Abgabe von künstlichem Heroin an Schwerstabhängige
Alle Bundestagsfraktionen mit Ausnahme der Union haben für einen Gesetzentwurf gestimmt, der eine kontrollierte Abgabe von synthetischem Heroin - sog. Diamorphin - an Schwerstabhängige ermöglicht. Diamorphin wird künftig in die Regelversorgung der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen und gilt nun nicht mehr als illegale Droge.
Hintergrundinformationen
Der Gesetzesinitiative vorausgegangen war ein Modellprojekt, das zwischen 2002 und 2006 in sieben Städten erprobt und anschließend teilweise verlängert worden war. Die Ergebnisse einer in diesem Zusammenhang durchgeführten Studie sprächen dafür, nun deutschlandweit "eine Behandlung mit Diamorphin für eine klar begrenzte Zielgruppe zu ermöglichen," heißt es in dem Gesetz, das von den Abgeordneten Carola Reimann (SPD), Detlef Parr (FDP) und Frank Spieth (Linke) in den Bundestag eingebracht worden war.

Schwerstabhängige können das synthetische Heroin künftig als verschreibungspflichtiges Betäubungsmittel erhalten. Allerdings sind daran enge Bedingungen geknüpft. An einer Diamorphin-Behandlung teilnehmen dürfen nur Schwerstabhängige, "die zuvor ernsthafte Behandlungsversuche mit herkömmlichen Substitutionsmitteln [wie z.B. Methadon] unternommen haben," heißt es in dem Gesetzentwurf. Konkret bedeutet dies: Ein Patient muss mindestens fünf Jahre opiatabhängig sein, mindestens zwei erfolglose Therapien hinter sich haben und 23 Jahre oder älter sein.

Durch das "Gesetz zur diamorphingestützten Substitutionsbehandlung", so der offizielle Name, sollen "die negativen Folgen der Drogenabhängigkeit für die öffentliche Sicherheit und Ordnung abgemildert" werden.

Im Gegensatz zu SPD und Opposition will die Union das Modellprojekt zunächst noch weiterführen, da einige Fragen bislang ungeklärt seien. CDU und CSU verweisen u.a. auf den bislang ungeklärten Beitrag der psychosozialen Betreuung zum Erfolg einer Behandlung. Der Modellversuch habe gezeigt, dass bei einer optimalen psychosozialen Begleitung durchaus gute Therapieergebnisse auch bei einer Methadonsubstitution erzielt würden.

(c) Foto: streetpreacher83 / flickr


Weiterführende Links:
Gesetzentwurf zur diamorphingestützten Substitutionsbehandlung (pdf)
Kommentare von Besuchern zur Abstimmung
Kommentar #35
Über zwei Jahre sind nun seit dieser Gesetzes-Verabschiedung vergangen und fast 10 Jahre seit Beginn der ersten Medikamenten-Studien mit Diamorphin.
Und was hat sich seit dem getan? Werden die betroffenen Patienten nun endlich entsprechend medizinisch versorgt?
Nichts hat sich bisher getan! Nur mit Mühe konnten wenigstens die bisherigen Studien- und Modell-Projekte weiter geführt werden. Keine neuen Vergabe-Stellen sind seit der Gesetzesverabschiedung hinzu gekommen, von einer flächendeckenden, bundesweiten Versorgung gar nicht zu reden. Selbst in den Großstädten hat sich nichts verändert (bis auf Düsseldorf, wo noch dieses Jahr eine Vergabe-Stelle ihre Arbeit aufnehmen soll).
Die Kommunen verweigern die Umsetzung des Gesetzes, man kann schon von einem Boykott sprechen. Die Betroffenen leiden und sterben weiter. Die Verantwortungslosigkeit und Gleichgültigkeit der Kommunen in dieser Frage ist beispiellos und skandalös.
von: Karl Kramer
am: 17.10.2011 00:10
Kommentar #34
Mittlerweile dürfte wohl jedem bekannt sein das die derzeit angebotenen Substitute nicht bei jedem Menschen wirken.
Es ist eine Schande das im Deutschen Bundestag Personen sitzen die Opiat-Erkrankten Landsleuten die Hilfe verweigern und lieber sterben lassen.
Pfui Deibel!
Anscheinend sterben die Deutschen noch nicht schnell genug aus und man muss etwas mit Opiaten nachhelfen,oder warum kommen die ganzen Drogen in unser Land obwohl die BRD so einen hochaufgerüsteten Polizeiapperat hat?
von: ein Überlebender
am: 02.10.2011 23:03
Kommentar #33
Deutschland-Bayern-Schwaben-Augsburg. Hier in meiner Heimatstadt Augsburg passiert mal rein gar nichts was das H-Programm angeht, obwohl es hier sehr viele Süchtige gibt die mit dem bisherigem Angebot überhaupt nicht klar kommen der grosse Teil ist permanent rückfällig das volle Programm halt. Aus denn offiziellen Quellen höre ich seit 2009 immer wieder das gleiche, bevor es hier in Augsburg ein H-Programm gibt friert eher die Hölle zu. Ich kenne viele Leute die die gesamten Vorraussetzungen für die Teilnahme an dem Programm mitbringen, ich natürlich auch, wie lange müssen wir da noch warten bis es uns endlich legal gut gehen wird. Es kann doch nicht so schwer sein 3 Ärtzte, 3 Räume, und denn Rest zu organiesieren, München und Nürnberg da gehts ja auch, warum dann nicht hier in einer Stadt die als Junck-City, was das angeht viel eher das Programm nötig hat als andere Bayrische Städte. Versuch mal in München H aufzustellen, als nicht Münchner hast du keine Chance, in Nürnberg ist das noch viel Krasser da geht anscheinent nur Kristall und Amph., aber hier in Augsburg kann jedes Kleinkind leichter Heroin kaufen als Gras oder Hasch, erzählst du irgendwo im Deutschsprachigem Raum ( selbst in denn Staaten drüben ) das du aus Augsburg kommst, kommt zu 90% aaah Königsplatz. Das schildert schon sehr gut die Situation in und um Augsburg, das könnte aber auch alles gewollt sein denn immer mehr Süchtige verlassen Augsburg genau deshalb, und ich dencke ehrlich gesagt auch schon darüber nach, denn die Stadt ist in diesen Bereichen zu Gefährlich und zu Teuer, wenn ich an Ex-Augsburger/inen in Berlin, Bremen, Hamburg, Hannover usw. dencke, haben die die richtigen Entscheidungen getroffen. MFG aus der Hölle für Opiat-Abhängige
von: Wo bleibt's Augsburger H-Programm
am: 21.09.2011 11:46
Kommentar #32
Hoffe es kommt bald in Rheinland Pfalz das Heroin - Programm. Würde uns allen hier das Leben erleichtern. Diese scheis Substitute, die machen noch mehr abhängig und der Entzug dauert EWIG! Lieber ins Heroin Programm und dann wen man bereit ist langsam rausschleichen.

