Anbauverbot von Genmais
Anbauverbot von Genmais
Einen Antrag der Grünen zum generellen Anbauverbot von sog. Genmais hat der Bundestag mit den Stimmen von CDU, SPD und FDP abgelehnt. Die Abgeordneten der Linkspartei stimmten für den Entwurf, die der CSU enthielten sich der Stimme. Mehr als jeder sechste Parlamentarier blieb der Abstimmung fern.
Hintergrundinformationen
Das von Landwirtschaftsministerin Aigner angeordnete Anbauverbot für die Sorte MON810 ging den Grünen nicht weit genug. In ihrem Antrag fordern sie die Bundesregierung deshalb auf, den Anbau von gentechnisch verändertem Mais generell zu verbieten.

Die Grünen-Fraktion begründet ihren Antrag mit dem gestiegenen Widerstand gegen gentechnisch veränderte Pflanzen in der Bevölkerung und mit den bisher noch nicht exakt kalkulierbaren Risiken, die mit dem weiteren Anbau von Genmais einhergehen würden.

Der EU werfen die Grünen vor, seriöse wissenschaftliche Gutachten, welche die Risiken des Anbaus von MON810 nennen, zu ignorieren.

In dem Antrag wird die Bundesregierung aufgefordert:
  • den Verkauf und die Aussaat von MON810-Saatgut in Deutschland zu stoppen
  • sich auf EU-Ebene gegen eine Neuzulassung von MON810 einzusetzen
  • sich auf EU-Ebene gegen eine Anbauzulassung der gentechnisch veränderten Maislinien Bt11 und 1507 einzusetzen
  • andere EU-Länder, die nationale Einfuhrverbote für bestimmte in der EU zugelassene gentechnisch veränderte Pflanzen wie MON810 ausgesprochen haben, zu unterstützen
  • sich sowohl auf EU-Ebene als auch in Deutschland für eine konkrete Umsetzung der Empfehlungen des EU-Umweltministerrats vom Dezember 2008 zum Einsatz von gentechnisch veränderten Organismen einzusetzen
  • sich für eine Verbesserung des EU-Zulassungsverfahrens für gentechnisch veränderte Pflanzen einzusetzen
  • die zunehmende Verquickung von Lobbyinteressen, Forschung, Bewertungs- und Zulassungsbehörden auf internationaler, europäischer und nationaler Ebene zu stoppen

Foto: www.pixelio.de



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Kommentare von Besuchern zur Abstimmung
Kommentar #13
ich wähle jetzt die grünen,
mehr kann ich nicht machen.

