch den Sanierungsträger, Sicherung günstiger Flächen beim Verkauf städtischer Grundstücker und Schaffung öffentlich geförderter Existenzgründerzentren, Gewerbehöfe, Handwerkshöfe etc.

3.
Hamburg muss endlich wieder eine eigenständige und aktive Arbeitsförderungspolitik betreiben, d.h. wirksame Fortbildungs- und- und Qualifizierungsmaßnahmen für alle Arbeitssuchenden mit besonderen Schwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt. Auch die berufsbegleitenden Weiterbildungsangebote müssen verstärkt und die Weiterbildung in kleineren und mittleren Unternehmen aktiv unterstützt werden.

4.
Wie transparent die derzeitige Verwendung der Studiengebühren ist, kann ich ehrlicherweise nicht sicher einschätzen. Wir wollen die Studiengebühren in Hamburg im Laufe der kommenden Legislaturperiode vollständig abschaffen.

Mit freundlichen Grüßen

Andy Grote
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Frage zum Thema Stadtplanung
07.02.2011
Von:

Moin Herr Grote!

Wohnen in Hamburg wird immer teurer. In den vergangenen Jahren wurden zu wenig Wohnungen gebaut, die auch bezahlbar sind. Was werden Sie genau tun, um das zu ändern?

Wo und wie viele Privat-Wohnungen wollen Sie in St. Pauli bauen?

Viele Grüße

Antwort von Andy Grote
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08.02.2011
Andy Grote
Sehr geehrter Herr ,

danke für Ihre Frage! Sie haben vollkommen Recht. Um dem Mangel an bezahlbarem Wohnraum speziell auf St. Pauli entgegen zu wirken, müssen wir vor allem neue bezahlbare Wohnungen bauen. Wir konnten als SPD auf bezirklicher Ebene bereits eine Reihe von öffentlich geförderten Wohnungsbauvorhaben anschieben bzw. fördern: In der Talstraße Ecke Schmuckstraße wird es neue Wohnungen für 5,80 Euro netto kalt geben, in der Finkenstraße wird ein Gebäude der SAGA um mehrere neue geförderte Wohnungen aufgestockt. Im Pestalozzi-Quartier an der Kleinen Freiheit sollen geförderte seniorengerechte Wohnungen entstehen sowie neue Mietwohnungen mit mittlerem Preisniveau (ca. 8,- bis 9,--Euro). Im Bernhard-Nocht-Quartier werden 50 - 60 Wohnungen gefördert modernisiert (6,70 Euro) bzw. neu gebaut (5,80 Euro). Ca. 100 neue geförderte Wohnungen (5,80 Euro) könnten auf dem Gelände der Esso-Häuser entstehen.

Auch an weiteren Stellen werden wir bei jedem Neubauvorhaben versuchen, bezahlbaren Wohnraum durchzusetzen. Außerdem wollen wir bis zum Sommer eine soziale Erhaltungsverordnung für St. Pauli in Kraft setzen, mit der wir Umwandlungen in Eigentumswohnungen und Luxusmodernisierungen verhindern können.

Mit freundlichen Grüßen

Andy Grote
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Frage zum Thema Finanzen und Verwaltung
09.02.2011
Von:
Tom

Hallo, Herr Grote -

Im Jahre 2013 - also in der bevorstehenden Legislaturperiode - ist in Hamburg wieder ein evangelischer Kirchentag geplant. Bremen (2009) als Referenz nehmend werden dafür zwischen 7 und 8 Millionen Euro an Steuergeldern aufgewendet werden.

Erste Frage: Unterstützen Sie diese Aufwendung von Steuergeldern für eine kirchliche Großveranstaltung?