WO BLEIBT RHEINLAND - PFALZ????? Hallooooo hier sind auch schwerstabhängige die diese Hilfe benötigen!
Hopp Kurt Beck beweg mal was!
von: Melek
am: 19.12.2010 14:48
Kommentar #31
Das wer führ alle bessere
von: jörg sanwald
am: 06.05.2010 19:58
Kommentar #30
wie die Substitution mit pola u.ä. wird auch die versorgung mit dia-morphin einige zeit brauchen,bis studien und ergebnisse dafür sprechen und ein tenor der akzeptanz sich breit macht.erst dann werden wir und viele tausend andere, in die möglichkeit eines würdevolleren lebens kommen,sofern man ein leben mit opiaten so bezeichnen kann.in deutschland dauert alles etwas länger wie z.b. in der schweiz oder in den NL aber man sollte die erfolge der drogenpolitik,sprich substitution und vielschichtige hilfsangebote für drogenabhängige nicht außer acht lassen und die arbeit der vielen leute würdigen die so viel DAFÜR getan haben.gruß aus Reken (seit Mai 99 im Po-Programm)
von: **********************
am: 24.04.2010 09:45
Kommentar #29
Also bei uns bekommen die süchtigen Morphin in Form von Tabletten (Compensan, früher Vendal) oder Kapseln (Substitol).

Man braucht nur zum Arzt zu gehen, behaupten man ist Opiatabhängig, und bekommt das Zeug. Bei Arbeitslosen muss es täglich unter Aufsicht des Apothekers Eingenommen werden (was aber viele in den Mundhölen verstecken und wieder ausspucken vor der Apotheke), aber wer einer Beschäftigung nachgeht bekommt seine Rationen wöchentlich ausgehändigt. Entsprechend groß ist der Schwarzhandel, am Karlsplatz, Wiens meisstfrequentiertem Bahnhof, wird jeder binnen 10 sekunden angesprochen, und das Zeug ist ab 10 € zu haben (je nach verfügbarkeit).

Das größte Problem jedoch ist, dass die Substitol-Kapseln (und die sind die weitverbreitetsten) mit Wachs retardiert sind (sind viele kleine Wachsumhüllte Kugeln in der Kapsel), was dazu führt dass es viele Drogentote gibt da eben die Wachsrückstände zu Venenverstopfungen und damit zu Hirnschlägen, Herzinfarkten, etc. führen.

Allerdings ist im rechten, katholisch-konservativen Österreich eine liberalere Politik undenkbar (selbst die Morphiumsubstitution wird öffentlich massiv kritisiert, einzig der Spritzentausch, für den es in Wien bereits 3 oder 4 stellen gibt und die täglich insgesamt bei 1,5 mio Einwohnern eine fast Sechsstellige Zahl an Spritzen austauschen, werden akzeptiert sofern nicht in der Nachbarschaft), nicht einmal Fixerstuben werden angedacht. Ich bin ziemlich sicher dass es in der westlichen Welt kaum ein Land gibt das eine derart weite Verbreitung an harten Drogen in der Bevölkerung hat, und die Drogenpolitik ist eine der härtesten Europas (z.B. 6 Monate Haft für Konsum und Besitz für den Eigenbedarf geringer Mengen Marihuana).

