Adelbert Ringwald (DIE LINKE)
Kandidat Bundestagswahl 2009
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Adelbert Ringwald
Jahrgang
1965
Berufliche Qualifikation
Dipl. Betriebswirt BA Steuern&Prüfungswesen
Ausgeübte Tätigkeit
Angest.
Wohnort
Elzach
Wahlkreis
Lörrach - Müllheim
Ergebnis
6,0%
Landeslistenplatz
-, Baden-Württemberg
(...) Dann wäre die Impfung wirkungslos. Die Verbraucher müssen vor den Gefahren der Nanopartikelindustrie geschützt werden. Um die Altbestände vor dem Verfallsdatum abzubauen muss schnell geimpft werden, damit die Pharmaindustrie vor Gewinnminimierungen geschützt wird. (...)
 
Fragen an Adelbert Ringwald
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Frage zum Thema Finanzpolitik
15.07.2009
Von:

Die Finanzkrise schlägt immer weitere Kreise. Was für Maßnahmen schlagen Sie vor, um diese Krise zu beenden.
Antwort von Adelbert Ringwald
5Empfehlungen
29.07.2009
Adelbert Ringwald
Sehr geehrte Frau ,

die Finanz- und Wirtschaftskrise ist den meisten Menschen zu undurchsichtig. Ich bin von Beruf Dipl. Betriebswirt BA. Ich denke, dies befähigt mich, dass ich hierfür einen geschärften Blick habe. Herr Bundesfinanzminister Steinbrück und Frau Bundeskanzlerin Merkel behaupten, dass die Finanzmarktkrise die Schuld der US-Amerikaner sei. Dies ist schlichtweg falsch. Natürlich hat diese in der amerikanischen Immobilienzockerei ihren Ursprung, allerdings wurde unter der Bundesregierung Schröder / Fischer das Kapitalmarktstrukturgesetz beschlossen. Dies mit der Begründung, dass Deutschland eine florierende Wirtschaft braucht, und hierfür bräuchten wir ausländisches Kapital. Mit diesem Gesetz konnten die Banken jedoch den Interbankenhandel der toxischen Papiere (gebündelte Hypothekenschulden) überhaupt erst aufnehmen. Es war also die rot-grüne Bundesregierung, welche den rechtlichen Rahmen hierfür geschaffen hat. Auf Betreiben von Herrn Ackermann (Deutsche Bank) wurde 2005 die Bürgschaftsverpflichtung des Staates für die Landesbanken abgeschafft. Daraufhin mussten die Landesbanken sehen, wie sie ihre Gewinne machen können. Die Deutsche Bank hat die Eigenkapitalrendite von 25% vorgeben. Nun propagiert Herr Ackermann erneut eine Kapitalrendite in dieser Höhe. Diese Banker haben nichts, aber auch gar nichts aus der Finanzkrise gelernt. Gehen Sie doch einmal an einen Schalter der Deutschen Bank und verlangen Sie für Ihr Erspartes 25% Zinsen im Jahr. Was meinen Sie, was der Bankangestellte tun wird?
Die Landesbanken, welche von CDU/CSU-Politikern kontrolliert wurden, haben heute eine extreme Schieflage erlitten. Das sind die LB Baden-Württemberg, Bayern LB, Sachsen LB und HSH Nordbank, welche jetzt unser Steuergeld in Form der staatlichen Bürgschaften und Geldzahlungen erhalten und vernichten. Die FDP propagiert noch heute, dass der Staat nicht in die Wirtschaft und den Kapitalverkehr eingreifen darf. Es entzieht sich mir jeder Logik, weshalb die FDP nun solch einen Stimmenzuwachs bei Wahlen hat. Die FDP ist die Partei, welche genau diese Kontrolle der Kapitalmärkte abgelehnt hat. Dies ist mit ein Grund für die nun folgende Vernichtung von Hunderttausenden von Arbeitsplätzen durch die Finanzkrise. Der Finanzmarktzusammenbruch wäre doch zu verhindern gewesen, wenn Banker und Politiker 1998 auf Oskar Lafontaine gehört hätten. Er hatte damals diese Kontrolle der Finanzmärkte eingefordert. Dafür wurde er von diesen Leuten als "Europas gefährlichster Mann" beschrieben.
IKB, West LB und Bayern LB haben alleine schon das gesamte prognostizierte KSt-Aufkommen in 2008 verschlungen (15,9 Mrd €) (KSt ist die Einkommensteuer der Kapitalgesellschaften GmbH, AG, Ltd) Jetzt kommt die Hypo Real Estate mit einem Bedarf in Höhe von 112 Mrd €, der immer noch nicht ausreicht. Denken Sie auch so wie ich, dass das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht ist?