Zweite Frage: Würden Sie Steuergelder in gleicher Größenordnung für einen z.B. humanistisch/atheistischen Tag zur Verfügung stellen? Der Anteil der Konfessionslosen an der Bevölkerung ist in gleicher Größenordnung wie der Anteil der evangelischen Christen, und dank Humanismus, Aufklärung etc. brauchen wir über den Beitrag zur deutschen und europäischen Kultur wohl auch nicht zu streiten.
Antwort von Andy Grote
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15.02.2011
Andy Grote
Sehr geehrter Herr ,

um ehrlich zu sein, war mir ein bevorstehender evangelischer Kirchentag in Hamburg nicht wirklich präsent. Mit welchen Kosten und Einnahmen dies für die Stadt verbunden sein wird, kann ich daher nicht wirklich einschätzen. Trotz einer zunehmenden Zahl von Konfessionslosen halte ich die evangelische Kirche nach wie vor für eine zivilgesellschaftliche Institution mit großer Bindungskraft, die vielen Menschen ethische Orientierung vermittelt und durch unzählige diakonische Angebote und Einrichtungen von Kindertagesstätten über Jugendhilfe, Hilfe für Menschen mit Behinderung, Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Obdachlosenhilfe, Schulen, Seniorenwohnanlagen etc tief in unserer Gesellschaft verankert ist. Dieses in vielfacher Weise im Allgemeinwohlinteresse liegende Wirken verdient Unterstützung, m.E. auch im Hinblick auf die Ausrichtung eines Kirchentages. Welche Größenordnung insoweit angemessen ist, kann ich schlecht beurteilen.

Ich persönlich fühle mich der humanistisch aufklärerischen Tradition mindestens ebenso verbunden wie der kirchlichen. Ich kenn insoweit aber keine in vergleichbarer Weise in unsere Gesellschaft hineinwirkende Institution oder Organisation, die diese Tradition repräsentiert und für die Ausrichtung anziehungsstarker Großveranstaltungen in Betracht käme.



Mit freundlichen Grüßen

Andy Grote
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Frage zum Thema Soziales
10.02.2011
Von:

Hallo Herr Grote!

Wir, das Projekt "MischDichEin!", sind eine Gruppe von Besuchern des Kulturhaus Bienenkorb beim Rauhen Haus. Anlässlich der bevorstehenden Wahl beschäftigen wir uns mit dem Thema Politik und der Frage, wie wir selber politisch aktiv werden können.
Dazu gehört natürlich auch, Politikern Fragen zu stellen und zu erfahren, wie diese zu bestimmten Themen stehen.
An der Haltestelle "Rauhes Haus" und ebenso an anderen Haltestellen des HVV gibt es noch immer keine Fahrstühle. Wir finden, dass die Ausstattung mit einem Fahrstuhl das mindeste ist, um allen Menschen (z.B. Rollstuhlfahrern, Müttern mit Kinderwagen, Senioren mit "Hackenporsche", ...) den Zugang zum ÖPNV zu erleichtern.

Wie werden sie und ihre Partei sich dafür einsetzen, den Zugang zu allen Stationen des ÖPNV durch Fahrstühle ein Stück barrierefreier zu gestalten?

mit freundlichen Grüßen,
für das Projekt "MischDichEin!",
Antwort von Andy Grote
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15.02.2011
Andy Grote
Sehr geehrter Herr ,

danke für Ihre Frage und Ihr Engagement! Viele Menschen, gerade wenn sie aufgrund einer Behinderung, ihres Alters oder aus anderen Gründen nur eingeschränkte mobil sind, sind auf den ÖPNV angeiwesen, um sich in der Stadt bewegen zu können. Hamburg hat den Ausbau der Barrierefreiheit der ÖPNV-Haltstellen in den Vergangenen Jahren leider nur sehr zaghaft betrieben. Wir hinken heute anderen Großstädten deutlich hinterher. Der barrierefreie Ausbau der Haltestellen muss deshalb wieder entschlossener verfolgt und soweit es die Haushaltsmittel zulassen beschleunigt werden. Für jeden Hinweis engagierter Hamburger, wo der Bedarf am dringendsten ist, sind wir dankbar!



Mit freundlichen Grüßen

Andy Grote
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