Wie funktioniert in D eigentlich die Aufnahmeprozedur in ein diamorphinbasiertes Substitutionsprogramm?

Grüße aus Wien,
Alex
von: Wiener
am: 19.04.2010 04:38
Kommentar #28
Schon mal was von Lach-Gas-Therapie gehört? Dauert ein paar Tage, danach Reha und dann Zukunftsperspektive mit Sinn... .
von: Georg
am: 29.01.2010 20:34
Kommentar #27
Mal ein kurzer Themenwechsel, es herrscht doch in Deutschland die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau!!! Süchtige Frauen bekommen in Haft Methadon bzw. Polamidon oder Subotex. Männer absolut nichts, nichts was der Rede wert währe, das ist ein Skandal wenn ich höre das ein Bekannter vor der Haft im Polamidon-Programm 13 ml bekamm drinnen auf der Krankenstation eine 10mg Diazepam am Tag. Ich bin auch Substituiert wenn mir das Passieren würde ist eins klar, ich würde mich lieber umbringen (ernsthaft), das was hier in Bayern passiert ist praktizierte Folter. Drecks Nazis wurden im Knast besser behandelt (z.B. H.Göring) als a kleiner Junckie der nur sich selbst schädigt (meistens). PS: die Haft meines Bekannten dauerte gerade mal so lange das er ohne Entzug entlassen wurde es waren ca. 7-8 Monate, es war für ihn die Hölle ein Tag in Freiheit Überdosis ### werde dich nie vergessen mein Freund ###
von: Gleichberechtigt
am: 06.01.2010 10:07
Kommentar #26
...als Christlich Demokratische Union kann man sich nicht bezeichnen, wenn man gegen die Abgabe von Diamorphin an kranke stimmt und somit den Transfer von Geld aus Beschaffungskriminalität hin zur Mafia fördert. Eine Schande!
von: realität
am: 21.10.2009 11:36
Kommentar #25
tja, ich kann nur soviel dazu sagen dass-wer in deggendorf wohnt und mal durch glück an arbeit und geld kommt richtiges glück hat und nicht sterben muss.durch zufall bekam ich vorletztes jahr eine arbeit und konnte dadurch gott sei dank das priveleg einer behandlung genießen-ist so wer geld hat darf leben,und wer nicht -der soll halt dann sterben...da ich in dem landkreis als deggendorfer keine cahnce hatte einen arzt zu finden der mich von meiner starken heroinsucht die bald schon mein halbes leben lang geht,so weit wie es möglich ist verschont,durch abgabe eines heroin ersatzstoffes-sah ich mich gezwungen bis nach regensburg anzufragen.dort auch sah sich ein arzt nicht als zu fein mich zu behandeln-ich fuhr ein halbes jahr lang -jeden tag vor meiner arbeit in der bmw dingolfing>>>>>200km<<<<<in die praxis um das medikament zu holen und nicht an den abscheulichen schmerzen leiden zu müssen den ein entzug so mit sich bringt-zudem kostete mich dieser SPASS alles was ich in einem monat verdient habe...ca.1000€ da ich nur ein leiharbeiter war..ich musste zahlen: die leute die ich angebettelt habe mich rauf zu fahren,den benzin und natürlich das medikament-da alle kassenplätze gnadenlos überbelegt waren...so jetzt bin ich seit zwei jahren sauber und denke mir immer das ich dem drogentot geweit bin wie die 2 leute die jetzt in deggendorf gestorben sind-die ich natürlich auch kannte und wusste dass sie bald dran sind., weil ich jetzt keine arbeit mehr habe und ein einziger fehltritt meinen arzt dazu veranlasst mich jeden tag in der praxis in regensburg blicken zu lassen..ich hab das gled nicht mehr und ich hab die kraft nicht mehr!kein arzt in deggendorf und umgebung nimmt auf oder fühlt sich verpflichtet...egal-so wie einfach alles egal ist,oder? im grunde genommen konnte ich nur 2jahre clean sein,weil es heut zu tage ein luxuspriveleg ist nicht an seiner abhängigkeit sterben zu müssen...
man soll nicht immer meckern,sondern mit dem zufrieden sein was man hat..ich hatte das glück nicht rafael,nicole,oder dan sein zu müssen die vor kürzem an deren überdosen sterben mussten..
von: row
am: 22.09.2009 00:04
Kommentar #24
Hallo,

an die Frau der so wenig vom Staat geholfen wurde um ihre Abhänigkeit zu beenden zolle ich höchsten Respekt... Ich hoffe dein Leben wird sich gut entwickeln und es ist eine Schande dass Menschen die gewillt sind aufzuhören mit sowas, nicht geholfen wird. Und dieses Abstimmungergebnis ist sehr sehr sehr armseelig von der CDU.
von: Jörn B.
am: 20.09.2009 18:56
Kommentar #23
welch weltfremdes bild, liebe cdu, so körperverletzungen an kranken menschen zu betreiben! den leuten ist nicht geholfen durch konservative drogenpolitik, gemacht von leute die nur bier in der öffentlichkeit trinken, sondern durch menschen und auch politkern, die ahnung von der substanz haben und auch dementsprechend handeln! wenn einer keine ahnung von drogen- und auch sozialpoitik hat, dann ist es die cdu! gute nacht mein liebes deutschland!