Frau Merkel und ihre Verbündeten präsentieren sich jetzt, als die "edlen Retter in der Not", nachdem sie Jahrelang diesem Treiben zugeschaut haben, und fordern nun das, was Oskar Lafontaine schon vor einem Jahrzehnt von Herrn Schröder eingefordert hat. Die angeblich angestrebte Finanzmarktkontrolle wird jedoch nicht oder nur halbherzig umgesetzt. Gibt es nun einen Lernprozess bei den Neoliberalen? Leider nein! Es soll gerade so wie vorher weiter gemacht werden. Durch Ihre Wahlentscheidung haben Sie es in der Hand, ob es ein "weiter so", oder einen Neuanfang gibt. Die öffentlichen Kassen werden nicht nur durch die aktive Intervention der Bundesregierung. belastet, sondern die Banken können Milliarden-Abschreibungen vornehmen und bezahlen hierfür keine KSt und. GewSt (30%). Zusätzlich können diese Verlustrückträge ins Jahr 2006/07 vornehmen und erhalten hieraus Steuererstattungen aus 2006/07. Wem gehören diese dann? Natürlich den Banken, welche vom Staat, das heißt von uns allen, gestützt wurden!
Die Auswirkung ist, dass die Schadenssumme immer um den entgangenen Steueranteil in Höhe von 30% zu erhöhen ist.
Wer sind die Gewinner der Krise? Das Geld wurde ja nur teilweise vernichtet. Es sind die Grundstücksspekulanten in den USA, Banken die diese Schrotthypothekenpapiere schnell genug weiter gegeben haben, die Wirtschaft der USA und allen voran diese superintelligenten Fondsmanager.
Jahrzehntelang behaupteten die Bundesregierungen, dass kein Geld für den Sozialstaat da ist. Wo kommen jetzt die Milliarden auf einmal her? Wurden wir über all die Jahre hinweg belogen und betrogen?
Haben Sie sich dies schon einmal gefragt?
So wie nun die große Koalition die Wirtschaftskrise meistern möchte, muss es schief gehen, damit verzögert sie den wirtschaftlichen Aufschwung. Allerdings werden Wirtschaftsstrukturen in dieser Wirtschaftskrise zerschlagen. Wenn ein Unternehmer in Konkurs geht, so kann er nur sehr erschwert in der Wirtschaft wieder Fuß fassen. Dies geht vollumfänglich zu Lasten der Arbeitnehmer, welche ihren Arbeitsplatz verlieren. Sehen Sie sich bitte mein Bundestagswahlvideo auf Youtube an, das ich am 10.01.09 aufgenommen habe.
Links hierzu:
www.youtube.com
www.myvideo.de
Genau das was ich damals gesagt habe, ist jetzt eingetreten. Das Konjunkturprogrämmchen ist zu klein, dazu ist auch noch der größte Teil nicht generationengerecht investiert worden. Der Staat darf zur Stützung der Konjunktur Schulden machen. Diese müssen aber im Bereich der Bildung, für den ÖPNV und im Sozialbereich getätigt werden. Die nachfolgenden Generationen dürfen keine sozial und ökologisch verbrannte Erde von uns erhalten. Genau dies wird jedoch über kurz oder lang eintreten, wenn wir nun nicht endlich einmal aufwachen und DIE LINKE wählen.
Um die Wirtschaftskrise zu überwinden, müssen die Menschen wieder Geld in der Tasche haben, damit die Inlandsnachfrage gestärkt wird. Diese ist zurzeit erstaunlich gut, und alle wundern sich darüber. Für mich ist dies logisch, da der Bürger nach seinem Bauchgefühl geht und denkt, dass er heute noch etwas für sein Geld erhalte. Dies könnte sich sehr schnell ändern, deshalb gibt es eine Flucht in Sachvermögenswerte und Konsum, da erstere meist den Wert behalten.
CDU, CSU und FDP werden den Sozialstaat nach den Bundestagswahlen beschleunigt abbauen, mit der Begründung, dass der Staat zu viele Schulden hat. Durch Steuern wird vor allem der kleine Mann - gemessen am Einkommen - überdurchschnittlich belastet (Mehrwertsteuer von 19% auf 25% erhöhen laut CDU-Diskussion).
Doch warum sollten die Spielcasinozocker nicht zur Kasse gebeten werden? Laut einer Veröffentlichung der Böckler-Stiftung vom November 2008 erbrächte die Einführung einer einprozentigen Börsenumsatzsteuer 350 Mrd € Steuereinnahmen pro Jahr. Dies wäre mehr als der gesamte Bundeshaushalt. Es muss nur der politische Wille vorhanden sein. Übrigens hatten wir bis 1990 eine Börsenumsatzsteuer auf Aktien. Diese wurde unter Helmut Kohl abgeschafft. Irland und England haben ebenfalls eine Börsenumsatzsteuer. Warum sollten wir diese nicht einführen, und damit unsere Demokratie sowie den Sozialstaat stärken. In einer Zocker- und Neidgesellschaft kann nichts gedeihen. Das Miteinander ist hierfür der Schlüssel für eine gute Gesellschaft.

Mit freundlichen Grüßen
Adelbert Ringwald
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Frage zum Thema Soziales und Familie
17.07.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Ringwald,

Wie hoch sehen Sie die Chance in % einen flächendeckenden Mindestlohn bundesweit dürchrücken zu konnen ?

