Hans-Jürgen Uhl (SPD)

Hans-Jürgen Uhl
Hans-Jürgen Uhl aktuell
Angaben zur Person
Jahrgang
1951
Berufliche Qualifikation
Angestellter
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wohnort
-
Wahlkreis
Helmstedt - Wolfsburg
Ergebnis
49,5%
Landeslistenplatz
25, Niedersachsen
weitere Profile
Öffentliche Äußerungen
Auswahl der Fragen und Antworten
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Sicherheit
02.09.2005
Von:

Sehr geehrter Herr Uhl,
mich würde sehr interessieren, was sie zum Thema Sicherheit bezüglich Terrorismus sagen. Ich meine, was haben sie vor um dem Terrorismus denn Kampf anzusagen? Würden sie, wenn ihre Regierung an der Macht wäre es genauso machen wie die USA? Ich meine damit, ob sie in auch Truppen hinschicken würden.

Jetzt aber zu den noch wichtigeren Sachen. Was würden sie für die Sicherheit im Landesinneren machen. Denn wie jeder weiß, kann jederzeit und überall eine Bombe hochgehen. Würden sie auch die Bio daten im Personalausweis wollen, oder die generelle Überwachung an stark besuchten Plätzen, so wie die Telefonüberwachung (SMS etc.) oder anderen Sicherheitseinschränkungen.
Im Grunde wäre das alles ja sehr schön, aber das würde das Grundrecht sehr stark einschränken.

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Hans-Jürgen Uhl
bisher keineEmpfehlungen
05.09.2005
Hans-Jürgen Uhl
Sehr geehrter Herr ,

ich bin der Meinung, dass die bisherigen Maßnahmen der Bundesregierung bzw. des Bundesinnenministeriums mit Otto Schily als Bundesinnenminister richtig und wichtig waren und sind. Im Vordergrund steht zweifellos die unverändert anhaltende Bedrohung durch den islamistischen Terrorismus.

Seit dem Terroranschlag vom 11.09.2001 in New York wurden die Sicherheitsstrukturen unseres Landes von der Rot-Grünen Regierung gezielt ausgebaut und der neuen Bedrohungslage angepasst. Mit den so genannten Sicherheitspakten I und II und dem darin enthaltenen Terrorismusbekämpfungsgesetz vom 09.01.2002 wurde unter anderem die Aufklärungsarbeit im Vorfeld terroristischer Aktivitäten erheblich verbessert. So konnten beispielsweise wichtige Erkenntnisse über die Reisebewegungen, den Verlauf der Finanzströme oder die Vorgehensweisen beim Identitätswechsel Verdächtiger gewonnen werden.

Um Terroristen möglichst frühzeitig an der Einreise nach Deutschland hindern zu können, ist es notwendig, die Identitätsüberprüfung im Reiseverkehr und die Fälschungssicherheit von Ausweisdokumenten zu verbessern. Daher bereitet die Bundesregierung den Einsatz biometrischer Merkmale - Fingerabdrücke, Lichtbilder oder Irisfotos - in drei Bereichen vor:

bei der Kontrolle der nach Deutschland einreisenden Personen, bei Visa und Aufenthaltstiteln und bei Pässen und Personalausweisen.

Als besorgter Bürger, Ehemann und Vater bin ich der Meinung, dies sind richtige Schritte, denn gegen diese fälschungssicheren Identifikationsmöglichkeiten kann niemand etwas haben, der nichts zu verbergen hat.

Zu Ihrer Frage zur Entsendung von Truppen in den Irakkrieg vertrete ich die Meinung, dass es keine Lösung ist Gewalt mit Gewalt zu bekämpfen und bin froh darüber, dass unsere Bundesregierung mit Gerhard Schröder als Bundeskanzler und wir Sozialdemokraten im Bundestag beschlossen haben, keine deutschen Truppen in den Irakkrieg zu schicken, sondern alle Anstrengungen in die Prävention des Terrorismus zu stecken und so unseren Staat zu schützen.

Sie haben recht, wenn Sie sagen, dass die Grundrechte eingeschränkt werden, wenn es um die generelle Überwachung von öffentlichen Plätzen etc. geht.

Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung als Grundrecht ist seit mehr als zwanzig Jahren nach dem Volkszählungsurteil des Bundesverfassungsgerichts anerkannt. Der Schutz dieses Grundrechts steht allerdings angesichts des rasanten technologischen Fortschritts und anderer Entwicklungen - etwa bei der Sicherheitslage - ständig vor neuen Herausforderungen. Ich vertraue auf das Urteilsvermögen unseres Bundesinnenministers Otto Schily und das von Bundesjustizministerin Brigitte Zypries, wenn es darum geht, im Kampf gegen den Terrorismus richtige Entscheidungen zu treffen.

Ich empfehle Ihnen zur ausführlichen Information die Seiten des Bundesinnenministeriums. Unter www.bmi.bund.de werden Sie ausführliches Material finden. Sollten Sie weitere konkrete Fragen haben, so lassen Sie mir diese Bitte direkt zukommen. Meine E-Mail-Adresse lautet hans-juergen.uhl@bundestag.de. Ich werde mich dann mit den Fachleuten unserer Fraktion in Verbindung setzen, damit Sie detaillierte Auskünfte bekommen.