ich wähle nicht links, sondern nach verstand! und diese poltik der cdu/csu ist nur widerlich!
von: hinzke
am: 12.09.2009 03:36
Kommentar #22
Ich kann kaum verstehen, wie es Menschen geben kann, die gegen ein solches Gesetzt stimmen könne, diese Menschen leiden unter extremen Realitätsverlust oder können sich einfach nicht in die Lage von Menschen versetzten die in eine Situation gekommen sind, in der sie Heroin konsumieren!
Den Mitglieder der CDU und vorallem der CSU die für Ja gestimmt haben, zoll ich hier meine Respekt, weil sie meist von Stammtischparolen und der Dämonisierung von allem was nicht "alkoholisch" ist und eine Bewusstseinsveränderung herrvorruft geblendet sind.
von: noob
am: 20.08.2009 03:21
Kommentar #21
ich glaube wenn eines der kinder des abgeortneten, der dagegen gestimmt hat, über 10 jahre Heroinsüchtig mit mehreren erfolglssen therapieversuchen wär .........
dann wüste dieser ignorant, wieviel elend und leid hiter dieser krankheit steht!
kein elternteil will sein eigen fleisch und blut vor sich hinsichen sehn, weil es gezwungen ist verstrektes heroin auf der straße zu kaufen und deswegen im knast landet ODER stirbt!!!!

das gesetz zur vergabe von diamorphin soll den DROGENTOD verhindern den NIEMAND verdient hat!

zum gedenken an die DROGENTOTE der letzten jahere ( R . I . P .)
von: tut nichts zur sache
am: 17.08.2009 00:17
Kommentar #20
Ende der 90-ziger Jahre entschloss ich mich meine schwere Abhängigkeit zu beenden. Ich informierte mich über Schnellentzug, Substitution, Entgiftung in einer Klinik und den kalten Entzug zu Haus.
Der Schnellentzug bot eine Entgiftung, die erstens: schwere Nebenwirkungen (bis Eintritt des Todes) und zweitens: hohe Kosten (6000-8000 DM, selbst zu tragen). Zum Dritten war es kaum vorstellbar nach 2Tagen in einem Krankenhaus vollständig entgiftet und voll gesellschaftsfähig zu sein. Die Substitution(Codein, Methadon) wurde von mehreren Ärzte einfach abgelehnt. Begründet wurde dies mit der Überlaufenheit der Programme. Ich konsultierte Ärzte, die mir wortwörtlich bescheinigten niemals clean zu werden. Ziemlich hoffnungslos wendete ich mich an eine Entzugsklinik. Dort erklärte man mir,dass ich mit vielen anderen schwer abhängigen Menschen, ohne jeden Kontakt mit der Außenwelt entgiften sollte. Für mich war diese Variante niemals praktikabel. Ich konnte mir genau vorstellen, wie diese Therapie abläuft. Man lernt neue Leute aus der " Scene" kennen, die nach der Therapie alle nacheinander wieder "umfallen". Man gerät in einen Strudel und ohnes es zu bemerken ist man schnell wieder dort wo man begonnen hat. Drogenfreundschaften hatte ich genug. Ich entschloss mich zu einem kalten Entzug zu Haus. Ein Freund informierte sich bei einem Arzt, welche Konsequenzen es für ihn haben könnte, wenn er sich bereit erklärt bei mir zu bleiben und meinen Gesundheitszustand zu überwachen. Die Antwort lautete, dass er sich strafbar machen würde wenn mir etwas zustossen würde. Er entschied sich diese Konsequenzen zu tragen. Dafür bin ich ihm bis heute sehr dankbar. Fazit, egal welche Methode es wird Süchtigen sehr schwer gemacht wieder in ein "normales" Leben zurückzukehren. Nach der Entgiftung war ich sehr schwach (körperlich). Ich zog aus meinem Stadtteil fort und brach alle Kontakt zu früheren Bekannten ab. Ohne die Hilfe zweier Freunde die mit Drogen und Millieu niemals in Berührung kamen, hätte ich diesen Schritt nicht gehen können. Niemand kann beurteilen wie einsam eine Drogensucht jemanden machen kann. Es dauerte monatelang bis ich beginnen konnte mich um Arbeit oder Ausbildung zu kümmern. Mit 20 Jahren befand mich das Arbeitsamt für nicht würdig eine Ausbildungsstelle anzunehmen. Hilfstätigkeiten dagegen wären für mich angemessen. Ich schrieb Bewerbung um Bewerbung, absolvierte Praktika und erhielt zum Schluss allein durch mein Engagement eine Lehrstelle. Der Staat in Form von Sachbearbeitern tat nichts dazu. Die Zeit, in der eine sinnvolle Beschäftigung meine Zeit in Anspruch nahm, war aus heutiger Sicht mein Garant nicht wieder in alte Strukturen zurückzukehren.
Selbstverständlich ist mein Arbeitgeber über meine frühere Abhängigkeit informiert und war bereit mir trotz allem eine Chance zu geben.

