Änderung des Stammzellgesetzes
Mit 346 Ja-Stimmen hat der Bundestag der umstrittenen Änderung des Stammzellgesetzes zugestimmt. Die große Mehrheit der SPD- und FDP-Parlamentarier stimmte dafür, die Union sowie die Linksfraktion votierten mehrheitlich knapp, die Grünen fast geschlossen dagegen.
Hintergrundinformationen
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Abstimmungsverhalten: SPD / dagegen gestimmt
Sabine Bätzing
Sabine Bätzing
SPD
Neuwied
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Dr. Axel Berg
Dr. Axel Berg
SPD
München-Nord
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Dr. Gerhard Botz
Dr. Gerhard Botz
SPD
Sonneberg - Saalfeld-Rudolstadt - Saale-Orla-Kreis
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Bernhard Brinkmann
Bernhard Brinkmann
SPD
Hildesheim
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Dr. Michael Bürsch
Dr. Michael Bürsch
SPD
Plön - Neumünster
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Christian Carstensen
Christian Carstensen
SPD
Hamburg-Nord
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin
Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin
SPD
Tübingen
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Sebastian Edathy
Sebastian Edathy
SPD
Nienburg II - Schaumburg
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Elke Ferner
Elke Ferner
SPD
Saarbrücken
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Wolfgang Gunkel
Wolfgang Gunkel
SPD
Löbau-Zittau - Görlitz - Niesky
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Hans-Joachim Hacker
Hans-Joachim Hacker
SPD
Schwerin - Ludwigslust
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Bettina Hagedorn
Bettina Hagedorn
SPD
Ostholstein
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Michael Hartmann
Michael Hartmann
SPD
Mainz
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Reinhold Hemker
Reinhold Hemker
SPD
Steinfurt III
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Gustav Herzog
Gustav Herzog
SPD
Kaiserslautern
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Gabriele Hiller-Ohm
Gabriele Hiller-Ohm
SPD
Lübeck
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Stephan Hilsberg
Stephan Hilsberg
SPD
Elbe-Elster - Oberspreewald-Lausitz II
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Gerd Höfer
Gerd Höfer
SPD
Schwalm-Eder
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Eike Hovermann
Eike Hovermann
SPD
Soest
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Ulrich Kasparick
Ulrich Kasparick
SPD
Börde
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Karin Kortmann
Karin Kortmann
SPD
Düsseldorf II
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Ernst Kranz
Ernst Kranz
SPD
Eisenach - Wartburgkreis - Unstrut-Hainich-Kreis II
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Christine Lambrecht
Christine Lambrecht
SPD
Bergstraße
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Andrea Nahles
Andrea Nahles
SPD
Ahrweiler
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Dr. Wilhelm Priesmeier
Dr. Wilhelm Priesmeier
SPD
Goslar - Northeim - Osterode
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Maik Reichel
Maik Reichel
SPD
Burgenland
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Christel Riemann-Hanewinckel
Christel Riemann-Hanewinckel
SPD
Halle
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Dr. Ernst-Dieter Rossmann
Dr. Ernst-Dieter Rossmann
SPD
Pinneberg
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Marlene Rupprecht
Marlene Rupprecht
SPD
Fürth
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Bernd Scheelen
Bernd Scheelen
SPD
Krefeld I - Neuss II
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Marianne Schieder
Marianne Schieder
SPD
Schwandorf
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Reinhard Schultz
Reinhard Schultz
SPD
Warendorf
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Dr. h. c. Wolfgang Thierse
Dr. h. c. Wolfgang Thierse
SPD
Berlin-Pankow
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Prof. Jörn Thießen
Prof. Jörn Thießen
SPD
Steinburg - Dithmarschen Süd
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Engelbert Clemens Wistuba
Engelbert Clemens Wistuba
SPD
Anhalt
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Dr. Wolfgang Wodarg
Dr. Wolfgang Wodarg
SPD
Flensburg - Schleswig
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Uta Zapf
Uta Zapf
SPD
Offenbach
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Kommentare von Besuchern zur Abstimmung
Kommentar #5
Meiner Meinung überwiegen die Chancen, die diese Forschung für uns und unsere Nachkommen bedeuten kann, die eventuellen ethischen Bedenken. Wir greifen ständig in die Natur ein, z. B. bei der Krebsbekämpfung oder beim Schwangerschaftsabbruch. Warum ist es zu früh? Wann soll den der richtige Zeitpunkt kommen? Es gibt Menschen die krank sind und deren einzige Chance auf Gesundheit aus dieser Forschung entstehen könnte. Ist es ethisch oder humanistisch diesen Menschen dies zu verweigern?
von: martin thomalla
am: 11.11.2008 02:25
Kommentar #4
Sehr geehrter Herr Dr. Gysi,
vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Ich verstehe sie so, daß "moralisch-ethische Bedenken" oder nicht sich offensichtlich in konstantem Abstimmungsverhalten niederschlagen müssen. Ich begrüße Ihre Absichten hinsichtlich der Freiheit der Frau zum Schwangerschaftsabbruch.
Die moralisch-ethischen Bedenken beziehen sich auf das schützenswerte individuelle ungeborene Leben. Meine Intention war jedoch eine andere. Mit Blick auf die negativen Elemente von Forschung in der Vergangenheit und Gegenwart (siehe mein aktueller Kommentar) und mit Blick auf einen natürlichen Respekt vor der Vielfalt des Lebens, der mir innewohnt, entstanden gerade meine Bedenken. Ich wundere mich etwas, daß dies m.W. kaum Gegenstand der Diskussionen ist?!