Wie hoch sehen die Chance: Auf ein Recht auf Arbeit: im Grundgesetz verankern zu können.

Viele Grüße : Von
Antwort von Adelbert Ringwald
4Empfehlungen
29.07.2009
Adelbert Ringwald
Sehr geehrter Herr ,

Die Chancen für einen flächendeckenden Mindestlohn stehen so schlecht nicht. Deutschland ist das letzte Land in der EU, welches sich einer solchen Regelung verweigert. Aufgrund des politischen Drucks der LINKEN ist inzwischen auch die SPD so weit, einen flächendeckenden Mindestlohn zu fordern, und auch die Grünen sind für diese Forderung prinzipiell zu erreichen. Wenn DIE LINKE aus der Bundestagswahl gestärkt hervorgeht, kann der politische Druck eine kritische Masse erreichen, um dieses Vorhaben endlich umzusetzen.

Was das Recht auf Arbeit betrifft, nun, da müsste DIE LINKE wohl eine absolute Mehrheit bei der Bundestagswahl schaffen, damit das ins Grundgesetz aufgenommen wird. Wenn alle 20 Millionen Rentner und alle 8 Millionen Transferleistungsempfänger links wählen, dann wäre das in der Tat möglich. Oder um es kurz zu machen: Je stärker DIE LINKE, desto sozialer das Land.

Mit freundlichen Grüßen,
Adelbert Ringwald
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Frage zum Thema Wirtschaft
20.07.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Ringwald,

in unserem Land gibt es viele Tüftler und Erfinder. Leider haben diese oft zu wenig Geld, um Ihre Erfindungen beim Patentamt sichern zu lassen. Die großen Firmen sind dann die Nutznießer dieser Erfindungen und der Erfinder selbst geht leer aus. Wie würden Sie das ändern?

Freue mich auf Ihre Antwort
Antwort von Adelbert Ringwald
5Empfehlungen
20.07.2009
Adelbert Ringwald
Sehr geehrte Frau ,
auf dem Bundeswahlparteitag DIE LINKE habe ich den folgenden Antrag gestellt.
Dies würde ich anpacken.

Antrag: G.9.
Antragsteller/in: Adelbert Ringwald
Sprecher (LAG Wirtschaftspolitik BW)
Antrag an den Bundestags-Wahlparteitag 2009 der Partei DIE LINKE am 20./21. Juni 2009 in Berlin
Thema: Neuregelung des Patentrechts als Arbeitsplatzmotor
Der Parteitag möge beschließen:

I. Patentgebühren sind erst beim Verkauf des Produktes zu entrichten
II. Kleinerfinder sind vor den Anwälten der Großkonzerne zu schützen, dergestalt, dass der Großkonzern beweisen muss, dass er dies als erster erfunden hat (Beweislastumkehr).
III. Verwertungszwang von Patenten innerhalb von kurzen Fristen (Vermeidung des Erwerbs von Patenten für die Schublade)
Begründung: Das Patentrecht (welches aus der Hitlerzeit stammt) muss geändert werden. Für einfachste Patente werden im Schnitt 36.000 € Patentgebühren fällig. Ein Tüftler ist äußerst intelligent, hat aber das nötige Geld nicht zur Verfügung, um das Patent anzumelden, und v.a. zu halten. In diesem Zeitpunkt ist er Vogelfrei. Er ist dann den Großkonzernen im Haifischbecken schutzlos ausgeliefert. Auch wenn er einen Investor findet, haben diese dann doch meistens die besseren Anwälte.
Noch anschaulicher wird dies an diesem authentischen

Authentischer Falll:
Zitat: 1. Erfinder-Ärger
"Von einem guten Kollegen-Freund war ich eingeladen, zur Abmusterung eines neuen Autotankblas- Verfahrens, das im Prinzip nach meiner vor 8 Jahren angemeldeten Idee "Pressblasverfahren gemacht wurde. 3 Firmen machen das jetzt genau so. Leider hatte ich auch aus Geldmangel die Gebühr nach 4 Jahren nicht weitergezahlt. Das Verfahren hatte ich fast allen diesen Firmen schon 2001 zur Verwertung angeboten, aber nur Absagen erhalten. Jetzt machen es alle wichtigen Tankhersteller nach. Also war meine Idee "Pressblasverfahren" nicht so schlecht, sonst würden die 3 Blasbetriebe das nicht nachmachen. Ich gehe mal wieder als Erfinder/ Urheber leer aus. Mein Freund L....., welchen ich aus pol. Gründen mit aufs Patent nahm, hat sich auch erstaunt und natürlich verärgert geäußert. Also, selbst .xy. in S.... hatte damals abgelehnt und auch die F...-xy... in München schrieb damals: wohl gute Idee, aber lt. Ihrer Blastechnikexperten, zu kompliziert, zu aufwendig, zu viel Entwicklungskosten, mehrere Mil. EURO! .Die St... in xy hat sich nach Posteingang nie mehr gemeldet, lediglich am Anfang der Anmeldung, wo man noch im Prioritätsjahr war, telef. bestätigt, dass es interessant wäre für die Autoindustrie, aber sie hat es verschlafen, weil sie nichts Aktives in 6 Monaten unternahm. Also, das Erfinden lohnt sich für den Erfinder nicht mehr. Man wird doch immer nicht verstanden, oder ausgetrickst. Die warten ab, bis dem Erfinder das Geld ausgeht für die Jahresgebühr, dann schlagen sie zu, wie jetzt hier in meinem Fall.
Jeder von denen macht pro Jahr min. ca. 400 000 Stück PKW Tank. Davon nur die Blashaut mit meinem Verfahren gefertigt, sind das min. 1,2 Mil. Stück x ca.0, 5 EURO/Tank Lizenzgebühr (bei einem Fremderfinder, was ich ja hierbei war), also ca. 600 000 EURO Lizenzgebühr/Jahr. Da kann man sich schon ärgern oder nicht?"