Die Gesellschaft ist nicht bereit Fehler die man in Kindheit oder Jugend macht zu vergeben. Auch in einigen Kommentaren die hier abgegeben wurden klingt durch, dass Abhängige sich selber helfen sollen und im Grunde Schmarotzer sind, die die Gesellschaft belasten. Das Problem ist nur dass die Gesellschaft krank ist. Sie akzeptiert dass ihre Kinder auf der Strasse leben, sich prostituieren und letztlich ohne Beistand auf irgendeiner Bahnhofstoilette zu Grunde gehen. Ferner ist es einfach für gutsituierte Bürger mit stabilem Familienhintergrund, andere denen es in ihrem Leben von Anfang an schlecht ergangen ist zu verurteilen.
Meine " Beschaffungskriminalität", im Alter von 15 Jahren, wurde von mindesten 5 Männern täglich zur Triebabfuhr benutzt. Familienväter oder alleinstehende Männer mit bisweilen abartigen Wünschen und Sehnsüchten, die ihre Frauen ihnen nicht erfüllen wollten oder konnten. Sie gingen nicht etwa naiv auf den Strassenstrich. 99 Prozent dieser Männer wussten sehr wohl, dass die Mädchen dort drogenabhängig sind.

Kein Politiker der ein Programm zur Substiution von schwerabhängigen Menschen ablehnt, macht sich eine Vorstellung von dem menschlichen Leid, welches eine Abhängigkeit mit sich bringt. Drogenabhängig, geschlagen von Freiern, vergewaltigt, ausgeraubt, benutzt und das alles von Menschen die nicht abhängig sind. Und wenn jemand versucht aus dem Kreis auszubrechen wird es so unendlich schwer gemacht, dass viele einfach nicht die Kraft, das Durchhaltevermögen oder das Geld haben an ihrer Situation etwas zu ändern.

Vor ein paar Jahren wurde in Berlin ein Programm zur Substitution schwer Abhängiger eingestellt, weil es 3 millionen Mark gekostet hat.
Man rechne sich doch einmal durch, wie wenig dies für eine Stadt wie Berlin ist. Man zahlt lieber die Sozialhilfe für alle Abhängigen, nimmt Drogenhandel und dadurch immer neue Abhängige in Kauf, lehnt aber in fast allen Fällen eine persönliche Betreuung oder zumindest eine Begleitung beim Weg in ein drogenfreies Leben ab. Ferner bezahlt man Gerichtsverfahren, Strafvollzug und Therapien, die nicht zum Erfolg führen, weil man die Menschen sich selbst überläßt und ihnen nach dem Entzug keine Perspektive bietet.
Unseren Politikern fehlt einfach die Vorstellungskraft, wie es ihnen ergangen wäre, wenn sie in einem anderen Umfeld unter anderen Voraussetzeungen ihr Leben hätten beginnen müssen.

In unserer Verfassung steht die Würde des Menschen ist unantasstbar aber sie wird in Frage gestellt, jeden Tag. Auf den Strassenstrichen jeder Großstadt. Die Politik sieht zu.
von: anonym
am: 15.08.2009 15:02
Kommentar #19
Ich möchte allen Abgeordneten die zugestimmt haben, insbesondere aber denen von CDU/CSU gratulieren, dass sie sich gegen fehlinformierte Stammtischparolen, gegen Ausgrenzung und gegen die Kriminalisierung von Kranken gestellt haben. Die Qualitäten einer Gesellschaft zeigen sich doch vor allem daran wie sie sich zu ihren schwächeren Elementen stellt. Wenn ich mir manche der Kommentare hier und in anderen Medien anschaue die dem "gesunden Volkszorn" Luft machen bin ich froh dass die Sachpolitik in Deutschland von und mit Experten gemacht wird und nicht in jeder Frage das Fähnchen nach dem Wind gehängt wird.
von: Tino Walser
am: 13.08.2009 01:24
Kommentar #18
Da sieht man mal, dass die Politiker mit zu den Dealern gehören.....

...schämt euch....
Die derzeitige Regierung gehört von Ihren Stühlen geworfen!
Ich habe selbst die ganze Palette an angeblichen verbotenen Genusssubstanzen ausprobiert, brauchte weder eine Kur - sondern nur einen starken Willen!
Heute konsumiere ich seid neun Jahren gar nichts mehr!

Wenn Ihr schon so legal mit dem Zeugs umgeht, dann ist es sinnvoller, dass jeder Bürger sich die Substanzen sich über eine gewisse Menge sich in der Apotheke besorgen kann!!
von: LJ
am: 11.08.2009 11:31
Kommentar #17
Ihr Kommentar
von: LJ
am: 11.08.2009 11:18
Kommentar #16
An Jörg!