Mit freundlichen Grüßen
Hans – Jürgen Uhl, MdB
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Föderalismus
04.09.2005
Von:

Sehr geehrter Herr Uhl,

die Haushalte des Bundes und der Länder weisen enorme Fehlbeträge aus. Hierdurch können sinnvolle Ausgaben für z.B. die Kinderbetreuung und die Bildung nicht in ausreichendem Umfang geleistet werden. Folglich besteht geradezu ein Zwang, zu sparen. Hierbei sollte selbstverständlich sein, dass zuallererst die Ausgaben gestrichen werden, die für die Bürgerinnen und Bürger keinen oder nur einen geringen Nutzen bringen. Dies trifft zweifellos auf die Kosten zu, die kleine Bundesländer oder – konsequent durchdacht – alle Bundesländer verursachen. Was hat der Bürger z.B. davon, dass 16 Bildungspolitiken betrieben werden? Eine einzige Bildungspolitik aus Berlin, die über PISA-Studien im internationalen Wettbewerb steht, reicht doch vollkommen aus!

Laut Berechnungen des Steuerzahlerbundes lassen sich durch die Abschaffung der Bundesländer jährlich 10,5 Mrd. Euro sparen (Ministerpräsidenten, Landesminister, Landesparlamente, Landesministerien). Folglich stellt sich die Frage, warum die Politik in Bezug auf Länderzusammenschlüsse untätig ist bzw. wie Sie sich zum erforderlichen Ende der Kleinstaaterei positionieren?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Hans-Jürgen Uhl
1Empfehlung
14.09.2005
Hans-Jürgen Uhl
Sehr geehrter Herr ,

der Föderalismus in Deutschland basiert auf historischen Grundlagen und ist letztendlich auch für unser stabiles demokratisches System mitverantwortlich. Alle Bundesländer abzuschaffen ist allein schon durch Paragraph 79 Absatz 3 des Grundgesetzes nicht möglich.

"Eine Änderung dieses Grundgesetzes, durch welche die Gliederung des Bundes in Länder, die grundsätzliche Mitwirkung der Länder bei der Gesetzgebung oder die in den Artikeln 1 und 20 niedergelegten Grundsätze berührt werden, ist unzulässig.".

Ich stimme Ihnen aber durchaus zu, dass in einzelnen Fällen über eine Zusammenlegung intensiv zu diskutieren ist, wie dies zum Beispiel Berlin und Brandenburg machen. Gerade Regionen, die einen Wirtschaftsraum bilden, sollten auch einheitlich regiert werden. Es ist jedoch auch klar, dass es für eine derartige Zusammenlegung Mehrheiten in der Bevölkerung geben muss, die derzeit in keinem Bundesland wirklich gegeben sind.

In den letzten Jahrzehnten hat sich der Einfluss der Länder auf die Bundespolitik erheblich vergrößert. Der Föderalismus ist also zu einem Hemmnis für politische Entscheidungen geworden. Über rund 60 Prozent aller Gesetze, die im Bundestag von der Regierungsmehrheit verabschiedet werden, wird auch im Bundesrat abgestimmt. Dies führt bei ungleichen Mehrheitsverhältnissen zu einer Blockadepolitik der Opposition, wie wir sie in den letzten Jahren durch die CDU/CSU/FDP-Mehrheit im Bundesrat erfahren haben. Aus diesem Grund fordert die SPD mehr Klarheit in der Verantwortung und mehr Klarheit in der Kooperation zwischen Bund und Ländern und damit auch mehr Effizienz in unserem föderalen Staatsaufbau. Wir brauchen deshalb nach der Bundestagswahl einen neuen Anfang bei der Föderalismus-Reform.

In puncto Bildungspolitik würde ich mir auch eine stärkere Rolle des Bundestages wünschen, allerdings bin ich nicht der Meinung, dass wir die Bildungshoheit gänzlich auf den Bund übertragen sollten, denn Bildung lebt auch von Vielfalt und sollte regierungsspezifischen Gesichtspunkten Rechnung tragen können.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Jürgen Uhl
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Wirtschaft
05.09.2005
Von:

Sehr geehrter Herr Uhl,

als Bürger der Region Wolfsburg belasten mich die Dinge, die zur Zeit bei Volkswagen geschehen bzw. bereits geschehen sind extrem. Können Sie von sich selbst mit ruhigem Gewissen sagen, daß Sie nichts mit den Dingen rund um Gebauer, Volkert und Schuster zutun haben und niemals Geld bzw. Sachspenden angenommen haben.

Ich bedanke mich im Vorfeld für eine ehrlich Antwort.

Bisher ist noch keine Antwort eingetroffen. Um eine Nachricht zu erhalten, sobald eine Antwort eintrifft, tragen Sie sich bitte über die untenstehende Benachrichtigen-Funktion ein.
X
Beim Eintreffen einer Antwort benachrichtigen
Lesezeichen
Frage zum Thema Bildung
08.09.2005
Von:
Jim

Sehr geehrte Herr Uhl,
verteidigen Sie die schulpolitischen Ziele ihrer Partei? Oder kritisieren sie einzelne Punkte?
Mit freundlichen Grüßen
Jim

Bisher ist noch keine Antwort eingetroffen. Um eine Nachricht zu erhalten, sobald eine Antwort eintrifft, tragen Sie sich bitte über die untenstehende Benachrichtigen-Funktion ein.
X
Beim Eintreffen einer Antwort benachrichtigen
Lesezeichen
Ihre Frage an Hans-Jürgen Uhl
Die Fragefunktion wurde inzwischen geschlossen.