Mit freundlichen Grüßen
Petra Merkel
von: Petra Merkel
am: 26.05.2008 20:47
Kommentar #3
Ihre Bemerkung, Herr Professor, ist enttäuschend populistisch, ignorant und abfällig gegenüber religiös motivierten Bedenken und menschlichen Ängsten.
Nun zu meinen Intentionen und den Fakten:
Wie funktioniert der Wissenschaftsbetrieb? Wie jede Organisation mit eben auch negativen Elementen wie:
  • Forschungsklau (Otto Hahn/Lise Meitner)
  • Datenfälschung (elektromagnetische Strahlung von Handy's)
  • ökonomischer und statusbedingter Ergebnisdruck mit der Folge ungenügender Evaluation (zugelassene Medikamente müssen wieder vom Markt genommen werden)
  • Neid, Missgunst, Lobbyismus etc. (nicht das Beste siegt, sondern das am Besten verkaufte)
  • verschleierte Zweckbestimmung von Auftragsforschung (ganz beliebt beim Militär, und tatsächlich ist mir mal einer begegnet, der sich daraufhin aus dieser Forschung zurückgezogen hat)
  • mangelnde Offenheit oder Ignoranz gegenüber anderen Ideen oder anderen Disziplinen aus Angst vor Verlust von Status und Anerkennung (hier mal ein positives Bsp. das Matheum) und daraus folgend auch mangelnde Selbstreflektion und Selbstkritik
  • und letztlich der Glaube an die eigene Unfehlbarkeit

Was bedeutet also die gewünschte Forschungsfreiheit? Der Wunsch nach Abschaffung von Kontrolle und Regeln für Forschende? Das ist nicht akzeptabel auf Gebieten die derart wesentlich in das menschliche Leben eingreifen. Und die Stammzellenforschung hat auch nichts zu tun mit Impfungen oder operative Eingriffe, wo "nur" individuelle menschliche Leben betroffen sind.

Ich stehe für die Vielfalt des menschlichen Lebens und menschlicher Konzepte, denn dies ist die Basis der Arterhaltungskompetenz des Menschen.

Meine Bedenken sind daher humanistisch orientiert mit einem Schuss fundiertem MIsstrauen gegenüber dem Wissenschaftsbetrieb.
von: Petra Merkel
am: 26.05.2008 20:06
Kommentar #2
Die Forschungsfreiheit und die möglichen Chancen in der Bekämpfung von Krankheiten sind m.E. höherrangig als bloß religiös motivierte Bedenken oder unbestimmte Ängste. Mich erinnert das an den Widerstand gegen Impfungen und gegen operative Eingriffe in den menschlichen Körper.
von: Prof. Dr. Walter Reese-Schäfer
am: 18.05.2008 12:16
Kommentar #1
Es ist zu früh!

Die zweite Hälfte des letzten Jahrhunderts war von einem Technologieglauben geprägt, der der Menschheit Glauben machte, daß sie die Natur und das Leben verstehen und beherrschen kann.
Aber in den dunkelsten WInkeln der Labore der Physiker und anderer Wissenschaftler fanden Zustände der Verwirrung statt. Das Paradoxe, was die Wissenschaftler da sahen, konnte doch nicht sein, stieß sämtliche physikalische Erkenntnisse um.
Ich verstehe den Forschungsimpuls am menschlichen Leben - aber er ist zu früh.....wenn wir noch nicht einmal unsere Umwelt verstehen.
von: Petra Merkel
am: 18.05.2008 01:57
Ihr Kommentar zur Abstimmung
Abstimmungsergebnis