Also bei Dir frag Ich mich allen Ernstes auch,was Du mit Deinem Satement bezwecken willst.......
Zahl selber und Du kannst einigermassen die Regeln mitbestimmen,so is das nun mal.
Und erzähl mir nich Codein "bekommt" Dir am besten,damit dröhnst Du Dich wenigstens noch einigermassen zu.
Was Du dann aber gegen das Diamorphin hast,frag Ich mich......
Ich hab keinen Bock ,wenn Ich mal wieder runter müsste ein halbes oder 1 Jahr lang nich pennen zu können(auch deswegen nehm ich es i.v.,weil die Halbwertzeit kürzer ist und Ich mir den Affen abtrainieren kann,so als nette Begleiterscheinung.
Du willst mir doch nicht sagen,das Du sehr wahrscheinlich auf Dein Codein besser klar kommst,als auf das Diamorphin......???
Da kenn Ich aber ganz andere Erfahrungswerte(obwohl Ich auch schon vieles gehört hab,aber viel ist eben auch Gerede,um den eigentlichen Beweggrund zu verschleiern.)
Auf guter Schore hab Ich nie nen grossen Affen geschoben,nur sowas bekommt man ja heute im Inland aufgrund der Geldgier der Dealer und des Konsumentenverhaltens nicht mehr.Jeder will nen 5er und das für ganz kleines.....und wenn man mehr investiert isses der gleiche Sch..... und Du wirst abgelattet.Is klar das Ich mit 44 und mehrjähriger Knasterfahrung nich mehr täglich auf der Platte rumrennen will!
Ich würde an Deiner Stelle,wenn Du so wirklich am besten klar kommst und Dein substituierender Arzt/evtl. ne Untersuchung bei nem Professor an ner -Uni oder so anleiern)Dir das bescheinigt ,aber trotzdem die Rezepte sammeln und mal einen Antrag bei der Kasse auf Übernahme stellen.Ich hab das zumindestens früher,als Codein noch öfter als Substitut verschrieben wurde,öfter gehört,das es da Ausnahmegenehmigungen gegeben hat!
Gruss,Tom!
von: Ihr Name
am: 03.08.2009 02:49
Kommentar #15
Sry,meinte Ursels blöden Kommentar!
von: Betroffener!
am: 03.08.2009 02:27
Kommentar #14
Das ist mal wieder typisch kleinkariertes Spiessbürgertum......von nix ne Ahnung ,holt sich ab und an Ihre paar Arzneimittel vom Arzt und dann so nen Spruch.
Ich kann Dir aus Erfahrung erzählen,das Ich jahrelang verarscht bin ,von nem Krankenkassenmitarbeiter,der meine chronische Krankheit nicht anerkannt hat(Sucht,Depressionen und Hep C und noch ein paar Sachen,die im Raum stehen,weil man immer noch nicht durchblickt!).
Anderer Sachbearbeiter,Chance ergriffen und siehe da...auf einmal wars ne Sache von 10 Minuten!!!
Weiterhin gibts keine Fahrkarten mehr und auch keine Zusatzleistungen für spezielle Ernährung ,obwohl ausdrücklich von der Landesregierung empfohlen.
Ich weiss noch nicht,ob Ich es probieren werde.fakt ist,das Ich mittlerweile schon wieder auf 19 ml(90 mg ) Pola bin und jede Woche nicht auskomm,weil Ich immer noch Schussgeil bin und mir fast immer meine komplette Polamidonration von 1 Woche in 2 Tagen reinhau und das i.v..
Ich sitz manchmal heulend aufm Klo und bete nach Gott,das Ich endlich was treffe.
Ihr habt ja keine Ahnung!!!Therapien sind die reine Geldverschwendung für mich(wie sollen 30 Junkies plötzlich miteinander auskommen und dann noch Zeit finden an sich zu arbeiten.Da gehts nur um die Oberfläche und vielleicht etwas Sozialempfinden zu entwickeln,aber das hilft den wenigsten.
Vor allem ,wenns wieder ohne Super Psychosoziale Betreuung zurück geht und dafür hat keine Stadt mehr Geld.
Mein "Betreuer" hat minimum 50 andere und ist froh,wenn er mich nicht sieht.
Ich bin jetzt 44 und wenn überhaupt,kann mir das evtl. noch helfen.Wenn nicht,kann Ich wenigstens evtl. in Würde mein Besteck abgeben!!!
Gruss,Tom!
von: Betroffener
am: 03.08.2009 02:23
Kommentar #13
Endlich.........!!!!!!
Hoffe das auch genug Ärzte bereit sind, so etwas zu machen.
Es sollte dann auch ein Port ( künstlicher Venenzugang direkt unter dem Schlüsselbein ), wie bei einer Chemotherapie ) gelegt werden. Stöpsel auf, und dann rein mit dem Diamorphin. Das gute ist, das der Port nie mehr raus muß und man Ihn nicht sieht. Sonst muß man sich ja weiter die Arme, Beine, Hals, Füße usw. traktieren. Manche Leute kommen ja nirgendwo mehr rein.

