Änderung des Stammzellgesetzes
Mit 346 Ja-Stimmen hat der Bundestag der umstrittenen Änderung des Stammzellgesetzes zugestimmt. Die große Mehrheit der SPD- und FDP-Parlamentarier stimmte dafür, die Union sowie die Linksfraktion votierten mehrheitlich knapp, die Grünen fast geschlossen dagegen.
Hintergrundinformationen
Das Abstimmungsverhalten Ihrer Wahlkreisabgeordneten erfahren Sie durch die Eingabe Ihrer Postleitzahl.
Ihre Postleitzahl:

In der rechten Spalte können Sie sich schnell einen Überblick über das Abstimmungsverhalten aller Abgeordneten verschaffen, indem Sie auf die entsprechenden Links wie "zugestimmt", "dagegen gestimmt", etc. klicken.
Abstimmungsverhalten: GRÜNE
Kerstin Andreae
Kerstin Andreae
GRÜNE
Freiburg
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Marieluise Beck
Marieluise Beck
GRÜNE
Bremen I
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Volker Beck
Volker Beck
GRÜNE
Köln II
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Cornelia Behm
Cornelia Behm
GRÜNE
Cottbus - Spree-Neiße
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Birgitt Bender
Birgitt Bender
GRÜNE
Stuttgart II
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Alexander Bonde
Alexander Bonde
GRÜNE
Emmendingen-Lahr
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Ekin Deligöz
Ekin Deligöz
GRÜNE
Neu-Ulm
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Dr. Thea Dückert
Dr. Thea Dückert
GRÜNE
Oldenburg - Ammerland
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Dr. Ursula Eid
Dr. Ursula Eid
GRÜNE
Nürtingen
Stimmverhalten: zugestimmt
Hans Josef Fell
Hans Josef Fell
GRÜNE
Bad Kissingen
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Kai Gehring
Kai Gehring
GRÜNE
Essen III
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Katrin Göring-Eckardt
Katrin Göring-Eckardt
GRÜNE
Erfurt - Weimar - Weimarer Land II
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Anja Hajduk
Anja Hajduk
GRÜNE
Hamburg-Nord
Stimmverhalten: nicht beteiligt
Britta Haßelmann
Britta Haßelmann
GRÜNE
Bielefeld
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Bettina Herlitzius
Bettina Herlitzius
GRÜNE
Kreis Aachen
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Winfried Hermann
Winfried Hermann
GRÜNE
Tübingen
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Peter Hettlich
Peter Hettlich
GRÜNE
Döbeln - Mittweida - Meißen II
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Priska Hinz
Priska Hinz
GRÜNE
Lahn-Dill
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Ulrike Höfken-Deipenbrock
Ulrike Höfken-Deipenbrock
GRÜNE
Bitburg
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Dr. Anton Hofreiter
Dr. Anton Hofreiter
GRÜNE
München-Land
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Bärbel Höhn
Bärbel Höhn
GRÜNE
Oberhausen - Wesel III
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Thilo Hoppe
Thilo Hoppe
GRÜNE
Aurich - Emden
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Ute Koczy
Ute Koczy
GRÜNE
Landesliste
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Sylvia Kotting-Uhl
Sylvia Kotting-Uhl
GRÜNE
Karlsruhe-Stadt
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Fritz Kuhn
Fritz Kuhn
GRÜNE
Heidelberg-Weinheim
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Renate Künast
Renate Künast
GRÜNE
Berlin-Tempelhof-Schöneberg
Stimmverhalten: dagegen gestimmt, 1 Frage zur Abstimmung bekommen
Markus Kurth
Markus Kurth
GRÜNE
Dortmund I
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Undine Kurth
Undine Kurth
GRÜNE
Harz
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Monika Lazar
Monika Lazar
GRÜNE
Leipzig II
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Anna Lührmann
Anna Lührmann
GRÜNE
Main-Taunus
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Nicole Maisch
Nicole Maisch
GRÜNE
Waldeck
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Jerzy Montag
Jerzy Montag
GRÜNE
München-Süd
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Kerstin Müller
Kerstin Müller
GRÜNE
Köln III
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Winfried Nachtwei
Winfried Nachtwei
GRÜNE
Münster
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Omid Nouripour
Omid Nouripour
GRÜNE
Hochtaunus
Stimmverhalten: nicht beteiligt
Brigitte Pothmer
Brigitte Pothmer
GRÜNE
Hildesheim
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Claudia Roth
Claudia Roth
GRÜNE
Augsburg-Stadt
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Krista Sager
Krista Sager
GRÜNE
Hamburg-Mitte
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Elisabeth Scharfenberg
Elisabeth Scharfenberg
GRÜNE
Hof
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Christine Scheel
Christine Scheel
GRÜNE
Aschaffenburg
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Irmingard Schewe-Gerigk
Irmingard Schewe-Gerigk
GRÜNE
Ennepe-Ruhr-Kreis II
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Dr. Gerhard Schick
Dr. Gerhard Schick
GRÜNE
Mannheim
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Grietje Staffelt
Grietje Staffelt
GRÜNE
Flensburg - Schleswig
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Rainder Steenblock
Rainder Steenblock
GRÜNE
Pinneberg
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Silke Stokar von Neuforn
Silke Stokar von Neuforn
GRÜNE
Stadt Hannover II
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Dr. Wolfgang Strengmann-Kuhn
Dr. Wolfgang Strengmann-Kuhn
GRÜNE
Landesliste
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Hans-Christian Ströbele
Hans-Christian Ströbele
GRÜNE
Berlin-Friedrichshain-Kreuzberg-Prenzlauer Berg Ost
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Dr. Harald Terpe
Dr. Harald Terpe
GRÜNE
Rostock
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Jürgen Trittin
Jürgen Trittin
GRÜNE
Göttingen
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Wolfgang Wieland
Wolfgang Wieland
GRÜNE
Berlin-Mitte
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Josef Philip Winkler
Josef Philip Winkler
GRÜNE
Koblenz
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Kommentare von Besuchern zur Abstimmung
Kommentar #5
Meiner Meinung überwiegen die Chancen, die diese Forschung für uns und unsere Nachkommen bedeuten kann, die eventuellen ethischen Bedenken. Wir greifen ständig in die Natur ein, z. B. bei der Krebsbekämpfung oder beim Schwangerschaftsabbruch. Warum ist es zu früh? Wann soll den der richtige Zeitpunkt kommen? Es gibt Menschen die krank sind und deren einzige Chance auf Gesundheit aus dieser Forschung entstehen könnte. Ist es ethisch oder humanistisch diesen Menschen dies zu verweigern?
von: martin thomalla
am: 11.11.2008 02:25
Kommentar #4
Sehr geehrter Herr Dr. Gysi,
vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Ich verstehe sie so, daß "moralisch-ethische Bedenken" oder nicht sich offensichtlich in konstantem Abstimmungsverhalten niederschlagen müssen. Ich begrüße Ihre Absichten hinsichtlich der Freiheit der Frau zum Schwangerschaftsabbruch.
Die moralisch-ethischen Bedenken beziehen sich auf das schützenswerte individuelle ungeborene Leben. Meine Intention war jedoch eine andere. Mit Blick auf die negativen Elemente von Forschung in der Vergangenheit und Gegenwart (siehe mein aktueller Kommentar) und mit Blick auf einen natürlichen Respekt vor der Vielfalt des Lebens, der mir innewohnt, entstanden gerade meine Bedenken. Ich wundere mich etwas, daß dies m.W. kaum Gegenstand der Diskussionen ist?!

