Adolf G. Knapp (DIE LINKE)
Kandidat Bundestagswahl 2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Angaben zur Person
Adolf G. Knapp
Jahrgang
1952
Berufliche Qualifikation
Kaufmann
Ausgeübte Tätigkeit
-
Wohnort
Im Wahlkreis 178
Wahlkreis
Rheingau-Taunus - Limburg
Ergebnis
5,6%
Landeslistenplatz
-, Hessen
(...) Wir sind der festen Überzeugung, dass diese Republik eine solche, linke Partei braucht. (...)
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Frage zum Thema Soziales und Familie
18.08.2009
Von:

Guten Abend, Herr Knapp,

bitte teilen Sie mir doch mit, wie Sie zu dem Thema bedingungsloses Grundeinkommen stehen. Das wäre bestimmt nicht nur für mich interessant, da es immer mehr Anhänger des BGE gibt.

Leider scheint in Ihrer Partei die Meinung ziemlich geteilt zu sein. Es geht jetzt nicht um ein bestimmtes Modell ... Althaus, Götz Werner oder sonstiges .... sondern allgemein um den Gedanken des Grundeinkommens. Und zwar bedingungslos, also ohne Überprüfung und Schnüffelei wie bei Hartz4.

Leider geistern immer noch viele Argumente gegen das BGE durch unser Land. Bis jetzt habe ich allerdings noch kein einziges gehört, dass mich überzeugen könnte. Die häufigsten (nicht bezahlbar; nur für Faulenzer; dann geht ja keiner mehr arbeiten) sind leicht zu widerlegen.

Wie also denken Sie persönlich und Ihre Partei im Allgemeinen über dieses Thema?

Viele Grüsse
Antwort von Adolf G. Knapp
1Empfehlung
19.08.2009
Adolf G. Knapp
Guten Tag, sehr geehrte Frau !

Vielen Dank für Ihre Anfrage, übermittelt durch abgeorndnetenwatch.de, zum Themenbereich bedingungsloses Grundeinkommen. Es ist sehr wichtig, dass es immer mehr Anhänger zum Thema bedingungsloses Grundeinkommen gibt, denn nur durch die Masse derer, die das unterstützen wird eine Lawine los getreten. Doch nun zu der von Ihnen angefragten politischen Position.

In unserem Bundestagswahlprogramm 2009 DIE LINKE sagen wir, dass wie wir uns die Neuregelung vorstellen. Als Link empfehle ich Ihnen unsere Website. Sie erreichen die Internetseite wie folgt, www.die-linke.de Wählen Sie dann roten Abschnitt Wahlen und wählen dann in der darunter stehenden Zeile den Punkt Positionen. Es öffnet sich das Fenster (PDF Datei) mit dem Inhaltsverzeichnis des Bundestagswahlprogramm 2009. Hier finden Sie im Punkt 2.7 auf der Seite 25 rechte Spalte und Seite 26 linke Spalte den exakten Wortlaut wie wir zu dem Thema stehen und welche Schritte zur Änderung wir wollen.

Ich möchte keine Wortklauberei betreiben, doch aus der Sicht der Juristen öffnet das Wort bedingungslos alle nur denkbaren Türen. Damit meine ich nicht die von Ihnen angeführten Argumente (nicht bezahlbar, nur für Faulenzer, dann geht ja keiner mehr arbeiten). Es gibt bestimmte mindest Bedingungen, die erfüllt werden sollten. Das ist z. B. ein fester Wohnsitz in Deutschland. Wenn wir uns auf die Worte bedarfsdeckend und sanktionsfrei einigen würden, sind wir auf dem gleichen Weg. Ja, ich bin für ein Grundeinkommen das den Schnüffelparagraphen nicht kennt. Die U 25-Regelung ersatzlos gestrichen wird. Die Bedarfsgemeinschaften abgeschafft werden und das Individualprinzip eingeführt wird. Der Sanktionsparagraph 31 im SGB II abgeschafft wird. Das alle in der Bundesrepublik lebenden und gemeldeten Bürger, die über kein ausreichendes Einkommen und Vermögen verfügen, einen Anspruch darauf haben ihren Mindestbedarf zu decken.

Abschließend möchte ich zu der geltenden Regelung sagen, es ist beschämend gegenüber allen Betroffenen, dass die verantwortlichen Bundespolitiker und einige Oppositionsparteien, eine derartige Bürger-Diskriminierung zu lassen bzw. dulden. Im Artikel 20 des Grundgesetzes steht geschrieben, dass alle Macht vom Volke ausgeht.

Sehr geehrte Frau , Ihre Fragen sind hoffentlich ausreichend beantwortet. Gerne stehe ich Ihnen für weitere Fragen zur Verfügung. Den 27. September 2009 nicht vergessen, das ist der Tag an dem Veränderungen gewählt werden können.

