Änderung des Landesjagdgesetzes
Änderung des Landesjagdgesetzes
Mit den Stimmen der rot-grünen Koalitionsmehrheit sowie mehrerer Piraten-Abgeordneten hat der Landtag eine Änderung des Landesjagdgesetzes beschlossen.
Hintergrundinformationen
Gegen die massive Kritik der Jägerschaft hat der nordrhein-westfälische Landtag eine Änderung des Landesjagdgesetzes beschlossen. Ziel der Neufassung sei es, "unter Einbeziehung der geänderten und vielschichtigen Einflussfaktoren eine Änderung hin zur Nachhaltigkeit einzuleiten und die Jagd an ökologischen Prinzipien und dem Tierschutz auszurichten", heißt es in dem Antrag.

Unter anderem werden künftig Arten der gleichen ökologischen Gilde wie Luchs und Wolf auch rechtlich gleich gestellt; Arten, "für deren Bejagung es keinen vernünftigen Grund" gebe", würden aus dem Jagdrecht entlassen. Die Jagdausübung wird in einem Umkreis von 300 Metern zu Grünbrücken und Wildunterführungen verboten

2002 wurde der Tierschutz als Staatsziel verankert. "Vor diesem Hintergrund", so heißt es in dem Antrag, "wurden die Jagdhundeausbildung und -prüfung, die Wildfolge, die Fang- und Baujagd sowie der Abschuss von wildernden Hunden und Katzen einer Prüfung unterzogen und unter Abwägung der unterschiedlichen Interessen und aktueller Faktenlage neu bewertet. So zählen zur Beute der Hauskatze neben Kleinna-gern weit überwiegend Arten, die ausschließlich dem Artenschutz unterliegen und weniger jagdbare Arten."


Foto: Kamillo Kluth/flickr/CC BY-SA 2.0
Kommentare von Besuchern zur Abstimmung
Kommentar #15
Die Abgelrdneten, die dafür gestimmt haben, sind m.E. sicher keine Tierbesitzer, auf gar keinen Fall können diese Menschen Katzen haben, die artgerecht als Freigänger leben dürfen!!!

Wie soll bitte ein Jäger erkennen, ob eine Katze gechippt ist?!
Dachte speziell die Grünen sind für Tierschutz... Schließt das Haustiere aus???
von: Birgid Spicker
am: 02.09.2015 21:54
Kommentar #14
Das sich die SPD von den Grünen über den Tisch ziehen lässt und
Zusagen gegenüber dem Bürger nicht einhält ist nicht akzeptabel.
Als früherer treuer SPD Wähler kann ich ein solches Verhalten nicht
unterstützen und werde genau wie alle Jäger im Land bei anstehenden
Wahlen meine Konsequenzen ziehen.
"Remmel geht, die Jagd bleibt"
von: theodor
am: 07.06.2015 10:06
Kommentar #13
Danke für das Zustimmen des Gesetzes. Hier auf dem Land ist es unerträglich geworden, wie sich Jäger als Tierschützer darstellen, wo sie es nicht im entferntesten sind.
Der Abschussverbot von Katzen und Hunde, der Bautenjagd und widerlichen Hunde-Training an lebenden Tieren war schon längst Überfällig.
Wier werden in den kommenden Jahren sehen, das es auch ohne geht, wobei es immer schwarze Schafe gibt die sich auch an neue Gesetze nicht halten werden.
von: Jens Schröder
am: 03.06.2015 08:46
Kommentar #12
Das ist unglaublich stümperhaft gemachte Politik. Gegen die Interessen der Bürger und der Betroffenen und gegen den Tierschutz. Ja - ich habe SPD und Grüne früher gewählt. Das ist lange her. Man kann nur hoffen, dass diesem Gesetz mit voller Kraft bis in die letzte Instanz entgegengetreten wird.
von: Eschholz
am: 04.05.2015 11:37
Kommentar #11
Lasst uns alle in die Grünenpartei eintreten und selber regieren? Somit könnten wir den Remmel stürzen
von: mmm
am: 04.05.2015 10:36
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