Mit freundlichen Grüßen
Petra Merkel
von: Petra Merkel
am: 26.05.2008 20:47
Kommentar #3
Ihre Bemerkung, Herr Professor, ist enttäuschend populistisch, ignorant und abfällig gegenüber religiös motivierten Bedenken und menschlichen Ängsten.
Nun zu meinen Intentionen und den Fakten:
Wie funktioniert der Wissenschaftsbetrieb? Wie jede Organisation mit eben auch negativen Elementen wie:
  • Forschungsklau (Otto Hahn/Lise Meitner)
  • Datenfälschung (elektromagnetische Strahlung von Handy's)
  • ökonomischer und statusbedingter Ergebnisdruck mit der Folge ungenügender Evaluation (zugelassene Medikamente müssen wieder vom Markt genommen werden)
  • Neid, Missgunst, Lobbyismus etc. (nicht das Beste siegt, sondern das am Besten verkaufte)
  • verschleierte Zweckbestimmung von Auftragsforschung (ganz beliebt beim Militär, und tatsächlich ist mir mal einer begegnet, der sich daraufhin aus dieser Forschung zurückgezogen hat)
  • mangelnde Offenheit oder Ignoranz gegenüber anderen Ideen oder anderen Disziplinen aus Angst vor Verlust von Status und Anerkennung (hier mal ein positives Bsp. das Matheum) und daraus folgend auch mangelnde Selbstreflektion und Selbstkritik
  • und letztlich der Glaube an die eigene Unfehlbarkeit

Was bedeutet also die gewünschte Forschungsfreiheit? Der Wunsch nach Abschaffung von Kontrolle und Regeln für Forschende? Das ist nicht akzeptabel auf Gebieten die derart wesentlich in das menschliche Leben eingreifen. Und die Stammzellenforschung hat auch nichts zu tun mit Impfungen oder operative Eingriffe, wo "nur" individuelle menschliche Leben betroffen sind.

Ich stehe für die Vielfalt des menschlichen Lebens und menschlicher Konzepte, denn dies ist die Basis der Arterhaltungskompetenz des Menschen.

Meine Bedenken sind daher humanistisch orientiert mit einem Schuss fundiertem MIsstrauen gegenüber dem Wissenschaftsbetrieb.
von: Petra Merkel
am: 26.05.2008 20:06
Kommentar #2
Die Forschungsfreiheit und die möglichen Chancen in der Bekämpfung von Krankheiten sind m.E. höherrangig als bloß religiös motivierte Bedenken oder unbestimmte Ängste. Mich erinnert das an den Widerstand gegen Impfungen und gegen operative Eingriffe in den menschlichen Körper.
von: Prof. Dr. Walter Reese-Schäfer
am: 18.05.2008 12:16
Kommentar #1
Es ist zu früh!

Die zweite Hälfte des letzten Jahrhunderts war von einem Technologieglauben geprägt, der der Menschheit Glauben machte, daß sie die Natur und das Leben verstehen und beherrschen kann.
Aber in den dunkelsten WInkeln der Labore der Physiker und anderer Wissenschaftler fanden Zustände der Verwirrung statt. Das Paradoxe, was die Wissenschaftler da sahen, konnte doch nicht sein, stieß sämtliche physikalische Erkenntnisse um.
Ich verstehe den Forschungsimpuls am menschlichen Leben - aber er ist zu früh.....wenn wir noch nicht einmal unsere Umwelt verstehen.
von: Petra Merkel
am: 18.05.2008 01:57
Ihr Kommentar zur Abstimmung
Abstimmungsergebnis