Genau um dies zu vermeiden, und um einen Arbeitsplatzmotor zu erhalten ,müssten die Patentgebühren erst beim Verkauf des Produktes abgeführt werden. Dies geschieht dann zum Schutz der Kleinerfinder, die keinen Großkonzern besitzen.

So würde ich in der Politik tätig werden. Es müssen mehr Praktiker mit einem sehr breiten Wissen in den Bundestag gewählt werden. Diese Zeit der Wirtschaftskrise ist es erforderlich besondere Wege zu beschreiten.
Einer dieser Wege sehe ich in der oben beschriebenen grundlegenden Reformierung des Patentrechts.


Mit solidarischen Grüßen aus dem Schwarzwald Ihr
Adelbert Ringwald
Dipl. Betriebswirt BA Steuern
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Frage zum Thema Arbeit
22.07.2009
Von:

Hallo Herr Ringwald,
Warum werden Konzerne mit Kurzarbeit gepeppelt und das Handwerk geht leer aus obwohl das Handwerk mehr als die Hälfte aller Abeitsplätze in BW stellt, finden Sie das gerecht ?

Herlichen Dank und einen schönenTag wünscht J.
Antwort von Adelbert Ringwald
4Empfehlungen
29.07.2009
Adelbert Ringwald
Sehr geehrter Herr ,

nein das finde ich, und sicher auch andere für ungerecht.

Wen Frau Merkel hofiert ,müsste spätestens erkennbar gewesen sein, als Sie während der Finanzmarktkrise die Vorstände der 30 Dax Werte in das Bundeskanzleramt eingeladen hat, um über die Krise zu sprechen. Die CDU hat eben nur die Großkonzerne im Blick. Was der Kleinbetrieb oder Handwerksbetrieb für Probleme hat, ist von wenig Interesse für Frau Merkel. Die jetzige Verlängerung des Kurzarbeitergeldes auf zwei Jahre begünstigt überwiegend die Großkonzerne und deren Aktionäre. Der Handwerker hat hiervon nichts. Jedoch musste dies zum Erhalt der Arbeitsplätze aufgelegt werden. Man sollte jedoch darüber nachdenken, ob es bei Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld, auch eine zeitl. begrenzte Ausschüttungssperre an die Anteilseigner geben sollte. Desweiteren müssen die veralteten Stukturen und Produkte(Automobilbranche) auf neue innovative Konzepte und Produkte, verpflichtet werden ,auf diese umzustellen.

Die Bundesagentur für Arbeit wird erheblich mit dem Kurzarbeitergeld belastet. Die CDU/SPD Regierung hat den Arbeitslosengeldbeitragssatz erheblich auf 2,8% gesenkt. Dies obwohl frühzeitig erkennbar war, dass die Finanzmarktkrise auf die Realwirtschaft durchschlägt. Dies halte ich für unverantwortlich.

Das Handwerk hat u.a. folgendes Problem: Es gibt immer wieder Zeiten mit viel Arbeit, das auf den Gewinn voll durchschlägt ,und ebenso auf die Steuerprogression. Im Folgejahr hat man dann weniger Aufträge, und einen erheblich geringeren Gewinn. Im Gewinnjahr bezahlt der Handwerker übermässig viel Steuer, und im Folgejahr sehr wenig. Würden beide Jahre zusammengerechnet , und dann der Durchschnitt genommen, so wäre insgesamt die Steuerbelastung sehr viel niedriger. Dies wäre eine sicher spürbare Entlastung für das Handwerks.

Im November 2007 habe ich eine Initiative gestartet an die Bundestagslinksfraktion über einen ermäßigten Steuersatz für Arbeitsintensive Branchen.