Gruß, Hoffnungsschimmer
von: A.Z
am: 28.07.2009 07:51
Kommentar #12
Echt geil,

jetzt kann ich mich endlich auf kosten anderer zudrönen....

weiter so
von: herojunkie
am: 23.07.2009 14:10
Kommentar #11
Warum ist eigentlich das Heroin (nicht auf künstlicher Basis) eigentlich so teuer (daraus resultiert die Beschaffungskriminalität)? Die Produktions ist relativ einfach, die Basisstoffe verfügbar. Der hohe Preis auf dem illegalen Markt wird nur dadurch erzielt, weil das Heroin verboten ist. (Risikozuschlag)
von: ziorai
am: 19.07.2009 18:36
Kommentar #10
Ich bin seit 30 Jahren Opiatabhängig. Habe zwei Therapien durchlaufen, Methadonprogramm, hat alles nichts gebracht. Jetzt habe ich doch noch Hoffnung.
Endlich ein Schritt in die richtige Richtung !
von: Anke Schengber
am: 22.06.2009 11:19
Kommentar #9
Mich interessiert die Gegenleistung der Empfänger. Wie hoch ist die Zuzahlung? Welche solidarischen Leistungen werden erbracht? Wir müssen auch zuzahlen und zahlen unsere Beiträge.
von: Ursel
am: 20.06.2009 20:15
Kommentar #8
nach 25jähriger abhängigkeit, mehreren Therapien, zig stationären entgiftungen, Substitution mit Methadon und auch Subutex, mehreren Haftstrafen und familiärem Desaster, sehe ich für mich nun
etwas Licht in dem Horror in dem ich mich befinde. Abbhängigkeit ist wohl eine der schlimmsten Krankheiten die ich so kenne. Habe einen Bruder, mehrere Freunde und viele Bekannte daran Verloren.
Davon sind viele gerade mal 30 J alt geworden. Ich finde das Ganze mehr als überfällig. Hoffe das es dann auch zeitnah Anlaufstellen für die Ausgabe von
Diamorphin geben wird. Damit wird man ja auch aus
der ganzen Szene und ihren Begleiterscheinungen erlöst. Dort gibt es auch Leute die sich über die Freigabe von Diamorphin gar nicht freuen. Denen wird der gewerbsmäßige Handel mit Drogen so erstmals erschwert (da keine Nachfrage nach Heroin). Ich bedanke mich für diese Chance, an einem halbwegs normalem Leben teilhaben zu können. Grüße aus Düsseldorf
von: 40J. abhängig
am: 17.06.2009 11:27
Kommentar #7
manchmal kann ich mich über die weltfremdheit der politiker nur wundern. da wird diamorphin auf kassenrezept zugelassen, nur um ein paar leichen von der straße zu bekommen. nur damit ich nicht falsch verstanden werde, ich bin selber jahrelang heroinabh. gewesen, bekomme ein anderes medikament ( codein) um mit meiner sucht fertig zu werden. ich habe 3 entgiftungen stationär durchlaufen, mehrere male zu hause entgiftet ( ziemlich hart) und habe mehrere substitutionsgeschichten hinter mir ua. mit metadon und codein. metadon werde ich nicht mehr anrühren, obwohl es billiger ist ( jaaa man muß den ganzen kram selber zahlen, bei einigen ärzten sogar die behandelung) weil das suchtpotenzial entschieden höher ist als beim heroin, und ich auf dem zeug meinen beruf als bäcker kaum noch ausüben kann. codein bekommt mir am besten. bei einem verdienst, der statistisch als gering eingestuft wird ist es ein verdammter batzen geld den ich für das medikament zahlen muß ( ca. 250€ im monat. nun beschließen doch ein paar weltfremde politiker das es diamorphin auf rezept gibt und die kasse das übernimmt. ich fordere sie auf, entweder das diamorphin wie alles andere auf privatkosten umzustellen, oder die anderen medikamente auch auf kasse umstellen zu lassen. alles andere ist unzumutbar.
mit freundlichem gruß
ein abhängiger.

an heike schmidt ( komentar vom 04.06.2009) medikamente für alkoholiker gibt es auf kassenrezept. würde mich freuen wenn sich menschen mal etwas informieren und dann erst drauflos schreiben. sucht ist eine anerkannte krankheit, die behandelt werden kann und sollte. sonst kostet es den staat mehr als die behandelung.
wie gesagt, mfg.
von: Jörg
am: 15.06.2009 12:39
Kommentar #6
1. Krankheit ist Krankheit und jeder hat das Recht auf die beste Medizin.
2. Es gibt Leute die nicht verstehen können warum die Allgemeinheit dafür bezahlen soll. Aber es geht um viel mehr. Das ist meiner Meinung nach der erste vernünftige Schritt zur Bekämpfung des weltweiten Drogenhandel. Drogen werden benutzt um verschiedene Staaten von inner her anzugreifen. Als in den 80 Jahren in München der erste Arzt über 100 Patienten mit Methadon substituiert hat, ist kurzweilig der komplette Heroinmarkt zusammengebrochen. Grund: keine Nachfrage. Ich finde es richtig diesen Schritt zu gehen.
von: Daniel Bender
am: 13.06.2009 11:42
Kommentar #5
Ich finde es auch erstaunlich was für eine Mehrheit sich da gebildet hat.