Mit besten roten Grüßen

Adolf G. Knapp
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Frage zum Thema Wirtschaft
22.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Knapp,

dies vorweg, die WASG als Abspaltung der SPD konnte ich nur begrüßen, weil die Politik von Schröder ohne jede Rücksicht auf die Basis sowie auf ein Großteil ihrer Wählerschaft durchgeführt wurde. Die Linke der SPD so aufs Abstellgleis zu stellen war unverantwortlich und die Parteiaustritte waren noch zu gering. Die jetzigen Umfrageergebnisse für die SPD sind mehr als berechtigt. Ihre Fusion mit der PDS kann ich nur machtpolitisch nachvollziehen, sprich 5 Prozent Hürde, ansonsten habe ich dafür kein Verständnis. Die WASG zu wählen wäre mir leicht gefallen, Die Linke zu wählen wird mir schwerfallen.

Nun zu meiner Frage: Warum kann Ihre Partei in einer Wirtschaftkrise, (die verursacht wurde durch Menschen ohne einen Sinn für soziale Verantwortung, deren einziger Antrieb ist irgenwie schnellstmöglich Gewinn zu generieren), die aufgezeigt das unser Wirschaftsystem ausser Kontrolle geraten ist, es ist nicht mehr sozial und auf den Menschen zugeschnitten, sondern einzig allein gewinnorientiert und vorteilhaft für einige Wenige ist; nicht Ihre Umfragewerte verbessern? Unverständlicher Weise schaft es die FDP an Prozenten hinzuzugewinnen, gerade die Partei die immer den freien Markt geworben hat. Nun ist es ja nicht mehr lange bis zur Bundestagswahl; und irgendwie hört man nichts von Ihrer Partei, in einer Zeit in der Bänker Millionenabfindungen trotz Wirtschaftskrise erhalten, Dienstwagenaffäre, Probleme der Landesbanken, da müsste gerade Ihre Partei an Zuspruch und Wahlergunst hinzugewinnen. Wie gedenken Sie die unzufrieden Wähler zu mobilisieren?

Mit freundlichen Grüssen

Antwort von Adolf G. Knapp
2Empfehlungen
31.08.2009
Adolf G. Knapp
Sehr geehrter ,

Vielen Dank für Ihre Frage. Zunächst sei mir der Hinweis erlaubt, dass nicht allein "machtpolitische Erwägungen" eine Rolle bei der Vereinigung der PDS und der WASG gespielt haben. Die neue LINKE ist der Versuch, unterschiedliche Erfahrungen, Traditionen und Herkünfte in einer Partei zu vereinen. Wir sind der festen Überzeugung, dass diese Republik eine solche, linke Partei braucht. DIE LINKE hat in der abgelaufenen Legislatur bereits bewiesen, dass das Vorhandensein einer glaubwürdigen, linken Alternative das politische Koordinatensystem verschiebt: Ohne uns würde es keine Debatte über die Rentenhöhe, über einen gesetzlichen Mindestlohn und über die (un)sozialen Folgen von HARTZ IV geben.

Dies ist eine schöne Überleitung zu Ihrer eigentlichen Frage: Sicher haben sie Recht, dass es verwunderlich ist, dass Einige nach dem Brandstifter und nicht nach der Feuerwehr rufen, wenn das ganze Haus in Flammen steht. Wir sind aber überzeugt, dass es uns in den kommenden fünf Wochen gelingen wird, unsere Alternativen zur Regierungspolitik und zum neoliberalen Marktradikalismus der FDP darzustellen. Wir wollen mit einem klaren, ehrlichen Wahlkampf Wählerstimmen mobilisieren. Vielleicht sind Ihnen bereits unsere Plakate aufgefallen: Auf diesen Material - und auch in unseren Druckerzeugnissen - machen wir schnörkellos deutlich, für welche Politik DIE LINKE steht und was die Wählerinnen und Wähler von uns erwarten können.

Abschließend möchte ich darauf hinweisen - und das haben die letzten Wahlen nachhaltig bewiesen - das Umfrageergebnisse nur selten die realen Stimmanteile widerspiegeln.

Mit besten roten Grüßen

Adolf G. Knapp
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Frage zum Thema Umweltpolitik
09.09.2009
Von:

Guten Tag Herr Knapp,

wie ist Ihre Meinung, dass Wirte in Ihrer eigenen Wirtschaft nicht mehr selbst bestimmen dürfen, ob Gäste rauchen dürfen. SPD, Grüne und Linke befürworten ein Rauchverbot am Arbeitsplatz, also auch für Gaststätten, Freiberufler usw., also praktisch das totale Rauchverbot. Ist Ihnen bewusst, dass durch dieses totale Rauchverbot basierend auf dem Nichtraucher Schutzgesetz abertausende Arbeitsplätze verloren gehen in Industrie, Großhandel, Fachhandel ( Kioske + Tabakwarengeschäfte ) Automatenhandel + Hersteller, Gastronomie usw. usw. Hierzu interessiert mich Ihre Antworten.

Mit freundlichen Grüssen


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Ihre Frage an Adolf G. Knapp
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