Orginaltext:

"An die Bundestagsfraktion

Liebe Mitglieder der Linksfraktion,
ich habe noch weitere Vorschläge , wie z.B. die Einführung von ermäßigten Steuersätze bezüglich der Umsatzsteuer für lohnintensive Betriebe b.z.w. Branchen für das. Handwerk, Hotellerie etc. Warum sollte es in Deutschland nicht möglich sein, auf die Arbeitsleistung in diesem lohnintensiven Bereichen vielleicht nur 5% USt zu erheben. Gegenfinanziert wird dies mit einer Erhöhung der Körperschaftsteuer. Das KSt-Aufkommen für 2008 sank von 20,9 Mrd € auf 15,9€.. Als ich angefangen habe zu studieren, war der KSt-Satz auf 56%. Mit 35% würden wir in D gut im euröpäischen Vergleich liegen,d.h. ca 18 Mrd € zum Gegenfinanzieren. Ich denke dies wäre die richtige Strategie um Arbeitsplätze zu sichern, und zu schaffen.

Mit solidarischen Grüßen aus dem Schwarzwald
Euer
Adelbert Ringwald
Dipl.Betriebswirt BA Steuern&Prüfungswesen"

Dieser Vorschlag fand seinen Niederschlag in unserem Bundestagswahlprogramm 2009 S. 30 unter Punkt 2.9 Für eine sozial gerechte Steuerreform.

Sie sehen ich habe mich schon früh auch für die Handwerkerschaft engagiert. Diese Branchen schaffen überproportional Arbeitsplätze. Um in diesem Bereich Arbeitsplätze langfristig zu sichern, muss ein gleichbleibendes Konjunkturprogramm aufgelegt werden.

Was nützt ein Konjunkturprogramm für ein oder zwei Jahre? So werden keine Arbeitsplätze planbar langfristig gesichert.

Ich würde darüber Nachdenken, was im Handwerk passiert, wenn die CDU nach den Bundestagswahlen die Umsatzsteuer/Mehrwertsteuer auf 25% erhöht.

Ich bedanke mich recht herzlich für Ihre Frage und verbleibe

Mit solidarischen Grüßen
Adelbert Ringwald
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Frage zum Thema Finanzpolitik
24.07.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Ringwald,

mir drängen sich gleich mehrere Fragen zum Thema Steuersystem auf. Da Sie auf Grund Ihrer beruflichen Tätigkeit in diesem Felde ein Fachmann sind, wende ich mich an Sie.

Die Partei DIE LINKE fordert in Ihrem Programm ein gerechteres Steuerkonzept.

Könnten Sie dieses bitte kurz und verständlich in einfachen Worten für Unkundige erläutern?
Wer profitiert davon?
Doch hoffentlich die kleinen Angestellten und die Arbeiter – oder?
Wie soll es finanziert werden?
Wird es einfacher und übersichtlicher?
Was hat es mit der Millionärssteuer auf sich?
Kommt die Vermögenssteuer für die Superreichen wieder?
Was sagen Sie zu dem Vorwurf Ihres politischen Gegners, insbesondere aus dem neoliberalen Lager, Sie wollten den "guten, schwäbischen Sparer und Häuschenbauer" "enteignen"?
Wie stehen Sie zur so genannten "Reichensteuer" der SPD? Befürworten Sie diese auch?

Für Ihre Antwort bedanke ich mich im Vorab!

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Adelbert Ringwald
2Empfehlungen
17.08.2009
Adelbert Ringwald
Sehr geehrter Herr ,

das heutige ungerechte Steuersystem erhielt schon unter Helmut Kohl die Prägung. Er schaffte die Börsenumsatzsteuer ab, mit der Begründung den Finanzplatz Deutschland zu stärken. England und Irland hat diese Heute immer noch, es hat jedoch diesen nicht geschadet. 1990 hat er dann den Rentenversicherungsbeitrag um 0,6% gesenkt, und gleichzeitig den Arbeitslosenversicherungsbeitrag um 0,6% angehoben. Das war einer der größten Eingriffe in die Finanzierung der Rentenkasse. Man muss sich vorstellen 26 Mio Beschäftigte(1990)x die durchschnittliche Lohnsumme x 0,6%. Wieviel Milliarden wurden damit der Rentenkasse entzogen. Die sogenannte Schieflage der Rentenkasse wurde dort mit Ansage eingeleitet. Wären diese Milliarden jählich in der Rentenkasse verblieben, dann hätten die Rentner heute ihr menschenwürdiges auskommen. Die Rentner müssen auch noch auf ein sogenanntes Rentenschutzgesetz vertrauen. Dies halte ich für höchst fraglich, ob dieses auch unter CDU,SPD,FDP nach der Bundestagswahl respektiert wird, oder welche Taschenspielertricks dann angewendet werden, um die Rentenzahlungen zu kürzen. Kohl und die CDU hat in 1990 auch den Eingangssteuersatz von 21% auf 25% angehoben, und gleichzeitig die Körperschaftsteuer von 56% auf 45% in zwei Schritten gesenkt. Dies war ein Steuergeschenk vor allem an die Großunternehmen und deren Anteilseigner. Heute beträgt der Körperschaftsteuersatz nur noch läppische 15%. Der OECD Durchschnitt liegt bei 35%. Das KSt-Aufkommen betrug in 2008 ca 15 Mrd.€. Wieviel wurde den Großunternehmen in den letzen Jahren geschenkt. Diese Gelder fehlen dem Staat um seine Aufgaben zu erfüllen zu können.