Ich finde es ansonsten sehr schade und auch Weltfremd, dass die CDU das Gesetz abgelehnt hat. AUs dem Großstädten kommen fast ausschließlich positive Rückmeldungen zu dem Gesetz.
von: DaDe
am: 08.06.2009 20:26
Kommentar #4
Nun -diamorphion ist nun praktisch identisch mit Heroin.
Man wird nun zwar wegen der psychisc he Effekte ( u A Verfolgungswahn) wohl nicht auch noch Kokainabhängige substituieren , aber die Zahl von Konsumenten der ursprünglichen "Reichendroge Kokain könnte inzwischen die Zahl der Heroinabhängigen überschreiten. diese beiden härtesten illegalen Drogen werden heute von den Rauschgiftsyndikaten rücksichtslos unters gemeine Volk gebracht, wo sie natürlich auch noch desaströse soziale Folgen haben und nun auch arme Familien zerstören. Den verzweifelten Müttern aus der Unterschicht zu helfen, wenn ihre Kinder in solche, durch die Illegalität und das BtmG eher protegierte, als bekämpfte Kreise geraten oder Mädchen von Drogengangs "angefixt werden um dann als Prostituierte missbraucht zu werden ( ohne dass jemand dagegen ernsthaft was unternimmt !!) rechtfertigt die Verschreibungsfähigkeit und das Geschäft der z. T. brutalen intern Drogenorganisationen zu zerstören, rechtfertigt diese Substitution.
Man versucht dann mit langsamen Absetzen der endorphin subsitution durch die Morphine den Körper dazu zu bringen , das Endorphin wieder selbst herzustellen ( Abhängigkeitssyndrom). Diamorphin ist aber ein sozusagen raffiniertes Produkt , das synthetisch oder aus Opium hergestellt werden kann und hat deswegen ein höheres Abhängigkeitspotential als z BG . Rohopium dessen Wirkung aus mindestens 4 Alkaloiden zugleich entsteht- und es ist fraglich ob die Entwöhnung damit gelingt
Das Motiv für Heroinkonsum ist - ähnlich wie beim Alkohol Betäubung- denn auch Heroin wirkt als Narkotikum.
Heroin ist wie alle Morphindderivate sozusagen ein konzentriertes chemisches Produkt - eine Fehlentwicklung mit WIrkungen welche die der naturbelassener Ursubstanzen aus denen sie hergestellt werden noch um ein weites übertreffen.
Nur Aufklärungkann Menschen davor abhalten nicht aber Strafandrohung. Dole war gegen delare gedacht. Bestraft werden aber fast immer nur die kleinen abhängigen . Vor den auch bewaffneten Organisationen aber hat man schon lange kapituliert.
von: helmut
am: 07.06.2009 10:33
Kommentar #3
"Diese Abhängigen haben sich selbst in die Sucht begeben, warum muß die Allgemeinheit nun auch dafür zahlen?"

Weil die Alternative wäre, Heroinsüchtige einfach verrecken zu lassen und das im höchsten Maße menschenverachtend wäre (Ja, auch Drogensüchtige sind Menschen).
Übrigens kosten Gesundheitsschäden und Strafvollzug (als Folge von Beschaffungskriminalität) die Allgemeinheit schon lange Geld, nicht erst "nun".
von: Tobias Müller
am: 05.06.2009 16:50
Kommentar #2
Werden die Krankenkassen dann demnächst auch den Alkohol für die Alkoholkranken und das Nikotin für den Abhängigen übernehmen? Wohin soll das führen?
Diese Abhängigen haben sich selbst in die Sucht begeben, warum muß die Allgemeinheit nun auch dafür zahlen? Ein Schwerkranker, der seine Krankheit nicht selbst ausgesucht hat und an einer seltenen Krankheit leidet, geht meist leer aus, wenn die Krankenkasse nicht mitspielt.
von: Heike Schmidt
am: 04.06.2009 21:55
Kommentar #1
Bei dieser Abstimmung ist etwas passiert, was bemerkenswert ist. Die SPD hat mit Stimmen der Grünen und der Linkspartei eine Mehrheit erreicht. Wenn sich die SPD beeilt könnte sie bis zur Bundestagwahl zeigen wie sozial sie wirklich. Ohne Koalitionsverträge werden Grüne und die Linke den Gesetzen zustimmen, denn sie fordern ja sehr oft das Gleiche. Endlich könnte es mal auf Inhalte ankommen. So sollte Politik immer gehen. Ich hoffe dass Herr Müntefering das hier liest, nutzen sie diese Möglichkeit denn sie wird ungenutzt nur bis September gehen. Die Medien und die Schafe sind für die kapitalorientierten Rechtsparteien, die so unglaubwürdig sind das sie selbst ihr Deutschland für ein machtüberschäumendes Europa aufgeben werden. Momentan sind die Umfragen ca. 50/50, doch glaubt die Mehrheit in Deutschland das die für die Finanzkrise mitverantwortlichen Parteien die Krise meistern werden. Die SPD soll sich endlich zur Linkspartei konkret äußern. Deutschland und auch Herr Obama brauchen eine Linke, grüne und demokratische Mehrheit in Deutschland. Schwarz-Gelb wäre wie der Bush Clan in Germany.
von: Christian Schütt
am: 04.06.2009 13:16
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Abstimmungsergebnis