gentechnik, umweltgifte, elektrosmog

keiner will was davon wissen.
von: paul 35
am: 11.01.2010 14:35
Kommentar #12
Erschreckend ist, wie viele Abgeordnete dieser Abstimmung fern blieben. Geht es doch um die Zukunft der Menschheit. Denn umkehrbar ist der Gen-Weg höchstwahrscheinlich nicht.
von: Unternehmer
am: 28.08.2009 17:40
Kommentar #11
Es gibt infolge Pollenflug und Bestäubung durch Insekten bald in ganz Europa keine natürlichen Pflanzen mehr!
Genmodifizierte Lebewesen - auch nicht zum Verzehr angebaute / erschaffene - bedrohen den Fortbestand unserer Welt - wie wir sie kennen - mehr, als Klimaveränderung und Atombomben!
Erinnert Euch, was naürliche Lebewesen, die an Orte verbracht werden, an denen sie fremd sind, anrichten können!
Durch solche Katastrophen sind etliche Arten völlig ausgerottet worden und werden auch derzeit noch - ich beziehe den Menschen als Neuankömmling und Vernichter nichtmal mit ein!
Wieviel mehr werden also künstliche Lebewesen anrichten?
Das ist nicht ein "vielleicht"! Das ist absolut sicher!
Einstein sagte: "Wenn die Bienen sterben, hat die Menschheit noch 4 Jahre zu leben!"
Die Bienen sterben .... auf mysteriöser Art und Weise.
Gerade in Deutschland wurde aber nachgewiesen, daß in Gegenden, in denen Genmais angbaut wird, manche Schmetterlinge verschwinden. Da ergeben sich doch Rückschlüsse!
Und Monsanto soll Mais züchten, der keine Bienen braucht!
Kann sich jemand vorstellen, was sich daraus ergibt, wenn nur ein einziger Konzern weltweit über Nahrungsmittelverteilung herrscht?
Wir brauchen absolut keine genveränderten Nahrungsmittel!
Wir brauchen auch keine Abgeordneten, die Eigentum von Monsterkonzernen sind!
von: Kreuzberg-Jakob
am: 22.08.2009 13:13
Kommentar #10
Nun ja man muss nicht unbedingt gegen Moderne Errungenschaften sein um gegen Gen Mais zu sein. Aber wenn immer mehr Studien dem Gen Mais negative Eigenschaften bescheinigen, dann muss ich das Zeugs doch nicht in mich rein stopfen.
Und wenn ich mir dann die Geschäftspraktiken des Marktführers anschaue, wird mir ehrlich gesagt schlecht. Dann soll ich wahrscheinlich auch noch glauben das diese Firma nur unser bestes will? Die Menscheit mit Nahrung versorgen, das ich nicht lache. Diese Firmen gehen über Leichen und es interessiert sie nur Profit.
von: WeltenWanderer
am: 19.08.2009 22:12
Kommentar #9
Mit dem Begriff Gentechnik wird der gezielte Eingriff des Menschen in das Erbgut von lebenden Organismen bezeichnet. Mit »grüner« Gentechnik – Agrogentechnik - werden Nutzpflanzen verändert, um beispielsweise widerstandsfähiger gegen Schädlinge zu werden. Der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen im Freiland birgt hohe Risiken für Umwelt, Natur und Gesundheit von Tier und Mensch. Die Verbraucher in Deutschland und Europa lehnen mit großer Mehrheit den Einsatz der Gentechnik in der Landwirtschaft ab. Trotzdem versuchen multinationale Konzerne der Chemie – und Saatgutindustrie die Agrogentechnik in Europa und Deutschland zu etablieren.

Der Freilandanbau birgt das Risiko unkontrollierbarer Ausbreitung gentechnisch veränderter Pflanzen. Insbesondere im Freilandanbau besteht das Risiko, dass die veränderten Gene ungewollt und unkontrollierbar auf andere Pflanzen übertragen werden. Die auf diese Art gentechnisch veränderte Sorten können sich weiter selbstständig ausbreiten. Es ist dann nicht mehr möglich, einen solchen Prozess aufzuhalten. Die Beibehaltung einer gentechnikfreien landwirtschaftlichen Produktion wird mit zunehmendem Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen immer schwieriger. Gerade dieses Risiko muss zu einem weitgehenden Verbot des Anbaus gentechnisch veränderter Pflanzen führen.

DIE LINKE lehnt die Freisetzung gentechnisch veränderter Pflanzen ab, denn die ökologischen und gesundheitlichen Risiken sind nicht überschaubar.

Die Zulassungskriterien für gentechnisch veränderte Sorten müssen unter Einbeziehung ökologischer und sozialer Kriterien verschärft werden.
Beibehaltung der »Nulltoleranz« bei Importfuttermitteln, d.h. Importe aus Nicht–EU Ländern dürfen keine Bestandteile gentechnisch veränderter Pflanzen enthalten, die nicht in Europa zur Nutzung bereits zugelassen sind.
Haftung: Sollten Schäden entstehen, dann müssen dafür die Nutzer der Agro-Gentechnik haften, insbesondere die Saatgutmulties.
Kosten: Die Landwirte sollen nicht auf den Kosten für den Mehraufwand zum Schutz der ökologisch oder konventionell wirtschaftenden Betriebe sitzen bleiben.
Die Zulassungsverfahren für gentechnisch veränderte Futter- und Lebensmittel müssen objektiver und transparenter sein.
von: Fridolin Brandt
am: 12.06.2009 09:46
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