Union und besonders die FDP wollen vor allem Reiche weiter massiv entlasten. Als ob die Steuergeschenke von knapp 400 Milliarden Euro in den letzten zehn Jahren noch nicht genug gewesen sind. Allein aufgrund der Senkung des Spitzensteuersatzes von 53 auf 42 Prozent werden Einkommensmillionäre Jahr für Jahr 100.000 Euro geschenkt. Über zehn Milliarden Euro fehlen dadurch für Aufgaben des Staates.

Kanzerlin Merkel findet Steuersenkungen gut, da "die Menschen sich selbst überlegen können, wie sie ihr Geld ausgeben wollen." Wenn jedoch die alleinerziehende Verkäuferin einen Krippenplatz für ihr Kind benötigt, helfen ihr nicht zehn oder 20 Euro mehr Netto. Sie braucht ausreichende und gut ausgestattete öffentliche Kitas. Und der Pendler freut sich zwar über ein leicht verbessertes Netto. Dies wir ihm jedoch vergält, wenn er jeden Tag im Stau steht statt komfortabel und schnell mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit zu kommen.

DIE LINKE will einen Steuertarif, der Beschäftigte entlastet, die weniger als 70.000 Euro im Jahr versteuern. Oberhalb von 70.000 Euro sollen wieder mehr Steuern gezahlt werden. Vereinfacht kann man sagen: Wer weniger als 6000 Euro im Monat verdient, wird entlastet. Wer mehr hat, wird belastet. Beim Steuertarif der Linken werden Beschäftigte, die das Durchschnittseinkommen von 30.000 Euro haben, um mehr als 100 Euro im Monat entlastet. Die Union will knapp 20 Euro und die SPD zehn Euro monatliche Steuererleichterung.

DIE LINKE will, dass bei einem steuerpflichtigen Einkommen von 300.000 Euro gut 2000 Euro im Monat mehr Steuern gezahlt werden; insgesamt wieder soviel, wie zu Helmut Kohls Zeiten. Die SPD will für Menschen in dieser Einkommenskategorie mit der "Reichensteuer" immerhin noch einen Mehrbelastung von gut 600 Euro im Monat. Die Union hingegen will jeden Monat 100 Euro verschenken. Was das für einen Sinn machen soll, ist unerfindlich. So sieht die "Entlastung des Mittelstandes", so sieht die Steuergerechtigkeit der Union aus.

Durch die Steuerreformen unter Rot/Grün bezahlt ein Einkommensmillionär heute 100.000,-- € weniger Einkommensteuer wie unter Helmut Kohl. Dies wird von der LINKEN wieder rückgängig gemacht. Wir haben in D 760.300 Millionäre und 54 Milliardäre. Von diesen erzeilen etliche ein vielfaches von einer Million €. Diese Steuergeschenke an die Superreichen entmachten den Staat und geißeln unsere Demokratie. Die Steuerharmonisierung die europaweit zu regeln wäre ist bei den Ertragsteuern inexistent. Dies ist einer der größten Faktoren für die finanzielle Schieflage der Nationalstaaten und im speziellen Deutschlands. Es sind eben nicht die Sozialetats, sondern die Steuergeschenke an die Supereinkommensbezieher. Es müssen Europaweit bestimmte Bandbreiten der Steuersätze in der Körperschaftsteuer und Einkommensteuer eingeführt werden. Europa lebt von der vielfalt. In diesem Bereich ist diese aber extrem kontraproduktiv.

DIE LINKE würde den Körperschaftsteuersatz in 2010 von 15% auf mind.25% erhöhen. Dies entspräche wieder der Gesetzeslage vor dem 01.01.2008.

Wir würden die MILLIONÄRSSTEUER als VERMÖGENSSTEUER i.H.v.5% auf PRIVATVERMÖGEN über 1 MIO einführen. Dies brächte ca 80 Mrd.€ jährlich.

Die Steuer auf Kapitaleinkünfte würde wieder mit dem persönlichen Einkommensteuersatz besteuert werden, und nicht unter Merkel eingeführte 25%-ige billigststeuer, welche wieder die Großkapitalanleger erheblich begünstigt hat.

Die Steuerfreiheit von VERÄUßERUNGSGEWINNEN von BETEILIGUNGEN würde rückgängig gemacht werden.

Von mir wurde im Bundestagswahlprogramm die Auszahlung der Pendlerpauschale in unser Bundestagswahlprogramm eingebracht. Dies würde v.a. die niederen Einkommen entlasten. Es müssen eben nicht immer Spitzenverdiener spitzenmässig(nämlich erheblich mehr als Kleineinkommensbezieher) entlastet werden. Dies ist ein generelles Problem unseres Steuerrechts. Wer einen Steuersatz von 42% hat, bekommt von sämtlichen steuerrelevanten Ausgaben 42% an Einkommensteuer vom Finanzamt erstattet, andere die den Eingangssteuersatz von 14% haben eben nur mit 14%, also nur mit einem Drittel des Spitzenverdieners.Dies muss m.E. sofort geändert werden anlässlich der klammen Staatsfinanzen. Jedem muss die gleiche Entlastung vom Gesetzgeber gewährt werden.

Die UMSATZSTEUER=MEHRWERTSTEUER wird von uns nicht angehoben, wie es die CDU nach den Wahlen machen wird. Wir führen zur Finanzierung der staatlichen Aufgaben die BÖRSENUMSATZSTEUER wieder ein. Eine Umsatzsteuererhöhung würde ca 80 Mrd.€/Jahr dem Staatshaushalt zuführen.

Die BÖRSENUMSATZSTEUER bringt lt. Böcklerstiftung 0,1% = 35 Mrd €. Der gesamte Staatshaushalt beträgt zur Zeit ca. 300 Mrd. €. Bei der BöUSt würden dann die Spekulanten endlich ein Teil des angerichteten Schadens wieder an den Staat zurückzahlen. Ein weiter Vorteil ist sekundär eine Möglichkeit die Spekulanten zu bremsen.Es ist zusätzlich einfach, und ohne großen Verwaltungsaufwand zu erheben.

Die Kommunen würden eine verlässlichere Berechnungsgrundlage zur Gemeindefinanzierung mit der ............... steuer von uns erhalten. Die Städte und Kommunen werden von Berlin aus unterfinanziert. Die Gewerbesteuer macht im Schnitt 40% der Kommunalfinanzen aus. Diese ist je nach Gewinnlage der Gewerbebetriebe stark schwankend. Diese kann sogar negativ werden. Die Kommunen erfahren dies dann zuletzt. Dies ist ein nicht hinnehmbarer Zustand.

DER SCHWÄBISCHE HÄUSLEBAUER bleibt in unseren Steuerplänen ziemlich unberührt, da erst ab einer Milion die Millionärssteuer erhoben wird. Dies bedeutet, wenn jemand ein Vermögen von 2 Mio.€ hat, dass er dann insgesamt nur 2,5% Steuern bezahlt (gemessen am ganzen Vermögen). Wer enteignet eigentlich breite Bevölkerungsschichten in D? Das ist doch mit Agenda 2010 Rot/Grün eingeleitet, und unter /Rot noch weiter betrieben und verschärft worden. Dies alles kann man dem statistischen Jahrbuchs entnehmen.

Die PROFITEURE der CDU/SPD/FDP/Grüne sind die Großkapitalbesitzer BANKEN (Bänkster)und Heuschrecken. Die Profiteure dieser Parteien erkennt man indem der WÄHLER IN DAS SPENDENAUFKOMMEN UND SPENDER der Parteien unter www.Bundestag.de schaut. Alle Parteien haben eine Großspende der Allianz erhalten i.H.v. 120.000 €. Wir sind damit auf dem wege eine Gelddemokratie zu werden, welche nicht von Mehrheiten bestimmt wird, sondern derjenige der das nötige Geld und Medienmacht hat.

Bei der LINKEN profitieren die überwiegende Mehrheit der Bürger, die von diesen neoliberalen Parteien entrechtet und arm gemacht wurden. Wir finanzieren uns überwiegend aus Mitgliedsbeiträgen und gesetzliche Erstattungen.

Die Steuerpläne der SPD sind wenig konkret und wenig geeignet die Staatsfinanzen auf einen soliden Fundament zu setzen. Die SPD erzeugt hier Nebelbänke welche die Absichten der SPD verschleiert. Ich traue der SPD nicht über den Weg. Was hat diese im Wahlkampf 2005 beteuert? KEINE MEHRWERTSTEUERERHÖHUNG . Was ist herausgekommen +3%. Würden Sie heute der SPD noch glauben? Ich sicher nicht. Die SPD ist eindeutig eine Partei der Großunternehmer geworden, sicherlich nicht der Kleinunternehmer oder schon gar nicht für die Rentner, Arbeitslosen,Geringverdiener und Hartz IV -Empfänger. Selbst die Frauen wurden von der SPD mit der Rentenreform 2001 unter Schröder erheblich in der Witwenrente für Neuehen erheblichst benachteiligt. Diese Frauen erfahren dies genau wie Rentenantragsteller oder Arbeitslose erst bei Eintritt des Leistungsfalles. Die SPD erhebt die Reichensteuer schon bei 500.000,-€. Diese enteignet dann den schwäbischen Sparer und Häuslebauer und nicht nur diese.
Weitere Informationen erhalten Sie unter www.die-linke.de .


AUSZUG AUS UNSEREM BUNDESTAGSWAHLPROGRAMM:

DIE LINKE fordert, die Umverteilung von unten nach oben zu beenden und umzukehren:
  • die Einkommensteuer sozial und gerecht reformieren: Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit zum Grundprinzip machen; das Steuerrecht einfach und transparent gestalten; Personen und Familien mit niedrigen und durchschnittlichen Einkommen entlasten und Steuerpflichtige mit hohen und sehr hohen Einkommen stärker heranziehen; den Grundfreibetrag auf 9.300 Euro erhöhen, so dass mehr als 12.000 Euro brutto im Jahr steuerfrei bleiben;
  • Kapitalerträge wie Zinsen und Dividenden zum persönlichen Steuersatz versteuern statt mit einer Pauschalsteuer von 25%;
  • den Spitzensteuersatz auf 53% anheben;
  • die Steuerbelastung bis zum Spitzensteuersatz von 53% linear ansteigen lassen (Eintrittspunkt 65.000 Euro); dieser Tarifverlauf führt dazu, dass diejenigen, die weniger als 70.245 Euro im Jahr zu versteuern haben, entlastet werden; diejenigen, die mehr haben, werden belastet;
  • das EhegatBettensplitting abschaffen: individuelle Besteuerung einführen, tatsächliche reuungs- und Pflegeleistungen sowie das Zusammenleben mit Kindern steuerlich fördern;
  • den steuerlichen Betriebsausgabenabzug für Geschäftsführungs-, Vorstands- und Aufsichtsratsvergütungen auf das 20fache des Lohnes eines Facharbeiters bei Vollzeitbeschäftigung in der untersten Lohngruppe begrenzen;
  • die Pendlerpauschale neu regeln: die Fahrtkosten unabhängig vom Verkehrsmittel anerkennen, auszahlen und mit dem Einkommen versteuern, damit niedrige Einkommen nicht länger benachteiligt werden;
  • eine höhere Erbschaftssteuer realisieren: den Erbberechtigten einen einheitlichen Freibetrag in Höhe von 150.000 Euro gewähren; für Erbinnen und Erben, die das 60. Lebensjahr vollendet haben, für Kinder, hinterbliebene Ehegatten und für eine vom Vererbenden benannte Person (beispielsweise Lebenspartnerin oder Lebenspartner) diesen Freibetrag verdoppeln; bei Betriebsvermögen nur das Anlagevermögen zur Berechnung der Steuer heranziehen;
  • die Vermögenssteuer als Millionärssteuer wieder einführen: Privatvermögen von über einer Million Euro mit mindestens fünf Prozent besteuern;
  • die Finanzmärkte regulieren: eine Börsenumsatzsteuer einführen; Kapitalerträge und Veräußerungsgewinne aus Wertpapieren unabhängig von der Haltedauer zusammen mit anderen Einkünften zum persönlichen Einkommenssteuersatz versteuern, den Sparerfreibetrag beibehalten und Steueroasen austrocknen;
  • die Senkung der Körperschaftssteuer von 25% auf 15% zurücknehmen und die Bemessungsgrundlage verbreitern;
  • den ermäßigten Umsatzsteuersatz von sieben Prozent ausweiten auf Produkte und Dienstleistungen für Kinder, apothekenpflichtige Arzneimittel und arbeitsintensive Dienstleistungen des Handwerks sowie Hotellerie und Gastronomie; für kleine Unternehmen und Selbstständige regeln, dass bei einer Rechnung die Umsatzsteuer erst nach dem Zahlungseingang abzuführen ist. (Dies wurde von mir im Nov. 2007 bei der Bundestagslinksfraktion eingebracht)
3. Für eine gerechte zukunftsoffene Gesellschaft

Übrigens sind wir die einzigste Partei, die den Mittelstandsbauch abschafft. Herr Westerwelle spricht immer davon wir packen es an. Die Steuerpläne der CDU entlasten das Einkommen eines Facharbeiters (ca. 30.000,-€ Bruttojahresarbeitslohn um läppische 400€/Jahr. Die SPD um 200€/Jahr und Einkommen ab 300.000,--€ um 3000,-€. Das ist die soziale komponente der SPD. Die FDP als Steuerkompetenzpartei zu bezeichnen ist für mich als Steuerrechtlermit über 20 jähriger Erfahrung schlichtweg lächerlich. Wer für Kinder von Spitzenverdiener ein Kindergeld(incl. Steuerkomponente) von 320€ fordert und alle andern mit 200€ abspeisen möchte ist für mich nicht akzeptabel. Die Spitzenverdiener werden bis 7.500€/Kind entlastet, aber nur diese. Wer bezahlt schon so viel Steuer? Der Facharbeiter/in sicher nicht.

Ich hoffe ich konnte Ihnen dieses komplexe Thema näherbringen. Es wird Zeit, dass jemand in Berlin auf den Tisch haut. Das werde ich sicherlich tun, das verspreche ich Ihnen. Damit ich dies erreiche bitte ich Sie um Ihr Vertrauen und geben Sie mir Ihre ERSTSTIMME und ZWEITSTIMME. Sie haben es in der Hand.

Mit solidarischen Grüßen Ihr

Adelbert Ringwald
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